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	<title>Explosion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Explosion&amp;diff=28301&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Torben81: /* Chemische Explosionen */</title>
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		<updated>2026-04-30T09:11:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Chemische Explosionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Explosion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Für weitere Bedeutungen siehe [[Explosion (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nagasakibomb.jpg|mini|Atompilz über Nagasaki nach der [[Kernwaffenexplosion|Atombombenexplosion]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Explosion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine plötzliche Volumenerhöhung, die üblicherweise durch die Freisetzung großer [[Energie]]mengen verursacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache der stark konzentrierten hohen Energiemenge kann eine [[chemische Reaktion]] sein (zum Beispiel durch [[Sprengstoff]]e, [[explosionsfähige Atmosphäre]]), die zu einer in sehr kurzer Zeit stark ansteigenden [[Temperatur]] und [[Druck (Physik)|Druck]] führt. Bei chemischen Explosionen findet eine sehr schnell ablaufende Reaktion ([[exotherme Reaktion]], wie bei der [[Verbrennung (Chemie)|Verbrennung]]) eines explosiven Gemisches oder eine Zerfallsreaktion statt, bei der große Gas- und Wärmemengen freigesetzt werden und eine starke Druckwelle (Luftstoß) durch die plötzliche [[Volumen]]ausdehnung der [[Gas]]e (oder [[Flüssigkeit]] beim Wasserstoß durch Unterwasserexplosionen) entsteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henry Portz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Henry Portz | Titel=Brand- und Explosionsschutz von A-Z – Begriffserläuterungen und brandschutztechnische Kennwerte | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-322-80197-5 | Jahr=2015 | Online={{Google Buch | BuchID=5aN8BwAAQBAJ | Seite=1 }} | Seiten=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Schubothe: &amp;#039;&amp;#039;Durch physikalische Umweltfaktoren bedingte innere Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1161–1194, hier: S. 1191–1193 (&amp;#039;&amp;#039;Durch Luftstoß bedingte Schädigungen und Erkrankungen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die plötzliche Volumenausdehnung verursacht eine [[Stoßwelle]], die bei einer &amp;#039;&amp;#039;idealen&amp;#039;&amp;#039; (von einer Punktquelle ausgehenden) Explosion durch das Modell der [[Detonationswelle]] beschrieben werden kann. Begleiterscheinungen einer Explosion sind greller Lichtblitz und lauter Knall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henry Portz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Ursachen können stark komprimierte Gasblasen erzeugen, zum Beispiel aufgestaute Gase in [[Vulkan]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peter O. K. Krehl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter O. K. Krehl | Titel=History of Shock Waves, Explosions and Impact: A Chronological and Biographical Reference | Verlag=Springer Science &amp;amp; Business Media | ISBN=978-3-540-30421-0 | Jahr=2008 | Online={{Google Buch | BuchID=PmuqCHDC3pwC | Seite=1272 }} | Seiten=1272 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidungen ==&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird ein Vorgang als Explosion bezeichnet, wenn in sehr kurzer Zeit eine sehr große Energiemenge freigesetzt wird, in Form eines starken Temperatur- und Druckanstiegs, der zu einer starken Volumenvergrößerung führt, also Materie beschleunigt.&lt;br /&gt;
{{Anker|Abgrenzung}}Im Gegensatz dazu gibt es auch Vorgänge, die zwar in kurzer Zeit große Energiemengen freisetzen, aber nicht als Explosion bezeichnet werden; zum Beispiel, weil sie keine unmittelbare Auswirkung auf Materie haben (Beispiele: [[Blitz]]e in einem [[Gewitter]], [[Laser]]blitz, [[Gammablitz]]) oder die Freisetzung nicht schnell genug verläuft (Beispiel: [[Raketenstart]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Explosionstypen ===&lt;br /&gt;
