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	<title>Eva Mozes Kor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eva_Mozes_Kor&amp;diff=399423&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GeorgDerReisende: drei Archivlinks bestätigt</title>
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		<updated>2025-01-17T23:21:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;drei Archivlinks bestätigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eva Mozes Kor.jpg|mini|hochkant|Eva Mozes Kor (2016)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eva Mozes Kor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geborene &amp;#039;&amp;#039;Eva Mozes&amp;#039;&amp;#039;; * [[31. Januar]] [[1934]] in [[Porț|Portz]], heute: &amp;#039;&amp;#039;Porț&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde Marca, [[Kreis Sălaj]], [[Rumänien]]; † [[4. Juli]] [[2019]] in [[Krakau]]) war eine Überlebende des [[Holocaust]] und wurde zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Miriam von [[Josef Mengele]] für [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|Menschenversuche]] missbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie löste mehrfach kritische Reaktionen bei anderen Holocaust-Überlebenden aus, unter anderem, als sie am 50. Jahrestag der [[Befreiung von Auschwitz]] persönlich allen [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] ihre Taten vergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eva Mozes Kor war eine Tochter des Landwirts Alexander Mozes und seiner Ehefrau Jaffa, die mit den älteren Töchtern Edit und Aliz sowie den Zwillingsschwestern Eva und Miriam in [[Siebenbürgen]] lebten. In ihrem Heimatdorf [[Porț|Portz]] mit etwa 100 Familien waren die strenggläubigen Mozes die einzigen Juden. Um 1935 wurde Alexander Mozes mit seinem Bruder Aaron von der [[Eiserne Garde|Eisernen Garde]] willkürlich verhaftet. Nach ihrer Freilassung gingen beide für einige Monate nach Palästina. Sie fassten den Plan, mit ihren Familien dorthin auszuwandern. Die Pläne scheiterten für die Familie Mozes an der Weigerung der Mutter, mit vier kleinen Kindern die Auswanderung zu betreiben und ihre eigenen Eltern zurückzulassen. Letztendlich schätzte die Familie die Bedrohung durch das nationalsozialistische Deutschland und den zunehmenden [[Antisemitismus]] im eigenen Land nicht als besonders groß ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 8–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1944 wurde die Familie Mozes nach [[Șimleu Silvaniei]] verschleppt, das zu diesem Zeitpunkt zu Ungarn gehörte. Dort wurden sie mit 7000 anderen Juden in einem Sammellager ohne feste Bauten untergebracht. Zwei Monate später erfolgte im Rahmen der [[Ungarn-Aktion]] die [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]]. Unmittelbar nach der Ankunft im Konzentrationslager wurden Eva und Miriam im Rahmen der [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektion]] an der „Rampe“ als Zwillingspaar identifiziert. Während die Eltern und die beiden älteren Schwestern wahrscheinlich sofort nach der Ankunft in den [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Gaskammern]] ermordet wurden, brachte man die Zwillinge zu [[Josef Mengele]], der an ihnen medizinische Versuche durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 26–36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 1944 wurde Eva eine Spritze mit einer unbekannten Substanz verabreicht, die eine schwere Erkrankung hervorrief. Eva verbrachte drei Wochen im Krankenbau, genas aber wieder. Während dieser Zeit wurde auch ihre Schwester Experimenten unterzogen und erkrankte schwer, so dass Eva für sie unter großer Gefahr Kartoffeln stehlen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 56–69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Child survivors of Auschwitz.jpeg|mini|Miriam (ganz rechts) und Eva Mozes (neben ihr, teilweise verdeckt) bei der [[Befreiung von Auschwitz]] am 27. Januar 1945]]&lt;br /&gt;
