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	<title>Europas Schande - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:52:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Rezeption */ tk</title>
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		<updated>2026-01-28T13:58:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Europas Schande&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein politisches Gedicht von [[Günter Grass]] aus dem Jahr 2012, das die [[griechische Staatsschuldenkrise ab 2010|griechische Staatsschuldenkrise]], die [[Proteste in Griechenland 2010–2012|damit zusammenhängende Protestbewegung]] im Land und die Beziehungen der [[Europäische Union|Europäischen Union]] mit dem Staat [[Griechenland]] thematisiert. Es erschien wenige Wochen nach seinem umstrittenen israelkritischen Gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[Was gesagt werden muss]]&amp;#039;&amp;#039; am 25. Mai 2012 online, am folgenden Tag in der gedruckten Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-von-guenter-grass-zur-griechenland-krise-europas-schande-1.1366941 Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise Europas Schande], Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 2012. Abgerufen am 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/guenter-grass-dichtet-ueber-griechenland-a-835371.html Grass dichtet über Griechenland: Mit nachgefüllter Tinte], [[Spiegel Online]], 25. Mai 2012. Abgerufen am 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der griechischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Kathimerini&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/deutschland/europas-schande-grass-will-griechenland-gedicht-nicht-kommentieren_aid_758820.html Grass will Griechenland-Gedicht nicht kommentieren], Fokus online, 26. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Radio Bremen]] trug er sein Gedicht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/ndrkultur/grass197.html | wayback=20120528190648 | text=&amp;#039;&amp;#039;Europas Schande&amp;#039;&amp;#039;, gelesen von Günter Grass}} (2:22). NDR online am 26. Mai 2012, 13:40 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt; Die öffentliche Debatte wurde sowohl über den kontrovers bewerteten [[Poetologie|poetologischen]] Gehalt als auch über die politische [[Intention (Literatur)|Intention]] des Textes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Form ==&lt;br /&gt;
Im Text wird Griechenland bedauert, das „als Schuldner nackt an den Pranger gestellt“ und „unter Schrottwert taxiert“ werde. Griechenland sei ein „rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht / den Gürtel enger und enger schnallt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk besteht aus zwölf [[reim]]losen Strophen zu je zwei Versen in unregelmäßiger [[Verslehre|Metrik]]. Das [[Lyrisches Ich|lyrische Ich]], wohl der Autor selbst, spricht Europa direkt an. Das Gedicht beginnt mit den Worten „Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht,/ bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh“. Griechenland, ein Land, dem „Dank zu schulden Dir Redensart war“, leide. Das „kaum noch geduldete Land“ sei zur Armut verurteilt. Der Autor benutzt die [[Metapher]] des Giftbechers, ein Verweis auf den griechischen Philosophen [[Sokrates]], der durch ein Gerichtsurteil zum Tod durch den [[Schierlingsbecher]] verurteilt wurde. Grass beschreibt, wie Europa dem Land Griechenland seinen Giftbecher aufdrängt: „Sauf endlich, sauf! schreien der [[Europäische Kommission|Kommissare]] [[Claqueur]]e,/ doch zornig gibt Sokrates Dir den Becher randvoll zurück“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/grass-gedicht-griechenland Grass veröffentlicht Gedicht zu Griechenland], [[Zeit Online]], 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der fünften Strophe bezieht sich der Autor auf die [[Geschichte Griechenlands#Zweiter Weltkrieg und Bürgerkrieg (1941–1949)|deutsche Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg]] – „Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land heimgesucht,/ trugen zur Uniform [[Friedrich Hölderlin|Hölderlin]] im [[Tornister]]“ – und spielt dabei auf barbarisches Tun der dabei eigene Zivilisiertheit Reklamierenden an, einst wie jetzt. Außerdem bezieht er sich auf die Haltung zur [[Griechische Militärdiktatur|griechischen Militärdiktatur]] in der Zeile: „Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir (Europa) einst als Bündnispartner geduldet wurden.