==== Chemische Explosionen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:GHS-pictogram-explos.svg|mini|Warnung vor explosionsgefährlichen Stoffen (gemäß [[Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien|GHS]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwei Typen chemischer Explosionen:&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Cruciani: &amp;#039;&amp;#039;Kurzlehrbuch Physikalische Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, 2006, ISBN 978-3-527-31807-0, S. 512 [https://books.google.de/books?id=a58tBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA512]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wärmeexplosionen&amp;#039;&amp;#039; (thermische Explosionen) entstehen, wenn die [[Reaktionsenthalpie|Reaktionswärme]] einer chemischen Reaktion nicht schnell genug abgeführt wird und damit die Temperatur des Systems steigt. Der Temperaturanstieg führt zu einer höheren Reaktionsgeschwindigkeit und damit zur noch schnelleren Freisetzung von Wärme, was schließlich zur Explosion führen kann (Theorien von [[Nikolai Nikolajewitsch Semjonow |Semenov]], [[David Albertowitsch Frank-Kamenezki|Frank-Kamenetzkii]] und Thomas). Ein Beispiel für eine thermische Explosion ist die [[Chlorknallgas]]reaktion.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kettenverzweigungsexplosionen&amp;#039;&amp;#039; entstehen bei [[Radikalische Reaktion|radikalischen Reaktionen]]&amp;lt;!-- Es existiert bislang kein Artikel mit diesem Lemma, es gibt nur die Kategorie „Radikalische Reaktion“--&amp;gt;, bei denen mehr [[Kettenreaktion (Chemie)|Kettenverzweigungen]] als Kettenabbruchreaktionen (durch Rekombination der [[Radikale (Chemie)|Radikale]]) stattfinden, so dass die Anzahl der Radikale und damit die Reaktionsgeschwindigkeit lawinenartig ansteigt und zur Explosion führt. Solche Kettenverzweigungen treten bei der [[Knallgasreaktion]] auf.&lt;br /&gt;
Diese Typen unterscheiden sich in der Art der chemischen Reaktion. In beiden Fällen ist jedoch der thermodynamische Vorgang derselbe: Die freigesetzte Energie führt zu einer rapiden Temperatur- und Drucksteigerung und damit zur kraftvollen Volumenausdehnung, die das umgebende Material auseinander sprengt. Viele Stoffgemische können abhängig von Druck, Temperatur und Zusammensetzung auf beide Arten explodieren. Die Geschwindigkeit, mit der die Reaktion selbständig fortschreitet, hängt vom Konzentrationsverhältnis der Stoffe (z.&amp;amp;nbsp;B. Gase und Aerosole) ab. Es gibt eine untere und eine obere Grenze, [[Explosionsgrenze]] oder auch Zündgrenze genannt. Jenseits dieser Grenzen ist eine selbständige Explosionsfortpflanzung im Gemisch nicht mehr möglich. Die Grenzen sind nicht nur abhängig von Konzentrationen, sondern auch von Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Druck oder Luftfeuchtigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W. Bartknecht&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Bartknecht |Titel=Explosionen – Ablauf und Schutzmaßnahmen |Verlag=Springer-Verlag |ISBN=978-3-662-07157-1 |Datum=2013 | Online={{Google Buch | BuchID=qp6nBgAAQBAJ |Seite=1}} |Seiten=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb dieser Grenzen kann zum Beispiel ein Gemisch von Luft unter atmosphärischen Bedingungen mit brennbaren Stoffen in Form von Staub, Fasern oder Flusen in einer [[Staubexplosion]] reagieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Kai-Uwe Schmitt, Peter F. Niederer, Duane S. Cronin, Markus H. Muser, Felix Walz: &amp;#039;&amp;#039;Trauma-Biomechanik: Einführung in die Biomechanik von Verletzungen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-642-54281-7, S. 242 [https://books.google.de/books?id=gQQgBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA242]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Explosions at Miramar Airshow.jpg|mini|[[Pyrotechnik|Pyrotechnische]] Explosion bei einer Flugshow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Unterscheidung wird [[makroskopisch]] getroffen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Deflagration]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bei