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	<title>Exilliteratur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Munfarid1: /* Syrische Exilliteratur */ neuer Absatz mit Text von https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Syrische_Literatur&amp;oldid=265749054#Die_Literatur_im_Kontext_von_politischer_Verfolgung,_Krieg_und_Exil</title>
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		<updated>2026-03-30T16:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Syrische Exilliteratur: &lt;/span&gt; neuer Absatz mit Text von https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Syrische_Literatur&amp;amp;oldid=265749054#Die_Literatur_im_Kontext_von_politischer_Verfolgung,_Krieg_und_Exil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Exilliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emigrantenliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird die [[Literatur]] von [[Schriftsteller]]n bezeichnet, die unfreiwillig Zuflucht in der Fremde suchen müssen, weil ihre Person oder ihr Werk im Heimatland bedroht ist. Meist geben politische oder religiöse Gründe den Ausschlag für die [[Flucht]] ins [[Exil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Exilliteratur“ ist der fachlich gebräuchlichere. Während &amp;#039;&amp;#039;[[Auswanderung|Emigration]]&amp;#039;&amp;#039; neutral den Wechsel des Wohnortes von einem Land in ein anderes bezeichnet, bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Exil&amp;#039;&amp;#039; eher das Land, welches Zufluchtsort wird. Mitunter wird der Begriff auch für literarische Werke verwendet, die als verbotene Literatur in Exilverlagen erscheinen müssen, auch wenn deren Verfasser in ihrem Heimatland bleiben, also keine Emigranten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für diese Zuordnung ist in erster Linie die Wahl der Sprache durch den Schriftsteller. So gehören Werke von im Exil lebenden Autoren, die in der Sprache ihres Herkunftslandes schreiben, beispielsweise zur deutschen, türkischen oder arabischen Literatur, wohingegen die deutschsprachige [[interkulturelle Literatur]] zur deutschen Literatur zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exilliteratur in der Antike und im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Bereits in der [[Antike]] waren Schriftsteller der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] und der [[Verfolgung Unschuldiger|Verfolgung]] durch die [[Staatsmacht]] ausgesetzt, so dass sie ihre Werke im Exil verfassten, so [[Hipponax]] oder [[Ovid]]; im [[Mittelalter]] ist u.&amp;amp;nbsp;a. [[Dante Alighieri]] zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exilliteratur der Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Exilliteratur als generelles Phänomen entstand mit den [[Religionskrieg]]en des 16. Jahrhunderts, als zahlreiche protestantische Dichter ihre katholischen Heimatländer verlassen mussten. Bis zum 17. und 18. Jahrhundert war Exilliteratur weitgehend [[religiöse Literatur]]; Ende des 18. Jahrhunderts gewann die politisch bedingte Exilliteratur an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert publizierten die deutschen Exilschriftsteller [[Heinrich Heine]], [[Ludwig Börne]], [[Ferdinand Freiligrath]], [[Karl Marx]] und [[Georg Büchner]]&amp;lt;ref&amp;gt;einen zeitübergreifenden Vergleich dreier bekannter Exilanten bietet [[Jean Firges]]: &amp;#039;&amp;#039;Büchner, [[Jakob Michael Reinhold Lenz|Lenz]], [[Paul Celan|Celan]]. Der Gang durchs Gebirg. Gespräch im Gebirg.&amp;#039;&amp;#039; Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie, 29. Annweiler 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Paris]] bzw. [[London]]. Zu den bekanntesten polnischen Exilliteraten in Paris zählten [[Adam Mickiewicz]], [[Juliusz Słowacki]], [[Zygmunt Krasiński]], aus Russland ist [[Iwan Sergejewitsch Turgenew|Turgenew]] zu nennen. [[Victor Hugo]] ging nach dem Staatsstreich des späteren [[Napoléon III.]] nach [[Guernsey]] ins Exil und kehrte erst nach Napoléons Sturz zurück. Napoléon III. selbst verfasste, vor seiner Machtübernahme, im Exil in London und New York mehrere theoretische Werke.