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	<title>Experimentalstudio des SWR - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-09T09:20:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SWR-Studio Freiburg 5.jpg|mini|SWR-Studio Freiburg, Sitz des Experimentalstudios (Foto: 2016)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Experimentalstudio des SWR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Tonstudio]] und -labor für [[Neue Musik]] in [[Freiburg im Breisgau]]. Es gilt als eines der weltweit führenden Studios für [[Elektronische Musik|elektronische]] und [[Live-Elektronik|live-elektronische]] Musik. In der Regel entstehen hier Kompositionen mit Elektronik als Koproduktionen von Komponisten, Musikinformatikern und Klangregisseuren. Neben der Erforschung neuer musikalischer Verfahren und der Produktion musikalischer Werke stellt auch die Gestaltung von Aufführungen ein großes Aufgabengebiet des Experimentalstudios dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung / Gründung ==&lt;br /&gt;
1968 gründete [[Heinrich Strobel]], der erste Musik-Hauptabteilungsleiter des [[Südwestfunk]]s, die &amp;#039;&amp;#039;Heinrich-Strobel-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;, die später als tragende Institution des Studios fungierte. Ihr Ziel war es, die Begegnung zwischen Komponist, Musik und neuer Technik zu fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot;&amp;gt;Werner M. Grimmel: &amp;#039;&amp;#039;Prometheus im Reich der Klänge. Über das Freiburger Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeitschrift für Musik.&amp;#039;&amp;#039; 156,5 (1995), S. 58–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 beauftragte Strobel [[Karlheinz Stockhausen]] mit der Komposition eines Werkes für zwei Klaviere und [[Ringmodulator]]en für die [[Donaueschinger Musiktage]]. Dies gilt als Initialzündung für die Gründung des Experimentalstudios: Stockhausen benötigte für die Umsetzung des &amp;#039;&amp;#039;Mantra&amp;#039;&amp;#039; genannten Werks elektronische Geräte wie Ringmodulatoren, [[Effektgerät (Musik)#Klangspektrum ändernde Effektgeräte|Filterbänke]], [[Kompressor (Signalverarbeitung)|Kompressoren]] und andere, welche damals nicht zwangsläufig in einer [[Rundfunkanstalt]] vorhanden waren. Deshalb wurde zur Realisierung dieses und anderer Werke mit Elektronik auf Betreiben des Südwestfunk-Musik-Hauptabteilungsleiter [[Otto Tomek]] 1971 das &amp;#039;&amp;#039;Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWF e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; – das heutige &amp;#039;&amp;#039;Experimentalstudio des [[SWR]]&amp;#039;&amp;#039; – gegründet&amp;lt;ref name=&amp;quot;2jubi&amp;quot;&amp;gt;SWR: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.swr.de/swr-classic/experimentalstudio/geschichtlicher-abriss-chronik-45-jahre-experimentalstudio/-/id=17055498/did=17727726/nid=17055498/o2jik7/index.html |wayback=20171017124629 |text=Chronik: 45 Jahre Experimentalstudio des SWR }}&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 16. Okt. 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Landesstudio [[Günterstal]] angesiedelt, mit dem es in den 1990er Jahren in die [[Oberau (Freiburg im Breisgau)|Oberau]] umzog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Disch |url=https://www.badische-zeitung.de/suedwestrundfunk-muss-freiburger-studio-wegen-altlasten-raeumen |titel=Südwestrundfunk muss Freiburger Studio wegen Altlasten räumen |hrsg=Badische Zeitung |datum=2021-04-15 |abruf=2021-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
