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	<title>Existenzminimum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-01T18:05:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Existenzsicherung&lt;br /&gt;
|4=Existenzminimum&lt;br /&gt;
|12=f|2=August 2015|1=[[Benutzer:Liliana-60|Liliana]] [[User talk:Liliana-60|•]] 21:08, 19. Aug. 2015 (CEST)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Existenzminimum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Notbedarf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die Mittel, die zur Befriedigung der materiellen Bedürfnisse notwendig sind, um physisch zu überleben; dies sind vor allem [[Nahrung]], [[Kleidung]], [[Wohnung]] und eine [[medizin]]ische Versorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die [[Armut]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;definition ist die Definition des Existenzminimums immer kulturspezifisch und relativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[soziokultur]]elle Existenzminimum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; garantiert über das physische Existenzminimum hinaus ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Es ist ein [[Grundrechte (Deutschland)|Grundrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in den deutschsprachigen Ländern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
==== Soziokulturelles Existenzminimum ====&lt;br /&gt;
Die Sozialgerichte haben den Begriff des soziokulturellen Existenzminimums geprägt. Er umfasst den materiellen Bedarf, der unerlässlich ist, um bei sparsamem Wirtschaften am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dazu werden [[Arbeitslosengeld II]], [[Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung]] und [[Hilfe zum Lebensunterhalt]] erbracht. Die für die Höhe dieser Leistungen maßgeblichen [[Regelbedarf]]e werden auf der Grundlage statistischer Erhebungen festgelegt. Maßgeblich sind die Ausgaben des ärmsten Fünftels der nach ihren Nettoeinkommen geordneten Einpersonenhaushalte, bereinigt um die [[Sozialhilfeempfänger]]. Dabei werden nicht die Preise eines politisch gesetzten [[Warenkorb]]es berücksichtigt, sondern die durch Befragungen ermittelten tatsächlichen Ausgaben. An den statistisch ermittelten Werten werden teilweise erhebliche Abschläge vorgenommen, um zwischen Erwerbstätigen und Beziehern der Grundsicherungsleistung einen deutlichen Abstand zu schaffen (das sogenannte [[Lohnabstandsgebot]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVerfGE100-271&amp;quot;&amp;gt;Vgl. dazu auch – [https://www.servat.unibe.ch/dfr/dfr_bverfg.html Deutschsprachiges Fallrecht] (DFR): [https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv100271.html BVerfGE 100, 271 – Lohnabstandsklausel (27. April 1999)]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Kritiker bemängeln, dass infolge von sachlich nicht gerechtfertigten Abschlägen das (real erforderliche) soziokulturelle Existenzminimum erheblich unterschritten werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frommann&amp;quot;&amp;gt;Matthias Frommann: {{Webarchiv |url=http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2005/regelsatz_01.pdf |text=Warum nicht 627 Euro? – Zur Bemessung des Regelsatzes der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII für das Jahr 2005 |wayback=20090612051719}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DerParitätischeWohlfahrtsverband&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Martens: {{Webarchiv |url=http://www.der-paritaetische.de/uploads/tx_pdforder/regelsatz-neuberechnung-2006_03.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Neue Regelsatzberechnung 2006&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 555&amp;amp;nbsp;kB |wayback=20120130185011}} Der Paritätische Wohlfahrtsverband, 19. Mai 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren sieht {{§|1a|asylblg|juris}} Kürzungen der existenzsichernden Leistungen für Leistungsberechtigte (materiell hilfebedürftige [[Asylbewerber]], [[Duldung (Aufenthaltsrecht)|Geduldete]] sowie [[Ausländer]], die vollziehbar zur Ausreise verpflichtet sind) nach dem [[Asylbewerberleistungsgesetz]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Existenzminimum ist ein Grundrecht und unter verschiedenen Namen bekannt: Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html BVerfG, 1 BvL 1/09 vom 9. Februar 2010, Leitsätze]. Abgerufen am 8. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|title=Pressemitteilung Nr. 5/2010 vom 9. Februar 2010 (Urteil vom 9. Februar 2010 – 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09): Regelleistungen nach SGB II („Hartz IV- Gesetz“) nicht verfassungsgemäß|url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-005.html|publisher=Pressestelle des Bundesverfassungsgerichts|accessdate=2013-09-08|date=2013-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Warum Hartz IV Verfassungswidrig ist|url=https://www.freitag.de/autoren/gebe/warum-hartz-iv-verfassungswidrig-ist|accessdate=2013-09-08|newspaper=Der Freitag|date=2013-06-01|author=Dipl.-Ing. Ulrich Engelke}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|title=BVerfG, 1 BvL 10/10 vom 18. Juli 2012|url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20120718_1bvl001010.html|work=Bundesverfassungsgericht|accessdate=2013-11-25|date=2012-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|title=Pressemitteilung Nr. 56/2012 vom 18. Juli 2012 – Urteil vom 18. Juli 2012 zu 1 BvL 10/10 und 1 BvL 2/11: Regelungen zu den Grundleistungen in Form der Geldleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz verfassungswidrig|url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-056.html|work=Bundesverfassungsgericht|accessdate=2013-11-25|date=2012-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Rechtsprechung Öffentliches Recht – Grundrechte – Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums – Art. 1 I iVm Art. 20 I GG, §&amp;amp;nbsp;3 AsylbLG – BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2012 – 1 BvL 10/10, 1 BvL 2/11|url=http://www.ja-aktuell.de/root/img/pool/urteil_des_monats/aktuelles-urteil_10-2012.pdf|accessdate=2013-12-04|newspaper=Juristische Arbeitsblätter (JA) 10/2012|author=Professor Dr. Stefan Muckel, Universität zu Köln|pages=794–796|date=2012-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Grundrecht auf Sicherung eines Existenzminimums,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Zur Verfassungswidrigkeit von Sanktionen bei Hartz IV – Zugleich eine Kritik an das Bundesverfassungsgericht|url=http://www.elo-forum.org/attachments/alg-ii/43504d1331565392-ehem-bgh-richter-neskovic-verfassungswidrigkeit-sanktionenhartz-|accessdate=2013-09-08|newspaper=Die Sozialgerichtsbarkeit 03/2012|author=Wolfgang Neskovic und Isabel Erdem|pages=134–140|date=2012-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundrecht auf Existenzsicherung,&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Deutscher Bundestag Drucksache 18/8077: Grundsicherung einfacher und gerechter gestalten – Jobcenter entlasten|url=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/080/1808077.pdf|accessdate=2016-04-20|date=2016-04-13|publisher=Deutscher Bundestag|author=Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN|pages=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; soziales Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenz- und Teilhabeminimum&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Deutscher Bundestag Drucksache 18/8076: Die Gewährleistung des Existenz- und Teilhabeminimums verbessern – Keine Rechtsvereinfachung auf Kosten der Betroffenen|url=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/080/1808076.pdf|accessdate=2016-04-20|date=2016-04-13|publisher=Deutscher Bundestag|author=Fraktion DIE.LINKE|pages=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Grundrecht auf Zusicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news|title=Sanktionen bei Hartz IV: Unbedingt Verfassungswidrig!|url=https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_06-2012_web.pdf|accessdate=2013-09-08|newspaper=Standpunkte 06/2012|author=Isabel Erdem und Wolfgang Neskovic|date=2012-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schuldrechtliches Existenzminimum ====&lt;br /&gt;
Das [[Pfändung#Pfändungsfreigrenzen|pfändungsfreie]] Existenzminimum ergibt sich aus {{§|850c|ZPO|buzer}} [[Zivilprozessordnung (Deutschland)|ZPO]]. Es liegt seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2019 für eine alleinstehende Person bei 1.178,59 €&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2019|buzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; netto pro Monat (bis Juli 2019 bei 1.133,80 €&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2017|buzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Freibeträge erhöhen sich, wenn der Schuldner [[Unterhaltspflicht]]en zu erfüllen hat. Die Freigrenzen werden regelmäßig im 2-Jahres-Rhythmus proportional mit den Veränderungen des steuerrechtlichen Existenzminimums (siehe unten, {{§|32a|EStG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]]) angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Europäische Sozialcharta|europäischen Sozialcharta]] ist