&amp;lt;sup&amp;gt;(worüber?)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exilliteratur der Neuzeit ab dem 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Exilliteratur zu einem weltweiten Phänomen. Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika bildeten Ausgangspunkte zahlreicher exilierter Autoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilliteratur in Russland ===&lt;br /&gt;
In der [[Russische Literatur|russischen Literatur]] wirkten bis 1917 Autoren im Exil, die gegen die [[Zarismus|zaristische]] Herrschaft opponierten ([[Lenin]], [[Maxim Gorki]]); nach der [[Oktoberrevolution]] mussten ihre Gegner das Land verlassen, um zu schreiben, kehrten teilweise später wieder zurück ([[Wiktor Borissowitsch Schklowski|Schklowskij]], [[Andrei Bely]], [[Alexei Nikolajewitsch Tolstoi|Alexei Tolstoi]]). [[Iwan Alexejewitsch Bunin|I. A. Bunin]] (1933), [[Alexander Solschenizyn]] (1970) und [[Joseph Brodsky]] (1987) wurde der [[Nobelpreis]] verliehen. Nach 1945 gingen Schriftsteller wie [[Andrej Amalrik]] (1976) und Solschenizyn (Ausweisung 1974) ins Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Exilliteratur ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Literatur in der Zeit des Nationalsozialismus#Exilliteratur|titel1=Exilliteratur in der Zeit des Nationalsozialismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;deutsche Exilliteratur&amp;#039;&amp;#039; entstand 1933–1945 als Literatur der Gegner des [[Nationalsozialismus]]. Dabei spielten die [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Bücherverbrennungen]] am 10. Mai 1933 und der deutsche Überfall auf die Nachbarstaaten 1938/39 eine ausschlaggebende Rolle. Emigrantenzentren entstanden in Paris, Amsterdam, Stockholm, Zürich, Prag, Moskau, New York und Mexiko, wo unter meistens schwierigen Bedingungen Verlage gegründet wurden. Bekannte Verlage für Exilliteratur waren z. B. in Amsterdam der [[Querido Verlag]] und [[Allert de Lange Verlag]], in Zürich  der Europa Verlag des Buchhändlers [[Emil Oprecht]]. Außerhalb Europas waren es z. B. in Mexiko der 1942 gegründete Verlag [[El libro libre]] (Das freie Buch) unter Leitung von [[Walter Janka]] und in New York 1944 der [[Aurora-Verlag]] von [[Wieland Herzfelde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Autoren im Exil zählten [[Bertolt Brecht]], [[Ernst Bloch]], [[Hermann Broch]], [[Ferdinand Bruckner]], [[Elias Canetti]], [[Alfred Döblin]], [[Hilde Domin]], [[Lion Feuchtwanger]], [[Bruno Frank]], [[Alexander Moritz Frey|A. M. Frey]], [[Anna Gmeyner]], [[Oskar Maria Graf]], [[Heinrich Eduard Jacob]], [[Mascha Kaléko]], [[Marta Karlweis]], [[Hermann Kesten]], [[Egon Erwin Kisch]], [[Annette Kolb]], [[Siegfried Kracauer]], [[Maria Lazar]], [[Emil Ludwig]], [[Heinrich Mann]], [[Klaus Mann]], [[Thomas Mann]], [[Robert Neumann (Schriftsteller)|Robert Neumann]], [[Balder Olden]], [[Rudolf Olden]], [[Erich Maria Remarque]], [[Ludwig Renn]], [[Alice Rühle-Gerstel]], [[Otto Rühle (Politiker, 1874)|Otto Rühle]], [[Hans Sahl]], [[Alice Schwarz-Gardos]], [[Anna Sebastian]], [[Anna Seghers]], [[Rolf Thoel]], [[Adrienne Thomas]], [[B. Traven]], [[Käthe Vordtriede]], [[Peter Weiss]], [[Franz Werfel]], [[Bodo Uhse]] und [[Arnold Zweig]]. Germanisten wie [[John Spalek]] haben sich diesen Schriftstellern gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren [[Ernst Toller]], [[Walter Hasenclever]], [[Walter Benjamin]], [[Kurt Tucholsky]], [[Stefan Zweig]] und [[Ernst Weiß (Schriftsteller)|Ernst Weiß]] starben im Exil durch [[Suizid]], Klaus Mann wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, nachdem