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	<title>Exotismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exotismus&amp;diff=119062&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ludwig Finscher und „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-09T21:26:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ludwig Finscher und „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Soziologie]] eine [[Eurozentrismus|eurozentristische]] Sichtweise bezeichnet, bei der außereuropäische Kulturen auf den „Reiz des Fremden“ reduziert werden. In der [[Sprachwissenschaft]] ist ein &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039; (Mehrz. &amp;#039;&amp;#039;Exotismen&amp;#039;&amp;#039;) ein Wort, das nicht nur einer anderen Sprache entstammt, sondern auch nur in deren kulturellem Kontext relevant ist. Im Bereich der [[Kunst|Künste]] – schreibt [[Thomas Betzwieser]] – seien es verschiedene Phänomene und Strömungen, „deren Hauptmerkmal in einer Beeinflussung der europäischen Kunst durch fremdländische, insbesondere außereuropäische Elemente besteht“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;betzwieser226&amp;quot;&amp;gt;Thomas Betzwieser: &amp;#039;&amp;#039;Exotismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, Bärenreiter, Kassel 1995, {{DNB|945503717}}, Sp. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliches Umfeld und Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exotik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;exotisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen allgemein ein fremdartiges Aussehen oder sonstige ungewöhnlich erscheinende Eigenschaften, die meist mit der Herkunft aus fernen, insbesondere tropischen Ländern in Zusammenhang stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Exotik &amp;#039;&amp;#039;Exotik&amp;#039;&amp;#039;] und [https://www.duden.de/rechtschreibung/exotisch &amp;#039;&amp;#039;exotisch&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen bezieht sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039; auf die Wirkung des Exotischen und dessen [[Rezeption (Kunst)|Rezeption]] in einer anderen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039; liegt in einem Diskurs, der im 19. Jahrhundert in Frankreich geführt wurde. Der Schriftsteller [[Théophile Gautier]] gebrauchte in einer programmatischen Erklärung an die Brüder [[Edmond und Jules de Goncourt]] vom 23. November 1863 das Wort &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039;. Gautier unterschied einen &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039; der räumlichen und einen &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039; der zeitlichen Entfernung. Die Brüder Goncourt hatten das Wort &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039; schon am 20. Februar 1860 in ihrem Tagebuch verwendet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://fr.wikisource.org/wiki/Journal_des_Goncourt/I/Ann%C3%A9e_1860 Journal des Goncourt : Mémoires de la vie littéraire, Année 1860] bei Wikisource (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;  ihre Tagebücher wurden jedoch erst Jahrzehnte später veröffentlicht. Zu beachten ist, dass das französische Wort &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039; einerseits dem deutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;Exotik&amp;#039;&amp;#039; entspricht,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Übersetzungen für französisch [https://dict.leo.org/franz%C3%B6sisch-deutsch/exotisme &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039;] bei dict.leo.org.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits auch das neugierige Verhältnis zur Exotik oder eine Vorliebe für Exotisches bezeichnen kann, also den &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Französisch [https://www.cnrtl.fr/definition/exotisme &amp;#039;&amp;#039;exotisme&amp;#039;&amp;#039;] bei cnrtl.fr (Centre National de Ressources Textuelles et Lexicales).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exotismus in den Künsten ==&lt;br /&gt;
Der Reiz exotischer Länder wurde insbesondere in den Künsten aufgenommen: in der Literatur, der Malerei, der Architektur und dem Kunstgewerbe, ebenso in der Musik und in Filmen. Exotismus kommt in verschiedenen Varianten auch in der Werbung vor. Die Grenzen zum [[Primitivismus]] sind oft fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