“ Der Dichter droht in der vorletzten Strophe einen „Fluch der Götter“ an und prophezeit in der letzten Strophe die Folgen der falschen Politik für den Täter Europa: „Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land, dessen Geist Dich, Europa erdachte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/neues-grass-gedicht-europas-schande-11764252.html Neues Grass-Gedicht: „Europas Schande“], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.NET]], 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur lebhaften inhaltlichen Kontroverse über das kürzlich erschienene Gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[Was gesagt werden muss]]&amp;#039;&amp;#039;, blieb diesmal die Reaktion verhalten. Kurz nach der Veröffentlichung gab es in Deutschland zahlreiche Medienberichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. zustimmend: &amp;#039;&amp;#039; http://www.zeit.de/2012/23/01-Griechenland Griechenland-Rettung. Die Antike in Ehren.&amp;#039;&amp;#039; Zeit online 25. Mai 2912, ablehnend: {{Webarchiv | url=http://www.ftd.de/politik/europa/:europas-schande-grass-wettert-gegen-umgang-mit-griechen/70042799.html#f1 | wayback=20120528185423 | text=&amp;#039;&amp;#039;Europas Schande. Grass wettert gegen Umgang mit Griechen&amp;#039;&amp;#039;}}. Financial Times Deutschland 27. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Politiker, Schriftsteller oder Literaturkritiker hingegen bezogen seltener Stellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[CDU]]-Politiker [[Gunther Krichbaum]], Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag, meinte, entgegen der Aussage des Gedichtes sei Griechenland mit europäischen Anstrengungen enorm geholfen worden. Es sei zum Beispiel den Slowaken schwer zu vermitteln, dass sie Griechenlands Rentnern helfen müssten, wo Griechenland doch schon höhere Renten habe als die Slowakei. Nach der Diskussion über sein vorheriges Gedicht könne man Grass nicht mehr ernst nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Krichbaum im Gespräch mit Anne Raith: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1767387/ Grass’ &amp;quot;Kritik geht an der Wirklichkeit völlig vorbei&amp;quot;] bei DRadio vom 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Informationen am Mittag,&amp;#039;&amp;#039; bei DRadio vom 26. Mai 2012, 13.10 Uhr, Meldung bezogen auf das zitierte Interview&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Petros Markaris]] äußerte in einem Interview mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;, er „finde es zuerst einmal schön, dass ein weltweit bekannter Autor und Nobelpreisträger sich mit literarischen Mitteln über die Krise äußert. Ich […] habe es zunehmend satt, dass ich nur Äußerungen von Politikern und Ökonomen höre. Und ich fand es immer auch schlecht, dass, sagen wir, Literaten und Künstler dazu schweigen. Oder keine Meinung äußern.“ Deswegen sei das Gedicht für ihn „sehr wertvoll“. Grass nehme das Elend des griechischen Volkes ernst, mache ihm Mut und zeige, dass nicht alle Deutschen gegen Griechenland sind. Bei Gedichten und Kunst handle es sich immer um Übertreibung. Natürlich müsste Deutschland beim Verlassen der EU durch Griechenland finanzielle Verluste hinnehmen. Jetzt schon sei der [[Parlamentarismus]] in Griechenland zerstört. Eine [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Partei habe bei den jüngsten Wahlen 7 Prozent erreicht, dazu eine [[Rechtsextremismus|rechtsradikale]] 12 Prozent. Von dem [[Antike|antiken Ideal]], welches Grass verteidigen wolle, sei noch einiges übrig geblieben. Die jetzige Lage könne nur für die [[Demokratie]] gefährlich werden. Zur Zusammenarbeit Deutschlands mit den [[Griechische Militärdiktatur|griechischen Obristen]] bemerkt er, alle westlichen Regierungen hätten mit den Militärs paktiert, aber es habe überall auch Widerstand dagegen gegeben. Die Griechen hätten erstaunlicherweise ihre ehemaligen Besatzer wärmer aufgenommen als die ehemaligen Befreier. Er bedaure, dass dies nicht mehr so sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview mit Petros Markaris: [http://www.dradio.de/aod/html/?station=1&amp;amp;broadcast=196843&amp;amp; Interview zum Nachhören], Informationen am Mittag im DRadio vom 26. Mai 2012, 13.15 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„In der schwierigen Zeit, die das griechische Volk durchmacht, macht die Stellungnahme des international hoch angesehenen Nobelpreisträgers Günter Grass durch sein Gedicht über Griechenland Hoffnung und fördert die europäische Idee“, lobte der griechische Botschafter in Berlin Dimitrios Rallis gegenüber der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Presseagentur|Deutschen Presseagentur]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;stuttgarter-zeitung.de: {{Webarchiv | url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.europas-schande-ein-echter-grass-und-nicht-von-der-titanic.a996d225-0235-4a0d-98c5-83c46187669a.html | wayback=20120715022424 | text=&amp;#039;&amp;#039;Ein echter Grass und nicht von der &amp;quot;Titanic&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volker Weidermann]] behauptete in einer &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;-[[Satire]], das Gedicht stamme nicht von Günter Grass, sondern sei vom Satiremagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Titanic (Magazin)|Titanic]]&amp;#039;&amp;#039; bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; eingereicht worden&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Weidermann: [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/noch-n-gedicht-wo-waere-guenter-grass-ohne-griechenland-11764737.html Noch’n Gedicht: Wo wäre Günter Grass ohne Griechenland?] In: faz.net vom 26. Mai 2012. Abgerufen am 27. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ein paar Schlagwörter zu Griechenland, der Antike und Europa, verschrobene Sätze, unsinnige Genitivkonstruktionen - das Satiremagazin ‚Titanic‘ hätte die Persiflage eines Grass-Gedichts auch nicht besser hinbekommen.“ Die &amp;#039;&amp;#039;Titanic&amp;#039;&amp;#039;-Redakteure hätten „dieses besonders alberne und unglaubwürdig schlechte Gedicht“ bei den Kollegen der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen&amp;#039;&amp;#039; als „echtes Grass-Gedicht“ platzieren können, weil diese „[o]ffenbar […] von dem phantastischen Erfolg, den sie mit der Publikation des letzten antisemitischen Gedichts von Günter Grass erzielt haben, noch so begeistert [sind], dass sie inzwischen alles annehmen, was bei ihnen unter diesem Erfolgsnamen so eingereicht wird, in der Hoffnung, den irren Scoop von damals zu wiederholen.“ Der [[Nachrichtenagentur]] &amp;#039;&amp;#039;[[dpa]]&amp;#039;&amp;#039; sagte Weidermann, „ob sich das jetzt die &amp;#039;Titanic&amp;#039; oder Günter Grass ausdenkt, ist für mich kein großer Unterschied.“&amp;lt;ref&amp;gt; Abendblatt.de: [https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article106574601/Dichtung-oder-Wahrheit-Verwirrung-um-Grass-Gedicht.html Dichtung oder Wahrheit? Verwirrung um Grass-Gedicht] In: Hamburger Abendblatt vom 27. Mai 2012. Abgerufen am 27. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel online]]&amp;#039;&amp;#039; beschrieb den Vorgang als „Medienfarce“: „Günter Grass wird zum Gespött“. Während in der Internetfassung auf &amp;#039;&amp;#039;[[faz.net]]&amp;#039;&amp;#039; die Einleitung im Gegensatz zum Haupttext im Konjunktiv formuliert ist, fehlte ein solcher Hinweis auf den satirischen Charakter im Nachrichtenteil der gedruckten Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung|FAS]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/kultur/literatur/farce-um-neues-gedicht-grass-wird-zum-gespoett-a-835517.html Medienfarce. &amp;quot;FAS&amp;quot; verhöhnt Grass-Gedicht in der &amp;quot;SZ&amp;quot;].&amp;#039;&amp;#039; Spiegel online 27. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Twitter]] und in anderen Internetauftritten war die Weidermann-Satire zunächst von vielen ernst genommen worden, bis zum Dementi des SZ-Chefredakteurs, ebenfalls auf Twitter. Danach entstanden, wiederum vorwiegend auf Twitter, zahlreiche Spottgedichte, zitiert werden z.&amp;amp;nbsp;B. Anspielungen auf Grass’ Alter („Schnabeltasse“) oder auf die Fußball-Europameisterschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;tagesschau.sf.tv: {{Webarchiv | url=http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/05/27/Kultur/Spott-ueber-Grass-Griechenland-Gedicht | archive-is=20130418185021 | text=&amp;#039;&amp;#039;Spott über Grass&amp;#039; Griechenland-Gedicht&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Welt online veröffentlichte „frei erfundene“ Nachdichtungen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Was noch gesägt werden muss&amp;#039;&amp;#039;, die sich auf beide Gedichte bezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Zippert: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article106394226/Guenter-Grass-Was-gesaegt-werden-muss.html | wayback=20120531091655 | text=Neue Gedichte. Günter Grass - Was gesägt werden muss}}.&amp;#039;&amp;#039; Welt online, 31. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Titanic reagierte mit der „Pressemitteilung“ &amp;#039;&amp;#039;Schluss mit dem Unsinn&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.titanic-magazin.de/news/pressemitteilung-schluss-mit-dem-unsinn-4982/ Pressemitteilung. Schluss mit dem Unsinn].&amp;#039;&amp;#039; Titanic Newsticker online 30. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Weidermann den Leser über den „modus dicendi“, also darüber, auf welche Art und Weise ein Text etwas aussagt, im Unklaren lasse, bezeichnete der [[Literaturwissenschaft|Literatur-]] und [[Medienwissenschaft]]ler [[Jochen Hörisch]] den &amp;#039;&amp;#039;FAS&amp;#039;&amp;#039;-Artikel als „perfektes Verwirrspiel“. Weidermann habe seine [[Satire]] als [[Nachricht]] veröffentlicht und damit einen „Mangel des Gedichts“ deutlich gemacht, nämlich dass Grass „[[Poetologie|poetologische]] Konzepte miteinander vermengt, die nicht zusammenpassen: einerseits das in der [[Klassizismus|klassizistischen]] [[Hölderlin]]-Tradition stehende Konzept des ‚Priester-Dichters‘, andererseits das der engagierten [[Politische Literatur|politischen Literatur]] im Sinne [[Jean-Paul Sartre|Sartres]]“. Grass beherrsche „eben gerade nicht ein souveränes Spiel mit [[Genre]]s“. Dessen Gedicht sei vielmehr ein „[[Gattung (Literatur)|Gattungsverstoß]], […] aber eben nicht in [[Ironie|ironischer]], satirischer Hinsicht, sondern, ich muss das in aller Schärfe sagen, aus Inkompetenz.