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	<title>Eulen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eulen&amp;diff=22217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin): /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-05T17:14:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name = Eulen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName = Strigiformes&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor = [[Johann Georg Wagler|Wagler]], 1830&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name = Landwirbeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName = Tetrapoda&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang = Reihe&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name = Wirbeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName = Vertebrata&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Chordatiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Chordata&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Bild = Strix-varia-005.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Streifenkauz]] (&amp;#039;&amp;#039;Strix varia&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Strigiformes) sind eine [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der [[Vögel]], zu der ungefähr 250 Arten gezählt werden. Vertreter der Gruppe sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis anzutreffen. Die meisten Arten sind nachtaktiv und haben zahlreiche Anpassungen an ihre nächtliche Aktivität entwickelt. Innerhalb der Eulen unterscheidet man die beiden [[Familie (Biologie)|Familien]] der [[Schleiereulen]] (Tytonidae) und der [[Eigentliche Eulen|Eigentlichen Eulen]] (Strigidae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache kennt die Bezeichnungen „Eule“ und „Kauz“. Diese Unterscheidung wird so in keiner anderen europäischen Sprache getroffen. Im Englischen werden alle Eulenarten als &amp;#039;&amp;#039;owl&amp;#039;&amp;#039; und im Niederländischen als &amp;#039;&amp;#039;uil&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die französische Sprache kennt zwar neben &amp;#039;&amp;#039;chouette&amp;#039;&amp;#039; noch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;hibou&amp;#039;&amp;#039;, jedoch wird letztere Bezeichnung ausschließlich für Eulen mit [[Federohr]]en wie die [[Waldohreule]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wember141&amp;quot;&amp;gt;Viktor Wember: &amp;#039;&amp;#039;Die Namen der Vögel Europas – Bedeutung der deutschen und wissenschaftlichen Namen.&amp;#039;&amp;#039; Aula-Verlag, Wiebelsheim 2007, ISBN 978-3-89104-709-5, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden deutschen Begriffe haben sich lautmalerisch aus den Rufen der Eulen entwickelt. „Eule“ weist auf die heulenden Rufe hin, während „Kauz“ eine Umschreibung der kurzen und markanten Rufe ist. Der Begriff Eule wird im Deutschen vorwiegend für Arten verwendet, die in ihrem Erscheinungsbild schlank wirken. Kauz bezeichnet meist Arten, die eher gedrungen und rundlich wirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wember141&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomische Merkmale {{Anker|Anatomie}} ==&lt;br /&gt;
Eulen besitzen eine sehr typische Gestalt. Als auf die nächtliche Jagd spezialisierte Vögel unterscheiden sich Eulen von anderen Vögeln durch spezifische anatomische Merkmale. Der Körper ist gedrungen und der Kopf, im Vergleich zu dem anderer Vögel, auffällig groß und rundlich. Der [[Schnabel]] der Eulen ist stark gekrümmt und scharfkantig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldohreule schließt ihr Augenlid.jpg |mini |[[Waldohreule]] schließt ihr Augenlid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krallen der Waldohreule.jpg |mini |Krallen der Waldohreule]]&lt;br /&gt;
