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	<title>Europa der Regionen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+https &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Europa der Regionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für ein politisches Konzept, das die Regionen innerhalb [[Europa]]s unabhängig von den [[EU-Mitgliedstaaten]] fördern und in ihrer regionalen Eigenständigkeit unterstützen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17431/europa-der-regionen/ |titel=Europa der Regionen |abruf=2022-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter „Regionen“ versteht man in diesem Zusammenhang politische (meist subnationale) Gebiete, deren Bevölkerung [[Ethnie|ethnische]], sprachliche, kulturelle oder auch religiöse Gemeinsamkeiten haben. Dies können [[Provinz]]en und [[Gliedstaat]]en (wie die deutschen [[Land (Deutschland)|Bundesländer]]), [[Autonomie (Politikwissenschaft)|autonome]] [[Gebietskörperschaft]]en (wie das [[Baskenland]] oder [[Katalonien]] in [[Spanien]]) oder aber auch [[Grenzüberschreitende Zusammenarbeit|grenzüberschreitende]] Gebiete (wie die [[Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino]]) sein. Gerade letzteres Beispiel verdeutlicht, dass kulturell gewachsene Regionen dabei nicht zwangsläufig deckungsgleich mit den bestehenden [[Grenze|Grenzen]] sein müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept steht (im Gegensatz zum [[Nationalismus|nationalistischen]] „[[Europa der Vaterländer]]“) nicht unbedingt für eine [[Europaskepsis|europaskeptische]] Haltung, wohl aber meist für eine starke Betonung des [[Subsidiarität]]sprinzips. Häufig definiert es sich gerade auch in der Ablehnung starker ([[Zentralismus|zentralistischer]]) [[Nationalstaat]]en – unterscheidet sich jedoch in den daraus folgenden Forderungen: Entweder einer Stärkung [[Föderalismus|föderaler]] europäischer (→ [[Europäischer Föderalismus]]) oder regionaler Strukturen (→ [[Regionalismus]]); teilweise auch beides gleichzeitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europaregionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Europaregion}}&lt;br /&gt;
Von der EU selbst wurde vor allem die Einrichtung von sogenannten Europaregionen (auch Euroregion oder Euregio) gefördert. Dadurch soll insbesondere wirtschaftlich und infrastrukturell schwachen Regionen geholfen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A6-2005-0311+0+DOC+XML+V0//DE |titel=BERICHT über die Rolle der „Euroregionen“ bei der Entwicklung der Regionalpolitik – A6-0311/2005 |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Euroregionen sollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Regionen selbst gesellschaftlich und kulturell fördern. Die EU erhofft sich neben dem Aspekt der länderübergreifenden Zusammenarbeit auch eine Stärkung der potenziell schwächeren Randregionen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Dazu gehörte unter anderem auch die „Strategie Europa 2020“, welche wirtschaftliches Wachstum in Europas Regionen zu fördern versuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/europe-2020-indicators/ |titel=Übersicht – Europa 2020 Indikatoren |hrsg=Eurostat |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.parcanimalierdauvergne.fr/en/erdf/ |titel=The European Regional Development Fund |werk=Parc Animalier d&amp;#039;Auvergne |abruf=2021-01-14 |sprache=en-GB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210305193602/https://www.parcanimalierdauvergne.fr/en/erdf/ |archiv-datum=2021-03-05 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-20 09:12:09 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Europaregionen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NUTS-Regionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|NUTS}}&lt;br /&gt;
