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	<title>Eva Lips - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T10:37:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eva_Lips&amp;diff=1411905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Elendolx: /* Lehre */</title>
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		<updated>2024-04-20T10:57:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lehre&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julius &amp;amp; Eva Lips Gravestone.jpg|mini|250px|Grabstein von Eva Lips und ihrem Mann [[Julius Lips]] auf dem [[Südfriedhof (Leipzig)|Leipziger Südfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eva Lips&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Februar]] [[1906]] in [[Leipzig]]; † [[24. Juni]] [[1988]] ebenda) war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Professor]]in für [[Ethnologie]] und [[Rechtssoziologie|Vergleichende Rechtssoziologie]]. Sie setzte sich insbesondere für die Vermittlung eines realistischen Bildes der [[Indianer Nordamerikas|nordamerikanischen Indianer]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Eva Lips wurde als zweites Kind des Leipziger Verlegers Ernst Wiegandt geboren. Als Schülerin las sie Buchmanuskripte, die ihr Vater zum Verlegen erhalten hatte. In dieser Zeit erlernte sie auch das Korrekturlesen von Texten. Am 7. Januar 1923 erschien ihr erster selbst verfasster Text mit dem Titel „Die Seele der Kakteen“ im [[Leipziger Tageblatt]]. Eva Lips hatte eine Vorliebe für [[Kakteen]]. Im Jahr 1923 erreichte sie die Obersekundareife an einer Mädchenschule. Sie interessierte sich besonders für die Fächer Deutsch und moderne Fremdsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bohrmann, Lothar: Eva Lips. In: Geisenhainer, Katja; Bohrmann, Lothar; [[Bernhard Streck|Streck, Bernhard]] (Hg.): 100 Jahre Institut für Ethnologie der Universität Leipzig. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emigration ==&lt;br /&gt;
Am 15. September 1925 heiratete sie den wesentlich älteren [[Julius Lips]], der Psychologie, Völkerkunde und Jura in [[Leipzig]] studiert hatte, und ging mit ihm nach Köln, wo er eine Anstellung am [[Rautenstrauch-Joest Museum]] erhielt (1928 Direktor). Julius Lips wurde nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] 1933 aus dem Universitäts- und Museumsdienst entlassen und emigrierte 1934 nach Frankreich, wohin Eva ihm bald folgte. Gemeinsam verließen sie Europa im Mai 1934 und wanderten in die [[USA]] aus, da sie und ihr Mann, ein SPD-Mitglied, sich energisch gegen den unverhüllten Rassismus in der Völkerkunde positionierten. Um die Jahreswende 1933/34 erfolgte die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit. Das Vermögen der Eheleute wurde eingezogen, ihr Haus in [[Köln-Klettenberg]] enteignet. Ebenfalls um die Jahreswende 1933/34 erhielt Julius Lips eine Depesche aus New York, die ihn als Professor für Völkerkunde und Recht an die [[Columbia University]] berief. Dort wurde Eva Lips seine engste Mitarbeiterin.&amp;lt;ref&amp;gt;Friderun Bodeit (Herausgeberin), &amp;#039;&amp;#039;Ich muss mich ganz hingeben können – Frauen in Leipzig&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für die Frau, Leipzig 1990, ISBN 3-7304-0256-0, S. 222&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung und Widerstand ==&lt;br /&gt;
Als Julius Lips&amp;#039; Assistentin begegnete Eva Lips das erste Mal Indianern und trug in den darauffolgenden Jahren dem ethnologischen Studium der Montagnais-[[Naskapi]] und der [[Ojibwa]] Wesentliches bei. Eva Lips und ihr Mann wirkten außerdem mit großem Engagement im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|antifaschistischen Widerstand]] und knüpften enge Kontakte zu anderen Emigranten (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Heinrich Mann]] und [[Thomas Mann]], [[Albert Einstein]]). Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit machte sich Eva Lips auch einen Namen als Schriftstellerin, mit den romanhaften autobiographischen Werken &amp;quot;Savage Symphony. A personal Record of the Third Reich&amp;quot; (1938) und &amp;quot;Rebirth in Liberty&amp;quot; (1942).&amp;lt;ref&amp;gt;Bohrmann, Lothar: Eva Lips. In: Geisenhainer, Katja; Bohrmann, Lothar; [[Bernhard Streck|Streck, Bernhard]] (Hg.): 100 Jahre Institut für Ethnologie der Universität Leipzig. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Im Oktober 1948 kehrten Eva und Julius Lips nach Leipzig zurück, wo Julius das Ordinariat für Ethnologie und vergleichende Rechtssoziologie der [[Universität Leipzig]] übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.uni-leipzig.de/~ethno/cms/Institut/Institutsarchiv |wayback=20110823065526   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unmittelbar nach Julius Lips&amp;#039; Tod, im Januar 1950, wurde Eva Lips, 44-jährig, im April 1950 die Geschäftsleitung des Instituts übertragen, das unter ihrer Leitung in &amp;quot;Julius-Lips-Institut für Völkerkunde und Vergleichende Rechtssoziologie&amp;quot; umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