der die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Flamm- oder Reaktionsfront &amp;#039;&amp;#039;langsamer als die [[Schallgeschwindigkeit]] des jeweiligen Mediums&amp;#039;&amp;#039; (des [[Explosivstoff]]s) ist und sich die Abgasschwaden entgegen der Ausbreitungsrichtung bewegen. In Luft tritt Deflagration bei Flammengeschwindigkeiten unter 330&amp;amp;nbsp;m/s und Druckwirkungen unter 14&amp;amp;nbsp;bar auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henry Portz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Verpuffung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ein wissenschaftlich nicht klar definierter, allerdings umgangssprachlich genutzter Begriff um eine schwache Form der bereits erwähnten Deflagration zu beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bgrci.de/fileadmin/BGRCI/Downloads/DL_Praevention/Explosionsschutzportal/Wissen/Grundlagen/Grundlagen_zum_Explosionsschutz_Teil_1_V_2-1.pdf |titel=Grundlagen zum Explosionsschutz für Einsteiger – Teil 1 |werk=bgrci.de |hrsg=Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie |seiten=3 |format=PDF; 120 KB |sprache=de |abruf=2022-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Detonation]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die sich mit &amp;#039;&amp;#039;Überschallgeschwindigkeit im Medium&amp;#039;&amp;#039; ausbreitet und bei der sich die Abgasschwaden in der Ausbreitungsrichtung bewegen (Flammengeschwindigkeit über 330&amp;amp;nbsp;m/s und Druckwirkung von 10&amp;amp;nbsp;bar bis 1000&amp;amp;nbsp;bar).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henry Portz&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist die heftigste Reaktion; sie kommt vor allem bei Sprengstoffen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kernwaffenexplosion ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kernwaffenexplosion}}&lt;br /&gt;
Soweit durch Kräfte in [[Atomkern]]en atomare Zerfallsprozesse von sehr schweren [[Chemisches Element|Chemischen Elementen]], nämlich [[Uran]] oder [[Plutonium]], durch eine [[Kettenreaktion (Kernphysik)|Kettenreaktion]] ausgelöst werden, kann es zu einer [[Kernwaffenexplosion]] kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walter J. Moore&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter J. Moore |Titel=Grundlagen der Physikalischen Chemie |Verlag=Walter de Gruyter |ISBN=978-3-11-009941-6 |Datum=1990 |Online={{Google Buch |BuchID=u6rSCjFRtoAC |Seite=343 }} |Seiten=343 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Explosion kann auch durch das Verschmelzen sehr leichter Kerne in sogenannten [[Wasserstoffbombe]]n erzielt werden. Sowohl bei der [[Kernspaltung]] als auch bei der [[Kernfusion]] kommt es zu einem [[Masse (Physik)|Massenverlust]], die [[Materie (Physik)|Materie]] wird in [[Energie]] ([[Strahlung]] und [[Thermische Energie|Wärmeenergie]]) umgewandelt. Hierbei werden die größten Energiemengen von allen von Menschen ausgelösten Explosionen freigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Explosionen aus physikalischen Ursachen ====&lt;br /&gt;
Schließlich gibt es noch Explosionen, bei denen keine chemische oder nukleare Reaktion stattfindet, sondern lediglich ein zunehmender Druck in einer festen Hülle (z.&amp;amp;nbsp;B. gasreiches [[Magma]] in einem [[Vulkan]] oder [[Kesselzerknall|Dampf in einen Kessel]]) diese zum Bersten bringt. Auch das plötzliche sehr starke Erhitzen von Flüssigkeiten, die dann unter großer Volumenzunahme in einen gasförmigen Zustand übergehen, kann zu einer [[Physikalische Explosion|physikalischen Explosion]] führen. Zum Beispiel durch plötzliches Bersten eines unter Überdruck stehenden mit Flüssigkeit oder insbesondere Gas gefüllten Behälters (Glasflasche, Dampfkochtopf, Boiler).