{{Quellen fehlen|2=Dieser Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Zu den Begründern der Exotismus-Theorie zählt [[Jean Marie Guyau]]. Er sah 1889 in &amp;#039;&amp;#039;L’art au point de vue sociologique&amp;#039;&amp;#039; den Exotismus als Mittel in der Kunst, um bei realistischer Stilintention der Gefahr des [[Trivial]]en zu entgehen. Als Resultat erhoffte er sich das sogenannte Malerische, das [[Lokalkolorit]], wie er es bereits in den exotischen Romanen von „Realisten“ wie [[Bernardin de Saint-Pierre]], [[Flaubert]] und bei dem unmittelbaren Zeitgenossen [[Pierre Loti]] vorfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Friedrich Brie]] (&amp;#039;&amp;#039;Exotismus der Sinne. Eine Studie zur Psychologie der Romantik&amp;#039;&amp;#039; 1920) ist [[Wilhelm Heinse]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Ardinghello und die glücklichen Inseln&amp;#039;&amp;#039; der einzige deutsche Roman mit ausgeprägtem Exotismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Rolle spielt Exotismus in der internationalen [[Trivialliteratur]], z.&amp;amp;nbsp;B. in vielen [[Bodice Ripper|Bodice-Ripper-Romanen]], deren Handlung wenigstens zum Teil in zivilisationsferne Gegenden verlegt ist, um Szenarien glaubwürdig erscheinen zu lassen, in denen die weibliche Hauptfigur zur Liebe gezwungen wird, was es den Autoren dann erlaubt, sexuelle Handlungen freizügig darzustellen. Ein frühes Beispiel ist [[E. M. Hull]]s [[Abenteuerroman|Abenteuer-]] und [[Liebesroman]] &amp;#039;&amp;#039;The Sheik&amp;#039;&amp;#039; (1919) über eine junge Engländerin, die in der Wüste von einem Araber entführt wird, bei dem sie dann ihr Liebesglück findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|2=In diesem Abschnitt |1=Der Inhalt bezieht sich ausschließlich auf einen einzelnen Literaturbeleg (Klotz 2004) zur Gattung [[Operette]]. Es fehlen sowohl allgemeine Ausführungen zur Geschichte des musikalischen Exotismus als auch zu seinen Erscheinungsformen in Werken anderer Gattungen und Genres (z. B. exotischen Stoffe in der Barockoper, Exotismus im Schaffen der französischen Romantiker und Impressionisten, stereotype musikalische Formeln zur Darstellung des Exotischen in Filmmusiken und Schlagern). Auch die Darstellung des „Exotismus in der Operette“ ist unzulänglich und bedarf einer Überarbeitung.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:The Mikado Three Little Maids.jpg|miniatur|Werbeplakat für [[Der Mikado]], 1885]]&lt;br /&gt;
In der Musik lässt sich der Exotismus auf drei Ebenen beobachten: „In der Stoffwahl und Ausstattung von Bühnenwerken sowie in der Verwendung ‚exotischen‘ Materials.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;betzwieser226&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Exotismus in der Operette ====&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl an exotischen Titeln und Inhalten zeigt, dass die Gattung der [[Operette]] den Exotismus intensiv nutzte, wobei Ostasien und dem Orient ein besonderer Fremdreiz zugesprochen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Schauplatz der Operetteninhalte bezogen, ergeben sich zwei gegensätzliche Möglichkeiten der Darstellung: „Entweder man wählt eine evasive, eine Ausbruchskonstruktion von Hier nach Dort. Oder man wählt eine invasive, eine Einbruchskonstruktion von Dort nach Hier.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;klotz89&amp;quot;&amp;gt;Volker Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-7618-1596-4, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Exotische „Ausbruchstücke“ werden als Stücke definiert, in denen die Hauptfiguren den heimischen Ort verlassen, um in ein fremdes Land zu reisen und „sich an fremdartigen Lebensformen zu reiben“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;klotz89&amp;quot; /&amp;gt; In „Einbruchstücken“ verlassen hingegen die aus der Fremde stammenden Hauptfiguren ihr Herkunftsland und brechen in den heimischen Ort ein, wo sie in Konflikte mit den dortigen Lebensformen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für ein Ausbruchstück ist [[Arthur Sullivan]]s [[Der Mikado|&amp;#039;&amp;#039;Mikado&amp;#039;&amp;#039;]], da die Handlung ausschließlich in Japan mit japanischen Hauptfiguren spielt. Sullivan entwirft „den reizvollen Schein einer völlig eigenartigen und selbstgenügsamen, geradezu unzugänglichen und unbeobachteten Fremde.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei genauerer Betrachtung entdeckt man die ironisch zugespitzte Kritik Sullivans an der eigenen Gesellschaft. Der exotische Reiz, den &amp;#039;&amp;#039;Mikado&amp;#039;&amp;#039; bietet, ist nur vordergründig, vielmehr „lacht dem Publikum die Exotik der Heimat ins Gesicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Operette mit dem Charakter eines Mischtyps aus Ausbruchs- und Einbruchstück ist [[Franz Lehár]]s [[Das Land des Lächelns (Operette)|&amp;#039;&amp;#039;Das Land des Lächelns&amp;#039;&amp;#039;]]. Bei Lehár steht die Beziehung zwischen zwei Menschen im Vordergrund, die in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind, und deren Liebe an diesen Differenzen zerbricht. China als &amp;#039;exotisches&amp;#039; Land ist somit beliebig austauschbar, denn die Operette zielt auf eine allgemein gültige Aussage ab: „[…] Selbst ein hochfeudaler Schuster [sollte] bei seinem Leisten bleiben […]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
