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	<title>Exergone und endergone Reaktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:18:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Exergone_und_endergone_Reaktion&amp;diff=140030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boehm: typog</title>
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		<updated>2025-07-18T10:13:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typog&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Chemische Reaktion]]en werden in Bezug darauf, ob die [[Gibbs-Energie|freie Enthalpie]]&amp;amp;nbsp;G der an der Reaktion beteiligten Komponenten ab- oder zunimmt, als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exergone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bzw. exergonische) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;endergone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bzw. endergonische) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reaktionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Florian Horn&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Florian Horn | Titel=Biochemie des Menschen das Lehrbuch für das Medizinstudium | Verlag=Georg Thieme Verlag | ISBN=978-3-13-130884-9 | Jahr=2009 | Online={{Google Buch | BuchID=U6_elMWl2_UC | Seite=63 }} | Seiten=63 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* exergon:  &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G &amp;lt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* endergon: &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Begriffe sind nicht mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[exotherm]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Endotherme Reaktion|endotherm]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu verwechseln (siehe unten sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Exothermer Vorgang#Abgrenzung|Abgrenzung]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exergone und endergone Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Exergone Reaktionen können spontan („freiwillig“) ablaufen, wenn die Reaktionsgeschwindigkeit hinreichend groß ist, um die Reaktion als beobachtbar bezeichnen zu können (s. [[Reaktionskinetik]]). Endergone Reaktionen laufen nicht spontan.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Stephan, K. Schaber, K. Stephan, F. Mayinger: &amp;#039;&amp;#039;Thermodynamik - Grundlagen und technische Anwendungen - Band 2: Mehrstoffsysteme und chemische Reaktionen&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage, Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-540-36709-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine endergone Reaktion ist die Entstehung eines [[Protein]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ulf Dettmer und Malte Folkerts&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Ulf Dettmer und Malte Folkerts | Titel=Biochemie | Verlag=Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer Verlag | ISBN=978-3-437-44450-0 | Jahr=2005 | Online={{Google Buch | BuchID=6SqwILsGHDwC | Seite=6 }} | Seiten=6 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; in einer [[Wässrige Lösung|wässrigen Lösung]] von [[Aminosäure]]n. Sie kann allein nicht spontan ablaufen, kann aber als Teilreaktion realisiert werden, wenn sie an andere, exergone Teilreaktionen gekoppelt wird, so dass in der Summe das [[Vorzeichen (Zahl)|Vorzeichen]] von &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G&amp;lt;/math&amp;gt; negativ ist. In [[Biologie|biologischen Systemen]] gelingt dies meist durch die [[Hydrolyse]] von [[Adenosintriphosphat|ATP]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;H.A. Harper, G. Löffler, P.E. Petrides, L. Weiss&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=H.A. Harper, G. Löffler, P.E. Petrides, L. Weiss | Titel=Physiologische Chemie Eine Einführung in die medizinische Biochemie für Studierende der Medizin und Ärzte | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-662-09766-3 | Jahr=2013 | Online={{Google Buch | BuchID=NzmzBgAAQBAJ | Seite=257 }} | Seiten=257 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die [[Rückreaktion]] einer endergonen Reaktion stets exergon ist (und umgekehrt), sollten Proteine eigentlich spontan wieder in ihre Aminosäuren zerfallen. Allerdings ist die Geschwindigkeit der Zerfallsreaktion unter [[physiologisch]]en Bedingungen so klein, dass sie vernachlässigt werden kann, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Peptidbindung]]en sind in diesem Fall &amp;#039;&amp;#039;kinetisch stabil&amp;#039;&amp;#039; (oder: &amp;#039;&amp;#039;metastabil&amp;#039;&amp;#039;). Hier entscheidet also ein Kriterium aus der Reaktionskinetik darüber, ob die Reaktion spontan abläuft, präziser: beobachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systeme streben stets dem [[Chemisches Gleichgewicht|Gleichgewichtszustand]] zu, weil hier die freie Enthalpie den minimalen Wert annimmt. Hat ein System sein Gleichgewicht erreicht, so verändern sich die [[Konzentration (Chemie)|Konzentrationen]] der Reaktionspartner nicht mehr, weil &amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039; auf keinem Weg weiter verringert werden kann, und es gilt &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G = 0 &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Ablaufen einer Reaktion ist hypothetisch, da jede Reaktion nur bis zum chemischen Gleichgewicht läuft. &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine wichtige Größe, da sie mit der allgemeinen thermodynamischen [[Gleichgewichtskonstante]]n &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; in folgendem Zusammenhang steht:&amp;lt;ref&amp;gt;Walter J. Moore; &amp;quot;Grundlagen der physikalischen Chemie&amp;quot;, Walter de Gruyter, 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K = \exp \left( \frac{-\Delta_\mathrm{R} G}{R \cdot T} \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* der [[Gaskonstante]]&amp;amp;nbsp;R&lt;br /&gt;
* der [[absolute Temperatur|absoluten Temperatur]]&amp;amp;nbsp;T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung der freien Reaktionsenthalpie ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G&amp;lt;/math&amp;gt; ist gegeben durch folgende Beziehung (oft auch als [[Gibbs-Helmholtz-Gleichung]] bezeichnet):&amp;lt;ref name=&amp;quot;Florian Horn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta_\mathrm{R} G = \Delta_\mathrm{R} H - T \cdot \Delta_\mathrm{R} S&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G&amp;lt;/math&amp;gt;: molare [[freie Reaktionsenthalpie]]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} H&amp;lt;/math&amp;gt;: molare [[Reaktionsenthalpie]] (d.&amp;amp;nbsp;h. Änderung der [[Enthalpie]] der Stoffe bei Ablaufen der Reaktion)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} S&amp;lt;/math&amp;gt;: molare Reaktionsentropie (d.&amp;amp;nbsp;h. Änderung der [[Entropie]] der Stoffe bei Ablaufen der Reaktion, s. Entropie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {\Delta}_\mathrm{R} G^0&amp;lt;/math&amp;gt; kann direkt mit Hilfe tabellierter Werte (Standard-Reaktionsenthalpien &amp;lt;math&amp;gt;\Delta H^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt; und Standard-Reaktionsentropien &amp;lt;math&amp;gt;\Delta S^{\circ}&amp;lt;/math&amp;gt;) für [[Standardbedingungen]] berechnet werden. Eine Umrechnung auf andere Temperaturen kann mit Hilfe der [[Van-’t-Hoff-Gleichung]] geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung der Gleichung Δ&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039; = Δ&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; · Δ&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
=== Thermodynamik der chemischen Reaktion ===&lt;br /&gt;
Triebkraft für das Ablaufen einer chemischen Reaktion ist die Zunahme der Entropie&amp;amp;nbsp;S im [[Universum (Astronomie)|Universum]] (&amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; zweiter Hauptsatz der [[Thermodynamik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man ein System, das keine Energie mit der Umgebung austauschen kann ([[abgeschlossenes System]]), so lautet die einzige Bedingung, die an einen spontan ablaufenden Vorgang zu stellen ist, &amp;lt;math&amp;gt; \Delta S_\text{abg} &amp;gt; 0 &amp;lt;/math&amp;gt;. Entscheidend ist dabei nicht, ob die einzelne Reaktion exergon oder endergon ist, sondern dass das System sich noch nicht im Gleichgewicht befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exotherme und endotherme Reaktion ===&lt;br /&gt;
Erlaubt man dem System den Austausch von Arbeit oder Wärme mit der Umgebung ([[Geschlossenes System]]), so muss zusätzlich die Entropieänderung in der Umgebung berücksichtigt werden. Diese kann erfasst werden über die Wärmeaufnahme, d.&amp;amp;nbsp;h., bei [[Isobare Zustandsänderung|isobaren Prozessen]], die Enthalpieänderung &amp;lt;math&amp;gt;\Delta H&amp;lt;/math&amp;gt; des Systems:&lt;br /&gt;
* als negativer Beitrag, wenn die Reaktion [[exotherm]] ist, Wärme an die Umgebung abgegeben wird und auf diese Weise in der Umwelt die Entropie zunimmt,&lt;br /&gt;
* als positiver Beitrag, wenn die Reaktion [[Endotherme Reaktion|endotherm]] verläuft und die Entropie in der Umwelt abnimmt, weil Wärme vom System aufgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik gilt dann für die Gesamtentropieänderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \Delta\mathrm{S}\ +\ \Delta\mathrm{S}_\text{Umg}\ =\ \Delta\mathrm{S}\ -\ \Delta\mathrm{H}/T\ &amp;gt;\ 0. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist gleichbedeutend mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \Delta\mathrm{H} -\ T\Delta\mathrm{S}\ = \Delta\mathrm{G}\ &amp;lt;\ 0. &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System strebt Zustände mit minimaler freier Enthalpie an, da dies der Zustand maximaler Entropie ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermodynamischer Prozess]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boehm</name></author>
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