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ammann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ammann |Titel=Stahlbeton- und Spannbetontragwerke unter stossartiger Belastung |Verlag=Springer-Verlag |ISBN=978-3-0348-5365-1 |Datum=2013 |Online={{Google Buch |BuchID=A-KjBgAAQBAJ |Seite=24 }} |Seiten=24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karsten Schwanke, Nadja Podbregar, Dieter Lohmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karsten Schwanke, Nadja Podbregar, Dieter Lohmann |Titel=Naturkatastrophen Wirbelstürme, Beben, Vulkanausbrüche – Entfesselte Gewalten und ihre Folgen |Verlag=Springer Science &amp;amp; Business Media |ISBN=978-3-540-88684-6 |Datum=2009 |Online={{Google Buch |BuchID=4y5IQEhnV18C |Seite=35 }} |Seiten=35 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Implosion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Explosion and implosion.svg|mini|Bei einer Explosion (oben) wirken die Kräfte vom Zentrum fort, bei einer [[Implosion]] (unten) jedoch sind die Kräfte auf das Zentrum selbst gerichtet. Das Objekt oben bricht explosionsartig auseinander.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenstück zur Explosion ist die [[Implosion]], bei der das reaktive Medium nicht expandiert, sondern kontrahiert. Da die zur Implosion führende mechanische Arbeit über den Druck von der umgebenden Atmosphäre geleistet und nicht von einem Sprengkörper freigesetzt wird, ist der Energiebetrag im Gegensatz zu dem einer Explosion durch das implodierende Volumen und durch die Umgebungsbedingungen begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus sprödem [[Glas]] gefertigten Hohlkörper von [[Kathodenstrahlröhre]]n von [[Fernsehgerät]]en&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Der Fernseher – eine Brandgefahr! |Verlag=Wiesbadener Kurier |Ort=Wiesbaden |Datum=2005-10-24 |ZDB=126021-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder anderen Anzeigegeräten, sowie [[Glühbirne]]n&amp;lt;ref group=A&amp;gt;Einfache Glühlampen, aus zumeist dünnwandigem Glas sind mit Inertgas mit deutlich weniger als Atmosphärendruck, also vulgo Unterdruck gefüllt. [[Halogenlampe]]n stehen hingegen unter einem Vielfachen des Luftdrucks (Überdruck gegenüber dem Raum außerhalb), sind typisch kleiner, dickwandig, enthalten auch [[Halogen]]gas(e) und können explodieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Leuchtstoffröhre]]n können bei Beschädigung, wenn sich Sprünge ausbreiten, implodieren, da sie bei der Herstellung [[Evakuieren (Verfahren)|evakuiert]] wurden. Wegfliegende Glasscherben können Personen in der Nähe verletzen. Als man TV-Bildröhren noch zerlegte, um etwa das [[blei]]reiche&amp;lt;ref group=A&amp;gt;Bleigehalt um die entstehende [[Röntgenstrahlung]] abzuschirmen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Glas für die erneute Produktion von Bildröhren wiederzugewinnen, wurden die Röhren durch Abbrechen des zum Evakuieren benutzten Pumpstutzen kontrolliert belüftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
=== Explosionen in der Natur ===&lt;br /&gt;
In der Natur kommt es meistens im Zusammenhang mit [[Vulkanismus]] zu Explosionen. Hierunter fallen explosionsartig verlaufende [[Vulkanausbruch|Vulkanausbrüche]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Krakatau]] 1883) oder Wasserdampfexplosionen. Wasserdampfexplosionen, ein Fall von [[Physikalische Explosion|Physikalischer Explosion]], entstehen bei Kontakt von Wasser mit [[Magma]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karsten Schwanke, Nadja Podbregar, Dieter Lohmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Einschläge von [[Meteorit]]en können zu Explosionen führen, wenn diese mit ausreichender Geschwindigkeit auf den Boden oder auf Wasser treffen oder infolge des [[Luftwiderstand]]s in der Atmosphäre sehr stark abgebremst werden. In beiden Fällen wird [[Bewegungsenergie]] in sehr kurzer Zeit in Wärme umgewandelt, was zur explosionsartigen Verdampfung des Meteoriten und ggf. des Auftreffmediums (Erdreich, Wasser) führt. Bei Landeinschlägen entstehen auf diese Weise [[Einschlagkrater|Einschlagskrater]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;John S. Lewis&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=John S. Lewis | Titel=Physics and Chemistry of the Solar System | Verlag=Academic Press | ISBN=978-0-08-047012-2 | Jahr=2004 | Online={{Google Buch | BuchID=xl50rOf5V08C | Seite=360 }} | Seiten=360 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie wird das Ende des Lebenszyklus von massereichen Sternen mit dem Begriff der [[Supernova]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benjamin Bahr, Jörg Resag, Kristin Riebe&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Benjamin Bahr, Jörg Resag, Kristin Riebe | Titel=Faszinierende Physik Ein bebilderter Streifzug vom Universum bis in die Welt der Elementarteilchen | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-662-45348-3 | Jahr=2014 | Online={{Google Buch | BuchID=cYPcBAAAQBAJ | Seite=32 }} | Seiten=32 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese stellen die größte (bezogen auf die freigesetzte Energie) bisher bekannte Form einer Explosion dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige wenige Lebewesen können Explosionen hervorrufen/verwenden, so zum Beispiel der [[Bombardierkäfer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche reifen Früchte, Sporen- oder Samenträger von Pflanzen können von selbst oder durch Verletzung energisch platzen, um den Inhalt räumlich zu verteilen, z. B. der [[Kartoffelbovist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Explosionen als gewolltes oder ungewolltes Menschenwerk ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der größten künstlichen, nichtnuklearen Explosionen}}&lt;br /&gt;
Technisch lassen sich zwei „Typen“ von Explosionen unterscheiden, gewollte und ungewollte Explosionen. Gewollte Explosionen werden meist mit dem Begriff der Sprengung beschrieben; sie dienen unterschiedlichen technischen ([[Steinbruch|Steinbrüche]], [[Bergbau|Minen]], [[Feuerwerkskörper]], [[Tunnelbau]], [[Explosionsmotor]]) oder militärischen Zwecken. Die bislang größte gewollte Explosion war die der [[Zar-Bombe]], der größten jemals gezündeten [[Wasserstoffbombe]], die 1961 von der Sowjetunion gezündet wurde und eine [[Sprengkraft]] von 50 bis 60 Megatonnen [[TNT-Äquivalent|TNT]] besaß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Constanze Eisenbart&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Constanze Eisenbart | Titel=Die Singuläre Waffe Was bleibt vom Atomzeitalter? | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-531-18730-3 | Jahr=2012 | Online={{Google Buch | BuchID=q90mBAAAQBAJ | Seite=93 }} | Seiten=93 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Battle of the Nile.jpg|mini|Explosion der Pulverkammer des Kriegsschiffs &amp;#039;&amp;#039;[[French ship Orient (1791)|L’Orient]]&amp;#039;&amp;#039; im Seegefecht 1798, gemalt um 1825]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungewollte Explosionen treten praktisch immer als Folge gestörter technischer Prozesse auf. Dies kann die fehlerhafte Bedienung eines Gasanschlusses in Wohnhäusern oder auch die unbeabsichtigte Freisetzung von Gasen mit nachfolgender Zündung in beispielsweise Chemieanlagen sein. Explosionen dieses Typs unterteilt man nach Art des Brennstoffes in [[Gasexplosion]]en oder [[Staubexplosion]]en. Oftmals sind auch verkettete Explosionen wie beim sogenannten [[BLEVE]] möglich. Dabei explodiert zunächst eine brennbare Flüssigkeit physikalisch und dann folgt eine Gasexplosion. Deshalb muss beim Umgang mit solchen Prozessen und Stoffen ein umfassender [[Explosionsschutz]] stattfinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulrich Hauptmanns&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Hauptmanns | Titel=Prozess- und Anlagensicherheit | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-642-37253-7 | Jahr=2013 | Online={{Google Buch | BuchID=0dcoBAAAQBAJ | Seite= }} | Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Explosionsunglücke sind die [[Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes]], [[Piper Alpha]] oder die [[Explosion in Toulouse]]. Die bislang größte ungewollte Explosion dürfte die [[Halifax-Explosion]] sein, eine durch ein Feuer auf dem Munitionsfrachter &amp;#039;&amp;#039;Mont Blanc&amp;#039;&amp;#039; verursachte Explosion, die etwa drei Kilotonnen Sprengkraft besaß. Dies entspricht ca. 23 % der Sprengkraft der Hiroshima-Bombe [[Little Boy]]. Bei der Explosion kamen etwa zweitausend Menschen ums Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nelles Verlag GmbH, Eva Ambros, Eleanor Morris, Mary Kelly, Valentin P. Nadezhnikov, Carla Straessle-Compton, Jonathan D. Siskin, J.