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	<title>Ewald Bucher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:05:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ewald_Bucher&amp;diff=56119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pessottino: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-01-31T10:00:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F017420-0020, Bucher, Ewald cropped.jpg|mini|Bucher (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ewald Bucher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Juli]] [[1914]] in [[Rottenburg am Neckar]]; † [[31. Oktober]] [[1991]] in [[Mutlangen]]) war ein deutscher Politiker ([[Freie Demokratische Partei|FDP]]/[[Demokratische Volkspartei|DVP]]). Er war von 1962 bis 1965 [[Bundesministerium der Justiz|Bundesminister der Justiz]] und von 1965 bis 1966 [[Bundesministerium für Wohnungswesen und Städtebau|Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Bucher, der [[römisch-katholisch]]en Glaubens war, besuchte nach der Volksschule zunächst das [[Progymnasium]] in Rottenburg am Neckar und dann das [[Realgymnasium]] in [[Schwäbisch Gmünd]].&lt;br /&gt;
Nach dem  1933 absolvierte er ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], welches er 1937 mit dem ersten juristischen [[Staatsexamen]] beendete. Von 1933 bis 1934 war er Mitglied der [[katholische Studentenverbindung|katholischen Studentenverbindung]] [[AV Cheruskia Tübingen]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: &amp;#039;&amp;#039;Rezeptionen im CV. 1931 - 1938.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1996, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 folgten das zweite Staatsexamen und seine Promotion zum [[Doktor|Dr. jur.]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Juristen in der Frankfurter Nationalversammlung&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucher war von 1931 bis 1933 Mitglied des [[NS-Schülerbund]]es und wurde mit dem Goldenen Abzeichens der [[Hitler-Jugend]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46169719|Titel=Stichwort: Weißhaarig und katholisch|Jahr=1964|Nr=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war er Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und der [[Sturmabteilung|SA]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46173802|Titel=NS-Verbrechen – Verjährung: Gesundes Volksempfinden|Jahr=1965|Nr=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/mediathek/?contentArea=common&amp;amp;isLinkCallPlenar=1&amp;amp;categorie=Plenarsitzung&amp;amp;action=search&amp;amp;instance=m187&amp;amp;mask=search&amp;amp;ids=2002314 Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, 204. Sitzung vom 8. November 2012, PDF-Dokument 17/8134 &amp;#039;&amp;#039;Umgang mit der NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 bis 1944 nahm er als Soldat am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil, zuletzt war er [[Batterie (Militär)|Batteriechef]] und [[Leutnant]] der Reserve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nachkriegszeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1953 war Bucher als [[Rechtsanwalt]] in Schwäbisch Gmünd tätig, wobei er durch die [[Entnazifizierung]] zwischenzeitlich 18 Monate [[Berufsverbot]] hatte. 1951 wurde Bucher Geschäftsführer des Landesverbandes der württembergischen Gewerbe- und Handelsvereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 trat Bucher der DVP bei und wurde 1952 Kreisvorsitzender in Schwäbisch Gmünd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bundespolitik ==&lt;br /&gt;
=== Bundestagsabgeordneter ===&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1969 war Bucher [[Mitglied des Deutschen Bundestages|Abgeordneter]] im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]]. Von Ende 1956 bis zum 13. Dezember 1962 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-[[Fraktion (Bundestag)|Bundestagsfraktion]]. Von 1957 bis zu seiner Ernennung zum Bundesminister 1962 war er stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestages. Ebenfalls 1957 wurde er in den [[FDP-Bundesvorstand]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 klagte er gemeinsam mit den [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Abgeordneten [[Adolf Arndt]], [[Holger Börner]] und [[Gustav Heinemann]] vergeblich vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] gegen Beschlüsse des Bundestages zur Redezeitbegrenzung. Die Parlamentarier wurden dabei von [[Karl Weber (Politiker, 1898)|Karl Weber]] vertreten, der später sein Nachfolger als Bundesjustizminister werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Am 11. Dezember 1962 wurde Bucher als [[Bundesministerium der Justiz|Bundesminister der Justiz]] in die von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Konrad Adenauer]] geführte [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] berufen. Er behielt dieses Amt auch unter Bundeskanzler [[Ludwig Erhard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Verjährungsdebatte]] konnte Bucher sich nicht durchsetzen. Die in der NS-Zeit begangenen Morde unterlagen der 20-jährigen Verjährungsfrist und hätten damit ab dem 8. Mai 1965 nicht mehr verfolgt werden können. Bucher hielt die Verjährungsfristen für [[materielles Recht]] und daher nicht für nachträglich verlängerbar, da dies dem Grundsatz &amp;#039;&amp;#039;nulla poena sine lege&amp;#039;&amp;#039; widerspreche. Die gegen seinen Willen durchgesetzte Verlegung des Stichtages vom 8. Mai 1945 auf den 1. Januar 1950 ermöglichte die Verfolgung der NS-Morde für zunächst weitere fünf Jahre. Wegen dieser Entscheidung trat Bucher am 26. März 1965 als Bundesminister der Justiz zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Benjamin Stahl |url=https://www.das-parlament.de/2015/13/kehrseite/streit-um-ns-verbrechen |titel=Streit um NS-Verbrechen |werk=Das Parlament |hrsg=Deutscher Bundestag |datum=2015-03-23 |abruf=2024-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1964]] kandidierte Bucher als Kandidat der FDP gegen den Amtsinhaber [[Heinrich Lübke]]. Er unterlag mit 123 Stimmen bereits im ersten Wahlgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1965]] übernahm er dann am 26. Oktober 1965 die Leitung des [[Bundesministerium für Wohnungswesen und Städtebau|Bundesministeriums für Wohnungswesen und Städtebau]]. Am 28. Oktober 1966 trat er gemeinsam mit den übrigen FDP-Bundesministern von seinem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Spätere Jahre==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucher schied nach der [[Bundestagswahl 1969|Wahl 1969]] aus dem Bundestag aus. Im Kontext der Diskussion über die [[Ostverträge]] trat Bucher 1972 aus der FDP/DVP aus und war danach parteilos. 1984 trat er der CDU bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1967 bis 1991 übte Bucher leitende Tätigkeiten in Verbänden des Städtebaus und der Wohnungswirtschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucher war zeitweilig Mitglied im Kuratorium der [[Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Bucher erhielt 1964 den [[Orden wider den tierischen Ernst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Adenauer V]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Erhard I]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Erhard II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Juristen in der Frankfurter Nationalversammlung&amp;#039;&amp;#039;, jur. Diss., München 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Politik und Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1965, Heft 21, S. 3–9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mandatsverlust bei Parteiwechsel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Rechtspolitik]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Jg., 1971, Heft 8, S. 192.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen und Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Aufzeichnungen und Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). Boldt, Boppard am Rhein 1990, ISBN 3-7646-1901-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039;, durchgesehene und ergänzte Ausgabe, Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main 1965, S. 57f.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vierhaus]], [[Ludolf Herbst]] (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;A–M.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 108.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11866428X}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/4703774f-16b9-4d4f-bb56-a5da9e09e141/ Nachlass Bundesarchiv N 1087]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/11866428X/Bucher+Ewald Ewald Bucher bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11866428X|VIAF=54244512}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bucher, Ewald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Bundesvorstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rottenburg am Neckar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bucher, Ewald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP, DVP, CDU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Juli 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rottenburg am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Oktober 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mutlangen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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