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	<title>Ewald Ernst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:28:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2024-07-01T11:00:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ewald Ernst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juni]] [[1921]] in [[Bonn]]; † [[24. Juni]] [[2001]] Bonn) war ein [[Deutsche|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]) und [[Fraktion (Politik)|Fraktionsgeschäftsführer]] im [[Sachsen-Anhalt]]ischen [[Landtag (SBZ)|Landtag]]. Unter dem Vorwurf der Spionage vom [[Sowjetunion|sowjetischen]] Geheimdienst [[NKWD]] verhaftet, verbrachte er 82 Monate in politischer Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ewald Ernst wurde 1921 als eines von drei Kindern eines [[Ingenieur]]s geboren. Als ältestes Kind der Familie erhielt er den Namen des Vaters. Seine Kindheit verbrachte Ernst in [[Bad Godesberg]]. 1939 wurde er als [[technischer Zeichner]] dienstverpflichtet und arbeitete wie sein Vater für die [[Junkers Flugzeug- und Motorenwerke]] in [[Dessau]]. Im April 1942 erfolgte seine Einberufung zur [[Wehrmacht]]. Obwohl zum Funker ausgebildet, wurde er weiter als technischer Zeichner für eine [[Kiel]]er Firma eingesetzt. Erst Ende 1944 wurde er nach [[Königgrätz]] versetzt, wo er im Mai 1945 als Funknachrichten-[[Obergefreiter]] in [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg#Deutsche Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenenschaft|sowjetische Kriegsgefangenschaft]] geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1945 wurde er entlassen und nahm seine Tätigkeit als technischer Zeichner für die Junkerswerke wieder auf. Da er schon als Kind lieber katholischer Priester werden wollte, schloss er sich dem „Arbeitskreis junger Katholiken“ der CDU in Dessau an. Einen Beitritt zur [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] lehnte er hingegen ab. Als Vertreter der Jugend wurde er im Februar 1946 in den Vorstand der CDU-Dessau gewählt und stieg bis April zum hauptamtlichen Jugendreferenten des CDU-Landesverbands Sachsen-Anhalt auf. Auf dem Parteitag Ende April 1946 wurde Ernst in den Landesvorstand der Partei gewählt. Als Delegierter nahm er im Juni 1946 am ersten Parteitag der CDU in [[Berlin]] teil und vertrat fortan die [[Junge Union]] im Vorstand der Partei. Bei der Landtagswahl am 20. Oktober 1946 errang die CDU trotz umfangreicher Behinderungen 21,8 % der Stimmen und Ewald zog als jüngster Abgeordneter über die [[Landesliste]] in den Landtag ein. Dort übernahm er den Posten des Fraktionsgeschäftsführers und [[Schriftführer]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gesprächen mit [[Konrad Graf von Preysing|Konrad Kardinal von Preysing]] sowie dem [[Vereinigte Staaten|amerikanischen]] Jungoffizier Janssen erhielt Ernst umfangreiche Berichte über die Verfolgungen, Rechtsverletzungen und Verhaftungen in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]]. Von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetischen Militäradministration]] erhielt Ernst im Januar 1947 keine Reiseerlaubnis für das 1. Deutschlandtreffen der Jungen Union in [[Königstein im Taunus|Königstein]]. Stattdessen wurde er trotz seiner Immunität als Landtagsabgeordneter am 16. März unweit seiner Wohnung von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet. Er wurde ins NKWD-Untersuchungsgefängnis [[Potsdam]]-Lindenstraße eingeliefert, wo er auf weitere verhaftete [[Christdemokratie|Christdemokraten]] traf. In mehrstündigen Verhören mit physischer [[Folter]] beschuldigte man Ernst der Spionage für die Amerikaner. Im April 1947 wurde er ins zentrale Untersuchungsgefängnis nach [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen|Hohenschönhausen]] verlegt. Im sogenannten „U-Boot“ wurde er 20 Monate lang in einer 5&amp;amp;nbsp;m² großen, fensterlosen Zelle in strenger [[Isolationshaft]] gehalten. Am 13. Dezember 1948 wurde in [[Berlin-Lichtenberg]] der Prozess gegen Ernst und sechs weitere Angeklagte eröffnet. Ernst wurde zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt und in die [[Justizvollzugsanstalt Bautzen|Haftanstalt Bautzen I]] verlegt. Nach fünfjähriger Haft wurde er am 18. Januar 1954 infolge einer [[Amnestie]] in die [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik]] entlassen. Dort nahm er 1957 eine Stelle als Referent im [[Hessisches Sozialministerium|hessischen Sozialministerium]] an. Von 1963 bis zu seiner Pensionierung war er [[Oberamtsrat]] im [[Bundesministerium für Soziales]] in Bonn. In der Bundesrepublik kandidierte er für die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] bei der [[Bundestagswahl 1957]] erfolglos auf der hessischen Landesliste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Ernst, Ewald |Fundstelle=E |Seiten=276 |KBytes=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für seinen Einsatz für eine bessere Versorgung kranker und behinderter Menschen wurde er am 13. Januar 1981 mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft Bundespräsidialamt&amp;lt;/ref&amp;gt; 1994 wurde er vom [[Russland|russischen]] Generalstaatsanwalt als „Opfer politischer Repression“ [[Rehabilitation|rehabilitiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Bad Godesberg, 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein guter Kampf. Fakten, Daten, Erinnerungen 1945-1954.&amp;#039;&amp;#039; Konrad-Adenauer-Stiftung 1998, ISBN 3-89665-116-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stille einer Grabkammer.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hubertus Knabe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gefangen in Hohenschönhausen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 60–67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brigitte Kaff: &amp;#039;&amp;#039;Ewald Ernst.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl Wilhelm Fricke]], [[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]], [[Johannes Tuchel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Opposition und Widerstand in der DDR, politische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2002 (Beck’sche Reihe; 1479), ISBN 3-406-47619-8, S. 25–30.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ewald Ernst inhaftiert von März 1947 bis Januar 1954.&amp;#039;&amp;#039; In: Susanne Hattig, [[Silke Klewin]], Cornelia Liebold, Jörg Morré: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Speziallagers Bautzen. 1945–1956. Katalog zur Ausstellung der Gedenkstätte Bautzen.&amp;#039;&amp;#039; Dresden, Sandstein 2004, ISBN 3-937602-29-1, S. 71–74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stiftung-hsh.de/geschichte/sowjet-gefaengnis/haftschicksale/ewald-ernst/ Kurzbiografie Ewald Ernsts mit Foto]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120715074|VIAF=74315632|LCCN=n/99/041594}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ernst, Ewald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Anhalt 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines Justizirrtums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speziallagerhäftling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ernst, Ewald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU) und Opfer politischer Repression in der sowjetischen Besatzungszone&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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