-Martina Schneider, David Ravvin, Deborah Williams&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Nelles Verlag GmbH, Eva Ambros, Eleanor Morris, Mary Kelly, Valentin P. Nadezhnikov, Carla Straessle-Compton, Jonathan D. Siskin, J.-Martina Schneider, David Ravvin, Deborah Williams | Titel=Nelles Guide Reiseführer Kanada – Der Osten Ontario, Québec, Atlantikprovinzen | Verlag=Nelles Verlag | ISBN=978-3-86574-715-0 | Jahr=2015 | Online={{Google Buch | BuchID=ApR1DQAAQBAJ | Seite=188 }} | Seiten=188 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Folgen ==&lt;br /&gt;
Je nach Art, Schwere und Entfernung der Explosion und weiteren Umständen kommt es zu typischen gesundheitlichen Schäden, wie [[Lungenriss]]en, [[Acute Respiratory Distress Syndrome|ARDS]], [[Knalltrauma]]ta, [[Verbrennung (Medizin)|Verbrennungen]], schweren [[Wunde|Verletzungen]] und [[Schock (Medizin)|Schockzuständen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jens Scholz, Bernd W. Böttiger, Volker Dörges, Volker Wenzel, Peter Sefrin&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Jens Scholz, Bernd W. Böttiger, Volker Dörges, Volker Wenzel, Peter Sefrin | Titel=Notfallmedizin | Verlag=Georg Thieme Verlag | ISBN=978-3-13-158983-5 | Jahr=2012 | Online={{Google Buch | BuchID=U7X3qPEznuMC | Seite=453 }} | Seiten=453 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird zwischen primären (direkt durch die Explosionsreaktion, durch die Druckwelle), sekundären (durch mitgeschleuderte Splitter) und tertiären Verletzungen (zum Beispiel durch Sturz oder Trümmerteile) unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christian Neitzel, Karsten Ladehof&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Christian Neitzel, Karsten Ladehof | Titel=Taktische Medizin Notfallmedizin und Einsatzmedizin | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-642-39689-2 | Jahr=2015 | Online={{Google Buch | BuchID=e0WGCgAAQBAJ | Seite=272 }} | Seiten=272 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Explosionen Getötete und Verletzte haben nicht zwangsläufig äußerlich sichtbare Wunden bzw. Schäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafbestimmungen ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist das [[Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion]] gemäß {{§|308|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] eine [[gemeingefährliche Straftat]] ([[Verbrechen]] bei Vorsatz, [[Vergehen]] bei Fahrlässigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Roy Bergdoll, Sebastian Breitenbach |Titel=Verbrennen und Löschen |Reihe=Die Roten Hefte |BandReihe=Heft 1 |Auflage=18 |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2019 |Seiten= |ISBN=978-3-17-026968-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Karl-Heinz Knorr, Ulrich Cimolino |Titel=Die Gefahren der Einsatzstelle |Auflage=10., überarbeitete |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2025 |Seiten= |ISBN=978-3-17-043332-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Explosion}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Explosions|Explosion}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Explosion|Explosion}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=E5rGFZWQfzk Zeitlupenaufnahmen von Unterwasserexplosionen] (YouTube, englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.weka.de/arbeitsschutz-gefahrstoffe/explosionsfaehige-atmosphaere/ Arbeitsschutz: Explosionsfähige Atmosphäre]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=A /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4016009-9|LCCN=sh/85/46465}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Reaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Explosionen|!Explosion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Torben81</name></author>
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