Eulen haben große, nach vorn gerichtete Augen mit einer relativ verkürzten [[Netzhaut|Retina]] und einer [[Sammellinse|konvexen]] [[Linse (Auge)|Linse]], die von einem langen Tubus aus Skleralknöchelchen, dem [[Skleralring]], umgeben sind. Diese Augen ermöglichen es ihnen, Gegenstände sowie ihre Beutetiere räumlich zu sehen und Geschwindigkeiten und Abstände abzuschätzen ([[binokulares Sehen]]). Die Augen selbst sind unbeweglich, stattdessen können die Tiere ihren Kopf bis zu 270° drehen, wodurch das Gesichtsfeld stark erweitert wird. Ermöglicht wird den Eulen das durch die hohe Beweglichkeit der 14 [[Halswirbel]], die Vögel üblicherweise aufweisen (zum Vergleich: [[Säugetiere]] wie auch der [[Mensch]] besitzen nur sieben Halswirbel). Geschützt werden die Augen durch ein oberes und ein unteres [[Augenlid]] sowie durch eine [[Nickhaut]], die das Auge bedecken können.&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;float:left; margin-right:20px; margin-bottom:6px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Datei:Skelettkopf Uhu.jpg |mini |hochkant=0.6 |Schädel eines [[Uhu]]s]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Während andere Vogelarten in der Regel kleine runde Ohröffnungen haben, zeichnen sich Eulen durch schlitzförmige Ohröffnungen aus, die fast so lang wie die Kopfhöhe sind. Diese Ohröffnungen sind nicht symmetrisch am Kopf angeordnet, die rechte Ohröffnung liegt etwas höher. Diese Asymmetrie ist je nach Eulengattung unterschiedlich stark ausgeprägt, bei allen jedoch vorhanden. Viele Eulen haben außerdem einen optisch auffallenden [[Gesichtsschleier (Vogel)|Gesichtsschleier]], der den Schall in Richtung ihrer Ohren lenkt. Gemeinsam mit den [[Federohren]] dient der Gesichtsschleier im Feind- und Sozialkontakt auch dazu, Stimmungen auszudrücken, und ist aus diesem Grunde häufig auffällig gefärbt. Bewegliche Ohrläppchen vor und hinter der Ohröffnung sind mit kurzen, harten [[Feder]]n ausgestattet und unterstützen die Geräuschortung. Ebenfalls die Geräuschortung unterstützend ist der im Vergleich zu anderen Vogelarten breitere Schädel. Ein seitliches Geräusch wird dadurch von einem Ohr den Bruchteil einer Sekunde früher wahrgenommen.&lt;br /&gt;
Der Teil des Gehirns, in dem sich das Gehörzentrum befindet, ist sehr gut entwickelt. Bei der Schleiereule z.&amp;amp;nbsp;B. wurden 95.000 Nervenzellen festgestellt, bei der Krähe sind es hingegen nur 27.000.&lt;br /&gt;
Die Eulen sind jedoch weniger empfindlich für Geräusche mit niedriger Frequenz, hingegen ist die Empfindlichkeit gegenüber hohen Frequenzen sehr gut entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EulenfederTeil3.jpg |mini |Feder einer Eule aus der Nähe: rechts unten sieht man den Rand der Feder mit kammförmigen Fortsätzen. Diese verwirbeln die Luft so, dass keine lauten Luftgeräusche entstehen. Eine ähnliche Funktion hat der fellartige Flaum, der auf der Oberfläche der Feder zu sehen ist.]]&lt;br /&gt;
Im Verhältnis zum Körpergewicht haben Eulen eine große Flügelfläche. Dies ermöglicht Eulen einen geräuscharmen Flug. Dieser wird auch dadurch unterstützt, dass die Flugfedern der meisten Gattungen einen weichen und kammförmigen Rand haben. Die Ausnahme davon stellen die [[Fischeulen]] und [[Fischuhus]] dar, die sich auf Fische als Nahrungstiere spezialisiert haben.&lt;br /&gt;
Der Fuß der Eulen besitzt vier Zehen, die bei den [[Schleiereulen]] etwa gleich lang sind. Bei den [[Eigentliche Eulen|Eigentlichen Eulen]] ist die nach hinten weisende Innenzehe etwas verkürzt. Die äußerste Zehe ist als [[Wendezehe]] ausgebildet und kann sowohl nach vorn als auch nach hinten gedreht werden. Die Normalstellung ausgewachsener Eulen ist dabei [[Vogelfuß|zygodactyl]], also mit zwei nach vorn und zwei nach hinten weisenden Zehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eulenarten sind weltweit mit Ausnahme der [[Antarktis]] sowie einzelner Inseln verbreitet. Sie besiedeln fast alle Arten von Lebensräumen, von den trockenen und feuchten Urwäldern über [[Savanne]]n, Sumpfgebiete und Wälder bis hin zur Tundra. Dabei leben die meisten Arten in den [[Tropen|tropischen]] und [[Subtropen|subtropischen]] Lebensräumen Südamerikas und Asiens. Das nördlichste Verbreitungsgebiet weist die [[Schneeeule]] auf, die in der Tundra [[sibirien|Nordsibirien]]s, [[kanada|Nordkanada]]s und sogar an den Küsten [[Grönland]]s anzutreffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele von verschiedenen Eulenarten&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brown Hawk-Owl - Ninox scutulata.jpg|[[Falkenkauz]] (&amp;#039;&amp;#039;Ninox scutulata)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:Bubo capensis mackenderi.jpg|[[Kapuhu]] (&amp;#039;&amp;#039;Bubo capensis)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:Strix seloputo juv Taman safari Java.jpg|[[Pagodenkauz]] (&amp;#039;&amp;#039;Strix seloputo)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:White-faced Scops Owl (6167285590).jpg|[[Nordbüscheleule]] (&amp;#039;&amp;#039;Ptilopsis leucotis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Datei:Athene noctua, Ambula, Montenegro 2.jpg|[[Steinkauz (Art)|Steinkauz]] (&amp;#039;&amp;#039;Athene noctua&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