Die offizielle Betriebsaufnahme fand am 1. September 1971 statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;3tech&amp;quot;&amp;gt;SWR: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.swr.de/swr-classic/experimentalstudio/das-swr-experimentalstudio-in-freiburg/-/id=17055498/did=4191354/nid=17055498/1g7n97s/index.html |wayback=20171017131643 |text=Kunst und Technik im Dialog }}&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 16. Okt. 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erster künstlerischer Leiter wurde [[Hans Peter Haller]], der zuvor für Stockhausens &amp;#039;&amp;#039;Mantra&amp;#039;&amp;#039; einen vom Spieler bedienbaren Klangumwandler („Mantragerät“) entwickelt hatte. In Zusammenarbeit mit der Firma Lawo wurde in mehreren Ausbaustufen die für diese Zeit innovative, technische Infrastruktur des Studios erschaffen. Die erste Ausbaustufe (1971–1973) konzentrierte sich auf Musik mit Klangumwandlung in Echtzeit ([[Live-Elektronik]]), wonach in der zweiten Ausbaustufe vor allem Effekte der elektronischen Klangerweiterung ([[Ringmodulator]]en, [[Delay (Musik)|Verzögerungsmaschinen]], [[Effektgerät (Musik)#Klangspektrum ändernde Effektgeräte|Filter]], [[Nachhall#Künstlicher Nachhall|Hall]], [[Gate (Audio)|Gate]], [[Vocoder]]) und -bewegung [[Raumklang#Surround-Sound|(Halaphon)]] im Mittelpunkt standen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot;&amp;gt;Broschüre: {{Webarchiv|url=https://www.swr.de/-/id=8126662/property=download/nid=17055498/9p2ykm/40-jahre-exp-brosch.pdf |wayback=20170901154230 |text=&amp;#039;&amp;#039;Experimentalstudio des SWR 1971-2011&amp;#039;&amp;#039;  }} (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB). Abgerufen am 16. Okt. 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 beginnt [[Luigi Nono]] seine Klanguntersuchungen im Experimentalstudio. Bis 1989 komponiert er hier nahezu sein gesamtes [[Schaffensphase#Frühwerk und Spätwerk|Spätwerk]]. Im selben Zeitraum werden in einer dritten Ausbaustufe erste digitale Geräte entwickelt. Als Übergang von der [[Analogsignal|analogen]] zur [[Digitalsignal|digitalen]] Technik gilt die 3. Generation des &amp;#039;&amp;#039;Koppelfeldes&amp;#039;&amp;#039;, einer Audiomatrix mit 48 bis 96 Ein- und Ausgängen zur Verbindung von [[Mikrofon]]en, [[Lautsprecher]]n und [[Effektgerät (Musik)|Effektgeräten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 übernahm [[André Richard (Komponist)|André Richard]] die künstlerische Leitung. In den folgenden Jahren wurde die [[Digitalisierung]] der Technik des Studios weiter vorangetrieben. Im Zuge dessen erfolgte auch eine Hinwendung zur &amp;#039;&amp;#039;Musikinformatik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 erfolgte mit dem Umzug des Studios in die &amp;#039;&amp;#039;Kartäuserstraße&amp;#039;&amp;#039; in Freiburg der Ausbau auf mehr als 700 m².&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit 2004 beteiligt sich auch der [[Bayerischer Rundfunk|Bayerische Rundfunk]] an der Finanzierung des Studios. Die künstlerische Leitung liegt seit 2006 bei [[Detlef Heusinger]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;5heus&amp;quot;&amp;gt;SWR: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.swr.de/swr-classic/experimentalstudio/-/id=17055498/did=13778998/nid=17055498/4d0op5/index.html |wayback=20171017130138 |text=Mitglieder des Experimentalstudios }}&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 17. Okt. 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals 2007 wurde der von Peter Weibel initiierte [[Giga-Hertz-Preis]] für elektronische und [[Akusmatik|akusmatische Musik]] vom [[Zentrum für Kunst und Medientechnologie|ZKM]] und vom Experimentalstudio verliehen. Erster Preisträger ist &amp;#039;&amp;#039;Jonathan Harvey&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 erfolgte die Umbenennung in &amp;#039;&amp;#039;Experimentalstudio des SWR&amp;#039;&amp;#039;, dem bis heute offiziellen Namen des Studios.