er im Nachkriegsdeutschland nicht mehr heimisch werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland verblieben andererseits Schriftsteller, die sich in die [[innere Emigration]] zurückzogen, wie [[Frank Thiess]], [[Stefan Andres]], [[Gottfried Benn]], [[Reinhold Schneider]], [[Werner Bergengruen]], [[Erich Kästner]], [[Ernst Kreuder]], [[Gertrud von le Fort]], [[Ernst Wiechert]] und [[Ehm Welk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estnische Exilliteratur ===&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Zweiten Weltkriegs]] verließen ca. 70.000 Menschen [[Estland]] Richtung Westen.&amp;lt;ref&amp;gt;Raimo Raag: Eestlane väljaspool Eestit. Tartu 1999, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil der Intellektuellen an ihnen war überproportional hoch, so dass sich nach dem Krieg knapp ein Drittel der bekannteren [[Estnische Literatur|estnischen Autorinnen und Autoren]] im Exil befand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cornelius Hasselblatt]]: Geschichte der estnischen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Berlin, New York: Walter de Gruyter 2006, S. 545.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gelangten vornehmlich nach [[Schweden]] und [[Deutschland]], später entstanden größere Exilgemeinschaften in [[Kanada]], den [[Vereinigte Staaten|U.S.A.]] und [[Australien]]. Im Exil wurden mehrere Verlage gegründet ([[ORTO (Verlag)|ORTO]], [[Eesti Kirjanike Kooperatiiv]]), und die Buchproduktion war bis weit in die fünfziger Jahre hinein höher als im [[Stalinismus|stalinistischen]] [[Estnische Sozialistische Sowjetrepublik|Sowjetestland]]. Bekannteste Vertreter der estnischen Exilliteratur sind [[August Gailit]], [[Bernard Kangro]], [[Karl Ristikivi]], [[Gustav Suits]], [[Marie Under]] und [[Henrik Visnapuu]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Hasselblatt: § 39: Die Konsolidierung der Exilgemeinschaft, in: Ders.: Geschichte der estnischen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Berlin, New York: Walter de Gruyter 2006, S. 562–581.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdische Exilliteratur ===&lt;br /&gt;
Eine besondere Richtung bildet die &amp;#039;&amp;#039;jüdische Exilliteratur&amp;#039;&amp;#039;. Zu ihren bekanntesten Vertreterinnen zählen beispielsweise [[Nelly Sachs]] (Nobelpreis 1966), [[Else Lasker-Schüler]] und [[Maria Lazar]]. Die jüdische Exilliteratur spielt auch eine Rolle in [[jiddisch]]sprachigen Zentren der USA. Als bekanntester Vertreter gilt [[Isaac Bashevis Singer]] (Nobelpreis 1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &amp;#039;&amp;#039;osteuropäische Exilliteratur&amp;#039;&amp;#039; ist infolge der Entwicklung im ehemaligen Osteuropa reichhaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palästinensische Exilliteratur ===&lt;br /&gt;
Seit der Vertreibung zahlreicher [[Palästinenser]] aus dem ehemaligen [[Völkerbundsmandat für Palästina|Mandatsgebiet Palästina]] gilt die palästinensische Literatur als nicht mehr geografisch, sondern an die nationale Herkunft gebunden. In denen Werken von [[Mahmud Darwisch|Mahmoud Darwisch]], [[Ghassan Kanafani]], [[Fadwa Touqan]], [[Sahar Khalifeh|Sahar Khalifa]] oder [[Huzama Habayeb]] spielen der Verlust des Heimatlandes sowie das Leben als [[Staatenloser|staatenlose]] Emigranten im Exil eine zentrale Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marcia Lynx Qualey |url=https://arablit.org/2021/06/01/5-writers-a-brief-look-at-palestinian-literature-in-french/ |titel=5 Writers: A Brief Look at Palestinian Literature in French |werk=ArabLit &amp;amp; ArabLit Quarterly |hrsg=arablit.org |datum=2021-06-01 |sprache=en |abruf=2021-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Fakhri Saleh |url=https://de.qantara.de/inhalt/die-wiedererschaffung-pal%C3%A4stinas-in-der-literatur-ein-land-aus-worten |titel=Die Wiedererschaffung Palästinas in der Literatur: Ein Land aus Worten - Qantara.de |sprache=de |abruf=2021-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Syrische Exilliteratur ===&lt;br /&gt;