{{Quellen fehlen|2=Dieser Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Mit dem [[Kolonialismus]] intensivierte sich der Kontakt europäischer Nationen mit fremden Kulturen, wobei diese häufig missverstanden wurden. Da die meisten Europäer an diesen Kontakten nicht teilnahmen, speiste sich die Vorstellung von den fremden Menschen und Kulturen auch vornehmlich aus Phantasien und [[Projektion (Psychoanalyse)|Projektionen]]. Beispielsweise kam eine verklärende Sichtweise des Fremden auf, die mit den eigenen [[Triebverzicht|Entsagungen]] der Europäer im Prozess der [[Zivilisation]] zusammenhängt. Einige Europäer projizierten ihre eigenen Wunschgedanken in die „Exoten“ und hielten die Menschen in den für sie neu erschlossenen Welten für „[[Edler Wilder|edle Wilde]]“. Hierzu gehören insbesondere Vertreter der [[Aufklärung|europäischen Aufklärung]], wie [[Denis Diderot]] oder [[Jean-Jacques Rousseau]] mit seinem Konzept einer Gesellschaft im „[[Naturzustand]]“. Insbesondere sexuelle Entsagungen führten zu einem Bild „triebhafter Eingeborener“ mit einer besonderen sexuellen [[Zeugungsfähigkeit|Potenz]]. Die zunehmende Entfremdung im Zuge der [[Industrialisierung]] hat eine besondere romantische Form der „Naturverbundenheit“ hervorgebracht, die ebenfalls den „Wilden“ zugeschrieben wurde. Bekannte Vertreter solcher Positionen waren [[Rudyard Kipling]] und [[Karl May]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Exotismus geht eine Wahrnehmung der Fremden einher, deren Lebensumstände und Unterdrückung infolge des Kolonialismus kaum gesehen werden. Hinzu kommt, dass mit dem Bild der „Natürlichkeit“ zum Beispiel bei Rousseau eine Begründung der Unterlegenheit der „Wilden“ einhergeht. Diese seien zwar der Natur näher, aber dafür der Kultur ferner und insofern als Kinder anzusehen. Hierin drückt sich eine Form des [[Rassismus ohne Rassen]] aus, der formal sogar mit einer Hochachtung vor den „Wilden“ begründet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Thesen radikaler Vertreter des [[Kulturrelativismus]] werden als eine Form eines exotistischen „umgekehrten [[Rassismus]]“ kritisiert, da diese die [[Menschenrechte]] den Werten der [[Tradition]] und [[Gemeinschaft]] unterordnen würden. Ein Beispiel ist die in einigen Religionen und Kulturen praktizierte [[Beschneidung weiblicher Genitalien]], die nach Ansicht mancher Kulturrelativisten als traditionelle Praxis – die sich als solche moralischer [[Werturteil]]e entziehe – zu tolerieren sei.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Problematisch: Ausbeutung beruht hier primär auf neokolonialistischem Machtdenken!--Auch die sexuelle Ausbeutung von Frauen, Männern und Kindern in „[[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]]“ durch so genannte „[[Sextourismus|Sextouristen]]“ kann als eine Form des Exotismus gesehen werden, zum Beispiel wenn auf die „natürliche Unterwürfigkeit“ der [[Prostitution|Prostituierten]] angespielt wird.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachwissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der Sprachwissenschaft ist ein &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039; ein Fremdwort oder [[Lehnwort]], dessen Verwendung auf einen Gegenstand in der Umwelt der Gebersprache beschränkt bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Exotismus &amp;#039;&amp;#039;Exotismus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Iglu]]&amp;#039;&amp;#039; – das Wort stammt aus der Eskimosprache [[Inuktitut]], und fast nur [[Eskimo]]s bauen Iglus.&lt;br /&gt;
* Das persische Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Schah]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen persischen Herrscher, nicht jedoch beispielsweise einen deutschen Herrscher.&lt;br /&gt;