Wie viele Kinder und andere nicht marschfähige Lagerinsassen wurden Eva und Miriam Mozes im Januar 1945 von der abrückenden SS nicht auf die [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmärsche]] mitgenommen, sondern im KZ zurückgelassen. Nach der Befreiung durch die [[Rote Armee]] am 27. Januar 1945 blieben die Schwestern zunächst im Lager und wurden nach einigen Wochen in ein katholisches Waisenhaus im polnischen [[Kattowitz]] gebracht. Von dort nahmen sie Kontakt zu einem überlebenden [[Funktionshäftling]] in einem Flüchtlingslager in der Stadt auf, deren Zwillingstöchter ebenfalls von Mengele für Experimente missbraucht wurden und die Eva und Miriam bei sich aufnahm. Im Mai wurden sie alle mit dem Zug in ein Flüchtlingslager in [[Sluzk]] (heute [[Minskaja Woblasz]], [[Belarus]]) gebracht. Im Oktober 1945 wurden die Flüchtlinge dieses Lagers in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Eva und Miriam fanden ihr Elternhaus geplündert und verwahrlost vor und zogen zu einer Tante in [[Cluj]], wo sie bis 1950 lebten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 80–109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Jahre waren von dem Antisemitismus der rumänischen Bevölkerung und von den Schikanen der Behörden gegenüber Grundbesitzern und Juden geprägt. 1950 konnten die Schwestern nach Israel auswandern, nachdem sie auf ihren gesamten Besitz verzichtet hatten. Sie wurden in Haifa von ihrem Onkel Aaron in Empfang genommen und lebten zwei Jahre lang in einem Jugenddorf der [[Kinder- und Jugend-Alijah]]. 1952 wurden beide zu den [[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|Israelischen Verteidigungsstreitkräften]] eingezogen. Miriam absolvierte dort eine Ausbildung zur Krankenschwester, Eva wurde zur [[Technischer Zeichner|technischen Zeichnerin]] ausgebildet und verließ die Armee 1960 als [[Stabsfeldwebel]]. Im April 1960 lernte sie Michael Kor kennen, einen Holocaust-Überlebenden, der als Tourist von [[Terre Haute (Indiana)|Terre Haute]], [[Indiana]], nach Israel gekommen war, um seinen Bruder zu besuchen. Sie heirateten, Eva zog zu ihrem Ehemann nach Terre Haute, wurde Mutter zweier Kinder und war als Immobilienmaklerin tätig. Ihre Schwester Miriam bekam drei Kinder und entwickelte während ihrer Schwangerschaften eine schwerwiegende Nierenerkrankung, wahrscheinlich eine Spätfolge der Versuche Josef Mengeles. Eva spendete ihr 1987 eine ihrer Nieren. Miriam Mozes Ziegler starb am 6. Juni 1993 an [[Nierenkrebs]]. Eva Mozes Kor starb am 4. Juli 2019 in Krakau während ihrer jährlichen CANDLES-Reise nach Polen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 102–120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sue Loughlin |url=https://www.tribstar.com/news/holocaust-survivor-forgiveness-activist-eva-kor-dies-at/article_882d60e8-9e6d-11e9-94ee-27ff4dbf58eb.html |titel=Holocaust survivor, forgiveness activist Eva Kor dies at 85 |werk=[[Tribune-Star|tribstar.com]] |datum=2019-07-04 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190704193902/https://www.tribstar.com/news/holocaust-survivor-forgiveness-activist-eva-kor-dies-at/article_882d60e8-9e6d-11e9-94ee-27ff4dbf58eb.html |archiv-datum=2019-07-04 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;!-- nur via Archive Abruf in EU möglich --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation CANDLES ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inspiration Eva Kor.webm|mini|Eva Mozes Kor während einer Studienreise von CANDLES im [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau|Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau]] (2013, englisch)]]&lt;br /&gt;
Auch in den Vereinigten Staaten war Eva Mozes Kor mit ihrer Familie antisemitischer Verfolgung ausgesetzt, mit Beschimpfungen ihrer Kinder und Hakenkreuz-Schmierereien an ihrem Haus. Die Situation verbesserte sich deutlich mit der Ausstrahlung der Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1978. Im selben Jahr begann Eva Mozes Kor mit Vorträgen, in denen sie als Zeitzeugin über ihr Schicksal und das ihrer Familie berichtete. Sie konnte viele Fragen ihrer Zuhörer nicht beantworten und empfand es als Mangel, dass es kaum Bücher mit Informationen über Auschwitz und die Experimente Mengeles gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 114–115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit ihrer Schwester Miriam gründete Kor die Selbsthilfe-Organisation &amp;#039;&amp;#039;Children of Auschwitz Nazi Deadly Lab Experiments Survivors&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;CANDLES&amp;#039;&amp;#039;, deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Kinder von Auschwitz, Überlebende tödlicher NS-Laborexperimente&amp;#039;&amp;#039;). Es gelang ihnen, 122 Überlebende der Zwillingsexperimente in zehn Ländern auf vier Kontinenten ausfindig zu machen und vielen bei spezifischen Problemen Hilfe zu leisten. Sie kämpften weitgehend vergeblich darum, die Hintergründe der Versuche und ihre medizinischen Folgen aufzuklären, um die Behandlung der Opfer zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Mozes Kor, Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt.&amp;#039;&amp;#039; S. 115–116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod ihrer Schwester gründete Kor 1995 das &amp;#039;&amp;#039;CANDLES Holocaust Museum and Education Center&amp;#039;&amp;#039; in Terre Haute. Das Museum wurde 2003 durch einen Brandanschlag völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau erfolgte 2005 die Neueröffnung. Eva Mozes Kor hielt bis an ihr Lebensende Vorträge, insbesondere vor Schulklassen, und führte jährlich Studienreisen nach Auschwitz durch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://candlesholocaustmuseum.org/who-we-are/story.html |wayback=20190706020106 |text=Our Story }}&amp;#039;&amp;#039;, Website des CANDLES Holocaust Museum and Education Center, Abruf am 5. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Filmemacher [[Bob Hercules]] und [[Cheri Pugh]] begleiteten Kor über Jahre hinweg mit der Kamera, woraus der Film &amp;#039;&amp;#039;Forgiving Dr. Mengele&amp;#039;&amp;#039; entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haltung gegenüber NS-Tätern und Nachfahren ==&lt;br /&gt;
Eva Kor nahm in späteren Jahren eine für Versöhnung („Vergebung“) mit den NS-Tätern aufgeschlossene Haltung ein, die kontroverse Reaktionen auslöste und von vielen Holocaust-Überlebenden als unangemessen kritisiert und abgelehnt wurde. So zeigte Eva Kor beispielsweise die Bereitschaft, sich mit dem damals letzten noch lebenden SS-Lagerarzt von Auschwitz-Birkenau, [[Hans Münch (Mediziner)|Hans Münch]], zu treffen und diesem anlässlich eines gemeinsamen Besuchs in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 1995 öffentlich zu „vergeben“;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roman Heflik: &amp;#039;&amp;#039;Vergebung für einen Teufel&amp;#039;&amp;#039;, in: [https://www.spiegel.de/panorama/holocaust-schicksal-vergebung-fuer-einen-teufel-a-389123.html Der Spiegel, 8. Dezember 2005.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kors „Declaration of Amnesty“ (1995) ist auf der Seite des {{Webarchiv|url=https://candlesholocaustmuseum.org/learn/declaration-of-amnesty.html |wayback=20190706060154 |text=Candles Holocaust Museums }} dokumentiert, abgerufen am 5. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies, nachdem Münch seinerseits in einer handschriftlichen und beglaubigten Erklärung die Existenz der Gaskammern und den Massenmord an den Juden in Auschwitz eingeräumt hatte, dessen Zeuge er gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Webarchiv|url=https://candlesholocaustmuseum.org/learn/dr-hans-munch.html |wayback=20190413215238 |text=Candles Holocaust Museum }}, abgerufen am 6. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner zeigte sich Eva Mozes Kor bereit, sich 2009 erstmals mit Rainer Höß, dem Enkel des Auschwitz-Kommandanten [[Rudolf Höß]], in Auschwitz zu treffen, den sie in der Folge als ihren Freund bezeichnete und 2015 „symbolisch“ als „Enkel“ „adoptierte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Malte Lehming: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz-Überlebende Eva Kor bei Günther Jauch. Keiner muss sich für sein Verzeihen rechtfertigen&amp;#039;&amp;#039;, in: [https://www.tagesspiegel.de/politik/auschwitz-ueberlebende-eva-kor-bei-guenther-jauch-keiner-muss-sich-fuer-sein-verzeihen-rechtfertigen/11696962.html Der Tagesspiegel, 27. April 2015.