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Hörisch: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1769509/ Perfektes Verwirrspiel]&amp;#039;&amp;#039;. Deutschlandradio Kultur mit Audiodatei, 29. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jutta Rinas charakterisierte die Form des Gedichts in der [[Wolfsburger Allgemeine]]n unter Bezug auf den „vorwärts treibenden Rhythmus des antiken Versmaßes [[Anapäst]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;waz-online.de: {{Webarchiv | url=http://www.waz-online.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Mit-Allerletzter-Tinte | archive-is=20130212133901 | text=&amp;#039;&amp;#039;Mit „Allerletzter Tinte“&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer anderen Auffassung in der Frage der [[Verslehre|metrischen Form]] des Gedichts und zu einer positiven Einschätzung von dessen literarischer Qualität kam Konstantin Sakkas im [[Deutschlandradio]]. Er bescheinigte Grass, sich „des Versmaßes der [[Asklepiadeische Strophe|asklepiadischen]] [[Ode]]“ bedient zu haben, „und dies sehr souverän“. Darüber hinaus kritisierte er die „Ignoranz der Spötter“ als „plumpes Schulhofgespött“. Laut Sakkas bezieht sich Grass in der zweiten Strophe „elegant“ auf [[Goethe]]s [[Iphigenie auf Tauris|Iphigenie]] und geht zudem mit der deutsch-nationalen [[Hölderlin]]-Rezeption und der [[Konservative Revolution|Konservativen Revolution]] ins Gericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstantin Sakkas: [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1771084/ „Europas Schande“ und die Ignoranz der Spötter], gesendet im Deutschlandradio Kultur am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die griechische Schriftstellerin und Kolumnistin [[Soti Triantafillou]] nannte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Grass einen [[Populismus|Populisten]]. Sie bewundere den Autor und besonders seinen „großen europäischen Roman“ [[Die Blechtrommel]], jedoch habe er sich eine „vereinfachende Weltsicht“ zugelegt. Künstlerisch erinnere sie das Gedicht an die große deutsche [[Romantik|romantische]] Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt; Soti Triantafyllou: „Wir sind eine linke Gesellschaft, die zugleich extrem konservativ ist.“ Süddeutsche Zeitung, 4. Juni 2012, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;dradio.de: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Griechische Autorin kritisiert Grass-Gedicht&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2012060408/2/ |wayback=20130707153405 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem griechischen Schriftsteller [[Vasilis Vasilikos]] zufolge knüpft Grass an die auf das 18. Jahrhundert zurückgehende Tradition deutsch-griechischer Freundschaft an.&amp;lt;ref&amp;gt;dradio.de: {{Webarchiv | url=http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2012062009/2/ | archive-is=20130211013423| text=&amp;#039;&amp;#039;Griechischer Autor fordert Solidarität von und mit Europa&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volker Neuhaus]], Grass-Biograf und Herausgeber seiner Werke, bewertet das Gedicht sehr positiv. Er nannte auf [[Deutsche Welle]] Grass einen „völlig unabhängigen Mann“ und „streitbaren Humanisten“. Den Literatur-Verantwortlichen der FAZ warf er einen langjährigen „Hass“ gegen den Dichter vor. &amp;#039;&amp;#039;Europas Schande&amp;#039;&amp;#039; sei „ein wunderschönes, hymnisches Gedicht“ in der Hölderlin-Tradition „mit feierlichen Sprüngen und Schwüngen“. Mit seinem Gedicht habe Grass an die Wurzeln der [[Abendland|abendländischen]] Wertegemeinschaft erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gespräch mit Volker Neuhaus: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.dw.de/dw/article/0,,15996670_page_0,00.html Was treibt Grass an?]&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Welle, 6. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-von-guenter-grass-zur-griechenland-krise-europas-schande-1.1366941 Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise: „Europas Schande“]. Gedichttext. Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 2012. Abgerufen am 25. Mai 2012.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/ndrkultur/grass197.html | wayback=20120528190648 | text=&amp;#039;&amp;#039;Europas Schande&amp;#039;&amp;#039;, gelesen von Günter Grass}} (2:22). NDR online am 26. Mai 2012, 13:40 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Günter Grass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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