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	<title>Evaporit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T10:49:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Evaporit&amp;diff=77420&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikiolo: /* Entstehung */ kein punkt in bildbeschriftungen mit kleiner/gliech einem satz</title>
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		<updated>2024-12-21T22:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; kein punkt in bildbeschriftungen mit kleiner/gliech einem satz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HaliteEncrustedCobbleDeadSea.JPG|mini|Ein salzumkrustetes Geröll vom Toten Meer ([[Israel]]), einem kleinen, rezenten Evaporitbecken]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Evaporit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|evaporo|de=ausdampfen‘, ‚ausdünsten}}) bezeichnet ein chemisches Sedimentgestein, das sich in [[Arides Klima|aridem Klima]] in Meeres- oder Seebecken durch [[Fällung|Ausfällung]] aufgrund einer verdunstungsbedingten Übersättigung des Wassers an gelösten Mineralen bildet. Sedimentabfolgen, die entweder einen hohen Anteil an Evaporiten besitzen oder fast ausschließlich aus Evaporiten bestehen, werden auch als [[Salinar]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evaporitgesteine bestehen aus den sogenannten Evaporitmineralen, bei denen es sich um relativ leicht lösliche Verbindungen aus den Mineralklassen der [[Systematik der Minerale#III Halogenide|Halogenide]] und [[Systematik der Minerale#VII Sulfate, Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate und Wolframate|Sulfate]] handelt. Die häufigsten Evaporitminerale sind [[Gips]] bzw. [[Anhydrit]] (beides [[Kalziumsulfat]]) und [[Halit]] ([[Natriumchlorid]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gypsum layers Caprock Canyons 2.JPG|mini|Schichten aus Fasergips in oberpermischen terrestrischen Rotsedimenten, [[Texas Panhandle|Panhandle-Texas]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sylvinite.jpg|mini|Sylvinitprobe aus blauem Halit mit weißlichen und rötlichen Halit- und/oder Sylvin-Einsprenglingen aus dem [[Uralkali]]-Bergwerk SKRU-2 in [[Solikamsk]], [[Region Perm]], Russland]]&lt;br /&gt;
Bei fortschreitender Eindampfung eines Meeres- oder Seebeckens werden die Minerale in Reihenfolge ihrer Löslichkeit, beginnend mit den am schwersten löslichen Mineralen, ausgefällt. Sie bilden dann eine Abfolge, die als Eindampfungs- oder Salinarzyklus bezeichnet wird. Das Gestein aus dem am schwersten löslichen Mineral bildet dabei im Idealfall die Basis eines Zyklus, und das Gestein aus den am leichtesten löslichen Mineralen bildet den oberen Abschluss (engl.: Top) eines Zyklus:&lt;br /&gt;
* Bei noch relativ geringer Konzentration fallen die [[Carbonate|Karbonate]] aus und bilden Kalkstein, der nachträglich oft in [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] umgewandelt worden ist. Da jedoch, über die jüngere Erdgeschichte hinweg und weltweit gesehen, die meisten Kalksteine nicht durch Ausfällung aus übersättigter Lösung entstehen, sondern direkt oder indirekt [[biogen]]en Ursprunges sind, zählt Kalkstein bzw. Dolomit nicht zu den Evaporiten im eigentlichen Sinn, sondern bildet innerhalb der chemischen Sedimente eine eigene Gesteinsfamilie. In einem am Beginn eines Eindampfungszyklus stehenden Evaporitbecken ist die Karbonatbildung vermutlich zunächst noch vorwiegend biogen und wird dann durch die zunehmend lebensfeindlicher werdenden Bedingungen von abiogener Ausfällung verdrängt.&lt;br /&gt;
* Das erste „richtige“ Evaporitgestein, das sich bei zunehmender Konzentration (auf das ca. 3,5-fache normalsalzigen Meerwassers, konzentriert in rund 25 % der ursprünglichen Wassermenge) bildet, ist Gips. Werden diese Gipsablagerungen später in größere Tiefe versenkt, verliert der Gips sein Kristallwasser und wird in Anhydrit umgewandelt. Unter extremen klimatischen Bedingungen kann Anhydrit aber auch direkt ausgefällt werden. Das weitgehend monomineralische Sedimentgestein wird Gipsgestein oder Gipsit bzw. Anhydritgestein oder Anhydritit genannt&lt;br /&gt;
* Als Nächstes fällt Halit aus (Konzentration auf das ca. 10-fache, konzentriert in rund 10 % der ursprünglichen Wassermenge). Das entsprechende, weitgehend monomineralische Sedimentgestein wird [[Steinsalz|Halitit]] genannt.&lt;br /&gt;