* Das finnische Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Vappu]]&amp;#039;&amp;#039; wird nur zur Bezeichnung eines Feiertags in Finnland verwendet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Hornussen (Sport)|Hornussen]]&amp;#039;&amp;#039; (aus dem [[Berndeutsch]]en) ist ein Mannschaftssport, der nur in Teilen der Schweiz ausgeübt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fremdwort ist kein Exotismus, wenn der mit ihm bezeichnete Gegenstand nicht nur im Ursprungsgebiet des Wortes vorkommt, sondern auch in anderen Ländern oder Kulturen. Ein Beispiel dafür ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Sauna]]&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Finnischen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Japonismus]]&lt;br /&gt;
* [[Orientalismus (Kunst)]]&lt;br /&gt;
* [[Exotica]] (eine Spielart des Jazz)&lt;br /&gt;
* [[Exotisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hartmut Amon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie wird man fremd? Rassismustheorien&amp;#039;&amp;#039;. Unrast, Münster 2001, ISBN 3-89771-405-1 (jour fixe Initiative Berlin).&lt;br /&gt;
* [[Susan Arndt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Unrast, Münster 2006, ISBN 3-89771-028-5.&lt;br /&gt;
* [[Urs Bitterli]]: &amp;#039;&amp;#039;Die »Wilden« und die »Zivilisierten«. Die europäisch-überseeische Begegnung&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-35583-8.&lt;br /&gt;
* [[Volker Klotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Operette. Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Neuaufl. Bärenreiter, Kassel 2004, ISBN 3-7618-1596-4.&lt;br /&gt;
* [[Julia Kristeva]]: &amp;#039;&amp;#039;Fremde sind wir uns selbst&amp;#039;&amp;#039; („Etrangers à nous-mêmes“). Suhrkamp, Frankfurt 1990, ISBN 3-518-11604-5.&lt;br /&gt;
* Kuan-wu Lin: &amp;#039;&amp;#039;Westlicher Geist im östlichen Körper?: &amp;quot;Medea&amp;quot; im interkulturellen Theater Chinas und Taiwans. Zur Universalisierung der griechischen Antike.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1350-6.&lt;br /&gt;
* Marie Lorbeer, Beate Wild (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Menschenfresser – Negerküsse. Das Bild von Fremden im deutschen Alltag&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Elefanten Press Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-88520-394-4.&lt;br /&gt;
* Peter Martin: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Teufel, edle Mohren. Afrikaner in Geschichte und Bewußtsein der Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. [[Hamburger Edition]] 2001, ISBN 3-930908-64-6.&lt;br /&gt;
* [[Henning Melber]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weissheit&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; letzter Schluß. Rassismus und kolonialer Blick&amp;#039;&amp;#039;. Brandes &amp;amp; Apsel, Frankfurt 1992, ISBN 3-86099-102-7.&lt;br /&gt;
* Hermann Pollig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exotische Welten, Europäische Phantasien&amp;#039;&amp;#039;. Neuausg. Cantz, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-922608-65-3. (Katalog zur Ausstellung, 2. September bis 29. November 1987)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Reif: &amp;#039;&amp;#039;Zivilisationsflucht und literarische Wunschräume. Der exotistische Roman im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart 1975, ISBN 3-476-00309-4. (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1973)&lt;br /&gt;
* {{OeML|Exotismus|Exotismus|[[Peter Revers]]}}&lt;br /&gt;
* [[Victor Segalen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ästhetik des Diversen. Versuch über den Exotismus.&amp;#039;&amp;#039; („Essai sur l&amp;#039;Exotisme. Une Ésthétique du Divers“). Fischer TB, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-10108-5.&lt;br /&gt;
* [[Hito Steyerl]], [[Encarnación Gutiérrez Rodríguez]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik&amp;#039;&amp;#039;. Unrast, Münster 2003, ISBN 3-89771-425-6.&lt;br /&gt;
* Peter Dering/Gerd Presler/Peter Gerlach/Gertrude Cepl-Kaufmann: Kleine Fluchten. Exotik im Rheinischen Expressionismus, Bonn 1995 (= Schriftenreihe Verein August Macke Haus, Bonn. Nr. 15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Martin Baier: [https://www.pangloss.de/cms/index.php?page=exotismus &amp;#039;&amp;#039;Exotismusforschung.&amp;#039;&amp;#039;] Umfangreiche Abhandlung über den Exotismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4015993-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Etymologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskriminierung nach Gruppen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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