Lips promovierte, betreut von [[Ferdinand Hestermann]], erst nach ihrer Berufung am 3. März 1951 mit einer Dissertation zu „Wanderungen und Wirtschaftsformen der [[Ojibwa]]-Indianer“. 1954 habilitierte sich Eva Lips und erhielt die Lehrbefugnis für Ethnologie und vergleichende Rechtssoziologie. Ihre Habilitationsschrift erschien 1956 unter dem Titel „Die Reisernte der Ojibwa-Indianer. Wirtschaft und Recht eines Erntevolkes“. Sie wurde 1960 zur Professorin mit vollem Lehrauftrag und 1966 zur Professorin mit [[Lehrstuhl]] ernannt. Im selben Jahr wurde sie [[Emeritierung|emeritiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bohrmann, Lothar: Eva Lips. In: Geisenhainer, Katja; Bohrmann, Lothar; [[Bernhard Streck|Streck, Bernhard]] (Hg.): 100 Jahre Institut für Ethnologie der Universität Leipzig. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 wurde Eva Lips die Ehrenmitgliedschaft der [[Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde|Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde]] verliehen. Im darauffolgenden Jahr starb sie am 24. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;quot;What Hitler did to us: a personal record of the Third Reich&amp;quot;, London, Michael Joseph Ltd., 1938. In USA als &amp;quot;Savage symphony&amp;quot;, New York, Random House, 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reisernte der Ojibwa-Indianer: Wirtschaft und Recht eines Erntevolkes&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, Akademie-Verlag, 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Indianerbuch.&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus, Leipzig 1956 (sechs Auflagen bis 1980 sowie Übersetzungen in mehrere Sprachen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weisheit zwischen Eis und Urwald. Vom Humor der Naturvölker&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, Brockhaus, 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nicht nur in der Prärie …: Von der Vielfalt der Indianer Nordamerikas&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, Brockhaus, 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sie alle heißen Indianer.&amp;#039;&amp;#039; Mit Illustrationen von [[Gerhard Lahr]], Der Kinderbuchverlag Berlin, 1974, 240 Seiten (sieben Auflagen bis 1987 sowie Übersetzungen ins Finnische, Niederländische und Dänische).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friderun Bodeit (Herausgeberin): &amp;#039;&amp;#039;Ich muss mich ganz hingeben können – Frauen in Leipzig&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für die Frau, Leipzig 1990, ISBN 3-7304-0256-0, S. 222.&lt;br /&gt;
* Lothar Bohrmann: &amp;#039;&amp;#039;Eva Lips&amp;#039;&amp;#039;. In: Geisenhainer, Katja; Bohrmann, Lothar; [[Bernhard Streck|Streck, Bernhard]] (Hrsg.): 100 Jahre Institut für Ethnologie der Universität Leipzig. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2014.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lips, Eva&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Bettina Beer]], &amp;#039;&amp;#039;Frauen in der deutschsprachigen Ethnologie. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Köln 2007, ISBN 978-3-412-11206-6, S. 132–146&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117057614}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Lips_1712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117057614|LCCN=no89007824|VIAF=8155552}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Lips, Eva}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]  &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lips, Eva&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Ethnologin, Hochschullehrerin für Ethnologie und Vergleichende Rechtssoziologie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juli 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Elendolx</name></author>
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