In der EU werden als Regionen auch die statistischen Gebietseinheiten [[NUTS]] ({{frS|Nomenclature des unités territoriales statistiques}}) bezeichnet. Die dreistufige NUTS-Systematik wurde 1980 vom [[Eurostat|Europäischen Amt für Statistik]] entwickelt, um regionale Raumeinheiten innerhalb Europas auch international statistisch zu vergleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ibau.de/akademie/glossar/nuts-code/ |titel=NUTS-Code |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind Grundlage für quantitative Beurteilung von Regionen durch die EU. Im Rahmen der Regionalpolitik werden Fördermittel konkreten NUTS-Regionen (vor allem NUTS-3-Regionen) zugewiesen. Die NUTS-Regionen lehnen sich eng an die [[Verwaltungseinheit|Verwaltungsgliederung]] der einzelnen Länder an. In der Regel entspricht eine NUTS-Ebene einer Verwaltungsebene oder einer räumlichen Aggregation von Verwaltungseinheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.europeansocialsurvey.org/data/multilevel/guide/essreg.html |titel=The regional variables in the ESS {{!}} European Social Survey (ESS) |abruf=2021-01-14 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210507171753/https://www.europeansocialsurvey.org/data/multilevel/guide/essreg.html |archiv-datum=2021-05-07 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-20 09:12:09 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine vergleichbare Systematik gibt es auch in den [[Europäische Freihandelsassoziation|EFTA]]- und [[Central and Eastern European Countries|CEC]]-Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausschuss der Regionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Europäischer Ausschuss der Regionen}}&lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Maastricht]] von 1992 (Art. 198a) wurde die Einrichtung des [[Ausschuss der Regionen|Ausschusses der Regionen]] (AdR) als beratendes Organ der [[Europäische Union|Europäischen Union]] vereinbart. Er umfasst 329 Vertreter regionaler und lokaler [[Gebietskörperschaft]]en und hat die Aufgabe, den [[Rat der Europäischen Union]] und die [[Europäische Kommission]] in allen Fragen zu beraten, die die Länder, Regionen, Autonomen Gemeinschaften, kommunalen und lokalen Gebietskörperschaften usw. betreffen. In damit zusammenhängenden Politikbereichen müssen die Gesetzgebungsorgane bei der [[Rechtsetzung der EU]] die Meinung des AdR einholen; seine Stellungnahmen haben allerdings keine bindende Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/16/der-ausschuss-der-regionen |titel=Der Ausschuss der Regionen {{!}} Kurzdarstellungen zur Europäischen Union {{!}} Europäisches Parlament |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versammlung der Regionen Europas ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Versammlung der Regionen Europas}}&lt;br /&gt;
Um eine bessere Interessenvertretung der Regionen auf europäischer und internationaler Ebene zu erreichen, wurde 1985 die Versammlung der Regionen Europas (VRE) als eine politische Organisation europäischer Regionen gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=A. Eppler |url=https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-europalexikon/177340/versammlung-der-regionen-europas-vre |titel=Versammlung der Regionen Europas (VRE) {{!}} bpb |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Derzeit hat sie 270 Regionen aus 33 europäischen Ländern und 16 interregionale Organisationen als Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rat der Gemeinden und Regionen Europas ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rat der Gemeinden und Regionen Europas}}&lt;br /&gt;
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas, 1951 in Genf von einer Gruppe europäischer Bürgermeister gegründet, ist ein gemeinnütziger Verband mit über 50 nationalen Verbänden von Städten, Gemeinden und Regionen aus 37 Ländern. Zusammen repräsentieren diese Verbände rund 100.000 lokale und regionale Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kongress der Gemeinden und Regionen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates}}&lt;br /&gt;
Beim [[Europarat]] existiert ebenfalls eine Versammlung für Gebietskörperschaften, nämlich der Kongress der Gemeinden und Regionen. Er besteht aus zwei Kammern: Der [[Kammer der Gemeinden]] und der [[Kammer der Regionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Freie Allianz ===&lt;br /&gt;
Das Konzept eines Europas der Regionen wird politisch insbesondere von der [[Europäische Freie Allianz|Europäischen Freien Allianz]] (EFA) vertreten, einer [[Politische Partei auf europäischer Ebene|europäischen Partei]], die regionalistische Parteien aus zahlreichen EU-Mitgliedstaaten vereint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eingestellt von Manuel Müller |url=https://www.foederalist.eu/2015/12/europaische-parteien-namen-europaische-freie-allianz-efa.html |titel=Die europäischen Parteien und ihre nationalen Namen (7): Die Europäische Freie Allianz |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumente ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegner ===&lt;br /&gt;
