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	<title>Europide - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Europide&amp;diff=533994&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fährtenleser: &quot;nicht mehr gebräuchliche&quot; klingt so, als gäbe es eine neuere Bezeichnung, daher anders formuliert. Damit auch bessere Überleitung zur überholten (auch besser als &quot;veraltet&quot;) Rassenkunde.</title>
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		<updated>2026-03-17T04:50:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;nicht mehr gebräuchliche&amp;quot; klingt so, als gäbe es eine neuere Bezeichnung, daher anders formuliert. Damit auch bessere Überleitung zur überholten (auch besser als &amp;quot;veraltet&amp;quot;) Rassenkunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Europide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (entlehnt aus dem Griechischen für „den [[Europäer]]n ähnlich, nach Art der Europäer“; englisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Caucasoid}}, {{lang|en|Europid}}&amp;#039;&amp;#039;) ist eine irreführende [[Rassentheorien|rassenkundliche]] Sammelbezeichnung für die ursprünglichen Bewohner [[Europa]]s, [[Nordafrika]]s, des [[Horn von Afrika|Horns von Afrika]], [[Vorderasien|Vorder-]] und Teilen [[Zentralasien|Zentral-]] und [[Südasien]]s sowie deren Abkömmlinge, die keine wissenschaftliche Grundlage mehr hat. Trotz ihrer Herkunft aus der Rassentheorie des [[Nationalsozialismus]] wurde die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Europide&amp;#039;&amp;#039; bis in die 2000er Jahre in der [[Anthropologie]] weiterbenutzt. Europide gehörten nach überholten Rassentheorien neben [[Mongolide]]n und [[Negride]]n zu den drei grundlegend unterschiedlichen [[Großrasse]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Gerhard Zimpel (Hrsg.), Ulrich Pietrusky (Bearb.): Lexikon der Weltbevölkerung, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 3-11-016319-5, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angeblich [[Homogenität (Soziologie)|homogenen]] Eigenschaften der Europiden im Unterschied zu den anderen angenommenen „[[Menschenrasse]]n“ wurden [[Molekularbiologie|molekularbiologisch]] und bevölkerungs[[Genetik|genetisch]] eindeutig widerlegt. Jedes [[Gen]] hat seinen eigenen geographischen Verbreitungsschwerpunkt. Um die Existenz einer [[Rasse]] zu belegen, müssten die Verbreitungsschwerpunkte einer Vielzahl von Genen einer bestimmten [[Population (Anthropologie)|Population]] weitgehend deckungsgleich und unterscheidbar von anderen Populationen sein. Es gibt jedoch keine einheitlichen geographischen Überschneidungen für &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; [[Europäer]] (oder [[Skandinavier]], [[Osteuropäer]], [[Indien|Inder]]). Die äußerlichen Unterschiede zwischen den sogenannten „Europiden“ und anderen „Rassen“ repräsentieren lediglich einen sehr kleinen Teil der Erbanlagen, die auf die Anpassung an unterschiedliche [[Klima]]te zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Deklaration von Schlaining: {{Webarchiv|url=http://www.friedensburg.at/uploads/files/Deklaration_1995.pdf |wayback=20201010092259 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF), 1995, Abschnitt II: „Zur Obsoletheit des Begriffes der ‚Rasse‘“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;europid&amp;#039;&amp;#039; gilt demnach als obsolet und hat keine wissenschaftliche Grundlage mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Europide&amp;#039;&amp;#039; geht auf die Rassentheoretiker [[Egon von Eickstedt]] und dessen Schüler [[Hermann Peters (Zoologe)|Hermann Peters]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. Baker: &amp;#039;&amp;#039;Race.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1974, S. 204 ([https://archive.org/details/john-r.-baker-race/page/204/mode/1up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im englischen Sprachraum wurde sie durch die Veröffentlichungen des Oxforder Biologen und Anthropologen [[John Randal Baker]] (1900–1984) verbreitet, stand hier aber in Konkurrenz zur von [[Johann Friedrich Blumenbach]] popularisierten Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kaukasische Rasse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;Caucasian race&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard J. Freedman: &amp;#039;&amp;#039;Caucasian.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;British Medical Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 288, 1984, S. 696–698 ([https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1444385/pdf/bmjcred00490-0048.