&amp;lt;ref name=&amp;quot;4bros&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2009 richtet das Experimentalstudio die matrix-Akademie für Komposition elektronischer und live-elektronischer Musik&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Detlef Heusinger |Hrsg=Südwestrundfunk, Experimentalstudio des SWR |Titel=EXPERIMENTALSTUDIO des SWR: 1971–2011 |Auflage= |Verlag= |Ort=Freiburg |Datum= |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an verschiedenen europäischen und außereuropäischen Standorten aus. Aus der Kooperation im Rahmen von matrix ging 2011 das Solistenensemble [[Ensemble Experimental]] unter der Leitung von [[Detlef Heusinger]] hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maxim Nopper, Detlef Heusinger, Stefan Boll |url=http://ensembleexperimental.de/#ensemble |titel=Ensemble Experimental (ENEX) ensembleexperimental.de |abruf=2017-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2017 fand die Akademie in Ljubljana statt und wurde mit drei Konzertabenden im Schloss abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=matrix on tour – Bewerbungen ab sofort möglich {{!}} SWR Experimentalstudio – Startseite {{!}} SWR Experimentalstudio {{!}} SWR Classic |Sammelwerk=swr.online |Datum= |Online=https://www.swr.de/swr-classic/experimentalstudio/swr-experimentalstudio-kompositionsakademie-matrix-ljubljana/-/id=17055498/did=19069524/nid=17055498/bg7mbp/index.html |Abruf=2017-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige technische Entwicklungen ==&lt;br /&gt;
Im folgenden Abschnitt werden lediglich einige wichtige technische Entwicklungen des Experimentalstudios erläutert, für detaillierte Informationen zur Funktionsweise der entsprechenden Instrumente bis 1989 siehe: Hans Peter Haller: &amp;#039;&amp;#039;Das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks Freiburg 1979–1989.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 1995/96.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit des Experimentalstudios war von Anfang an live-elektronisch orientiert. Hierbei spielen die Aufführung der im Studio erarbeiteten Werke und die Entwicklung neuer live-elektronischer Instrumente eine wichtige Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon vor Gründung des Studios experimentierten die Ingenieure des SWF mit [[Live-Elektronik]]. Schon 1953 entwickelten &amp;#039;&amp;#039;Bruno Heck&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fred Bürc&amp;#039;&amp;#039;k einen Frequenzumsetzer, der Klänge in [[Echtzeit]] umformen kann. Hiermit war es erstmals möglich, Klänge ohne Zeitverzögerung in anderen [[Tonhöhe]]n wiederzugeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 entwickelte Hans Peter Haller den [[Ringmodulator]], dessen Funktionsweise auf dem Frequenzumsetzer von &amp;#039;&amp;#039;Heck&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bürck&amp;#039;&amp;#039; basiert. Die Klangverfremdung, die dieses Gerät erzeugen kann, verläuft über Addition und Subtraktion der Eingangsfrequenz mit einer [[Sinusschwingung]] mit bestimmter [[Frequenz]]. Der Ringmodulator fand häufige Verwendung in Kompositionen der musikalischen [[Avantgarde#Avantgarde in der Musik|Avantgarde]] und der [[Filmmusik]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klein-Klangumformer &amp;#039;&amp;#039;Modul 69B&amp;#039;&amp;#039;, der 1969 für die Komposition &amp;#039;&amp;#039;Mantra&amp;#039;&amp;#039; von [[Karlheinz Stockhausen]] von [[Hans Peter Haller]] und Peter Lawo entwickelt wurde, enthielt einen [[Mikrofonverstärker]], einen [[Kompressor (Signalverarbeitung)|Kompressor]], einen [[Effektgerät (Musik)#Klangspektrum ändernde Effektgeräte|Filter]], einen [[Ringmodulator]], einen Sinustongenerator und einen Lautstärkeregler. Mit Hilfe dieses Geräts konnten die Interpreten die Klangumformung der mit dem Klavier erzeugten Klänge selbst vornehmen und somit die Live-Elektronik in ihre Interpretation miteinbeziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1970 entwickelten [[Cristóbal Halffter]] und Hans Peter Haller das erste elektronische Gerät zur Klangsteuerung in einem vorgegebenen Raum, das Halophon. Im Laufe der darauf folgenden Jahr wurde die Klangbewegung im Raum in vielen Kompositionen zu einem wichtigen Bestandteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Haller und Lawo wurde die Technik der Klangbewegung im Raum weiterentwickelt und so entstand das Halaphon: ein Steuergerät für die Verteilung und Bewegung von Klängen im Raum und deren Wiedergabe über [[Lautsprecher]]. Mit dem Halaphon kann sich der Klang punktuell und kontinuierlich, in verschiedenen Richtungen und Geschwindigkeiten im Raum bewegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;6haeu&amp;quot;&amp;gt;Josef Häusler: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel der Neuen Musik. Donaueschingen Chronik-Tendenzen Werkbesprechungen.