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierfür wurde sie von anderen Juden stark kritisiert, da Rainer Höß im Jahr 2009 versucht hatte, aus Hinterlassenschaften seines Großvaters Profit zu schlagen, indem er Yad Vashem diese zum Kauf anbot, statt sie unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alan Posener |url=https://www.welt.de/kultur/kino/article106259419/Nazis-gehen-immer-Die-Geschaefte-des-Rainer-Hoess.html |titel=Nazis gehen immer – Die Geschäfte des Rainer Höß |werk=[[Die Welt|Welt Online]] |datum=2012-05-05 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2014 trat sie mit Rainer Höß auf mehreren Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2015 wohnte Kor als Nebenklägerin dem [[Oskar Gröning#Lüneburger Auschwitzprozess|Auschwitz-Prozess gegen Oskar Gröning]] bei. Gröning hatte – anders als die meisten Angeklagten in NS-Prozessen&amp;lt;ref&amp;gt;Die Verhandlungsbeobachterin [[Beate Klarsfeld]] bezeichnete seine Bitte um Vergebung als außergewöhnlich für einen NS-Prozess: {{Internetquelle |autor=Sabine Tenta |url=https://www1.wdr.de/interview-beate-klarsfeld-100.html |titel=Beate Klarsfeld über das Geständnis von Gröning: „Wenn es ehrlich ist, ist es wunderbar“ |werk=[[wdr.de]] |datum=2015-04-22 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – am ersten Verhandlungstag moralische Mitschuld eingestanden, zeigte Reue und bat um Vergebung. Eva Kor reichte dem Angeklagten später die Hand, als Geste der Versöhnungsbereitschaft. Sie dankte ihm ausdrücklich, da er seine Aussage nicht verweigerte und den Holocaust nicht leugnete, sondern schilderte. Eine Haftstrafe für den 93-Jährigen hielt sie als Nebenklägerin für nicht anstrebenswert, ihr ginge es vielmehr um Aufklärung zu den Taten in Vernichtungslagern und um die Bekämpfung von Rechtsextremismus. Der Richter solle ihn dazu verurteilen, vor jungen Deutschen den organisierten Massenmord zu bezeugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-3277923&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Verena Mayer |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/holocaust-warum-eine-auschwitz-ueberlebende-den-taetern-von-einst-vergibt-1.3277923 |titel=Warum eine Auschwitz-Überlebende den Tätern von einst vergibt |werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] |datum=2016-12-03 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Erklärung wurde sie von 49 Nebenklägern kritisiert: Sie habe die große Öffentlichkeit – die sie als Nebenklägerin im Hinblick auf 300.000 ermordete ungarische Juden erhielt – für eine persönliche Verzeihungsgeste genutzt, die ihrer Rolle als Nebenklägerin völlig widerspreche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kor erwiderte, es sei eine ungeplante Geste gewesen. Ihr Verhalten spreche den Täter nicht davon frei, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Der Presse begründete sie ihr versöhnliches Verhalten gegenüber NS-Tätern mit Eigennutz, sie habe den Tätern verziehen, „nicht weil sie es verdienen, sondern weil ich es verdiene“. Ein Opfer habe das Recht, irgendwann frei zu sein, und man könne nicht frei sein von dem, was einem angetan wurde, wenn man diese „tägliche Last aus Schmerz und Wut“ nicht abschüttelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jochen Buchsteiner |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/holocaust-ueberlebende-eva-kor-sie-nannten-mich-eine-verraeterin-13557291.html |titel=Holocaust-Überlebende Eva Kor: „Ein Opfer hat das Recht, frei zu sein“ |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum=2015-04-24 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Éva Fahidi]] erklärte auf ähnliche Weise: Sie könne nicht im Namen aller Ermordeten verzeihen, unter denen 49 ihrer Familienangehörigen waren, jedoch wolle sie nicht weiter hassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.focus.de/politik/deutschland/auschwitz-prozess-gegen-oskar-groening-eva-pusztai-fahidi-wenn-man-weiter-hasst-dann-bleibt-man-ein-opfer_id_4641439.html |titel=Auschwitz-Prozess gegen Gröning: Eva Pusztai-Fahidi: „Wenn man weiter hasst, dann bleibt man ein Opfer“ |werk=[[Focus|Focus Online]] |datum=2015-04-27 |abruf=2019-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stolpersteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein für Eva Kor Mozes.JPG|mini|Stolperstein für Eva Mozes Kor in Porţ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolpersteine in Porţ.JPG|mini|hochkant|[[Liste der Stolpersteine in Rumänien|Stolpersteine]] für die Familie Mozes in Porţ.]]&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 2014 wurden im Rahmen des Gedenkkunstkonzepts &amp;#039;&amp;#039;[[Stolpersteine]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gunter Demnig]] am vormaligen Wohnhaus der Familie Mozes in Porţ sechs Stolpersteine verlegt: für Eva Mozes Kor, ihre Eltern, Zseni-Jaffa und Alexander Mozes, und ihre drei Schwestern Aliz, Edit und Miriam Mozes. Der Gedenkstein für Eva Kor Mozes trägt die rumänische Inschrift: „Aici Locuia / Eva Kor Mozes / Născută 1934 / Arestata Martie 1944 / Deportata 1944 / Auschwitz-Birkenau / Eliberată Supraviețuit“. In deutscher Übersetzung: „Hier wohnte / Eva Kor Mozes / Geboren 1934 / Verhaftet März 1944 / Deportiert 1944 / Auschwitz-Birkenau / Befreit, überlebt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