Datei:Phodilus badius 86885204.jpg|[[Maskeneule]] (&amp;#039;&amp;#039;Phodilus badius)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Ruheverhalten und Flug ===&lt;br /&gt;
Die meisten Eulen sind nachtaktiv. Sie jagen in der Nacht und schlafen am Tag. Ausnahmen sind beispielsweise die tagaktive Schneeeule, die [[Sperbereule]], die [[Sumpfohreule]] oder der oft auch am Tag aktive [[Sperlingskauz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jagdweisen ===&lt;br /&gt;
Eulen sind vor allem auf nachtaktive Beutetiere spezialisiert. Die von den Eulen praktizierte Jagdtechnik ist dabei artspezifisch, von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten geprägt und auch beuteabhängig. Generell praktizieren die Arten, die im Wald leben, eher eine [[Ansitzjagd]], bei der sie von einer Warte (Ausschauplatz) aus [[Lauerjäger|auf Beute lauern]]. Eulen, die offenere Landschaften bewohnen, jagen durch Pirschflüge, bei der sie aus dem Flug heraus ihre Beute erspähen oder hören. Letzteres gilt beispielsweise für die Schleiereule. Diese greift aber auf die Ansitzjagd zurück, wenn schlechtes Wetter diese Pirschflüge einschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Eulenarten sind außerdem geschickte Bodenjäger, die in der Lage sind, eine am Boden davonhuschende Maus einzuholen. Die typischste Beuteerwerbshandlung ist jedoch das konzentrierte Fixieren der Beute von einer Warte oder aus dem Flug heraus, ein Abbremsen des Fluges unmittelbar vor dem Zusammentreffen mit der Beute, wobei die Beine nach vorne gestreckt und die Zehen weit gespreizt werden, und ein rascher Tötungsbiss, während gleichzeitig die Beute mit den kräftigen Fängen „gewalkt“ wird und die Flügel in der sogenannten „Fangstellung“ weit über die Beute gespreizt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beuteschema ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewölle Eule.jpg|mini|[[Gewölle]] des [[Waldkauz|Waldkauzes]] ]]&lt;br /&gt;
Für die meisten Eulenarten sind Kleinsäuger wie [[Mäuse]] die bevorzugte Beute. Zum Beutespektrum gehören jedoch auch andere Vögel, [[Fische]], [[Schlangen]], [[Regenwürmer]], [[Schnecken]], [[Fledermäuse]], [[Froschlurche|Frösche]], [[Nachtfalter|Motten]] und große [[Käfer]]. Viele Eulenarten fressen auch [[Aas]], was insbesondere den [[Uhu]] bei Untersuchungen seines [[Gewölle]]s immer wieder auch als Schädling erscheinen ließ, da sich sogar Hirsch- und Rehbestandteile nachweisen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Eulen jagen auch andere kleinere Eulenarten. Dies gilt insbesondere für den Uhu, bei dem Waldkauz und Waldohreule einen nicht unerheblichen Beutebestandteil ausmachen.&lt;br /&gt;
=== Hassreaktion anderer Vogelarten auf Eulen ===&lt;br /&gt;
Die meisten Eulenarten besitzen Erkennungsmerkmale, die sie eindeutig als Eule charakterisieren. Dazu gehören der große kugelige Kopf mit den nach vorne gerichteten Augen, die gedrungene Gestalt und das plustrige Gefieder. Andere Vogelarten erkennen darin ihren Fressfeind und reagieren, wenn sie während des Tages Eulen in ihrem Versteck entdecken, mit aggressivem Verhalten. Dieses sogenannte „[[Hassen]]“ von Vögeln auf Eulen macht sich der Mensch gelegentlich bis heute zunutze. Eulen wurden vor dem Versteck des Jägers aufgebaumt und die so angelockten Vögel abgeschossen oder mit Netzen eingefangen. So verwendete man beispielsweise den [[Steinkauz]] zum Fang von Drosseln und den Uhu für die Jagd auf Krähen und Greifvögel. Heute ist diese sogenannte Hüttenjagd mit lebenden Lockvögeln verboten. Stattdessen können [[Taxidermie|Stopfpräparate]] und spezielle Kunststoffnachbildungen verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eulenschutz ===&lt;br /&gt;