Politischen Widerstand gegen eine Aufwertung der Regionen gab es vor allem in den [[Zentralismus|zentralistischen]] Mitgliedstaaten wie [[Italien]] und [[Spanien]], da ein Kompetenzzuwachs der Regionen zu Lasten der nationalstaatlichen Aufgaben gehen könnte. In Ländern mit starken separatistischen oder regionalnationalistischen Bestrebungen wird es teilweise sogar bis heute als gefährlich angesehen, auf regionalistische Ansprüche einzugehen. Dies zeigt insbesondere die Diskussion in [[Katalonien#Der Nationalitätsstreit und politische Entwicklungen seit 1978|Katalonien seit 1978]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befürworter ===&lt;br /&gt;
Prominente Befürworter, die sich in Büchern und Kommentaren sehr eingehend für ein Europa der Regionen eingesetzt haben, oder einsetzen, sind der Autor [[Robert Menasse]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/der-europaeische-landbote/978-3-552-05616-9.html Robert Menasse: &amp;#039;&amp;#039;Der Europäische Landbote, Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss&amp;#039;&amp;#039;], Paul Zsolnay Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-552-05616-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Politologin, Publizistin und Aktivistin [[Ulrike Guérot]] und der Wirtschaftsjournalist [[Philipp Löpfe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.watson.ch/!734346888.html Philipp Löpfe: &amp;#039;&amp;#039;Wir haben wieder eine Alternative: Ein Europe der Regionen&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.watson.ch watson]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph und Nationalökonom [[Leopold Kohr]] empfahl 1941 die Aufteilung Europas in einen Regionenverbund als „Hoffnung Europas“, da dann die Subsidiarität und Bürgernähe den regionalen Einheiten inhärent werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leopold Kohr]]: (en) &amp;#039;&amp;#039;Disunion Now: A Plea for a Society Based upon Small Autonomous Units&amp;#039;&amp;#039;, The Commonweal, September 26, 1941 (as: Hans Kohr) / Telos Press, New York 1992 / auf Deutsch als: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1991/43/einigung-durch-teilung Einigung durch Teilung: Gegen nationalen Wahn, für ein Europa der Kantone – ein Vorschlag aus dem Jahr 1941]&amp;#039;&amp;#039;, [[Die Zeit]] 18. Oktober 1991 / Druckausgabe: Nr. 43, 25. Oktober 1991, S.&amp;amp;nbsp;19&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leopold Kohr]]: (en) &amp;#039;&amp;#039;The Breakdown of Nations&amp;#039;&amp;#039;, Routledge and Kegan Paul, 1957 / E. P. Dutton, New York 1978 / Green Books, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karte, inspiriert durch [[Leopold Kohr|Leopold Kohrs]] Vorschläge: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.mitdenker.at/zukunft/Euregio_Future.pdf |wayback=20110929230434 |text=&amp;quot;Post European Union&amp;quot;: Ein Europa der Regionen |archiv-bot=2023-12-20 09:12:09 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, auf mitdenker.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Laut [[Josef Isensee]] nimmt im Drei-Ebenen-System Union – Staat – Region der EU die unterste Ebene bisher nur eine bescheidene Rolle ein. Auch der „Ausschuss der Regionen“ hätte Hoffnungen auf eine wirksamere Vertretung der Regionen enttäuscht. Es handle sich dabei mehr um eine „folkloristische Schaubühne“. Dennoch sieht Isensee großes Zukunftspotential in den Regionen, denn diese seien „vitale Elemente europäischer Identität“, während die Union selbst nur ein „Konstrukt der politischen Vernunft“ sei. Die Idee Europa erlange in den Regionen Bodenhaftung. „Hier wurzelt seine Vielgestalt, jener ‚unerschöpfliche Reichtum‘, der sein Wesen ausmacht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vgl. Josef Isensee |Titel=Union – Nation – Region: eine schwierige Allianz |Hrsg=[[Peter Hilpold]], Walter Steinmair, Christoph Perathoner |Sammelwerk=Europa der Regionen |Auflage=1 |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2016 |Seiten=7-26 |ISBN=978-3-662-48204-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Robert Menasse]] ist der Auffassung, dass der Region im Lissaboner Vertrag nur eine marginale Rolle zukomme, doch in