Aufgrund politischer Repressionen und des [[Syrischer Bürgerkrieg|syrischen Bürgerkriegs]] gingen zahlreiche Vertreter der zeitgenössischen [[Syrische Literatur|syrischen Literatur]] ins Exil. Laut [[PEN International]] waren seit 2011 mehr als 100 Schriftsteller ins Exil gegangen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kinga Jentetics |Titel=The Refugee Author: How War Could Create a New Wave of Exiled Writers |Sammelwerk=Online Self-Publishing Platform - Publish Books Online Globally |Sprache=en |Online=https://publishdrive.com/the-refugee-author-how-war-could-create-a-new-wave-of-exiled-writers.html |Abruf=2026-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während die Syrian Writers Association (SWA), die als Alternative zur offiziellen syrischen Autorenvereinigung, der Arab Writers Union (AWU), gegründet wurde, insgesamt 350 syrische Mitglieder im Jahr 2014 nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joseph Croitoru |url=https://qantara.de/en/article/syrias-opposition-writers-fighting-oppression-and-censorship |titel=Syria&amp;#039;s opposition writers: Fighting oppression and censorship {{!}} Qantara.de |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20260129204825/https://qantara.de/en/article/syrias-opposition-writers-fighting-oppression-and-censorship |archiv-datum=2026-01-29 |abruf=2026-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu zählen unter anderem [[Rasha Omran]] (* 1964) in Ägypten, [[Dima Wannous]] (* 1982); [[Ghalia Qabbani]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arabicfiction.org/en/Ghalia-Qabbani |titel=Ghalia Qabbani {{!}} International Prize for Arabic Fiction |abruf=2023-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Haitham Hussein (* 1978)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Orsola Casagrande, Jose Miguel Arrugaeta |url=https://www.berria.eus/paperekoa/1744/036/001/2017-11-12/literatura_izan_da_nire_barrenerainoko_bidaia_zein_naizen_jakiteko.htm |titel=Literatura izan da nire barrenerainoko bidaia, zein naizen jakiteko |titelerg=Literatur war meine innerste Reise, um herauszufinden, wer ich bin |datum=2017-11-12 |sprache=eu |abruf=2023-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Großbritannien, Salim Barakat und Faraj Bayrakdar (* 1951) in Schweden, Mustafa Khalifa, [[Samar Yazbek]] (* 1970) und [[Omar Youssef Souleimane]] (* 1987)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |last=Kaminski |first=Volker |title=Roman Der letzte Syrer: Ein Traum von Freiheit |language= |date=2023-08-15 |url=https://qantara.de/artikel/roman-der-letzte-syrer%E2%80%9C%C2%A0-ein-traum-von-freiheit%C2%A0 |website=qantara.de |access-date=2024-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Frankreich, sowie [[Nihad Siris]] (* 1950), [[Ali Al-Kurdi]] (* 1953), [[Yassin al-Haj Saleh|Yassin al Haj-Saleh]] (* 1961), [[Jan Dost]] (* 1965), [[Najat Abed Alsamad]] (* 1967), [[Aref Hamza]] (* 1974), [[Osama Esber]] (* 1963), [[Rosa Yassin Hassan]] (* 1974), [[Liwaa Yazji]] (* 1977), [[Aboud Saeed]] (*&amp;amp;nbsp;1983), [[Rasha Abbas]] (* 1984), [[Widad Nabi]] (* 1985) und [[Lina Atfah]] (* 1989) in Deutschland. Nachdem diese Autoren meist auch im Exil in arabischer Sprache schreiben und publiziert werden, sind ihre Werke in Syrien verboten. Eine wachsende Anzahl ihrer Werke wurden in den Ländern ihres Exils übersetzt und publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mari Odoy |url=https://de.qantara.de/inhalt/syrische-literatur-in-deutscher-sprache-leidensgeschichten-sind-sexy |titel=Syrische Literatur in deutscher Sprache: „Leidensgeschichten sind sexy“ |hrsg=qantara.de |sprache=de |abruf=2023-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilliteratur in der Tschechoslowakei ===&lt;br /&gt;