das angemessene (Mindest-)[[Entgelt]] mit 68 % des nationalen Durchschnittsstundenlohns taxiert, der in Deutschland nach Berechnungen des [[Statistisches Bundesamt|Statistischen Bundesamtes]] aus 2013 bei 15,89 € brutto liegt und somit zu einem angemessenen Entgelt von 10,80 € brutto pro Stunde führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Steuerrechtliches Existenzminimum ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; width:350px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Darstellung der im Jahr 2022 steuerfrei zu stellenden sächlichen Existenzminima und der entsprechenden einkommensteuerlichen Freibeträge (in Euro)&amp;lt;ref name=&amp;quot;13.Existenzminimumbericht&amp;quot;&amp;gt;13. Existenzminimumbericht: [https://dserver.bundestag.de/btd/19/228/1922800.pdf BT-Drucksache 19/22800; Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2022.] 11. September 2020 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! Allein-&amp;lt;br /&amp;gt; stehende&lt;br /&gt;
! Ehepaare&lt;br /&gt;
! Kinder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Arbeitslosengeld II#Regelbedarf|Regelsatz]] &amp;lt;small&amp;gt;(pro Jahr)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 5.400&lt;br /&gt;
| 9.720&lt;br /&gt;
| 3.816&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Bildung und Teilhabe&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 324&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| [[Arbeitslosengeld II#Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU)|Kosten der Unterkunft]]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt; (pro Jahr)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 3.684&lt;br /&gt;
| 5.520&lt;br /&gt;
| 1.104&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Heizkosten &amp;lt;small&amp;gt; (pro Jahr)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 804&lt;br /&gt;
| 1.080&lt;br /&gt;
| 216&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| sächliches&amp;lt;br /&amp;gt; Existenzminimum&lt;br /&gt;
| 9.888&lt;br /&gt;
| 16.320&lt;br /&gt;
| 5.460&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| steuerlicher&amp;lt;br /&amp;gt; Freibetrag&lt;br /&gt;
| 9.408&lt;br /&gt;
| 18.816&lt;br /&gt;
| 5.172&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grundfreibetrag (Deutschland)}}&lt;br /&gt;
Das einkommensteuerliche Existenzminimum darf nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht geringer sein als das sozialhilferechtlich definierte sogenannte „sächliche Existenzminimum“, das für alle Steuerpflichtigen in voller Höhe von der [[Einkommensteuer (Deutschland)|Einkommensteuer]] freizustellen ist ([[Grundfreibetrag (Deutschland)|Grundfreibetrag]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv082060.html BVerfGE 82, 60, 85 = Rdnr. 104 ff &amp;#039;&amp;#039;sowie&amp;#039;&amp;#039; BVerfGE 82, 60, 94 = Rdnr. 128 ff. in BVerfGE 82, 60 - Steuerfreies Existenzminimum.] Deutschsprachiges Fallrecht (DFR)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVerfGE99-246&amp;quot;&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv099246.html BVerfGE 99, 246 - Kinderexistenzminimum.] Deutschsprachiges Fallrecht (DFR) = Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 10. November 1998: [https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls19981110_2bvl004293.html BVerfG, 2 BvL 42/93 vom 10. November 1998]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Sans: {{Webarchiv |url=http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_Familienpolitik/s_519.html |text=Das Bundesverfassungsgericht als familienpolitischer Ausfallbürge |wayback=20071020015748}} In: &amp;#039;&amp;#039;Das Online-Familienhandbuch&amp;#039;&amp;#039;, 18. Juni 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-Luise Hauch-Fleck: [https://www.zeit.de/2007/01/Argument &amp;#039;&amp;#039;Rechnen, bis es passt / Die Bundesregierung manipuliert das Existenzminimum – zum Schaden aller Steuerzahler&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1/2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bverfg.de/entscheidungen/ls20080213_2bvl000106.html BVerfG, 2 BvL 1/06 vom 13. Februar 2008, Absatz-Nr. (1 - 147)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sächliche Existenzminimum als Bestandteil der Steuerfreiheit des Existenzminimums umfasst im Wesentlichen die Aufwendungen für Nahrung, Kleidung, Hygiene, Hausrat, Wohnung und Heizung sowie den korrespondierenden Leistungstatbeständen des Sozialhilferechts. Im Februar 2008 stellte das Bundesverfassungsgericht ergänzend fest, dass Aufwendungen des Steuerpflichtigen