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	<title>Evans-Gambit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T23:25:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Evans-Gambit&amp;diff=31649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Richard Lenzen: /* Typische Eröffnungsfehler */ →Link eingefügt...</title>
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		<updated>2024-04-26T09:11:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Typische Eröffnungsfehler: &lt;/span&gt; →Link eingefügt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schacheröffnung&lt;br /&gt;
| Z8=rd/--/bd/qd/kd/--/nd/rd/&lt;br /&gt;
| Z7=pd/pd/pd/pd/--/pd/pd/pd/&lt;br /&gt;
| Z6=--/--/nd/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z5=--/--/bd/--/pd/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/pl/bl/--/pl/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z3=--/--/--/--/--/nl/--/--/&lt;br /&gt;
| Z2=pl/--/pl/pl/--/pl/pl/pl/&lt;br /&gt;
| Z1=rl/nl/bl/ql/kl/--/--/rl/&lt;br /&gt;
| Bezeichnung    = Evans-Gambit &lt;br /&gt;
| ECO            = C51–C52&lt;br /&gt;
| Züge           = 1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Lf8–c5 4. b2–b4 &lt;br /&gt;
| BenanntNach    = dem Schiffskapitän [[William Davies Evans]]&lt;br /&gt;
| ZuerstGespielt = 1824 bei einer Partie zwischen den Häfen Milford und Dunmore&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Evans-Gambit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gambit des Kapitäns Evans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um eine [[Eröffnung (Schach)|Eröffnung]] des [[Schachspiel]]s, die in mehrere Varianten unterteilt wird. Das Evans-Gambit zählt zu den [[Offene Spiele|Offenen Spielen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede seiner Hauptvarianten beginnt mit folgenden Zügen:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Lf8–c5 4. b2–b4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Evans-Gambit entwickelt sich aus der [[Italienische Partie|Italienischen Partie]]. Ein berühmtes Beispiel ist die sogenannte [[Immergrüne Partie]] zwischen [[Adolf Anderssen]] und [[Jean Dufresne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund und Idee des Gambits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Eröffnung wird nach ihrem [[Erfinder]], dem Schiffskapitän [[William Davies Evans]] benannt. Er wendete sie erstmals 1824 bei einer Partie zwischen den Häfen Milford und Dunmore an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte der Schwarzspieler das [[Gambit]] annehmen, so erhält Weiß einigen Entwicklungsvorsprung und vorerst ein so genanntes [[Zentrum (Schach)|Vollzentrum]], da er durch den Zeitgewinn zu dem Bauern auf e4 noch einen weiteren nach d4 stellen kann. Beispielhaft hierfür die folgenden Varianten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Lf8–c5 4. b2–b4 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lc5xb4 5. c2–c3 Lb4–a5&amp;lt;ref&amp;gt;Alexei Suetin: Lehrbuch der Schachtheorie, Sportverlag Berlin, 1974, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; 6. d2–d4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; d7–d6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Lf8–c5 4. b2–b4 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lc5xb4 5. c2–c3 Lb4–c5&amp;lt;ref&amp;gt;Alexei Suetin: Lehrbuch der Schachtheorie, Sportverlag Berlin, 1974, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; 6. d2–d4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; e5xd4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Möglichkeit ist eine Ablehnung des Gambits durch den Zug 4. … Lc5–b6,&amp;lt;ref&amp;gt;Alexei Suetin: Lehrbuch der Schachtheorie, Sportverlag Berlin, 1974, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; wonach der Weißspieler Raum am [[Flügel (Schach)|Damenflügel]] gewinnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxis auf Großmeisterniveau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl auf der Ebene der [[Großmeister (Schach)|Großmeister]] die Ablehnung des Gambits zuletzt gute Resultate für Schwarz einbrachte, wird das [[Bauernopfer]] meistens angenommen. Die Resultate hierbei sind sehr unterschiedlich, allgemein werden allerdings auch diese Varianten als ausreichend für Schwarz angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass sowohl [[Bobby Fischer]] als auch [[Garri Kimowitsch Kasparow|Garri Kasparow]], beide sonst treue Anhänger der [[Spanische Partie|Spanischen Partie]] mit Weiß, dieses Gambit als spielbar erachteten und im Laufe ihrer Karriere einige Male einsetzten. Als Kasparow im Jahre 1995 erstmals die damals fast völlig aus der Turnierpraxis verschwundene Eröffnung erfolgreich gegen [[Viswanathan Anand]] einsetzte, kam es zu einem Wiederaufleben des Evans-Gambits. Seitdem ist es zwar selten, aber in regelmäßigen Abständen in der Großmeisterpraxis wiederzufinden. Großen Anteil an der fortlaufenden Erhaltung auf diesem Niveau hat vor allem der britische Großmeister [[Nigel Short]], der immer wieder [[Eröffnung (Schach)#Eröffnungsneuerung|Neuerungen]] und Verbesserungen in unbekannteren Abspielen des Gambits findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typische Eröffnungsfehler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein häufiger Fehler ist die Annahme des weiteren „geopferten“ Bauern auf c3 nach 4. … Lc5xb4 5. c2–c3 Lb4–c5?! 