In der Tschechoslowakei gab es im 20. Jahrhundert gleich zwei große Emigrationswellen – und somit auch zweimal den ungewollten Nachschub für die Exilliteratur. Nach dem kommunistischen [[Februarumsturz]] 1948 verließen über 60.000 Tschechen und Slowaken ihr Land. Die Emigration hinterließ vor allem die liberale Zeitschrift [[Svědectví]] (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Zeugnis&amp;#039;&amp;#039;), die von [[Pavel Tigrid]] in [[Paris]] herausgegeben wurde. Nach dem Zerschlagen des [[Prager Frühling]]s im August 1968 verließen etwa 250.000 Einwohner das Land. Außer vielen Verlagen, die die verbotenen Werke tschechischer und slowakischer Schriftsteller herausgaben und von denen der 1971 in [[Toronto]] von [[Josef Škvorecký]] und seiner Frau [[Zdena Salivarová]] gegründete und von ihr geleitete [[68 Publishers]] der wichtigste war, entstanden die vor allem politisch agierenden Zeitschriften [[Listy]] (herausgegeben in [[Rom]] unter der Leitung von Jiří Pelikán) sowie die weitaus kleinere Zeitschrift [[informační materiály]] (herausgegeben anonym in [[West-Berlin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik und DDR ===&lt;br /&gt;
Die Werke in die [[Deutschland|BRD]] übergesiedelter Autoren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Günter Kunert]], [[Sarah Kirsch]], [[Jürgen Fuchs (Schriftsteller)|Jürgen Fuchs]]) aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] als Exilliteratur zu bezeichnen, ist umstritten. Diese Schriftsteller hatten im Westen oftmals weder Publikations- noch Sprachprobleme, wechselten mithin scheinbar vom kalten ins warme Wasser. Aber [[Wolf Biermann]] fasste seine Seelenlage als exilierter DDR-Schriftsteller in die drastischen Worte: &amp;#039;&amp;#039;Vom Regen in die Jauche.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilliteratur in den Vereinigten Staaten ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|New Yorker Gruppe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachige Literatur von Migranten ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Interkulturelle Literatur}}&lt;br /&gt;
Auch wenn die Gründe für die Zuflucht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz jenen der Exilliteratur ähneln können, zählt ihre [[interkulturelle Literatur]] in deutscher Sprache zur [[Gegenwartsliteratur]] in den betreffenden Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carmine Gino Chiellino|Carmine Chiellino]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Interkulturelle Literatur in Deutschland. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eva Bloch u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe und Autoren ostmitteleuropäischer Exilliteraturen 1945–1989. Ein Beitrag zur Systematisierung und Typologisierung&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08389-8.&lt;br /&gt;
* [[Siglinde Bolbecher]], [[Konstantin Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der österreichischen Exilliteratur.&amp;#039;&amp;#039; Deuticke, Wien 2000, ISBN 3-216-30548-1.&lt;br /&gt;
* Richard Drews, [[Alfred Kantorowicz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verboten und verbrannt. Deutsche Literatur 12 Jahre unterdrückt&amp;#039;&amp;#039;, Heinz Ullstein, Kindler, Berlin / München 1947 ({{DNB|450999203}}); NA: 1983, ISBN 3-463-00860-2.&lt;br /&gt;
* Manfred Durzak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Exilliteratur 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Reclam jun., Stuttgart 1973, ISBN 3-15-010225-1.&lt;br /&gt;
