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	<title>Eva Seligmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:46:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eva_Seligmann&amp;diff=2021078&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-02-22T18:03:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eva Seligmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1912]] in [[Berlin]]; † [[1. Juni]] [[1997]] in [[Bremen]]) war eine deutsche [[Reformpädagogik|Reformpädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eva Seligmann war die Tochter des jüdischen [[Kurzwaren]]-Händlers Alfred Seligmann (1877–1943) und der evangelischen Pianistin Margarete Fritz. Der Vater war Mitglied der [[Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen|Deutschen Friedensgesellschaft]] (DFG), die Mutter im [[Bund Entschiedener Schulreformer]] und Befürworterin des [[Frauenwahlrecht]]s. 1923 verlegte die Familie ihren Wohn- und Geschäftssitz vom Berliner [[Hausvogteiplatz]] nach [[Erkner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seligmann wuchs so in einem pazifistisch eingestellten Elternhaus auf. In ihrer Jugend war sie aktives Mitglied der pazifistischen [[Weltjugendliga]], die als Mitgliedsverband dem [[Deutsches Friedenskartell|Deutschen Friedenskartell]] angehörte. Später (1933) war sie Mitglied im [[Internationaler Sozialistischer Kampfbund|Internationalen Sozialistischen Kampfbund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Eierdanz, Armin Kremer: &amp;#039;&amp;#039;„Weder erwartet noch gewollt“. Kritische Erziehungswissenschaft und Pädagogik in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit des kalten Krieges&amp;#039;&amp;#039;, Seite 61, Schneider-Verlag, Hohengehren 2000, ISBN 3896763180 bzw. ISBN 978-38967-6318-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Gymnasiums begann sie 1931 ihre Ausbildung zur Lehrerin an der [[Pädagogische Akademie Frankfurt am Main|Pädagogischen Akademie]] in [[Frankfurt am Main]]. Sie konnte hier noch ihr Examen ablegen, durfte dann aber „als sogenannter Mischling nicht an einer öffentlichen Schule unterrichten“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seligmann&amp;quot; &amp;gt;Eva Seligmann: &amp;#039;&amp;#039;Als Lehrerin in Herrlingen&amp;#039;&amp;#039;, in: Lucie Schachne: &amp;#039;&amp;#039;Erziehung zum Widerstand&amp;#039;&amp;#039;, S. 114–116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1935 bis 1936 war sie Lehrerin am privaten [[Alpines Schulheim am Vigiljoch|Alpinen Schulheim am Vigiljoch]] bei [[Meran]], danach von 1937 bis 1938 am [[Jüdisches Landschulheim Herrlingen|Jüdischen Landschulheim Herrlingen]]. Über ihre Arbeit dort schreibt sie:{{Zitat|Ich gab Unterricht in der Grundschule und in unteren Klassen der Haupt- und Realschule. Auch etwas Englisch. Mit Dankbarkeit erinnere ich mich daran, wieviel Freiheit die Lehrer hatten, ihren Unterricht zu gestalten. Die schulreformerischen Ideen der Weimarer Zeit wirkten in Herrlingen weiter, während sie allgemein längst durch die nationalsozialistische Ideologie verdrängt worden waren. […] Ein Schwerpunkt meiner Arbeit war es, die schöne Natur der Schwäbischen Alb mit den Kindern zu erforschen. […] Mit einer Gymnastikgruppe von Mädchen und von kleinen Jungen übernahm ich ein Arbeitsgebiet, für das ich nur unzureichend durch einen halbjährigen Kursus in Körperbildung bei [[Dore Jacobs]] in Essen vorgebildet war. Es war ein Versuch, Haltung und Bewegungsabläufe der Kinder zu verbessern und ihnen ein Körpergefühl zu vermitteln, das auf ihre seelische Verfassung stabilisierend wirkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seligmann&amp;quot; /&amp;gt;}}Dass in Herrlingen jeder auch in die alltäglichen Arbeiten in der Küche und im Haus eingebunden war, betrachtete Eva Seligmann rückblickend als „eine gute Vorbereitung auf spätere Situationen, als es darauf ankam, zu jeder Art von Arbeit bereit zu sein“. Und sie verweist auf eine weitere Anregung, die sie dort erhielt: „Ich begann, mich mit der Gedankenwelt [[Martin Buber]]s, mit jüdischer Geschichte und der Geschichte des Antisemitismus zu beschäftigen und viele Formen jüdischen Lebens und jüdischen Schicksals mit innerem Anteil kennenzulernen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seligmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1939 musste das „Jüdische Landschulheim Herrlingen“ schließen und Eva Seligmann emigrierte nach [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]]. Dort arbeitete sie in verschiedenen Familien als Kindermädchen und Putzfrau. Sie machte im Exil eine Ausbildung zur Krankenschwester und zur Hebamme und arbeitete während der gesamten Dauer des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in diesen Berufen. Nach Kriegsende gründete sie mit Freunden 1945/46 in England ein Heim für aus [[Konzentrationslager]]n befreite Kinder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ihr Vater im [[KZ Auschwitz]] umgekommen und ihr Bruder Raimund (* 1914) in den Freitod gegangen war, kehrte sie 1946 nach Deutschland ganz bewusst zurück mit dem Vorsatz, eine Schule zu gründen, die sich zum Ziel gesetzt hat, Anerkennung und Integration für alle, auch für Benachteiligte, zu erreichen. Sie ging zuerst wieder nach Frankfurt, war dann von 1947 bis 1951 an der [[Odenwaldschule]] beschäftigt, wo sie auch endlich ihre 2. Lehrerprüfung ablegen konnte&amp;lt;ref name=&amp;quot;DigiSam-Bremen&amp;quot; &amp;gt;[http://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/54815?query=Martha%20Friedl%C3%A4nder Wiltrud Ulrike Drechsel: &amp;#039;&amp;#039;Eva Seligmann&amp;#039;&amp;#039;, in: Digitale Sammlung Bremen der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und leitete anschließend Kinderheime der [[Arbeiterwohlfahrt]] in [[Haiger]] und im [[Gehringshof]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof Zur Geschichte des Gehringshofs]&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Fulda]].  &lt;br /&gt;
Im Juli 1955 riet [[Martha Friedländer]], eine Freundin aus der Zeit der gemeinsamen Arbeit im [[German Educational Reconstruction Committee]], Eva Seligmann dazu, nach Bremen zu kommen. Ab 1956 baute sie dort die sonderpädagogische Förderung auf und war hier als Lehrerin, Schulleiterin und bis zur Pensionierung 1977 als [[Schulaufsicht|Schulrätin]] für das [[Förderschule (Deutschland)|Sonderschulwesen]] tätig. Sie war auch für die schulische Versorgung der Migrantenkinder zuständig, „was von vielen als ein besonderer Glücksfall betrachtet wurde. Denn die Remigrantin verstand sozusagen auf Anhieb besser als viele andere, was diesen Kindern fehlte: Förderung nicht nur in einer, sondern in zwei Sprachen! Daran hat sie nach ihrer Pensionierung 1977 weitergearbeitet und eine Hausaufgabenhilfe für ausländische Kinder eingerichtet.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;DigiSam-Bremen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU-BB-LOS-Erkner Stolpersteine Ahornallee 34 (5).jpg|mini|Stolperstein für Eva Seligmann in Erkner]]&lt;br /&gt;
* In [[Bremen]]-[[Blumenthal (Bremen)|Blumenthal]], Ortsteil [[Blumenthal (Bremen)#Lüssum-Bockhorn|Lüssum-Bockhorn]], wurde die&amp;#039;&amp;#039; Eva-Seligmann-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
* In [[Farge|Bremen-Farge]] trägt die Begegnungsstätte der [[Arbeiterwohlfahrt]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Eva-Seligmann-Haus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In [[Nürnberg]] gibt es die &amp;#039;&amp;#039;Eva-Seligmann-Schule&amp;#039;&amp;#039;, ein Sonderpädagogisches Förderzentrum&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Eva-Seligmann-Preis&amp;#039;&amp;#039; wird jährlich vom  Landesverband Bremen des &amp;#039;&amp;#039;Verband Sonderpädagogik e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; vergeben&lt;br /&gt;
* Vor dem Haus &amp;#039;&amp;#039;Ahornallee 34&amp;#039;&amp;#039; in [[Erkner]] wurden für Eva Seligmann, ihren Bruder Raimund sowie für ihre Eltern Margarete und Alfred [[Stolpersteine]] verlegt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.erkner.de/fileadmin/templates/main/pdf/stolpersteine.pdf Lebensdaten der Familie Seligmann und Biografie (pdf; 1,8&amp;amp;nbsp;MB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eva Seligmann, Erinnerungen einer streitbaren Pädagogin.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentiert und bearbeitet von Heide Henk; herausgegeben von der &amp;#039;&amp;#039;Schulgeschichtlichen Sammlung Bremen&amp;#039;&amp;#039;; [[Edition Temmen]]: Bremen 2000 ISBN 978-3-86108-636-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wenn Kinder nicht gehorchen!&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1951&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122223837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur, Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Edith Laudowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Seligmann, Eva&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frauen Geschichte(n)&amp;#039;&amp;#039;, Bremer Frauenmuseum (Hg.). Edition Falkenberg, Bremen 2016, ISBN 978-3-95494-095-0.&lt;br /&gt;
* Lucie Schachne: &amp;#039;&amp;#039;Erziehung zum Widerstand. Das jüdische Landschulheim Herrlingen − 1933-1939&amp;#039;&amp;#039;, dipa-Verlag, Frankfurt am Main, 1986, ISBN 3-7638-0509-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122223837|LCCN=n2002109677|VIAF=57489898}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seligmann, Eva}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ISK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AWO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Brandenburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seligmann, Eva&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Reformpädagogin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juni 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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