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	<title>Ex ante - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:36:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ex_ante&amp;diff=61649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pemba.mpimaji: /* Wirtschaftswissenschaften */</title>
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		<updated>2023-12-03T06:52:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wirtschaftswissenschaften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:ex ante}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ex ante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[zeit]]liche Perspektive in [[Analyse]]n oder [[Beurteilung]]en, die künftige [[Ereignis]]se, [[Sachverhalt]]e oder [[Zustand (Physik)|Zustände]] bewerten sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ex ante&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „im Voraus, von vornherein“;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[ex post]]&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in „im Nachhinein, nachträglich“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Köbler, &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide [[latein]]ischen Wortpaare betreffen den [[Zeitpunkt]], an welchem ein Ereignis oder Sachverhalt betrachtet wird. Soll beispielsweise die künftige [[Marktentwicklung]] eines [[Börsenkurs]]es prognostiziert werden, liegt eine Ex-ante-Analyse vor. Wie sich später der Börsenkurs rückwirkend betrachtet in der Vergangenheit tatsächlich verändert hat, ist hingegen Aufgabe einer Ex-post-Analyse. Insbesondere [[Rechtswissenschaft]] und [[Wirtschaftswissenschaft]]en befassen sich häufig mit diesen zeitlichen Perspektiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtswissenschaft ==&lt;br /&gt;
In der [[Juristische Fachsprache|juristischen Fachsprache]] bezeichnet der Begriff eine Beurteilung aus früherer Sicht. Beispielsweise wird im [[Insolvenzrecht (Deutschland)|deutschen Insolvenzrecht]] der [[Gläubigerschutz]] präventiv („ex ante“) und nachträglich („ex post“) betrieben. Als Zeitpunkt gilt hierbei etwa die [[Unternehmenskrise]] oder der [[Insolvenzrecht (Deutschland)#Antrag auf Eröffnung|Insolvenzantrag]] des [[Unternehmen]]s. Dem präventiven Gläubigerschutz dienen beispielsweise [[Ausschüttungssperre]], [[Mindestkapital]] oder [[Kreditsicherheit]]en und sonstige Maßnahmen (etwa [[Sanierung (Wirtschaft)|Sanierung]]), um einer Krise der Gesellschaft vorzubeugen. Ist das Unternehmen in die [[Insolvenz]] geraten, greift noch der „ex post“-Gläubigerschutz wie etwa die [[Eigenkapitalersetzendes Darlehen|Eigenkapitalersatzregeln]] ({{§|39|inso|juris}} Abs. 1 [[InsO]]), [[Aussonderungsrecht]] ({{§|47|inso|juris}} InsO) oder die [[Insolvenzanfechtung (Deutschland)|Insolvenzanfechtung]] (etwa aus {{§|135|inso|juris}} Abs. 1 InsO). Erkennbar ist eine Entwicklung, den Gläubigerschutz „ex post“ in das Stadium der Insolvenz zu verlagern.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Weber, &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftsrecht und Gläubigerschutz im Internationalen Zivilverfahrensrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2011, [https://books.google.de/books?id=tI4aqTGYHN8C&amp;amp;pg=PA106&amp;amp;dq=Gl%C3%A4ubigerschutz+%E2%80%9Eex+ante%E2%80%9C&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjyj9XEgIXvAhXkwQIHHfrcA0EQuwUwAHoECAEQBw#v=onepage&amp;amp;q=Gl%C3%A4ubigerschutz%20%E2%80%9Eex%20ante%E2%80%9C&amp;amp;f=false S. 106].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Insolvenzrecht (Vereinigte Staaten)|US-Insolvenzrecht]] findet der Gläubigerschutz überwiegend „ex post“ über das Eigenkapitalersatzrecht (§ 519 c US Bankruptcy Code), die [[Durchgriffshaftung]], die Insolvenzanfechtung und über Treuepflichten der [[Unternehmensführung]] gegenüber den Gläubigern statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Haug, &amp;#039;&amp;#039;Ex-post-Gläubigerschutz in der private company limited by shares&amp;#039;&amp;#039;, 2009, [https://books.google.de/books?id=p4TVqPgc4lIC&amp;amp;pg=PA42&amp;amp;dq=%22ex+post%22+recht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjpjurX8oDvAhWEPOwKHfIjDOs4ChC7BTAJegQIBBAH#v=onepage&amp;amp;q=%22ex%20post%22%20&amp;amp;f=false S. 52].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftswissenschaften ==&lt;br /&gt;