* Brita Eckert: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Exilforschung in der Bundesrepublik Deutschland bis 1975. Ein Überblick&amp;#039;&amp;#039; [https://literaturkritik.de/public/artikel.php?art_id=1397&amp;amp;ausgabe=51 (22.05.2020)]. In: Sabine Koloch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1968 in der deutschen Literaturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (Webprojekt auf literaturkritik.de unter dem Menüpunkt Archiv/Sonderausgaben, Laufzeit 2018–2020, Beitrag zur Themengruppe „Nachkriegsgermanistik in der Kritik“).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Emmerich: &amp;#039;&amp;#039;Lyrik des Exils&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 1985, ISBN 978-3-15-008089-4.&lt;br /&gt;
* [[Konrad Feilchenfeldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Exilliteratur 1933–1945. Kommentar zu einer Epoche&amp;#039;&amp;#039;, Winkler, München 1986, ISBN 3-538-07040-7.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hammes]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzähl mir vom Süden&amp;#039;&amp;#039;. Mit zahlreichen Beiträgen zu Leben und Werk deutschsprachiger Exilautoren insbesondere in [[Sanary-sur-Mer]] und [[Marseille]]. Wunderhorn, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-88423-230-9.&lt;br /&gt;
* Ludwig Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Literatur im Exil 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Sieben Bände, Reclam, Leipzig 1987, ISBN 3-379-00229-1.&lt;br /&gt;
* Carsten Jakobi: &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Sieg über den [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]]. Darstellung und Deutung der nationalsozialistischen Judenverfolgung im deutschsprachigen Zeitstück des Exils 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2005, ISBN 3-484-35106-3.&lt;br /&gt;
* [[jour fixe initiative berlin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fluchtlinien des Exils&amp;#039;&amp;#039;. [[Unrast Verlag|Unrast]], Münster 2004, ISBN 3-89771-431-0.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Koebner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Publizistik im Exil und andere Themen.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). edition text &amp;amp; kritik, München 1989, ISBN 3-88377-321-2.&lt;br /&gt;
* Wolf Köpcke, Michael Winkler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exilliteratur 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftlich Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-01756-0.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Köster]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exil-Literatur 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; Ausstellung der Deutschen Bibliothek, Frankfurt am Main, Mai bis August 1965 (Sonderveröffentlichung der Deutschen Bibliothek Nr. 1). Kommissionsverlag der Buchhändler-Vereinigung Frankfurt am Main 1965.&lt;br /&gt;
* Martin Mauthner: &amp;#039;&amp;#039;German Writers in French Exile, 1933–1940&amp;#039;&amp;#039;, Vallentine Mitchell, London 2007, ISBN 978-0-85303-540-4.&lt;br /&gt;
* Avid Pike: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schriftsteller im sowjetischen Exil 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-518-03856-7.&lt;br /&gt;
* Valerie Popp: &amp;#039;&amp;#039;„Aber hier war alles anders …“ Amerikabilder der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1939 in den USA&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen und Neumann, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8260-3831-0.&lt;br /&gt;
* Birgit Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Partei das Volk entdeckt. [[Anna Seghers]], [[Bodo Uhse]], [[Ludwig Renn]] u.&amp;amp;nbsp;a. Ein kritischer Beitrag zur Volksfrontideologie und ihrer Literatur&amp;#039;&amp;#039;. [[Unrast Verlag|Unsrast]], Münster 2002, ISBN 3-89771-412-4 ([[Dissertation]] [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] 2001 unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;…, der wäre kein Mensch, wenn er sein Land nicht liebte?&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Claudia Schoppmann (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Im Fluchtgepäck die Sprache. Deutschsprachige Schriftstellerinnen im Exil&amp;#039;&amp;#039; Orlanda-Frauenverlag, Berlin 1991, ISBN 3-922166-78-4 und Fischer TB 1995, ISBN 3-596-12318-6.&lt;br /&gt;