6. d2–d4 e5xd4 7. 0–0 d4xc3? Nach 8. Lc4xf7+ Ke8xf7 9. Dd1–d5+ gewinnt Weiß den Läufer zurück und steht mit Entwicklungsvorsprung angesichts offener schwarzer Königsstellung deutlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Kurzpartie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Partie wurde 1826 oder 1827 zwischen Kapitän Evans und [[Alexander McDonnell]] in [[London]] gespielt. Es ist die ursprüngliche Variante, die [[Zugumstellung]] von 5. b2–b4 auf den vierten Zug erfolgte erst zu späterer Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. 0–0 d7–d6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. b2–b4 Lc5xb4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. c2–c3 Lb4–a5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. d2–d4 Lc8–g4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8. Dd1–b3 Dd8–d7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (8. … Lg4xf3! war hier noch stärker.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. Sf3–g5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Besser war 9. Lc4xf7+! Dd7xf7 10. Db3xb7! Ta8–b8 11. Db7xc6+±; der sofortige Bauernraub 9. Db3xb7? verbietet sich wegen 9. … Ta8–b8!, wonach Weiß für die Flucht seiner Dame seinen Läufer opfern muss, ohne das [[Material (Schach)|Material]] zurückgewinnen zu können.) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sc6–d8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10. d4xe5 d6xe5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11. Lc1–a3 Sg8–h6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. f2–f3 La5–b6+&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13. Kg1–h1 Lg4–h5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;14. Tf1–d1! Dd7–c8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15. Td1xd8+?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Weiß nutzt mit diesem Zug seinen Vorteil nicht und gestattet es Schwarz, sich aus seiner misslichen Lage zu befreien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siegbringend war hier der Zug 15. Db3–b5+!!, da Schwarz sich danach nicht mehr gegen den Angriff von Weiß wehren kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es folgt entweder 15. … Sd8–c6 16. Lc4–d5! Dc8–d7 17. Ld5xc6! b7xc6 18. Db5xe5+ Ke8–d8 19. De5–e7+! Kd8–c8 20. Td1xd7 +−&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder 15. … c7–c6 16. Db5xe5+! Sd8–e6 17. Sg5xe6 f7xe6 18. Lc4xe6! Dc8–c7 19. Le6–d7+ und [[Schachmatt|Matt]] im nächsten Zug.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15. … Dc8xd8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16. Sg5xf7 Dd8–h4??&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser unmotivierte und sinnlose Ausflug der Dame ermöglicht Weiß doch noch den Sieg, nachdem er die erste Chance vergeben hatte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei wäre nach 16. … Dd8–f6! 17. Sf7xh8 0–0–0!= die Stellung ausgeglichen und ein [[Remis]] für Schwarz problemlos möglich gewesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;17. Db3–b5+ c7–c6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;18. Db5xe5+ Ke8–d7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;19. De5–e6+ Kd7–c7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;20. La3–d6#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Kurzpartie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Partie wurde [[1862]] zwischen [[Wilhelm Steinitz]] und Pilhal in [[Wien]] gespielt. Besonderes Augenmerk sollte man auf das dreifache Bauernopfer richten, wodurch Weiß geschickt die [[Rochade]] von Schwarz unterbindet und seinen Mattangriff damit erst möglich macht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. … Lc5xb4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. c2–c3 Lb4–a5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. 0–0 Sg8–f6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. d2–d4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das zweite Bauernopfer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. … e5xd4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8. Lc1–a3 d7–d6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. e4–e5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das dritte Bauernopfer.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jedoch war auch 9. c3xd4! Sf6xe4 10. d4–d5 Sc6–e7 11. Dd1–a4+ c7–c6 12. d5xc6 0–0 13. Lc4–a6= eine gute Fortsetzung.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. … d6xe5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10. Dd1–b3 Dd8–d7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11. Tf1–e1 Dd7–f5?!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Eine deutlich stärkere Verteidigung war hier 11. … e5–e4!)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. Lc4–b5! Sf6–d7?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Hier versprach 12. … Lc8–e6! mit Angriff auf die weiße Dame am meisten, jedoch besäße Weiß auch dann die bessere Stellung.)