&amp;#039;&amp;#039; Kassel 1996, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1990 wurde eine digitale Filterbank entwickelt, die den gesamten [[Hörschall#Mensch und Säugetiere|hörbaren Frequenzbereich des menschlichen Ohrs]] in 48 ganztönige Abschnitte zerlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 gab es erstmals die Möglichkeit über den &amp;#039;&amp;#039;Matrix-Mixer&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Mischpult]] mit 64 Ein- und Ausgängen, einen Klang über 64 Lautsprecher im Raum zu verteilen und zu bewegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Als ‚Instrument‘ zur Interpretation von live-elektronischer Musik“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; wurde im Zeitraum von 2002 bis 2005 der AreC-Controller (Advanced Remote Control) im Experimentalstudio entwickelt. Der Controller ermöglicht es, sämtliche Geräte für Live-Elektronik mittels [[Open Sound Control|OSC]] über [[Ethernet]] zu steuern und dadurch die live-elektronischen Elemente völlig geräuschlos von einem beliebigen Standort aus zu bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Bestandteil des Studios ist bis heute die Möglichkeit an der Entwicklung neuer technischer Geräte zu arbeiten, die oft in Zusammenarbeit von Technikern und Komponisten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit mit Komponisten ==&lt;br /&gt;
Die gesamte Zusammenarbeit der Mitarbeiter des Experimentalstudios mit verschiedenen Komponisten wird hier nicht im Detail dargestellt, nur einige bekannte Ergebnisse solcher Zusammenarbeit werden kurz behandelt. Die Namen weiterer Komponisten, die im Freiburger Studio gearbeitet haben, finden Sie am Ende dieses Abschnitts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1970/1972: [[John Cage]] – &amp;#039;&amp;#039;Songbooks I und II&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1971: [[Karlheinz Stockhausen]] – &amp;#039;&amp;#039;Mantra für zwei Klaviere und Ringmodulator&amp;#039;&amp;#039;: Dieser Kompositionsauftrag gab schon vor der offiziellen Gründung des Experimentalstudios Zusammenarbeit zwischen Stockhausen und dem späteren Leiter des Experimentalstudios, Hans Peter Haller, der für diese Komposition einen Ringmodulator entwickelte, der von den Pianisten bedienbar ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972: [[Cristóbal Halffter]] – &amp;#039;&amp;#039;Plantopor las victimas da la violencia&amp;#039;&amp;#039;: Die erste Komposition, in der der Raumklang mit dem Halophon elektronisch in Echtzeit gesteuert wurde. Diese Komposition erregte große Aufmerksamkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1973: [[Pierre Boulez]] – &amp;#039;&amp;#039;Explosante/Fixe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren gab es eine intensive Zusammenarbeit Luigi Nonos mit dem Freiburger Experimentalstudio, der zusätzlich zu den inzwischen häufig verwendeten Techniken wie Ringmodulation, Filter, Transposition, Hall, Delay oder Vocoder auch die Neuerungen in Bezug auf digitale Klangspeicherung in seine Kompositionen mit einbezog. In Zusammenarbeit mit dem Studio entstanden unter anderem die Werke &amp;#039;&amp;#039;Das Atmende Klarsein&amp;#039;&amp;#039; (1981), &amp;#039;&amp;#039;Io, frammento da Prometeo&amp;#039;&amp;#039; (1981) und das große [[Bühnenwerk]] &amp;#039;&amp;#039;[[Prometeo]]&amp;#039;&amp;#039; (1984).