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	<title>Exklusion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T21:00:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exklusion&amp;diff=294688&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fährtenleser: Änderungen von ~2026-21968-73 (Diskussion) auf die letzte Version von Wheeke zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-13T05:02:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-21968-73&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-21968-73&quot;&gt;~2026-21968-73&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-21968-73&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-21968-73 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wheeke&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wheeke (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wheeke&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für andere Bedeutungen siehe [[Exklusion (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Ausgrenzung|Siehe auch: [[Ausgrenzende Mechanismen]], „&amp;#039;&amp;#039;[[Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa]]&amp;#039;&amp;#039;“ bzw. „&amp;#039;&amp;#039;[[Sich selbst aus der Gesellschaft ausgegrenzt]]&amp;#039;&amp;#039;“.}} &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exklusion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet wörtlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausschluss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus lat. &amp;#039;&amp;#039;exclusio)&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausgrenzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er beschreibt in der [[Bildungssprache]] den Umstand, dass jemand von einem Vorhaben oder einer [[Versammlung]], von einer [[Soziale Gruppe|Gruppenzugehörigkeit]] oder aus gesellschaftlichen Zusammenhängen ausgeschlossen (&amp;#039;&amp;#039;exkludiert&amp;#039;&amp;#039;) wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geschieht in der Regel gegen den Willen des Ausgeschlossenen und aus unterschiedlichen Gründen. Die daran Beteiligten möchten – oft aus Gründen des [[Herrschaft]]s- und [[Macht]]erhalts, aus Misstrauen oder aus anderen [[Reputation]]sgründen – unter sich (d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;exklusiv&amp;#039;&amp;#039;) bleiben, womit eine gewisse Abwertung bis hin zur [[Diskriminierung]] derer einhergeht, die ausgeschlossen werden. Der Gegenbegriff dazu ist die [[Soziale Inklusion|Inklusion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologische Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Apartheid.jpg|mini|180px|Schild am Strand von [[Muizenberg]] nahe [[Kapstadt]], 1985, in Englisch und [[Afrikaans]]. Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Nur für Weiße! &amp;lt;br /&amp;gt;Der Strand sowie die Einrichtungen sind für Weiße reserviert. &amp;lt;br /&amp;gt;Die Provinzverwaltung&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriff ===&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] ist „Exklusion“ (engl. &amp;#039;&amp;#039;exclusion&amp;#039;&amp;#039;) im Allgemeinen ein Begriff, der in einer [[neuzeit]]lichen [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] den nachhaltigen Ausschluss einzelner sozialer [[Akteur]]e oder ganzer Gruppierungen aus denjenigen sozialen Kreisen bezeichnet, die sich (gegebenenfalls gemeinsam) als die ‚eigentliche‘ Gesellschaft verstehen. Auch wird mit dem Begriff der Ausschluss von [[Grundrechte]]n wie dem [[Recht auf angemessene Ernährung]], dem Recht auf Grundschulbildung, dem Recht an Wahlen teilnehmen zu können, dem Recht auf Schutz vor [[Folter]] und politischer Verfolgung, dem Recht auf medizinische Versorgung und dem Recht auf [[Familienplanung]] und ähnlichen Rechten verstanden. Bisweilen empfindet sich, wer so ausgegrenzt wird, selber als ‚wertlos‘ und ‚außenstehend‘, akzeptiert die [[Wertvorstellung]]en des ihn ausschließenden Kollektivs nicht (mehr) und handelt entsprechend. Dennoch verbindende soziale [[Interaktion]]en werden dabei als unerheblich betrachtet (Warenkauf, Teilnahme am