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Georgierin.png|miniatur|Der 1795 von Blumenbach gefundene [[Georgier|georgische]] Schädel, der ihm auf eine Herkunft der Europäer aus dem [[Kaukasus]] hinzuweisen schien]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der „weißen Rasse“ als „Kaukasier“ geht auf [[Christoph Meiners]] zurück. Er unterteilte 1785 die Menschheit in einen „kaukasischen“ und einen „mongolischen Stamm“, wobei er jenen als schön und weiß, diesen als hässlich bezeichnete. Der Stamm der Kaukasier sei unterteilt in zwei „Racen“, nämlich die „[[Kelten|Celtische]]“, die er am reichsten mit Geistesgaben ausgestattet sah, und die „[[Slawen|Slawische]]“. In Indien sei „die niedrigste [[Kaste|Caste]]“ mongolischen, „die höheren Casten hingegen […] unläugbar Kaukasischen […] Ursprungs“. Die Bezeichnung entnahm Meiners der [[Bibel]], denn im [[Kaukasus]] habe nicht nur das [[Paradies]] gelegen, sondern hier sei auch die [[Arche Noah]] gelandet. Dabei unterlief ihm laut dem Soziologen [[Wulf D. Hund]] der terminologische Irrtum, dass er die angeblich geistig überlegenen Europäer nach einem Gebirge benannte, das in [[Asien]] liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf D. Hund: &amp;#039;&amp;#039;Wie die Deutschen weiß wurden. Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus,&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-476-04499-0, S. 92–93 ([[doi:10.1007/978-3-476-04500-3]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenbach übernahm Meiners Begriff und unterschied fünf Rassen, denen er eine angebliche [[Hautfarbe]] zuwies: die kaukasische ([[Weiße|weiß]]), die mongolische (gelb), die malaiische (braun), die amerikanische (rot) und die äthiopische ([[Schwarze|schwarz]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce Baum: &amp;#039;&amp;#039;The rise and fall of the Caucasian race. A political history of racial identity.&amp;#039;&amp;#039; NYU Press, New York 2006, ISBN 0-8147-9892-6, S. 76; [[Susan Arndt]]: &amp;#039;&amp;#039;Rassismus begreifen: Vom Trümmerhaufen der Geschichte zu neuen Wegen.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-76554-4, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit &amp;#039;&amp;#039;kaukasisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Blumenbach die Europäer. Diese Rasse sah er als die schönste und die ursprünglichste an,&amp;lt;ref&amp;gt;Doris Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Rasse im Recht – Recht gegen Rassismus. Genealogie einer ambivalenten rechtlichen Kategorie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-76844-0, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus der sich die anderen entwickelt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Klatt: &amp;#039;&amp;#039;„Klytia und die ‚schöne Georgianerin‘ – Eine Anmerkung zu Blumenbachs Rassentypologie“&amp;#039;&amp;#039;. Norbert Klatt Verlag, Göttingen 2008, S.&amp;amp;nbsp;71–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Hautfarbe zog Blumenbach für die Bestimmung als kaukasisch verschiedene Parameter wie Schädelform, Längen- und Größenrelationen von Körperteilen, Gesichtswinkel, [[Mimik]], die Konsistenz des [[Ohrenschmalz]]es und den [[Körpergeruch]] heran.&amp;lt;ref&amp;gt;Doris Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Rasse im Recht – Recht gegen Rassismus. Genealogie einer ambivalenten rechtlichen Kategorie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2021, S. 82 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Verstandeskraft aber unterschieden sich die Kaukasier seiner Ansicht nach nicht von den anderen Rassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce Baum: &amp;#039;&amp;#039;The rise and fall of the Caucasian race. A political history of racial identity.&amp;#039;&amp;#039; NYU Press, New York 2006, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Blumenbach stellte sich die Rassen als ein Kontinuum vor, sie gingen für ihn bruchlos ineinander über. An die Möglichkeit Kaukasier trennscharf von anderen Rassen abzugrenzen, wie es für den [[Rassismus]] konstitutiv ist, glaubte er nicht – eine Einsicht, die im weiteren Verlauf der Geschichte verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigrid Oehler-Klein: &amp;#039;&amp;#039;Rasse&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinz Thoma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Europäische Aufklärung. Begriffe, Konzepte, Wirkung&amp;#039;&amp;#039;. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2015, ISBN 978-3-476-02054-3, S. 419–428, hier S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] dagegen waren die Kaukasier geistig eindeutig überlegen, allen anderen wäre, wie er in seinen &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte&amp;#039;&amp;#039; ab 1822 erklärte, der für Europa typische „unendliche Wissensdrang […] fremd“. „Erst in der kaukasischen Race“ gelange „der Geist zur absoluten Einheit mit sich selber“. Daher käme der „Fortschritt der Weltgeschichte“ erst durch sie zu Stande, weshalb der „europäische Geist“ sich auch die [[Weltherrschaft|Herrschaft der Welt]] habe sichern können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wulf D. Hund]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie die Deutschen weiß wurden. Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus.&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 2017, S. 86 ([[doi:10.1007/978-3-476-04500-3]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebraucht wurde die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;caucasian&amp;#039;&amp;#039; vor allem in der [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Medizin zur Beschreibung der aus Europa, Nordafrika, dem Horn von Afrika sowie West- und Südasien stammenden Menschen. Insbesondere der Anthropologe [[Carleton S. Coon|Carleton Stevens Coon]] entwickelte eine Theorie, nach der die „Caucasoids“ eine eigene Subspezies („Rasse“) des &amp;#039;&amp;#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&amp;#039;&amp;#039; darstellen, die sich, wie vier weitere „Rassen“, aus unabhängigen geographischen Populationen des &amp;#039;&amp;#039;[[Homo erectus]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Carleton S. Coon: &amp;#039;&amp;#039;The Orgins of Race&amp;#039;&amp;#039;. Alfred A. Knopf, 1962, ISBN 0-394-30142-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese heute als falsch erwiesene Theorie hatte dennoch erheblichen Einfluss auf das Rassendenken in den USA. Die [[Jim-Crow-Gesetze]], die in den [[Südstaaten]] bis zur Abschaffung der [[Rassentrennung]] Mitte der 1960er Jahre in Kraft waren, verboten es [[Afroamerikaner]]n zum Beispiel, „kaukasischen“ Frauen die Hand zu geben, sie mussten „Kaukasiern“ auf dem Bürgersteig ausweichen und ihnen im Straßenverkehr die [[Vorfahrt]] lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roman Loimeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ethnologie – Biographie einer Kulturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-496-01666-3, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den angelsächsischen Ländern sind die entsprechenden Begriffe &amp;#039;&amp;#039;white&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;caucasian&amp;#039;&amp;#039; auch in offiziellen Dokumenten wie zum Beispiel Formularen der Verwaltung, medizinischen Dokumentationen oder [[Volkszählung]]sunterlagen unter der Kategorie [[Race (United States Census)|Race]] nach wie vor üblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article131246123/Warum-werden-weisse-Europaeer-in-den-USA-als-Kaukasier-bezeichnet.html |autor=Wulf Köpke |titel=Warum werden weiße Europäer in den USA als Kaukasier bezeichnet? |hrsg=Hamburger Abendblatt |datum=2014-08-15 |zugriff=2019-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;caucasian&amp;#039;&amp;#039; referenziert auf die Hautfarbe, weshalb auch [[Juden]] darunter fallen. Er hat daher keinen nationalsozialistischen Unterton.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan Arndt: &amp;#039;&amp;#039;Rassismus begreifen: Vom Trümmerhaufen der Geschichte zu neuen Wegen.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2021, S. 261; Doris Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Rasse im Recht – Recht gegen Rassismus. Genealogie einer ambivalenten rechtlichen Kategorie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2021, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyers b11 s0476a.jpg|mini|Blauer Bereich: Vorkommensraum der &amp;#039;&amp;#039;kaukasischen Rasse&amp;#039;&amp;#039; nach einer Ausgabe von [[Meyers Konversationslexikon]] (1885–1892).]]&lt;br /&gt;
