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	<title>Evozierte Potentiale - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:56:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Evozierte_Potentiale&amp;diff=188918&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Medicus of Borg: MEP: Zwei Links korrigiert</title>
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		<updated>2025-04-30T13:03:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MEP: Zwei Links korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Evozierte Potentiale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;evocare&amp;#039;&amp;#039;, „herbeirufen“, „hervorrufen“ und &amp;#039;&amp;#039;potentia&amp;#039;&amp;#039;, „Stärke“, „Macht“) sind [[Potential (Physik)|Potentialunterschiede]] im [[Elektroenzephalografie|Elektroenzephalogramm]] (EEG), welche durch eine Reizung eines Sinnesorgans oder [[peripheres Nervensystem|peripheren Nervs]] ausgelöst werden. Im weiteren Sinn können alle gezielt ausgelösten elektrischen Phänomene im EEG als evozierte Potentiale verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messung ==&lt;br /&gt;
Jeder Sinnesreiz löst in den sensorischen Arealen der [[Großhirnrinde]] elektrische Potentialänderungen aus. Diese evozierten Potentiale sind mit der üblichen Technik jedoch nur mit wesentlich kleineren Amplituden als das spontan ablaufende EEG-Signal (1–15&amp;amp;nbsp;µV statt 50–100&amp;amp;nbsp;µV) zu erfassen. Um die evozierte Aktivität messen und darstellen zu können, werden mehrere Realisierungen eines evozierten Potentials [[Signalmittelung|gemittelt]]. Das EEG wird dabei als stochastisches Störsignal, das von dem Reiz unabhängig ist und dessen Mittelwert Null ist, betrachtet, während das interessierende evozierte Potential zeitlich an den Reiz gekoppelt ist. Es zeigt nach jedem Reiz den gleichen Verlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die wiederholte Darbietung eines Reizes und die Mittelung des nachfolgenden EEG-Segments strebt die reizunabhängige Aktivität gegen Null, während das reizbezogene evozierte Potential aufsummiert wird. Die Anzahl der in der Praxis notwendigen Realisierungen hängt von dem [[Signal-Rausch-Verhältnis]] ab und ist je nach Sinnesmodalität und physikalischen Charakteristika verschieden. Bei einem durch Lichtblitze ausgelösten Potential genügen etwa 50 Reize, während zur Messung der frühen akustischen Hirnstammpotentiale etwa 1000 bis 2000 Reize dargeboten werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung berücksichtigt die Form der Welle, die Wellenhöhe ([[Amplitude]]) und die Laufzeit (Latenz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;VEP&amp;#039;&amp;#039; – [[Visuell evoziertes Potential|Visuell evozierte Potentiale]] ermöglichen eine Beurteilung des [[Sehnerv]]en und der [[Sehbahn]] vor allem in der Verlaufsdiagnostik der [[Neuritis nervi optici|Optikusneuritis]] bei [[Multiple Sklerose|Multipler Sklerose]]. Bei der Untersuchung betrachtet der Patient ein Schachbrettmuster, das in Sekundenabständen seine Farben umdreht (schwarz wird zu weiß und umgekehrt). Es können beide Augen gleichzeitig oder auch einzeln stimuliert werden. Die dadurch ausgelösten elektrischen Potentiale in der Sehrinde ([[Visueller Cortex|okzipitaler Kortex]]) werden aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;AEP&amp;#039;&amp;#039; – [[Akustisch evozierte Potentiale]] ermöglichen eine Beurteilung der Hörbahn: von der [[Hörschnecke]] über den [[Hörnerv]] bis zum [[Hirnstamm]] ([[frühe akustisch evozierte Potentiale]]), weiter über das Mittelhirn ([[mittlere akustisch evozierte Potentiale]]), bis zum [[Auditiver Cortex|Hörcortex]] ([[späte akustisch evozierte Potentiale]] oder CERA (cortical evoked response audiometry)). Die FAEPs werden zum Beispiel zur Diagnostik von [[Akustikusneurinom]]en oder einer objektiven Hörschwellenbestimmung eingesetzt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;SEP&amp;#039;&amp;#039; – Somatisch evozierte Potentiale&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roche&amp;quot;&amp;gt;Roche Lexikon Medizin, 5.&amp;amp;nbsp;Auflage (online-Version) {{Webarchiv|url=http://www.roche.de/lexikon/index.htm?userInput=Suche%20im%20Roche%20Lexikon&amp;amp;loc=www.roche.de |wayback=20200811000833 |text=Suchbegriff &amp;lt;code&amp;gt;somatosensorisch e. P.&amp;lt;/code&amp;gt; |archiv-bot=2022-10-30 09:56:24 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch &amp;#039;&amp;#039;SSEP&amp;#039;&amp;#039; – [[Somatosensibel evozierte Potentiale]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot;&amp;gt;Pschyrembel Klinisches Wörterbuch Version&amp;amp;nbsp;2002 (elektronische Fassung der 258.&amp;amp;nbsp;Auflage), unter dem Stichwort &amp;lt;code&amp;gt;Potentiale, somatosensibel evozierte&amp;lt;/code&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; (als Anglizismus auch unpräzise „Somatosensorisch evozierte Potentiale“) ermöglichen eine Beurteilung der zentralen somatosensiblen Leitungsbahn und peripherer sensibler Nerven. Über eine Stimulationselektrode in der Nähe eines sensiblen Nerven werden wiederholte elektrische Reize gesetzt. Die Mess[[elektrode]]n werden an der Kopfhaut angebracht. Weitere Messelektroden können entlang des peripheren [[Nerv]]en und über den Reiz verarbeitenden Zentren des [[Rückenmark]]s und [[Gehirn]]s angebracht werden und messen deren elektrische Reaktion sowie die Laufzeit des Signals. Durch Vergleich der Laufzeiten und der Entfernungen kann dann bestimmt werden, in welchem Abschnitt eine etwaige Verzögerung des Signals aufgetreten ist ([[Etagendiagnostik]]). Typische Reizorte sind der [[Nervus tibialis]] am Bein oder der [[Nervus medianus]] an der Hand, aber auch der [[Nervus trigeminus|Gesichtsnerv]]. Die Methode ist auch für Träger von [[Herzschrittmacher]]n geeignet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;MEP&amp;#039;&amp;#039; – [[Motorisch evozierte Potentiale]] dienen in der Diagnostik vor allem der Bestimmung des Funktionszustands der des [[Pyramidales_System#Pyramidenbahn|cortikospinalen Trakts]], das heißt der bei der Ausführung von Willkürbewegungen benutzten Bahn von der [[Motorcortex|primär motorischen Hirnrinde]] bis beispielsweise zu den [[Motoneuron]]en im [[Rückenmark|Spinalmark]] und weiter über die peripher motorischen Nerven zum Muskel. MEP werden unter anderem eingesetzt zur Diagnostik der [[Amyotrophe Lateralsklerose|amyotrophischen Lateralsklerose]] (ALS) und der Multiplen Sklerose (MS). Die Methode verwendet die [[transkranielle Magnetstimulation]] (TMS). Sie darf in der Regel nicht bei Trägern von Herzschrittmachern angewendet werden.&lt;br /&gt;
Zudem gibt es auch [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorisch]] und [[Gleichgewichtsorgan|vestibulär]] evozierte Potentiale sowie solche, die durch Geschmacksreize hervorgerufen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ereigniskorrelierte Potentiale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurophysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in Phoniatrie und Pädaudiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Medicus of Borg</name></author>
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