Zur Kennzeichnung der unterschiedlichen Betrachtungsweisen führte die Wirtschaftswissenschaft das Begriffspaar „ex ante“ und „ex post“ in die Theorie ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2004, S. 2824&amp;lt;/ref&amp;gt; Ex-ante-Größen sind entsprechend am Anfang einer [[Rechnungsperiode]] erwartete oder geplante Größen, Ex-post-Größen sind am Ende der Periode realisierte Größen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1997, S. 3623&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Wirtschaftswissenschaften kommt es unter anderem darauf an, zu welchem Zeitpunkt eine getroffene [[Entscheidung]] beurteilt wird. Zum Zeitpunkt der Entscheidung geht der [[Entscheidungsträger]] davon aus, dass die mit seiner Entscheidung verbundenen [[Erwartung (Psychologie)|Erwartungen]] sich in Zukunft erfüllen werden („ex ante“ Betrachtung); er hat hierzu die [[Eintrittswahrscheinlichkeit]]en künftiger Ereignisse geprüft. Hat sich die Entscheidung auf den [[Umweltzustand]] ausgewirkt, kann „ex post“ nachträglich beurteilt werden, ob und inwieweit sich die ökonomischen Größen tatsächlich durch die getroffene Entscheidung erwartungsgemäß verändert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fehlinvestition]]en sind das klassische Beispiel in den Wirtschaftswissenschaften für die Erklärung der ex ante- und ex post-Betrachtung. Bei einer [[Investition]]sentscheidung geht der Entscheidungsträger davon aus, dass die im [[Investitionsplan]] enthaltenen Erwartungen auch eintreffen werden („ex ante“). Bei einer [[Erweiterungsinvestition]] wird beispielsweise erwartet, dass diese [[Vollbeschäftigung|voll ausgelastet]] wird. Die Entscheidung wird umgesetzt und zeigt sich in der [[Bilanz]] als Erhöhung des [[Anlagevermögen]]s. Später kommt es jedoch unerwartet zu einer [[Rezession]] mit einem [[Nachfrage]]rückgang, der eine [[Unterbeschäftigung]] der Investition mit sich bringt. Die [[Umsatzerlös]]e reichen nicht mehr zur [[Amortisation]] der Investition aus. Im Nachhinein („ex post“) stellt sich die Investitionsentscheidung als [[Fehlentscheidung]] und die Investition als Fehlinvestition heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die vergangene Entscheidung verursachten [[Kosten]] waren zum Entscheidungszeitpunkt („ex ante“) [[entscheidungsrelevante Kosten]] und werden dann zu [[versunkene Kosten|versunkenen Kosten]], wenn auf sie in einer gegenwärtigen oder künftigen Entscheidungssituation nicht mehr [[Einfluss]] ausgeübt werden kann und sie sich nachträglich als irreversible Kosten herausstellen („ex post“).&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Wördenweber, &amp;#039;&amp;#039;Kennzahlen und Verfahren der Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2020, [https://books.google.de/books?id=yM3TDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=Versunkene+Kosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi9l_yG34DvAhVH-yoKHQZbCNkQuwUwAHoECAIQBw#v=onepage&amp;amp;q=Versunkene%20Kosten&amp;amp;f=false S. 46].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Abweichungsanalyse]]n werden vor allem zwei Abweichungen untersucht, die Ex-ante- und die Ex-post-Abweichungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Operations Research e. V. (Hrsg.), Dietrich Ohse/August C. Esprester/Hans-Ulrich Küpper/Paul Stähly/Helmut Steckhan, &amp;#039;&amp;#039;Vorträge der 13. Jahrestagung&amp;#039;&amp;#039;, 1985, [https://books.google.de/books?id=tfuoBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA107&amp;amp;dq=%22ex-post-gr%C3%B6%C3%9Fen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj4j9Swm4XvAhWBCewKHeSoDLoQuwUwA3oECAEQBg#v=onepage&amp;amp;q=%22ex-post-gr%C3%B6%C3%9Fen&amp;amp;f=false S. 107].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ex-ante-Abweichungen&amp;#039;&amp;#039; sind die Unterschiede aus dem Vergleich geplanter Größen und den später beobachteten Ist-Größen. &amp;#039;&amp;#039;Ex-post-Abweichungen&amp;#039;&amp;#039; sind die Differenzen aus im Nachhinein festgelegten Größen und den Ist-Größen derselben Periode. Diese Unterscheidung spielt unter anderem bei der [[Preisabweichung]] eine Rolle, wo die Differenz zwischen den [[Istkosten|Ist-]] und den [[Sollkosten]], also zwischen geplanten und tatsächlichen Kosten der [[Produktionsfaktor]]en&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang G. Walter/Isabella Wünsche, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die moderne Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[ex nunc]] („von nun an“)&lt;br /&gt;
* [[ex tunc]] („von Anfang an“)&lt;br /&gt;
* [[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
* [[Rückschaufehler]], schränkt die Qualität einer Ex-ante-Sicht ein, soweit er auftritt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|ex ante}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7696527-2}} &lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitpunkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pemba.mpimaji</name></author>
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