für die Kranken- und Pflegeversorgung, insbesondere entsprechende Versicherungsbeiträge, ebenso Teil des einkommensteuerrechtlich zu verschonenden Existenzminimums sein können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |title=Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 13. Februar 2008 mit dem Aktenzeichen 2 BvL 1/06, Randnummern 1-147, hier Leitsatz und Randnummer 107|url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2008/02/ls20080213_2bvl000106.html |website=bundesverfassungsgericht.de |publisher=Bundesverfassungsgericht |accessdate=2020-02-18 |date=2008-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Berichtsjahr 2022 beispielsweise prognostizierte die [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] in ihrem „13. Existenzminimumbericht“&amp;lt;ref name=&amp;quot;13.Existenzminimumbericht&amp;quot; /&amp;gt; einen &amp;#039;&amp;#039;sozialhilferechtlichen&amp;#039;&amp;#039; Mindestbedarf eines Alleinstehenden von 9.888 Euro (siehe nebenstehende Tabelle), für Ehepaare 16.320 Euro, für ein Kind&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVerfGE99-273&amp;quot;&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv099273.html BVerfGE 99, 273 - Kinderexistenzminimum III.] Deutschsprachiges Fallrecht (DFR)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BerfGE99-216&amp;quot;&amp;gt;dazu Rdnr. 91 ff. (= BVerfGE 99,216 &amp;lt;241&amp;gt;) [https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv099216.html BVerfGE 99, 216 - Familienlastenausgleich II.] Deutschsprachiges Fallrecht (DFR) = Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 10. November 1998: [http://www.bverfg.de/entscheidungen/frames/rs19981110_2bvr105791 BVerfG, 2 BvR 1057/91 vom 10. November 1998]&amp;lt;/ref&amp;gt; 5.460 Euro. Das &amp;#039;&amp;#039;einkommensteuerliche&amp;#039;&amp;#039; Existenzminimum dagegen beläuft sich für Alleinstehende auf 9.408 Euro und für Ehepaare auf 18.816 Euro. Der [[Kinderfreibetrag]] beträgt 5.173 Euro – zuzüglich des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungsbedarf von 2.928 Euro summierten sich die steuerlichen Freibeträge damit pro Kind auf 8.101 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steuerfreiheit des Existenzminimums des Steuerpflichtigen und seiner unterhaltsberechtigten Familie ist im Rahmen des [[Nettoprinzip (Steuerrecht)#Subjektives Nettoprinzip|subjektiven Nettoprinzips]] ein Verfassungsgebot. Neben dem Grundfreibetrag gibt es noch Steuerabzüge, welche die Steuerfreiheit des Existenzminimums gewährleisten sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Existenzminimumbericht der Bundesregierung ====&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;Existenzminimumbericht&amp;#039;&amp;#039;) wird seit 1995 von der [[Bundesregierung (Deutschland)|deutschen Bundesregierung]] zunächst alle drei, inzwischen alle zwei Jahre vorgelegt. Er trifft Aussagen zur aktuellen Höhe des [[steuer]]befreiten Existenzminimums. Daran orientiert sich auch das [[Kindergeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Eine andere Definition des Existenzminimums als in Deutschland ergibt sich aus der Existenzminimumverordnung der Republik Österreich, in der das nichtpfändbare Einkommen festgelegt wird. Eine Ausnahme bildet der Anspruch auf Kindesunterhalt: Forderungen gegen barunterhaltspflichtige Elternteile sind auch zulässig, wenn deren Existenzminimum um 25 % unterschritten wird. (Beispiel: Existenzminimum-Verordnung 2002 – ExMinV 2002, Republik Österreich). Danach hängt das Existenzminimum vom eigenen Einkommen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind in der Schweiz &amp;#039;&amp;#039;[[de lege lata]]&amp;#039;&amp;#039; das [[Sozialhilfe (Schweiz)|sozialhilferechtliche]] und das schuld[[betreibung]]srechtliche Existenzminimum. Anspruch auf Sozialhilfe zur Abdeckung des Existenzminimums hat grundsätzlich jeder Mensch, solange er sich legal in der Schweiz aufhält. Personen, die nicht das Schweizer Bürgerrecht besitzen, können aber das Aufenthaltsrecht verlieren und [[Ausweisung|ausgewiesen]] werden, wenn sie ihre Lebenshaltungskosten dauerhaft nicht selbst aufbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Existenzminimum berechnet sich an den [[Immobiliarmiete|Mietkosten]] einer einfachen, zweckmäßigen Wohnung, den [[Krankenkasse]]nprämien inklusive [[Selbstbehalt (Unterhalt)|Selbstbehalt]] sowie rund CHF 1.000 für einen Ein-Personen-Haushalt bzw. CHF 1.500 für einen 2-Personen-Haushalt. Bei Menschen, die einer Arbeitstätigkeit nachgehen, wird ein Freibetrag gewährt; sie können einen kleinen Teil ihres Lohnes behalten