öffentlichen Nahverkehr, gelegentliche sprachliche [[Kommunikation]], Wehrdienst, öffentliche Unterstützung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff umfasst somit einen schärfer abgewerteten sozialen Tatbestand als die Begriffe [[Single (Lebensform)|Single]], [[Außenseiter]], [[Randgruppe]] oder [[Eremit|Einsiedler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziale Exklusion ist der Verlust an sozialen und politischen [[Partizipation|Teilhabechancen]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. für die [[Verstoßene Soldaten|verstoßenen Soldaten]] in der Volksrepublik Polen. Sie kann für die Betroffenen sogar zu einem Überlebensproblem werden. Betrifft diese Exklusion große Gruppen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Frau]]en, Nicht-Weiße, [[Behinderung|behinderte]] Menschen, [[LGBT]]-Personen, [[Obdachlos]]e, [[AIDS]]-Kranke, [[Prostitution|Prostituierte]], Langzeit[[arbeitslos]]e, [[Slum]]bewohner, [[Migrant|Einwanderer]], Minderheiten wie [[Juden]] im nationalsozialistischen Europa, [[Kurden in Syrien]]), so kann dies zu einem (sozial-, gesundheits-, ordnungs-, staats-) politischen Problem werden. Die mit Beginn der 1980er Jahre einsetzende Diskussion um „[[Armut im geschichtlichen Wandel|Neue Armut]]“, vor allem deren Rezeption in der Soziologie in Frankreich („exclusion“) und den USA („[[Neue Unterschicht|underclass]]“), hat den Begriff Exklusion entscheidend geprägt. In dieser Diskussion wurde besondere Aufmerksamkeit auf die Frage gerichtet, ob und aus wessen Sicht die Exkludierten noch eine ökonomisch oder sozial bedeutsame Funktion erfüllen, oder ob diese als gänzlich „Überflüssige“ von kompletter Vernachlässigung bedroht sind. In diesen Fällen schlägt sich die Exklusion auch in räumlicher Ausschließung der Betroffenen (vgl. [[Ghetto]]) nieder.&lt;br /&gt;
Die Diskussion in Frankreich wurde stark durch die [[Unruhen in Frankreich 2005]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffsabgrenzung ===&lt;br /&gt;
Die faktische Ausschließung Höchstgestellter, ‚[[erhaben]]er‘ Persönlichkeiten vom allgemeinen Umgang, die deren hohe Wertschätzung betont, mag diesen oft unangenehm sein (der japanische [[Tennō]] ,badet nicht in der Menge‘, der [[Papst]] macht keine Kneipentour, die britische [[Elisabeth II.|Queen]] hat bei Einkäufen persönlich nie Geld bei sich), wird aber nicht als „Exklusion“ betrachtet, sondern soll sie davor schützen, ins ‚[[Gemein]]e‘ herabgezogen zu werden. Eine Inklusion in einem System, die so stark bindend ist, dass sich faktisch ein Ausschluss aus anderen Systemen ergibt, bezeichnet man als [[Hyperinklusion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ältere soziale Formen ===&lt;br /&gt;
Exklusion ist der Sache nach eine historisch früh auftretende soziale Erscheinung (vgl. den [[Ostrakismos]] im antiken [[Athen]]). Harte Formen der Exklusion – oft verrechtlicht – kannten sowohl [[Akephalie|akephale]] Gesellschaften ([[Reichsacht|Geächtete]], [[Vogelfreiheit|Vogelfreie]]) als auch [[Kaste]]n- und [[Ständeordnung|Ständegesellschaften]] ([[Paria]]s, [[Ehre|Ehrlose]], [[Rōnin]]), Kirchen ([[Exkommunikation|Exkommunizierte]]) und [[Totalitarismus|totalitäre]] Diktaturen (‚Abweichler‘). (&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Fahrendes Volk]], [[Schausteller]] &amp;#039;&amp;#039;- dort auch Einzelhinweise&amp;#039;&amp;#039;.) Für das 20. Jahrhundert ist hier insbesondere die [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] zu nennen, welche durch die im September 1935 erlassenen [[Nürnberger Gesetze]] eine formalrechtliche Grundlage für die Ausgrenzung und Entrechtung von Teilen der Bevölkerung schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Corps ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Corps]] ist die Exklusion die schwerste Strafe. Im [[Kösener Senioren-Convents-Verband]] herrschte seit dem Beschluss von 1862 darüber Einverständnis, dass mit Exklusion nur noch der entehrende Ausschluss (&amp;#039;&amp;#039;cum infamia&amp;#039;&amp;#039;) aus dem Corps zu bezeichnen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Fabricius (Historiker, 1857)|Wilhelm Fabricius]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Chronik des Kösener SC-Verbandes, nach den Akten&amp;#039;&amp;#039;. Marburg 1907, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wiederaufnahme oder die Aufnahme in ein anderes Corps ist ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftswissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftswissenschaft wird vom [[Exklusionsgrad]] wirtschaftlicher Güter gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleichende Politikwissenschaft  ==&lt;br /&gt;