2015 veröffentlichte die Band [[Saltatio Mortis]] auf dem Album [[Zirkus Zeitgeist]] das Lied &amp;#039;&amp;#039;Todesengel&amp;#039;&amp;#039; über ihre Geschichte im KZ. Eva Mozes Kor traf sich mit einem Bandmitglied und sprach über das Lied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=vlKWE6zORtk |titel=Eva Mozes Kor – unsere Inspiration für den Song “Todesengel” #weremember |abruf=2019-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* mit Mary Wright: &amp;#039;&amp;#039;Echoes from Auschwitz. Dr. Mengele’s Twins. The Story of Eva &amp;amp; Miriam Mozes.&amp;#039;&amp;#039; Terre Haute 1995, ISBN 0964380757.&lt;br /&gt;
* mit Lisa Rojany Buccieri: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den Todesengel überlebt. Ein Mengele-Opfer erzählt. Aus dem Amerikanischen von [[Barbara Küper]]&amp;#039;&amp;#039;. cbj Verlag, München 2012, ISBN 978-3-641-06701-4.&lt;br /&gt;
* mit [[Guido Eckert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Vergebens.&amp;#039;&amp;#039; Benevento, Wals bei Salzburg, 2016, ISBN 978-3-7109-0011-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Verena Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Opfers.&amp;#039;&amp;#039; In: Süddeutsche Zeitung, 3./4. Dezember 2016, S. 51.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119447347}}&lt;br /&gt;
* [https://candlesholocaustmuseum.org/ Website des „CANDLES Holocaust Museum and Education Center“]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Eva Mozes Kor |url=http://www.tojanata.de/html/vergebung.html |titel=Heilung von Auschwitz und Mengeles Experimenten |werk=[[Die Zeit]] |datum=2001-06-21 |kommentar=Rede anlässlich eines Symposiums in Berlin 2001; wiedergegeben auf tojanata.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140531175746/http://www.tojanata.de/html/vergebung.html |archiv-datum=2014-05-31 |abruf=2019-07-04 |abruf-verborgen=1}} [https://www.mpg.de/10331194/Symposium_2001-Biowissenschaften-_-Menschenversuche.pdf Text online in einer Broschüre der Max-Planck-Gesellschaft, PDF, Seite 19–25]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.3sat.de/page/?source=/nano/redaktion/74612/index.html |titel=„Bis heute wissen wir nicht, was man uns angetan hat“: Überlebende Opfer des KZ-Arztes Mengele leben weiterhin in Unwissenheit |werk=[[3sat]]-Sendung „[[Nano (Fernsehsendung)|nano]]“ |datum=2005-01-10 |archiv-url=https://archive.today/20130210094047/http://www.3sat.de/page/?source=/nano/redaktion/74612/index.html |archiv-datum=2013-02-10 |abruf=2019-07-04 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Julian Stratensculte |url=https://www.msn.com/en-us/news/world/ex-nazi-bookkeeper-of-auschwitz-asks-for-forgiveness/ar-AAbqgga |titel=Ex-Nazi ‘bookkeeper of Auschwitz’ asks for ‘forgiveness’ |werk=[[MSN (Microsoft Network)|msn.com]] |datum=2015-04-21 |sprache=en |abruf=2019-07-04 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Eva Kor |url=https://www.quora.com/What-is-Eva-Kors-opinion-of-the-trial-of-Oskar-Gr%C3%B6ning/answer/Eva-Kor?share=1 |titel=What is Eva Kor’s opinion of the trial of Oskar Gröning? |werk=[[Quora]] |datum=2015-04-24 |sprache=en |abruf=2019-07-04 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119447347|LCCN=n/95/106573|VIAF=15580416}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mozes Kor, Eva}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Rumänien ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mozes Kor, Eva&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mozes, Eva (Geburtsname); Kor, Eva Mozes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Überlebende des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Januar 1934&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Portz (Rumänien)|Portz]], [[Rumänien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juli 2019&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GeorgDerReisende</name></author>
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