und darüber frei verfügen. Einen Anhaltspunkt geben die Empfehlungen der [[Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe|Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS)]], die von den meisten Kantonen und Gemeinden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird einer Person gemäß dem [[Schuldbetreibungs- und Konkursrecht|Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs]] (SchKG) der Lohn gepfändet, kommen bei der Berechnung des Existenzminimums die betreibungsrechtlichen Richtlinien zur Anwendung. Diese sind bei allen Kantonen ähnlich und liegen leicht über dem Existenzminimum der Sozialhilfe. Für arbeitende Schuldner gelten jedoch in der Regel keine Einkommens-Freibeträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes gehören die Steuern nicht zu den lebensnotwendigen Ausgaben, und so müssen sie stets aus dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum bezahlt werden. Ebenso würden die Gläubiger ungleich behandelt, wenn der Schuldner trotz Pfändung jederzeit genug Geld hätte, um die Steuerschuld zu begleichen. Auch die SKOS-Richtlinien besagen, dass Steuerrechnungen nicht zu den Sozialhilfeleistungen gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweiz kennt kein steuerrechtliches Existenzminimum wie Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfsangebote diverser nichtstaatlicher Organisationen ==&lt;br /&gt;
Eine konkrete Hilfe für Menschen, die finanziell am Existenzminimum leben, können Projekte von diversen [[Nichtstaatliche Organisation|nichtstaatlichen Organisationen]] sein. Zum Beispiel [[Karitas|karitative]] Einrichtungen wie Kleiderkammern, die [[Tafel (Organisation)|„Tafeln“]] oder [[Suppenküche]]n, aber auch Einrichtungen, die grundsätzlich allen Menschen offenstehen, wie der so genannte [[Umsonstladen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfang des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der zur Erhaltung der vollen Leistungsfähigkeit notwendige Existenzbedarf eines gewöhnlichen Landarbeiters oder ungelernten städtischen Tagelöhners und seiner Familie […] besteht, so kann man sagen, aus einer guten Wohnung mit mehreren Zimmern, aus warmer Kleidung mit etwas Wechsel in Unterkleidern, frischem Wasser, reichlicher Getreidenahrung, mäßig viel Milch, Fleisch, ein wenig Tee etc. und aus etwas Bildung und Erholung; schließlich ist erforderlich, dass die Arbeit seiner Frau genug Zeit lässt, um ihr die ordentliche Erfüllung ihrer Pflichten als Mutter und Gattin zu ermöglichen. Wenn ungelernte Arbeiter in irgend einer Gegend eines dieser Dinge entbehren müssen, so wird ihre Leistungsfähigkeit in der selben Weise leiden, wie die eines Pferdes, das nicht sorgfältig gepflegt wird, oder einer [[Dampfmaschine]], welche ungenügend gespeist wird. Jede [[Konsum]]tion bis zu dieser Grenze ist absolut produktive Konsumtion.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Alfred Marshall]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Das Existenzminimum aus ökonomischer Sicht: Handbuch der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart / Berlin 1905, S. 115.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach (Quelle): S. 48 (bzw. S. 2 von 11 des PDF), Fußnote 3 in: {{Internetquelle|url=http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/05_soziales/sgb_xii/2005_10_00_bmf_10jahreexminbericht.pdf|titel=Zehn Jahre Existenzminimumbericht - eine Bilanz|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120130154646/http://www.ak-sozialpolitik.de/doku/05_soziales/sgb_xii/2005_10_00_bmf_10jahreexminbericht.pdf|archiv-datum=2012-01-30|offline=2022-01-31|abruf=1970-01-01|abruf-verborgen=1}} (PDF; 184 kB) Monatsbericht des [[Bundesministerium der Finanzen|BMF]], Oktober 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4153316-1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.skos.ch/ Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe]&lt;br /&gt;
* Volker Neumann: &amp;#039;&amp;#039;[[Menschenwürde]] und Existenzminimum&amp;#039;&amp;#039;. [https://edoc.hu-berlin.de/humboldt-vl/neumann-volker/PDF/Neumann.pdf edoc.hu-berlin.de] (PDF; 95 kB)&lt;br /&gt;
* J. Martinez: [http://portal-europarecht.de/index.php?option=com_jdownloads&amp;amp;Itemid=&amp;amp;view=finish&amp;amp;cid=234&amp;amp;catid=5 &amp;#039;&amp;#039;Das Recht auf Sicherung des Existenzminimums unter europäischem und innerstaatlichen Druck&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 122 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153316-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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