Fast alle Eulenarten gelten in Deutschland als gefährdet. Für den Rückgang ihrer Populationen ist vor allem die [[Habitatverlust|Habitatzerstörung]] der alten, naturbelassenen Wälder verantwortlich. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft stehen auch weniger Kleinsäuger als Nahrungsquelle zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Uhus wurden in einer Studie Totfunde ausgewertet und ermittelt, dass der direkte Tod an [[Freileitung]]en Verlustursache Nummer eins in Deutschland ist. Die Vögel bekommen einen tödlichen Schlag, wenn sie zugleich eine Leitung und einen geerdeten Träger oder zwei Leiter mit verschiedener Spannung berühren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/stromtod/index.html Stromtod: Infos zum Vogelschutz an Energiefreileitungen] NABU, abgerufen am 5. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde beispielsweise in Schleswig-Holstein 1983 ein Programm zur Wiedereinbürgerung des Uhus initiiert. Damit sollte eine stabile Brutpopulation dieser Eulenart geschaffen werden, die im letzten Jahrhundert in Schleswig-Holstein ausgerottet wurde. Der &amp;#039;&amp;#039;Landesverband Eulenschutz in Schleswig-Holstein e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; stellte an ausgewählten Orten des Landes [[voliere|Auswilderungsvoliere]]n auf und besetzte sie jeweils mit einem Zuchtpaar. Die dort gezüchteten Junguhus wurden nach dem Flüggewerden an das Freileben gewöhnt. Im Zeitraum von 1980 bis 2002 wurden so in 28 Gebieten insgesamt mehr als 600 Uhus ausgewildert. 2006 wurden über 100 Bruten mit mehr als 150 flüggen Jungvögeln registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise werden die Brutplätze der Schleiereule, des Steinkauzes und des Raufußkauzes durch Naturschutzverbände gesichert und entsprechende Monitoringprogramme durchgeführt. Die Eulenarten [[Waldkauz]], [[Waldohreule]] und [[Sumpfohreule]] sind vor allem auf [[Biotopschutz]]maßnahmen angewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/as_06_Artenhilfsprogramme_05_Eulen.html Artenhilfsprogramm Eulen] auf den Seiten der Landesregierung Schleswig-Holstein&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Systematik ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der sehr schlechten Erhaltungseigenschaften von Vogelknochen, die als fragile Strukturen wesentlich empfindlicher sind als die Knochen anderer Wirbeltiere, sind von den meisten Vogelgruppen nur sehr spärliche Fossilfunde bekannt. Hinzu kommt die Schwierigkeit der Identifizierung, da es bis heute keine klare Klassifizierung der Knochenmerkmale bei Vögeln gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass die frühesten Eulen zum Ende der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] vor über 66 Millionen Jahren auftauchten, allerdings ist bis heute kein entsprechender Fund bekannt. Die frühesten nachgewiesenen Eulen stammen aus dem [[Paläozän]] und dem [[Eozän]], einer Zeitspanne vor 65 bis 40 Millionen Jahren. Die älteste bekannte Art ist dabei &amp;#039;&amp;#039;[[Ogygopteryx wetmorei]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Paläozän, die der einzige Vertreter der Familie Ogygoptygidae ist und in [[Colorado]], [[USA]], gefunden wurde. Auch die insgesamt sieben bislang bekannten Eulenskelette aus dem Eozän stammen mit einer [[England|englischen]] Ausnahme aus den USA ([[Wyoming]] und [[Kalifornien]]). Alle diese Arten werden nicht den beiden heute existierenden Familien zugeordnet, sondern bilden mit einer weiteren Art aus dem frühen [[Oligozän]] die Familie [[Protostrigidae]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[rezent]]en Eulen werden die beiden Familien der [[Schleiereulen]] (Tytonidae) und der [[Eigentliche Eulen|Eigentlichen Eulen]] (Strigidae) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem unteren Oligozän stammen die ersten Skelettfunde der Strigidae, die vor allem in einem Fossilhorizont in [[Quercy]] in [[Frankreich]] gefunden wurden. Diese werden den ausgestorbenen Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Necrobyas]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Strygogyps]]&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet, allerdings wurde mit &amp;#039;&amp;#039;[[Bubo incertus]]&amp;#039;&amp;#039; auch ein Vertreter der [[Uhus]] und mit &amp;#039;&amp;#039;Asio henrici&amp;#039;&amp;#039; eine Art der [[Ohreulen]] nachgewiesen. Die späteren Funde aus dem [[Miozän]] gehören alle zu heute noch existierenden Gattungen wie den [[Zwergohreulen]] und den [[Käuze]]n. Auch die frühesten Schleiereulen finden sich im Miozän, vor allem in Frankreich und [[Italien]]. Dabei handelt es sich vor allem um Vertreter der heute noch existierenden Gattung &amp;#039;&amp;#039;Tyto&amp;#039;&amp;#039;, daneben jedoch mit &amp;#039;&amp;#039;[[Prosbybris antiqua]]&amp;#039;&amp;#039; auch