Molekulargenetische Untersuchungen haben die Einteilung der Art &amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039; in „Rassen“ oder „Großrassen“ widerlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Templeton2016&amp;quot;&amp;gt;Templeton, A. (2016). EVOLUTION AND NOTIONS OF HUMAN RACE. In Losos J. &amp;amp; Lenski R. (Eds.), &amp;#039;&amp;#039;How Evolution Shapes Our Lives: Essays on Biology and Society&amp;#039;&amp;#039; (pp. 346–361). Princeton; Oxford: Princeton University Press. {{doi|10.2307/j.ctv7h0s6j.26}}. Diese Sichtweise entspricht dem Konsens der internationalen Anthropologie, siehe dazu {{cite web|author=[[American Association of Physical Anthropologists]]|title=AAPA Statement on Race and Racism |website=American Association of Physical Anthropologists |accessdate=2020-06-19 |language=en |date=2019-03-27 |url=https://physanth.org/about/position-statements/aapa-statement-race-and-racism-2019/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Europiden“ wurden nach der [[Rassensystematik]] – die bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus gebräuchlich war – in verschiedene „Kleinrassen“ untergliedert, deren Abgrenzung noch weitaus problematischer ist als die der drei „Großrassen“. Trotz der enormen Datenmengen über diverse körperliche Merkmale, die zur Rassenbestimmung zusammengetragen wurden, blieb die Beurteilung immer subjektiv, [[Eurozentrismus|eurozentrisch]] und so künstlich konstruiert, dass die Ergebnisse den vorher formulierten Erwartungen entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Kattmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Warum und mit welcher Wirkung klassifizieren Wissenschaftler Menschen?&amp;#039;&amp;#039; In: Heidrun Kaupen-Haas, Christian Saller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Rassismus: Analysen einer Kontinuität in den Human- und Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1999, ISBN 3-593-36228-7, S. 65–83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Trey: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung von Rassentheorien im 19. Jhdt.: Gobineau und sein Essai „[[Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen|Die Ungleichheit der Menschenrassen]]“.&amp;#039;&amp;#039; disserta, Hamburg 2014, ISBN 978-3-95425-684-6. S. 13, 28–29, 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Bezeichnungen solcher angeblicher „Kleinrassen“, die etwa der DDR-Anthropologe [[Herbert Bach]] in Anlehnung an seinen Lehrer – den nationalsozialistischen Rassentheoretiker [[Egon von Eickstedt]] – noch bis in die 1990er Jahre verwendete,&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Pittelkow: &amp;#039;&amp;#039;Herbert Bach (1926 – 1996) und sein Beitrag zur Anthropologie und Humangenetik an der Universität Jena.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, 7. Juli 2015, [https://core.ac.uk/download/224750633.pdf PDF] abgerufen am 29. Dezember 2023, S.&amp;amp;nbsp;108.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind heute weitestgehend aus der Literatur verschwunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nordide (Fenno-Skandinavien, Nord- und Ostseeraum, Britische Inseln, Benelux, Deutschland, Schweiz, Österreich)&lt;br /&gt;
* Osteuropide (Osteuropa, Finnland, Baltikum, [[Ostdeutschland]])&lt;br /&gt;
* Lappide (Lappland)&lt;br /&gt;
* Alpinide (Alpenraum, Zentralfrankreich, Mittelitalien, Zentral-Europa)&lt;br /&gt;
* Dinaride (Mittel- und Südost-Europa, West-Ukraine, Karpatenbogen, Ost-Alpen, Süd-Deutschland)&lt;br /&gt;
* Mediterranide (Mittelmeer- und Schwarzmeerküste, Mesopotamien, Spanien, Portugal)&lt;br /&gt;
* Orientalide (Arabien, Nordafrika, Palästina, Syrien, Iran)&lt;br /&gt;
* Armenide (Armenien, Iran, östlicher Mittelmeerraum)&lt;br /&gt;
* Turanide (Turkestan)&lt;br /&gt;
* Berberide (Sahara)&lt;br /&gt;
* Roma (Europa)&lt;br /&gt;
* Indide (Indien)&lt;br /&gt;
* Weddide (Südwest-Indien, Sri-Lanka, Hinterindien, Indonesien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Luigi Luca Cavalli-Sforza]]: &amp;#039;&amp;#039;Gene, Völker und Sprachen. Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation.&amp;#039;&amp;#039; Carl Hanser Verlag, 1999.&lt;br /&gt;
* Bruce Baum: [http://books.google.com/books?id=TnVgKpqCxzQC&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;The rise and fall of the Caucasian race: a political history of racial identity.&amp;#039;&amp;#039;] NYU Press, 2006, ISBN 0-8147-9892-6.&lt;br /&gt;
* Norbert Klatt: &amp;#039;&amp;#039;Klytia und die »schöne Georgianerin« – Eine Anmerkung zu Blumenbachs Rassentypologie.&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Klatt: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Beiträge zur Blumenbach-Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1. Norbert Klatt Verlag, Göttingen 2008, S.&amp;amp;nbsp;70–101. ([http://d-nb.info/991502396/34/ PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Europider}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Rassismus und Kolonialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologische Anthropologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fährtenleser</name></author>
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