In der vergleichenden Politikwissenschaft spricht man bei ausschließenden Demokratien von [[Exklusive Demokratie|Exklusiver Demokratie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ayaß]]: &amp;#039;&amp;#039;„Asozial“. Aufstieg und Niedergang eines Kernbegriffs sozialer Ausgrenzung,&amp;#039;&amp;#039; Freiburg i.Br. 2023. ISBN 9783784136820&lt;br /&gt;
* [[Zygmunt Bauman]]: &amp;#039;&amp;#039;Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne&amp;#039;&amp;#039;. Hamburger Edition 2005, ISBN 3-9360-9657-0.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Bude]], Andreas Willisch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Exklusion. Ausgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition, Hamburg 2006, ISBN 978-3-9360-9669-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Bude, Andreas Willisch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exklusion: Die Debatte über die »Überflüssigen«&amp;#039;&amp;#039;. stw 2007. ISBN 978-3518294192.&lt;br /&gt;
* Sina Farzin: &amp;#039;&amp;#039;Inklusion/Exklusion. Entwicklungen und Probleme einer systemtheoretischen Unterscheidung&amp;#039;&amp;#039;, Bielefeld 2006, ISBN 978-3899423617.&lt;br /&gt;
* [[Martin Kronauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Exklusion. Die Gefährdung des Sozialen im hoch entwickelten Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Frankfurt am Main/New York: Campus, 2010, ISBN 978-3-593-39176-2.&lt;br /&gt;
* Lutz Leisering: &amp;#039;&amp;#039;Desillusionierung des modernen Fortschrittglaubens. „Soziale Exklusion“ als gesellschaftliche Selbstbeschreibung und soziologisches Konzept&amp;#039;&amp;#039;, in: Schwinn, Thomas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Differenzierung und soziale Ungleichheit&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2004, S. 238–268.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ludwig-Mayerhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Exklusion als soziologisches Konzept&amp;#039;&amp;#039;, in: Sozialer Sinn, Jg. 10, Heft 1, 2009, S. 3–28.&lt;br /&gt;
* [[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Inklusion und Exklusion&amp;#039;&amp;#039;, in: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Soziologische Aufklärung 6. Die Soziologie und der Mensch&amp;#039;&amp;#039;, Planenden 1995, S. 237–264.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Akkulturation]]&lt;br /&gt;
* [[Marginalisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Mobbing]]&lt;br /&gt;
* [[Ostrazismus (Psychologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Prekarisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|exkludieren}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Exklusivität|suffix=-}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Exklusion|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [https://homepage.ruhr-uni-bochum.de/niels.werber/Exklusion.html Exklusion - von Dr. phil. Niels Werber]&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/kultur/soziale-schieflage-in-deutschland-sozialer-abstieg-heisst-jetzt-exklusion-1.201047 „Sozialer Abstieg heißt jetzt Exklusion“] Artikel der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4300539-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstruktur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskriminierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obdachlosigkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fährtenleser</name></author>
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