um einen einer ausgestorbenen Gattung. Die [[Maskeneule]]n waren ebenfalls mit einer Art im Miozän in Frankreich präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Epochen nehmen die Funde der fossilen Eulen zu und es handelt sich weitestgehend um Vertreter heute noch existierender Gattungen. Eulen aus tropischen Regionen tauchen als Funde dabei erst in den letzten zwei Millionen Jahren ([[Pleistozän]] und [[Holozän]]) auf, da in diesen Gebieten die Verwesung und der Zerfall der Knochen durch die starke Feuchtigkeit beschleunigt wird und die Erhaltungschancen entsprechend gering sind. Auch Fossilfunde heutiger Arten sind relativ häufig und stammen ebenfalls aus den letzten zwei Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Eule ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in [[Sage]]n, in der [[Heraldik]] und in [[Tierfabel]]n ein häufig verwendetes [[Symbol]]. Typischerweise repräsentiert die Eule [[Weisheit]] und [[Klugheit]], in der Geschichte repräsentierte sie allerdings auch viele negative Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußere Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:K1024 5M1A3239.jpg|mini|links|240pxthumb|Waldohreule]]&lt;br /&gt;
Einige äußere Merkmale der Eulen trugen zu ihren Deutungen bei. So kreischen einzelne Arten, andere geben eigentümliche Töne zu hören und haben dadurch viel [[Aberglaube]]n genährt. Aufgrund seines Rufes, der „komm mit!“ ähnlich klingen kann, war „Leichenhuhn“ lange eine übliche Bezeichnung. Dazu kommt, dass sie praktisch geräuschlos fliegen können, was die Angst der Menschen vor der Nacht ([[Nyktophobie]]) schürte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Augen sind starr nach vorn gerichtet, sie können außerdem - im Gegensatz zu anderen Vögeln - die Augenlider von oben nach unten über den Augapfel ziehen. Dadurch erscheint ihr Gesicht sehr [[mensch]]lich, was Faszination auslöste. Möglicherweise wird ihnen deshalb die menschliche Intelligenz zugeschrieben. Möglicherweise symbolisieren sie auch deshalb das Studium und die Weisheit, da sie sich einsam in stillen Gemäuern aufhalten und die Nächte durchwachen. Dazu kommt die Tatsache, dass sie als[[Nachttiere|Nachttier]] in der [[Nacht]] sehen, also die „Dunkelheit des Nichtwissens“ durchdringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbol im Laufe der Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Antike]], im alten [[Ägypten]], wurde die Eule als Todesbote angesehen. Auch von den [[Römisches Reich|römischen]] [[Auguren]] wurde sie als Bringer von Unglück betrachtet. Im alten Griechenland wurde die Eule der Göttin [[Athene]] zugeordnet (daher auch die Verbindung von Eule und Weisheit) und erschien auf den [[athen]]ischen Münzen - wobei die Redensart „[[Eulen nach Athen tragen]]“ für „etwas Überflüssiges tun“ entstand. Da die Göttin Athena in Athen auch als Athena Nike (Siegreiche Athena) verehrt wurde, galt die Eule auch als Siegeszeichen. Darüber hinaus wurde sie in [[Syrakus]] [[Persephone (Mythologie)|Persephone]], der Göttin der Toten- und Unterwelt zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] wurden Eulen wie der [[Steinkauz (Art)|Steinkauz]] als „Hexenvogel“ gesehen und hatten dementsprechend einen schlechten Ruf. Beim Maler [[Hieronymus Bosch]] hat die Eule keine eindeutige Bedeutung. Er hat sie häufig dargestellt, manchmal in den Kontext zu Personen gesetzt, die sich heimtückisch verhalten oder einer Todsünde verfallen sind. Deshalb wird vielfach angenommen, dass sie dort als Nachttier und Raubvogel für das Böse steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Naturreligionen auf der gesamten Welt, etwa bei nordamerikanischen [[Indianer]]n, sehen den Aspekt des „Totenvogels“ dagegen positiv: Die Eule galt dort als Unterstützerin der Seelenwanderung zwischen den Welten. In der Eule wurde auch eine Art Schutzgeist gesehen. Das Annageln eines Eulenschilds an Gebäude beispielsweise war verbreitet, um gegen Feuer und Blitzschlag zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eule musste auch als Spottname herhalten für das &amp;#039;&amp;#039;Eulennest&amp;#039;&amp;#039; [[Peine]], obwohl sich diese Bedeutung später zum Positiven umkehrte.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Aberglaube rund um die Eule ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldohreule (Asio otus) Gesichtsschleier.jpg |mini |hochkant |Gesicht der [[Waldohreule]] mit dem auffälligen [[Gesichtsschleier (Eule)|Gesichtsschleier]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturschutzgebiet.svg |mini |hochkant |Die Eule als Patensymbol der [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SNGCop 039.jpg|mini|[[Tetradrachme]]&amp;lt;br /&amp;gt;Vorder- und Rückseite]]&lt;br /&gt;