* Zuletzt (ab einer Konzentration auf mehr als das 100-fache, konzentriert in weniger als 1 % der ursprünglichen Wassermenge) fallen die Kalium- und Magnesiumsalze aus (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Carnallit]], [[Sylvin]], [[Kainit]]). Diese werden auch Kalisalze, Edelsalze oder, weil sie vor der Entdeckung, dass sie hervorragend für die Düngemittelherstellung geeignet sind, nicht gefördert, sondern auf die [[Abraumhalde]] gekippt wurden, Abraumsalze genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Niels Bjerrum: &amp;#039;&amp;#039;Kurzes Lehrbuch der Anorganischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin / Heidelberg  1933, ISBN 978-3-642-89291-2 (Nachdruck), [[doi:10.1007/978-3-642-91147-7 4]] (Kap. &amp;#039;&amp;#039;Die Leichtmetalle&amp;#039;&amp;#039;), S.&amp;amp;nbsp;249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die entsprechenden Gesteine heißen, je nach dominierendem Edelsalzmineral, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Sylvinit]] oder Carnallitit und werden bergmännisch unter der Bezeichnung [[Kalisalz]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Regelfall ist ein Eindampfungszyklus aber nicht ideal aufgebaut, sondern weist neben progressiven Schichtenfolgen auch rezessive Schichtenfolgen auf, d.&amp;amp;nbsp;h., dass Evaporite aus schwerer löslichen Mineralen bisweilen Evaporite aus leichter löslichen Mineralen überlagern. Oft sind die Eindampfungszyklen nicht vollständig, sondern enden bereits in der Halit- oder Gipsphase, weil das Meer bzw. der See durch periodische Zufuhr von normalsalzigem Wasser oder Süßwasser nie ein Konzentrationsniveau erreichte, das zur Ausfällung von Edelsalzen notwendig ist. Da die [[Löslichkeitsprodukt]]e von Kalzit, Gips, Halit und Edelsalzen relativ weit auseinander liegen, fallen diese Minerale nur in jeweils einem engen Konzentrationsfenster zusammen aus, wobei nur Kalkstein und Gips, Gips und Halit sowie Halit und Edelsalze zusammen ausfallen, nie aber Kalkstein und Halit oder Gips und Edelsalze, da bereits alles Karbonat bzw. Gips gefällt ist, bevor Natriumchlorid bzw. die Edelsalze beginnen auszufallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Evaporite aus übersättigtem Meerwasser ausfallen, macht man sich in [[Meerwassersaline]]n zur Gewinnung von [[Meersalz]] zunutze, indem man das Wasser dort in flache Becken pumpt und mit Hilfe der Sonneneinstrahlung verdunsten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Evaporitserien sind im Vergleich zu Kalksteinserien oder [[Siliziklastika|siliziklastischen]] Abfolgen eher selten in der geologischen Überlieferung. Die bedeutendste Salinarserie in Mitteleuropa ist die [[Zechstein]]serie des [[Lopingium|oberen Perms]]. Weitere Salinarserien in Mitteleuropa finden sich im Oberen [[Buntsandstein]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Röt-Formation|Röt]]-Salinar&amp;#039;&amp;#039;), im [[Mittlerer Muschelkalk|Mittleren Muschelkalk]], im mittleren [[Keuper]] („[[Gipskeuper]]“) und im [[Eozän]] und [[Oligozän]] des [[Oberrheingraben]]s. Auch das Oberperm von Oklahoma und Texas sowie des westlichen Ural-Vorlandbeckens („Prä-Ural“) in Russland führt mächtige Evaporitfolgen. Im Untergrund des Mittelmeeres liegen relativ junge Vorkommen, die auf die sogenannte [[Messinische Salinitätskrise]] (MSC) im jüngsten [[Miozän]] zurückgehen (Messinische Evaporite).&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier könnte man noch was zur Subrosion/Evaporitkarst schreiben --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Rudolf Hohl&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Entwicklungsgeschichte der Erde&lt;br /&gt;
   |Auflage=6.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Werner Dausien Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Hanau&lt;br /&gt;
   |Datum=1985&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7684-6526-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=483ff}}&lt;br /&gt;
* [[Wolf von Engelhardt]], [[Hans Füchtbauer]], [[German Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Sediment-Petrologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: Hans Füchtbauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sedimente und Sedimentgesteine.&amp;#039;&amp;#039; 4., gänzlich neubearbeitete Auflage. Schweizerbart, Stuttgart 1988, ISBN 3-510-65138-3.&lt;br /&gt;
* John K. Warren: &amp;#039;&amp;#039;Evaporites: Sediments, Resources and Hydrocarbons.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin / Heidelberg / New York 2006, ISBN 3-540-26011-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Evaporite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153272-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Sedimentgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikiolo</name></author>
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