Wahrheit sei die Region für den Menschen mentalitätsprägend und identitätsstiftend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Vgl. Robert Menasse|Titel=Kurze Geschichte der Europäischen Zukunft – Oder: Warum wir erringen müssen, was wir geerbt Das Europa der Regionen|Hrsg=Peter Hilpold, Walter Steinmair, Christoph Perathoner|Sammelwerk=Europa der Regionen|Band=|Nummer=|Auflage=1. Auflage|Verlag=Springer|Ort=Berlin/Heidelberg|Datum=2016|Seiten=27-37|ISBN=978-3-662-48204-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Werner Weidenfeld]] ist das Interesse an einem „Europa der Regionen“ nur ein Teil einer thematischen Konjunktur: Mal stünden bestimmte Themen im Mittelpunkt, mal bestenfalls am Rande. Für die Lösung der aktuellen Herausforderungen fordert er ein „Europa der Bürger“ durch eine strategisch denkende Politik-Generation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Vgl. Werner Weidenfeld|Titel=Europa gebaut auf Staat und Region|Hrsg=Peter Hilpold, Walter Steinmair, Christoph Perathoner|Sammelwerk=Europa der Regionen|Band=|Nummer=|Auflage=1. Auflage|Verlag=Springer|Ort=Berlin/Heidelberg|Datum=2016|Seiten=39-48|ISBN=978-3-662-48204-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christoph Perathoner]] sieht hingegen die Rolle der Regionen in der EU weit positiver. Ausgehend von der Feststellung [[Daniel Bell (Soziologe)|Daniel Bell]]s, wonach die Nationalstaaten zur Lösung der großen Probleme zu klein seien und zur Lösung der kleinen Probleme zu groß, kommt er zum Schluss, dass die Regionen im Begriff stünden, diese Lücke zu schließen. Er fordert die Umgestaltung des Ausschusses der Regionen zu einem Senat der Regionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Vgl. Christoph Perathoner|Titel=Die Region in der Europäischen Union. Ist-Zustand und Ausblick|Hrsg=Peter Hilpold, Walter Steinmair, Christoph Perathoner|Sammelwerk=Europa der Regionen|Band=|Nummer=|Auflage=1. Auflage|Verlag=Springer|Ort=Berlin/Heidelberg|Datum=2016|Seiten=49-92|ISBN=978-3-662-48204-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Hilpold]] sieht in den Regionen bzw. in der Regionalpolitik ein wichtiges Instrument zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Dazu ist mehr (wenn auch nicht uneingeschränkte) Solidarität erforderlich und diese kann sehr wirksam über die Regionalpolitik geübt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Vgl. Peter Hilpold|Titel=Die Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Dimension|Hrsg=Peter Hilpold, Walter Steinmair, Christoph Perathoner|Sammelwerk=Europa der Regionen|Band=|Nummer=|Auflage=1. Auflage|Verlag=Springer|Ort=Berlin/Heidelberg|Datum=2016|Seiten=111-124|ISBN=978-3-662-48204-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist das Prinzip der [[Subsidiarität]] in der Europa-Politik insbesondere von dem Aachener Politikwissenschaftler [[Winfried Böttcher]] beschrieben und ausdifferenziert worden. Nach Böttcher muss Europa „von unten“ gedacht werden und nationalstaatliches Denken überwunden werden. Ein „regionaler Forderungskatalog“ thematisiert v. a. folgende Punkte:&lt;br /&gt;
# Anerkennung der kulturellen regionalen Vielfalt, &lt;br /&gt;
# Achtung der innerstaatlichen Gliederung einschließlich der Handlungsmöglichkeiten der Regionen, &lt;br /&gt;
# Dreistufiger föderativer Aufbau der EU mit eigenständigen Regionen, &lt;br /&gt;
# Etablierung des [[Ausschuss der Regionen|Ausschusses der Regionen]] als EU-Regionalorgan mit vertraglich fixierten (Mit-)Entscheidungsbefugnissen, &lt;br /&gt;
# Verankerung des Subsidiaritätsprinzips,&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 3b [[EG-Vertrag]] in der Fassung von Maastricht bzw. später {{Art.|5|EG|dejure}} EG-Vertrag in der Fassung von Amsterdam und Nizza&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Eigenständiges Klagerecht von Ländern, Regionen usw. vor dem [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshof]] (EuGH).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. W. Wessels 2003 im Handbuch zu den politischen Systemen Westeuropas, hrsg. von W. Ismayr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Eurotopia]] von [[Freddy Heineken]] &lt;br /&gt;
* [[Interregionalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Vier Motoren für Europa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--chronologisch--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Leopold Kohr]]: (en) &amp;#039;&amp;#039;Disunion Now: A Plea for a Society Based upon Small Autonomous Units&amp;#039;&amp;#039;, The Commonweal, September 26, 1941 (as: [[Hans Kohr]]) / Telos Press, New York 1992 / auf Deutsch als:&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1991/43/einigung-durch-teilung Einigung durch Teilung: Gegen nationalen Wahn, für ein Europa der Kantone – ein Vorschlag aus dem Jahr 1941]&amp;#039;&amp;#039;, [[Die Zeit]] 18. Oktober 1991 / Druckausgabe: Nr. 43, 25. Oktober 1991, S.&amp;amp;nbsp;19.&lt;br /&gt;