Die Eulen mit ihren auffällig großen Augen, den wangenähnlichen Gesichtsflächen, dem an eine stark gebogene Nase erinnernden Schnabel und der aufrechten Haltung unterscheiden sich so deutlich von anderen Vogelgattungen, dass es sehr viel unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen [[Aberglaube]]n rund um diese Vogelfamilie gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aberglaube differenziert dabei selten zwischen den einzelnen Eulenarten. Für den Aberglauben ist es in der Regel nicht wichtig, ob es sich bei der verwendeten Eulenfeder um die einer [[Zwergohreule]] oder die eines Uhus handelt. Als am nächsten zum Menschen lebende Art wird jedoch die Schleiereule in abergläubische Rituale involviert gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hexen- und Teufelsvogel ====&lt;br /&gt;
Während im griechischen &amp;#039;&amp;#039;[[Physiologus]]&amp;#039;&amp;#039; in Kapitel 5 unter Berufung auf {{B|Psalm|102|7|LUT}} die Eule noch positiv als Sinnbild für Christus gedeutet wird, werden in den mittelalterlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Bestiarium|Bestiarien]]&amp;#039;&amp;#039; Eulen zum Sinnbild der Juden und der in Finsternis verharrenden Sünder.&amp;lt;ref&amp;gt;Genoveva Nitz: &amp;#039;&amp;#039;Eulen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Christliche Tiersymbolik&amp;#039;&amp;#039;. Klerusblatt-Verlag, München 2010, S. 100 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Brüder Grimm|Grimms]] [[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]] Nr. 174 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Eule]]&amp;#039;&amp;#039; wird sie ausführlicher charakterisiert (ferner KHM [[Jorinde und Joringel|69]], [[Das Waldhaus|169]], [[Der Zaunkönig|171]], [[Der Grabhügel|196]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heute populären Buchreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Harry Potter]]&amp;#039;&amp;#039; der Autorin [[Joanne K. Rowling]] dienen Eulen den Hexen und Zauberern als Überbringer von Nachrichten und Paketen. Dies schließt an einen alten, europaweit verbreiteten Aberglauben an, dem zufolge die Eule ein „[[Hexe]]nvogel“ ist, welcher auf Hexenversammlungen erscheint, den Hexen Botendienste leistet und mit dessen Federn sich die Hexen schmücken. Eulen begleiten das [[Wildes Heer|Wilde Heer]], und des [[Teufel]]s Großmutter verwandelt sich in eine Eule. Die Eule ist damit im Aberglauben ein [[Dämon|dämonischer]] Vogel. In Italien glaubte man gar daran, dass ihr Blick töte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In afrikanischen Traditionen werden Eulen häufig im Zusammenhang mit Praktiken wie [[Juju (religiöse Praktik)|Juju]] getötet, aber auch umgekehrt, um sich vor Hexerei zu schützen. Bei einer Befragung von 661 Personen verknüpften 58 Prozent Eulen mit bösen Omen, Hexerei und Tod, 19 Prozent empfanden Eulen als furchteinflößend.&amp;lt;ref&amp;gt;Heimo Mikkola: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Eulen der Welt&amp;#039;&amp;#039;, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt; In Indien und Südostasien werden am [[Diwali|Diwali-Fest]] viele Eulen getötet, um Unglück abzuwenden und magische Kräfte zu erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heimo Mikkola: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Eulen der Welt&amp;#039;&amp;#039;, S. 292&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eulen als Unglücksboten ====&lt;br /&gt;