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13. Db3–d5 La5–b6?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Ein unnützer Zug, mit dem Schwarz seine Niederlage einleitet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Richtig wäre hier 13. … Df5–e6! mit forciertem Damentausch gewesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;14. Sf3xe5! Sc6–e7?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Damit erleichtert Schwarz seinem Gegner die Gewinnführung, allerdings hätten die besseren Verteidigungsmöglichkeiten den Verlust der Dame zur Folge gehabt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15. Se5xd7! Df5xd5?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auch wenn die Niederlage ohnehin nicht mehr abzuwenden war, gab es eine Reihe ernstzunehmender Verteidigungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach diesem Damenraub wird Schwarz sofort matt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16. Sd7–f6+! Ke8–d8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;17. La3xe7#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Kurzpartie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser dritten Beispielpartie, die [[1942]] in [[New York City|New York]] zwischen Helms und Tenner gespielt wurde, verzichtet Schwarz auf das Schlagen des Bauern auf b4 und zieht seinen Läufer zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. … Lc5–b6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. a2–a4 a7–a6?!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Damit kann Schwarz den Bauernsturm nicht aufhalten. Deutlich besser war hier 5. … Sc6xb4!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. a4–a5 Lb6–a7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. b4–b5 a6xb5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8. Lc4xb5 Sg8–f6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. Lc1–a3?!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Keine gute Fortsetzung. Zwar verzögert Weiß die Rochade von Schwarz, allerdings ist daraus kein Vorteil ersichtlich. Vielmehr verschafft er seinem Gegner einen Mehrbauern, ohne adäquate [[Kompensation (Schach)|Kompensation]] dafür zu besitzen. Außerdem gab es neben dem idealen 9. Lb5xc6! auch geeignetere Entwicklungszüge, zum Beispiel die kurze Rochade oder Lc1–b2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. … Sf6xe4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieser Bauernraub birgt keinerlei Risiko für Schwarz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10. Dd1–e2 Se4xf2?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dahinter steckt die Idee, den Turm auf h1 zu erobern. Allerdings versprüht der Springer auf f2 keine akute Bedrohung, weshalb dieser Zug ein entscheidender Fehler war. Da sein König noch unsicher steht, durfte Schwarz hier noch nicht an Materialgewinn denken.&amp;lt;br /&amp;gt; Korrekt war das Schlagen mit dem Läufer, weil dieser dem weißen König Schach gibt. Durch den Zug des weißen Königs erlangt Schwarz das zusätzliche Tempo, das er zu seiner Verteidigung benötigt: 10. … La7xf2+! 11. Ke1–f1 f7–f5! 12. c2–c3 (notwendig, um Sc6–d4 zu vermeiden, da dieser Zug den Vorteil von Schwarz zementieren würde) Ta8xa5 13. d2–d3 Ta5xb5 14. d3xe4 Tb5xb1+ 15. Ta1xb1 Lf2–a7 16. e4xf5 Dd8–f6 17. Kf1–e1 Df6xf5∓&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Der Versuch, den Bauern auf f5 zu verteidigen, würde alles noch schlimmer machen: 17. g2–g4? h7–h5! 18. Sf3–d2 d7–d5 19. Tb1–b5 h5xg4 20. Tb5xd5 Df6xf5+ 21. Kf1–g2−+ und Schwarz besitzt einen noch größeren Stellungsvorteil.]&amp;lt;br /&amp;gt; Bei korrektem Spiel erlangt Schwarz also für einen Turm einen Läufer und drei Mehrbauern sowie die bessere Stellung und hätte gute Chancen auf den Sieg.&amp;lt;br /&amp;gt; Doch da er den Bauern f2 mit der falschen Figur geschlagen hat, ist sein Vorteil dahin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11. Sf3xe5!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Dieser sehr starke Befreiungsschlag ist nur möglich, weil der schwarze Springer nicht mehr in der e-Linie steht! Die Tragweite des Fehlers im zehnten Zug wird jetzt offensichtlich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11. … Sc6–d4??&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schwarz scheint immer noch nicht bemerkt zu haben, dass er kurz vor dem Matt steht. Schon wieder ist er ausschließlich auf Figurengewinn fixiert und greift deshalb die Dame an, was Weiß ein zweizügiges Matt ermöglicht. Dabei war noch nichts verloren, 11. … Sc6–e7! hätte die Gefahr beseitigt und eine völlig ausgeglichene Partie eingeleitet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. Se5xd7+!! Sd4xe2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13. Sd7–f6#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexei Stepanowitsch Suetin|Alexei Suetin]]: Lehrbuch der Schachtheorie, [[Sportverlag Berlin]], 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4261716-9|LCCN=sh98003589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gambit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Richard Lenzen</name></author>
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