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	<title>Exporteur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:03:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exporteur&amp;diff=2020965&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emberwit: linkfix</title>
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		<updated>2023-08-24T22:14:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exporteur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im Sinne des [[Außenwirtschaftsrecht]]s derjenige, der einen [[Kaufvertrag]] über [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] mit einem ausländischen [[Importeur]] abschließt bzw. die Güter in das [[Ausland]] ausführt oder ausführen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Exporteur ist ein aus dem Wort [[Export]] gebildetes [[Nomen Agentis]]. Wirtschaftlich ist der Exporteur ein [[Wirtschaftssubjekt]], das Güter in das Ausland aufgrund einer [[Handelsbeziehung]] mit einem Importeur ausführt, wobei es gleichgültig ist, ob der Exporteur die Güter unbearbeitet als [[Wiederverkäufer]] ins Ausland weiterveräußert (&amp;#039;&amp;#039;Ausfuhrhändler&amp;#039;&amp;#039;, mittelbarer Exporteur) oder vor der Ausfuhr eine [[Weiterverarbeitung (Produktion)|Weiterverarbeitung]] vornimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ue3MBgAAQBAJ&amp;amp;pg=RA1-PA1382&amp;amp;dq=exporteur+ausf%C3%BChrer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiz2tn_0I7ZAhXHhiwKHft9AxA4ChDoAQgwMAI#v=onepage&amp;amp;q=exporteur%20ausf%C3%BChrer&amp;amp;f=false Reinhold Sellien/Helmut Sellien (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1980, Sp. 1382]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein für den [[Transport]] [[Auftrag|beauftragter]] [[Spediteur]] oder [[Frachtführer]] gilt also nicht als Exporteur. Als Exporteur gilt jedoch der [[Transithandel|Transithändler]], der [[Ware]]n zunächst importiert, um sie danach wieder zu exportieren. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Liefer- und Zahlungsbedingungen ==&lt;br /&gt;
Der Exporteur legt in seinen [[Lieferbedingungen]] die [[Lieferung]] ins Ausland fest und regelt in seinen [[Zahlungsbedingungen]] die Zahlungspflicht des Importeurs. [[Handelsklausel]]n wie die [[Incoterms]] regeln, ob und inwieweit der Exporteur die [[Transportkosten]] oder [[Versicherer|Versicherung]] übernimmt. Sie reichen von keiner Übernahme („[[ab Werk]]“) bis zur vollen Übernahme („frei verzollt“). Die Zahlungsbedingungen regeln, wann der Importeur seine Zahlungspflicht gegenüber dem Exporteur zu erfüllen hat. Das kann vor allem ein [[Vorschuss (Wirtschaft)|Vorschuss]] ([[Vorauszahlung]], [[Anzahlung]]) bereits vor der Lieferung ([[Kundenkredit]]), [[Zahlung]] [[Zug um Zug (Recht)|Zug um Zug]] oder [[Akkreditiv]]/[[Dokumenteninkasso]] bei der Lieferung oder ein [[Zahlungsziel]] nach der Lieferung ([[Lieferantenkredit]]) sein. Im Falle des Lieferantenkredits übernimmt der Ausführhändler ein [[Exportkredit]]risiko (Ausfuhrrisiko) im Gegensatz zu den Exportkommissionären, Ausfuhragenten oder Ausfuhrmaklern.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Sellien/Helmut Sellien (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1980, Sp. 352 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Konkret handelt es sich um ein [[Kreditrisiko]] und ein [[Länderrisiko]], die der Exporteur durch [[Exportkreditversicherung]] absichern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Exporteur im engeren Sinne ist, wer Güter in ein [[Drittland]] außerhalb des [[Europäischer Wirtschaftsraum|Europäischen Wirtschaftsraums]] ausführt oder dies veranlasst ([[Ausführer]]). Güter sind [[Ware]]n, [[Software]] und [[Technologie]] ({{§|2|awg_2013|juris}} Abs. 13 [[Außenwirtschaftsgesetz|AWG]]) sowie [[Elektrizität]] (§ 2 Abs. 22 AWG). Der Ausführer muss Vertragspartner des Empfängers in einem Drittland sein ({{§|2|awg_2013|juris}} Abs. 2 AWG). Der Exporteur hat Pflichten gemäß §{{§|4|awg_2013|juris}} AWG und {{§|5|awg_2013|juris}} AWG, zudem kann er [[Normadressat]] behördlicher Maßnahmen gemäß {{§|8|awg_2013|juris}} AWG sein. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen von Waren innerhalb der [[Mitgliedstaaten der Europäischen Union|EU-Mitgliedstaaten]] spricht man vom „[[Innergemeinschaftlicher Erwerb (Deutschland)|innergemeinschaftlichen Erwerb]]“, weil keine zollamtliche Abwicklung notwendig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ETasN9c8t6AC&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;dq=Importeur+Einf%C3%BChrer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwig6fzD-YvZAhWQaFAKHU2eBYIQ6AEIPDAD#v=onepage&amp;amp;q=Importeur%20Einf%C3%BChrer&amp;amp;f=false Gerhard Laudwein, &amp;#039;&amp;#039;Fachwörterbuch Export, Zoll und Logistik&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß {{§|1a|ustg_1990|juris}} Abs. 1 [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|UStG]] liegt ein „innergemeinschaftlicher Erwerb“ vor, wenn ein [[Gegenstand]] bei einer Lieferung an den Abnehmer (Erwerber) aus dem Gebiet eines EU-Mitgliedstaates in das Gebiet eines anderen EU-Mitgliedstaates gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausführer hat gemäß {{§|8|awv_2013|juris}} Abs. 1 AWV die [[Ausfuhrgenehmigung]] bei einer Zollstelle zu beantragen, falls seine Exportgüter in der [[Ausfuhrliste]] enthalten sind. Eine Ausfuhrgenehmigung kann nur der Ausführer beantragen {{§|21|awv_2013|juris}} Abs. 1 AWV). Für den Export gelisteter Güter ([[Dual-Use-Verordnung|DUV]], Anhang I) in Drittländer außerhalb der EU gibt es stets eine Genehmigungspflicht; das gilt auch für [[Rüstungsexport|Rüstungsgüter]] (§ 8 AWV und AL Teil I A) und deutsche [[Dual-Use]]-Listungen (§ 8 AWV und AL Teil I B). Innerhalb der EU („Verbringung“) ergibt sich dies aus der [[Güterliste]] in DUV Anhang IV (vgl. Art. 22 Abs. 1 und Anhang IV DUV; vgl. hierzu auch die zusätzlichen Verbringungsbeschränkungen in {{§|11|awv_2013|juris}} AWV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Exporteur von [[Arzneimittel]]n bringt diese nicht im Geltungsbereich des [[Arzneimittelgesetz (Deutschland)|AMG]] in Verkehr,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BGHZ 23, 100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass er nicht nach {{§|84|amg_1976|juris}} AMG haftet. Bereits das [[Reichsgericht]] (RG) hatte in seiner Entscheidung vom Dezember 1899&amp;lt;ref&amp;gt;RG, Urteil vom 2. Dezember 1899, RGZ 45, 149&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgeführt, dass ein [[Händler]], der Waren zum Zweck des Exports importiert ([[Transithandel|Transithändler]]), die Waren im &amp;#039;&amp;#039;Inland&amp;#039;&amp;#039; in den Verkehr bringe, da er „nicht als bloßer Spediteur“ des [[Auftraggeber]]s oder [[Fabrikant]]en, sondern als Einkäufer und Importeur tätig werde. Dementsprechend hat das RG auch in der Entscheidung vom 3. April 1884&amp;lt;ref&amp;gt;RGSt 10, 349, 350 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Feilhalten und Inverkehrbringen im Inland angenommen, wenn eine im Ausland hergestellte Ware ins Ausland verkauft und versandt wird. Das Wort „Verkehr“ ist einem Urteil des [[Oberlandesgericht Hamburg|Oberlandesgerichts Hamburg]] vom Februar 1955 zufolge hier allerdings nicht beförderungstechnisch aufzufassen. Seine Bedeutung müsse auf den &amp;#039;&amp;#039;Handelsverkehr&amp;#039;&amp;#039; beschränkt werden. Durch einen reinen Transitverkehr mit Bahn, Kraftwagen oder Schiff durch das Inland, bei dem im Inland [[Frachtführer]] oder [[Spediteur]]e, ohne irgendwelche [[Handelsgeschäft]]e über die Ware als solche abzuschließen, nur beförderungstechnisch bei Ausführung eines Durchlauf-Frachtvertrages oder auch durch irgendwelche Hilfsgeschäfte zu dem Zweck mitwirkten, dass die Ware das Inland auf dem Wege ins Ausland wieder verlasse, sei kein Handelsverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 9. Februar 1955, Az.: U 14/54 = I ZR 56/55&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu entschied der [[Europäischer Gerichtshof|EuGH]] im Oktober 2005 in einem anderen Fall, dass das Inverkehrbringen von Waren aus [[Drittländer]]n in der Gemeinschaft ihre Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr im Sinne von {{Art.|29|AEUV|dejure}} [[Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union|AEUV]] voraussetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 18. Oktober 2005, Az.: C-405/03&amp;lt;/ref&amp;gt; Transitgüter gelangen demnach im Inland nicht in den Verkehr. Für den Export von Arzneimitteln gilt vielmehr das allgemeine [[Haftungsrecht]], das lediglich die [[Verschuldenshaftung]] vorsieht. Nach deutschem [[Kollisionsrecht]] findet das Recht des Tatorts bzw. auch das Recht der übereinstimmenden deutschen Staatsangehörigkeit Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=YwqzBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA318&amp;amp;dq=Exporteur+von+Arzneimitteln&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjsre6J4I7ZAhXEkCwKHfm_DlQQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Exporteur%20von%20Arzneimitteln&amp;amp;f=false Erwin Deutsch, &amp;#039;&amp;#039;Arztrecht und Arzneimittelrecht&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 318]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zollanmeldung]]&lt;br /&gt;
* [[Zollabfertigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emberwit</name></author>
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