Bereits im antiken Griechenland galt der Ruf der Eule als schlechtes Vorzeichen. Im [[Tanach]] erscheint sie als Bild stattgefundener Zerstörung ({{B|Ps|102|7}}, {{B|Jes|13|21}}, {{B|Zef|2|14}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tag ist die Eule selten zu sehen. Geschieht das trotzdem und ist sogar ihr Ruf tagsüber zu hören, dann wird es [[Seuche]]n oder eine Feuersbrunst geben. Im [[Isergebirge]] weist ihr Erscheinen am helllichten Tag nur auf Regen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglück bedeutete es auch, wenn dem Brautpaar auf dem Weg zur Kirche eine Eule entgegengebracht wird. Ein ebenfalls weit verbreiteter Aberglaube war, dass der Ruf der Eule den Tod ankündige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aberglaube an die Eule als Todesbote lässt sich auch bei [[Shakespeare]] finden. In seinem [[Drama]] &amp;#039;&amp;#039;Julius Cäsar&amp;#039;&amp;#039; kündigt Eulengeschrei den Mord an.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Und gestern saß der Vogel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Der Nacht sogar am Mittag auf dem Markte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Und kreischt’ und schrie.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Lady Macbeth hört im Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Macbeth (Shakespeare)|Macbeth]]&amp;#039;&amp;#039; die Eule, während ihr Mann den rechtmäßigen [[König]] ermordet:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039; – Still, horch! –&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Die Eule war’s, die schrie, der traur&amp;#039;ge Wächter,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Die gräßlich gute Nacht wünscht.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eulen als Glücksbringer ====&lt;br /&gt;
Aberglaube ist häufig regional unterschiedlich; so gibt es einige Regionen, in denen das Eulengeschrei nicht den Tod, sondern die Geburt eines Kindes ankündigt. Dies ist beispielsweise in der Region Bern in der Schweiz der Fall. Und in der [[Lausitz]] ist der Ruf einer Eule in der Nähe eines Hauses, in dem eine Schwangere lebt, nach Auffassung des regionalen Aberglaubens der Hinweis, dass eine komplikationslose Geburt zu erwarten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Thiede: &amp;#039;&amp;#039;Greifvögel und Eulen – Alle Arten Mitteleuropas erkennen und bestimmen.&amp;#039;&amp;#039; BLV Buchverlag, München 2008, ISBN 978-3-8354-0448-9, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glück soll es auch bringen, wenn sich eine Eule in den [[Taubenschlag]] flüchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die weise Eule {{Anker|Weisheit}} ===&lt;br /&gt;
Die Eule gilt in der [[Westliche Welt|westlichen Welt]] auch als Vogel der [[Weisheit]]; als solcher ist der [[Steinkauz]] das Begleittier der Göttin [[Athene]]. Zu diesem Ruf hat sicherlich der starre, ruhige Blick ihrer Augen beigetragen. Im alten [[Athen]] gab es einst viele Eulenbilder und -statuen zu Ehren der Athene, und auf den silbernen [[Tetradrachme]]n befand sich eine Eule&amp;lt;!--Quelle: Brockhaus!, „Was so nicht im Lexikon steht“, S. 228f, ISBN 3-7653-1551-6--&amp;gt;, so dass der Spruch „[[Eulen nach Athen tragen]]“ als [[Synonym]] für eine überflüssige Handlung entstand. Das Bild einer Eule befindet sich auf der Rückseite der griechischen 1-Euro-Münzen. Die [[Renaissance]] entdeckte die antike Assoziation mit der Göttin Pallas Athene wieder. [[Eule der Minerva]] – [[Minerva]] ist die römische Göttin, die der Athene entspricht – ist zur Redewendung geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen [[Kinder- und Jugendliteratur|Kinderbüchern]], wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Pu der Bär]]&amp;#039;&amp;#039;, und in [[Zeichentrickfilm]]en taucht die Eule mit Brille und gerne mit [[Buch]] unter dem Flügel auf, wodurch ihre besondere Weisheit symbolisiert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Indien]] gilt die Eule dagegen seit alter Zeit als dumm und kommt in dieser Eigenschaft schon im [[Panchatantra]] (ca. 300 n. Chr.) vor. „Eule“ ([[Hindi]] &amp;#039;&amp;#039;ullū&amp;#039;&amp;#039;) gilt auch als Schimpfwort im Sinn von „Idiot“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Uhu]] ist „als Sinnbild der Weisheit“ auch der Wappenvogel des Männerbundes [[Schlaraffia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Deutsches Museum|Deutsche Museum]] in München, eines der größten naturwissenschaftlich-technischen Museen der Welt, trägt im Wappen eine auf einem halben Zahnrad sitzende Eule als Symbol für Wissenschaft und Technik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adrian Aebischer: &amp;#039;&amp;#039;Eulen und Käuze.&amp;#039;&amp;#039; Haupt Verlag, Bern 2008, ISBN 978-3-258-07276-0.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Nicolai]]: &amp;#039;&amp;#039;Greifvögel und Eulen.&amp;#039;&amp;#039; Kompaß Naturführer, Gräfe und Unzer Verlag, München 1987, ISBN 3-7742-3805-7.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Mebs]], [[Wolfgang Scherzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Eulen Europas. Biologie, Kennzeichen, Bestände.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-07069-7.&lt;br /&gt;