&amp;lt;ref name=&amp;quot;7hall&amp;quot;&amp;gt;Hans Peter Haller: &amp;#039;&amp;#039;Das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks Freiburg 1971–1989. Die Erforschung der Elektronischen Klangumformung und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Baden-Baden 1995, S. 114 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;8nono&amp;quot;&amp;gt;Offizielle Internetpräsenz von Luigi Nono: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.luiginono.it/en/works/ Werke]&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 16. Okt. 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Matrix-Mixer&amp;#039;&amp;#039; kam erstmals 1993 bei der [[Uraufführung]] von &amp;#039;&amp;#039;Don Quijote&amp;#039;&amp;#039; von [[Hans Zender]] zum Einsatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[André Richard (Komponist)|André Richard]], der von Dezember 1989 bis Dezember 2005 Leiter des Experimentalstudios war, legte den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und Hörspielautoren, die mit Hilfe von [[Stipendium|Stipendien]] kostenlos im Studio arbeiten und sich mit den Techniken der Live-Elektronik vertraut machen konnten. Dies stellte einen wichtigen Kontrast zu der Arbeit Hallers mit bekannten, etablierten Komponisten dar. Bis heute werden jährlich Arbeitsstipendien an aufstrebende Komponisten vergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1grim&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem haben unter anderen folgende Komponisten im Experimentalstudio gearbeitet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;3tech&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vinko Globokar]], [[Paul-Heinz Dittrich]], [[Brian Ferneyhough]], [[Klaus Huber (Komponist)|Klaus Huber]], [[Emmanuel Nunes]], [[Dieter Schnebel]], [[Kazimierz Serocki]], [[Silvia Fómina]], [[Günter Steinke]], [[Gerhard E. Winkler]], [[Bernd Asmus]], [[André Richard (Komponist)|André Richard]], [[Franz Martin Olbrisch]], [[Peter Ablinger]], [[Isabel Mundry]], [[Wolfgang von Schweinitz]], [[Diego Minciacchi]], [[Uros Rojko]], [[Michael Obst]], [[Johannes Kalitzke]], [[Nicolaus A. Huber]], [[Rolf Gehlhaar]], [[Marco Stroppa]], [[Daniel Rothman]], [[Giuseppe Gavazza]], [[Jakob Ullmann]], [[Mark Andre]], [[Amnon Wolman]], [[Chaya Czernowin]], [[Gerald Eckert]], [[Alvin Curran]], [[James Saunders (Komponist)|James Saunders]], [[Dai Fujikura]], [[Lars Petter Hagen]], [[Valerio Sannicandro]], [[Alwynne Pritchard]], [[Julio Estrada]], [[Hilda Paredes]], [[José Maria Sánchez-Verdú]], [[Helmut Zapf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner M. Grimmel: &amp;#039;&amp;#039;Prometheus im Reich der Klänge. Über das Freiburger Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeitschrift für Musik.&amp;#039;&amp;#039; 156,5 (1995), S. 58–60.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Haller: &amp;#039;&amp;#039;Das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks Freiburg 1971–1989. Die Erforschung der Elektronischen Klangumformung und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1995, Band 1 ISBN 3-7890-3802-4, Band 2 ISBN 3-7890-3917-9.&lt;br /&gt;
* Josef Häusler: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel der Neuen Musik. Donaueschingen Chronik-Tendenzen Werkbesprechungen.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel 1996, ISBN 3-7618-1232-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Offizielle Internetpräsenz des [https://www.swr.de/swr-classic/experimentalstudio Experimentalstudios des SWR]&lt;br /&gt;
* Virtueller [http://projects.aec.at/experimentalstudio/index.html Rundgang durch das Experimentalstudio]&lt;br /&gt;
* Offizielle Internetpräsenz von [http://www.hp-haller.homepage.t-online.de/ Hans Peter Haller]&lt;br /&gt;
* Offizielle Internetpräsenz von [http://ensembleexperimental.de/ Ensemble Experimental]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.991739|EW=7.860263|type=landmark|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südwestfunk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südwestrundfunk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Institution (Neue Musik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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