* Hans J. Schütz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen. Vergessene und verkannte Autoren des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck, München 1988, ISBN 3-406-33308-7.&lt;br /&gt;
* Jürgen Serke: &amp;#039;&amp;#039;Die verbrannten Dichter.&amp;#039;&amp;#039; Mit Fotos von Wilfried Bauer. Beltz &amp;amp; Gelberg, Weinheim/Basel 1979, ISBN 3-407-80757-0.&lt;br /&gt;
* Peter Stahlberger: &amp;#039;&amp;#039;Der Zürcher Verleger Emil Oprecht und die deutsche politische Emigration, 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort von [[Jean Rudolf von Salis]]. Europa Verlag, Zürich 1970, {{DNB|458210978}} (Dissertation Universität Zürich, Philosophische Fakultät I, Zürich 1970. 407 Seiten, 8).&lt;br /&gt;
* Wilhelm Sternfeld, Eva Tiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Exilliteratur 1933–1945, Eine Bio-Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;, Lambert Schneider, Heidelberg 1970 ({{DNB|458233188}}).&lt;br /&gt;
* Hans-Albert Walter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; Deutsche Exilliteratur 1933–1950&amp;#039;&amp;#039;, Band 7 Exilpresse, Sammlung Luchterhand 1974, ISBN 3-472-61136-7.&lt;br /&gt;
* Ruth Werfel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gehetzt. [[Vichy-Regime|Südfrankreich]] 1940. Deutsche Literaten im Exil&amp;#039;&amp;#039;. [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]] Libro, Zürich 2007, ISBN 3-03823-308-0 und Fink, München 2008, ISBN 978-3-7705-4573-5.&lt;br /&gt;
* Klaus Ulrich Werner: &amp;#039;&amp;#039;Dichter-Exil und Dichter-Roman. Studien zur verdeckten Exilthematik in der deutschen Exilliteratur 1933-1945&amp;#039;&amp;#039;, Lang, Frankfurt/M. 1987, ISBN 3-8204-8685-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Exil in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
* [[Liste bekannter deutschsprachiger Emigranten und Exilanten (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
* [[Literatur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
* [[Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur]]&lt;br /&gt;
* [[Liste amerikanischer Auslandsautoren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Exilliteratur}}&lt;br /&gt;
* [http://deposit.ddb.de/online/exil/exil.htm Exilpresse digital. Deutsche Exilzeitschriften 1933–1945]&lt;br /&gt;
* [http://www.nilsole.net/referate/exilliteratur-deutscher-autorinnen-und-autoren-1933-bis-1945/ Vortrag über Exilliteratur deutscher Autorinnen und Autoren zwischen 1933 und 1945]&lt;br /&gt;
* [http://www.xlibris.de/Epochen/Exil Literatur im Exil]&lt;br /&gt;
* [http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/deutsche-exilpresse-1933-1945/ Shoa.de: Deutsche Exilpresse]&lt;br /&gt;
* [http://exil.mako-home.de/ Die Verscheuchten. Leben der Schriftsteller im Exil]&lt;br /&gt;
* [http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,277.html Texte zum Thema „Exil“ von der jour fixe initiative berlin]&lt;br /&gt;
* [http://www.exilforschung.ac.at/ Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge)]&lt;br /&gt;
* [http://www.exilforschung.de/ Gesellschaft für Exilforschung]&lt;br /&gt;
* [http://resistanceallemande.online.fr/biblioall.htm Literaturliste (insbes. letzter Abschnitt) „Exil und Résistance“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notizen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilliteratur| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien und Migration]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Munfarid1</name></author>
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