* [[John A. Burton]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eulen der Welt. Entwicklung – Körperbau – Lebensweise.&amp;#039;&amp;#039; Neumann-Neudamm Verlag, Melsungen 1986, ISBN 3-7888-0495-5.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Epple: &amp;#039;&amp;#039;Eulen. Die geheimnisvollen Vögel der Nacht.&amp;#039;&amp;#039; Gräfe und Unzer Verlag, München 1994, ISBN 3-7742-1790-4.&lt;br /&gt;
* [[Urs N. Glutz von Blotzheim]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Vögel Mitteleuropas]].&amp;#039;&amp;#039; Band 9, AULA, Wiesbaden 1994, ISBN 978-3-89104-562-6, S. 463–501.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Hölzinger]], Ulrich Mahler: &amp;#039;&amp;#039;Die Vögel Baden-Württembergs. Nicht-Singvögel.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3908-1, S. 168–194.&lt;br /&gt;
* [[Peter Berthold]], Hans-Günther Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Brutvögel Mitteleuropas. Bestand und Gefährdung.&amp;#039;&amp;#039; AULA, Wiesbaden 1997, ISBN 3-89104-613-8, S. 252 f.&lt;br /&gt;
* Theodor Mebs: &amp;#039;&amp;#039;Eulen und Käuze. Alle europäischen Eulen und Käuze.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Stuttgart 1987, ISBN 3-440-05708-9, S. 68–73.&lt;br /&gt;
* [[Hanns Bächtold-Stäubli]], [[Eduard Hoffmann-Krayer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Walter de Gruyter Verlag, 1987, ISBN 3-11-011194-2. (Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgabe von 1927), Stichwort Eulen.&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Benker]]: &amp;#039;&amp;#039;Eule und Mensch. Die Nachtgeister und ihre Symbolik.&amp;#039;&amp;#039; (Eulen Verlag Harald Gläser), Freiburg i. Brsg. 1993, ISBN 3-89102-312-X.&lt;br /&gt;
* [[Desmond Morris]]: &amp;#039;&amp;#039;Eulen: Ein Portrait&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Matthes &amp;amp; Seitz Berlin (Naturkunden Bd. 013), Berlin 2014, ISBN 978-3-95757-088-8&lt;br /&gt;
* [[Maurice Burton (Zoologe)|Maurice Burton]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues Tierlexikon in Farbe.&amp;#039;&amp;#039; Vehling, Werl i. W. 1984.&lt;br /&gt;
* Daniel Kampa (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Eulenbuch – Eine Hommage in Geschichten, Gedichten und Bildern&amp;#039;&amp;#039;, Diogenes 2014, ISBN 978-3-257-79734-3&lt;br /&gt;
* Heimo Mikkola: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Eulen der Welt. Alle 249 Arten in 750 Farbfotos&amp;#039;&amp;#039;. Titel der Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Owls of the World. A Photographic Guide&amp;#039;&amp;#039;, 2012. Deutschsprachige Ausgabe 2013, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co.KG, Stuttgart, ISBN 978-3-440-13275-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Strigiformes|Eulen (Strigiformes)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4015664-3}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ageulen.de/index.php?id=eulenarten Deutsche Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen] (Dachverband deutschsprachiger Eulenfachleute)&lt;br /&gt;
* [https://www.egeeulen.de/ Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.owlpages.com/ Owlpages (englisch)]&lt;br /&gt;
* [https://www.eulenwelt.de/ Eulen: Symbolik, Mythologie und viele andere Informationen]&lt;br /&gt;
* [https://www.eulenwelt.de/welt_systematik.htm Eine komplette Auflistung aller Eulenarten]&lt;br /&gt;
* [https://www.3sat.de/dokumentation/tiere/der-flug-der-eule-102.html Dokumentation: Der Flug der Eule]; 39 min, 3sat Mediathek, verfügbar bis 26. Januar 2024, abgerufen am 5. Januar 2024.&lt;br /&gt;
* [http://www.tolweb.org/Strigiformes/26388 Eulen] im Tree of Life Web Project, zuletzt abgerufen am 10. Dezember 2024 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4015664-3|LCCN=sh85096279|NDL=00563631}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eulen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eule in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eugénie Pellissier (Matthes &amp; Seitz Berlin)</name></author>
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