* Leopold Kohr: (en) &amp;#039;&amp;#039;The Breakdown of Nations&amp;#039;&amp;#039;, Routledge and Kegan Paul, 1957 / E. P. Dutton, New York 1978 / Green Books, 2001.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Heineken]], [[Henk Wesseling]], [[Wim van den Doel]]: (en) &amp;#039;&amp;#039;The United States of Europe (a Eurotopia?)&amp;#039;&amp;#039;, De Amsterdamse Stichting voor de Historische Wetenschap, Amsterdam 1992 / Hallwag, 2nd ed. 1992, 18 p., ISBN 90-90-05272-0, ISBN 978-90-90-05272-4.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Bauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europa der Regionen: Aktuelle Dokumente zur Rolle und Zukunft der deutschen Länder im europäischen Integrationsprozeß&amp;#039;&amp;#039;, Schriften zum Europäischen Recht, Band 9, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1991 / 1922, ISBN 3-428-07477-7.&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Haubrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Europa der Regionen&amp;#039;&amp;#039;, Geographie heute Nr. 153 / 1997, S.&amp;amp;nbsp;2–7.&lt;br /&gt;
* Undine Ruge: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des »Europa der Regionen«: Kritische Ideengeschichte eines konservativen Konzepts&amp;#039;&amp;#039;, Campus Forschung, Campus, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37342-4.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Böttcher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Subsidiarität – Regionalismus – Föderalismus&amp;#039;&amp;#039;, Münster 2004.&lt;br /&gt;
* Julika Elisabeth Himmel: Regionale Interessenvertretung in der EU: Eine Untersuchung unter Berücksichtigung von europäischem Recht und Regionalisierungstendenzen, Studien zur Rechtswissenschaft, Bd. 276, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8300-6278-3.&lt;br /&gt;
* [[Claus Leggewie]]: &amp;#039;&amp;#039;Für ein anderes Europa der Regionen&amp;#039;&amp;#039;, Die aktuelle Kolumne, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), 17. September 2012.&lt;br /&gt;
* Peter Jósika: &amp;#039;&amp;#039;Ein Europa der Regionen: Was die Schweiz kann, kann auch Europa&amp;#039;&amp;#039;, IL-Verlag, Basel 2014.&lt;br /&gt;
* Peter Hilpold, Walter Steinmair, Christoph Perathoner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europa der Regionen&amp;#039;&amp;#039;, Springer, Berlin/Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-48204-9 (Hardcover), ISBN 978-3-662-48205-6 (E-Book).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== TV-Sendungen ===&lt;br /&gt;
* Dorothée Haffner: &amp;#039;&amp;#039;[http://info.arte.tv/de/europa-der-regionen-wenn-wirtschaft-unabhaengig-macht Europa der Regionen: Wenn Wirtschaft unabhängig macht] – Schottland, Katalonien, Flandern, Norditalien (Venetien, Südtirol)&amp;#039;&amp;#039;, [[Arte]], 15. September 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videos ===&lt;br /&gt;
* Vortrag von [[Ulrike Guérot]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.youtube.com/watch?v=mEW9XkpR3yg Europa der Regionen: Wie die Regionen in Europa gestärkt werden können]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Karlsruher Gespräche, IHK Karlsruhe, 20. Februar 2016, [[ZAK]]Videoclips&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* (en) [https://aer.eu/ The Assembly of European Regions, AER], aer.eu&lt;br /&gt;
* [http://www.europaderregionen.com/#!projekt-edr/galleryPage.html &amp;#039;&amp;#039;Verschiedene Infos zum Themengebiet „Europa der Regionen“&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regionalpolitik der Europäischen Union]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzept der europäischen Integration]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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