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	<title>Eugenius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 12. März 2026 um 09:56 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den weströmischen Gegenkaiser Eugenius. Für weitere Personen siehe [[Eugenius (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Siliqua Eugenius- trier RIC 0106d.jpg|mini|300px|[[Siliqua]] des Eugenius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flavius Eugenius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; († [[6. September]] [[394]] am Frigidus, heute der Bach [[Hubelj]] im slowenischen [[Vipava (Fluss)|Vipavatal]]) beanspruchte als [[Usurpation|Usurpator]] von 392 bis 394, gestützt auf die militärische Macht des [[Magister militum|Heermeisters]] [[Arbogast der Ältere|Arbogast]], für sich den Titel eines Kaisers &amp;#039;&amp;#039;([[Augustus (Titel)|Augustus]])&amp;#039;&amp;#039; im [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reich]]. Die Usurpation, die sich auch auf heidnische [[Rom|stadtrömische]] Kreise um den [[Prätorianerpräfekt]]en [[Virius Nicomachus Flavianus]] stützte, scheiterte 394 in der [[Schlacht am Frigidus]], in der Eugenius’ Armee der des [[Theodosius I.]] unterlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte der Erhebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eugenius war ein gebildeter Angehöriger des alten [[Römischer Senat|römischen Senatsadels]]. Diese Gruppe hatte im [[spätantike]]n Römischen Reich an Einfluss verloren, nachdem [[Konstantin der Große]] die militärische und zivile Verwaltung voneinander getrennt und die kaiserliche Residenz nach [[Konstantinopel]] verlegt hatte. Sie war aber über Ämter der zivilen Administration weiterhin an den Regierungsgeschäften beteiligt. Eugenius war zunächst offenbar als Lehrer der [[latein]]ischen Grammatik und Rhetorik tätig;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sozomenos]] 5,25,1; [[Zosimos]] 4,54,1; [[Johannes von Antiochia (Historiker)|Johannes von Antiochia]], Fragment 187.&amp;lt;/ref&amp;gt; für das Jahr 385 ist er als &amp;#039;&amp;#039;[[vir clarissimus]]&amp;#039;&amp;#039; belegt, was seinen senatorischen Rang bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Quintus Aurelius Symmachus]], &amp;#039;&amp;#039;Briefe&amp;#039;&amp;#039; 3,61; vgl. {{PLRE|1|293||Fl. Eugenius 6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor 392 diente er als &amp;#039;&amp;#039;magister scrinii&amp;#039;&amp;#039; am Hof des jungen Kaisers [[Valentinian II.]] im Westen des Reiches und war als solcher der Vorsteher des Büros zur Aufbewahrung und Sortierung der kaiserlichen Dokumente (&amp;#039;&amp;#039;[[Scrinium (Spätantike)|scrinium]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Zum &amp;#039;&amp;#039;scrinium&amp;#039;&amp;#039; vgl. {{RE|II A,1|893|904|Scrinium|[[Otto Seeck]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
388 war [[Theodosius I.]], der Kaiser des Ostens, mit seinem Heer in den Westen des Römischen Reiches gekommen, um den Usurpator [[Magnus Maximus]] zu beseitigen, was auch gelang. Theodosius blieb anschließend mehrere Jahre im Westen. In diesem Zusammenhang scheint Eugenius den Heermeister [[Richomer]] kennengelernt zu haben, einen General [[Franken (Volk)|fränkischer]] Herkunft, der unter Theodosius diente. Hierüber fand er Anschluss an eine Gruppe von Franken, die hohe Stellungen im Militär beider Reichsteile innehatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu [[Karl Friedrich Stroheker]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Rolle der Heermeister fränkischer Abstammung im späten vierten Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1955, S. 314–330.&amp;lt;/ref&amp;gt; Richomer machte Eugenius mit [[Arbogast der Ältere|Arbogast]] bekannt, seinem Neffen, der als Heermeister (&amp;#039;&amp;#039;[[magister militum]]&amp;#039;&amp;#039;) für den jugendlichen Kaiser Valentinian II. die Regierungsgeschäfte führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Waas: &amp;#039;&amp;#039;Germanen im römischen Dienst (im 4. Jh. n. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Manfred Habelt Verlag, Bonn 1971, ISBN 3-7749-1105-3, S. 29 (hier wird die Bekanntschaft von Eugenius und Arbogast auf 391 datiert), 72 (hier auf 389).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 392 wurde Valentinian II. erhängt in seinem Palast in [[Vienne]] aufgefunden. Es ist nicht völlig klar, ob er vom mächtigen Heermeister Arbogast ermordet wurde oder ob er, wie die neuere Forschung meistens annimmt, aufgrund seiner Hilflosigkeit Suizid beging. Arbogast wartete jedenfalls drei Monate vergeblich darauf, dass [[Theodosius I.]], Kaiser des Ostens und nunmehr &amp;#039;&amp;#039;senior [[Augustus (Titel)|Augustus]]&amp;#039;&amp;#039;, einen neuen Kaiser für den Westen des Imperiums ernannte. In Frage gekommen wäre etwa einer der beiden jungen Söhne des Theodosius, [[Arcadius]] oder [[Flavius Honorius|Honorius]], doch wollte Theodosius sie womöglich nicht dem Risiko aussetzen, ein Ende wie Valentinian zu finden. Eine Ablösung Arbogasts kam ebenfalls nicht in Frage, da seine Stellung im westlichen Reichsheer unangefochten war. Insofern kann Theodosius wohl eine gewisse Ratlosigkeit in dieser Situation unterstellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Joachim Szidat]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhebung und Herrschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. August 392 ließ Arbogast Eugenius zum &amp;#039;&amp;#039;Augustus&amp;#039;&amp;#039; ausrufen. Arbogast selbst, der eigentliche starke Mann im Westen, wäre als Germane und Heide nicht als Kaiser durchsetzbar gewesen. Dass die Wahl auf Eugenius fiel, ist eher als Notlösung zu betrachten, denn auch Arbogast war durch den plötzlichen Tod Valentinians II., ob er nun direkt oder indirekt schuld daran war, in eine prekäre Situation geraten. Obwohl Eugenius, wenngleich selbst wenigstens formal Christ, dem [[Heidentum]] relativ tolerant gegenüberstand, sind religiöse Motive bei seiner Erhebung wohl auszuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 492.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eugenius hatte nicht nur gute Kontakte zu heidnischen Senatoren, wenngleich eine zunehmende Anzahl der Senatoren aus Christen bestand, sondern auch zum einflussreichen Bischof von [[Mediolanum (Gallia cisalpina)|Mediolanum]] (Mailand), [[Ambrosius von Mailand|Ambrosius]]. Als Zivilbeamter konnte er zudem Arbogasts Stellung beim Heer nicht gefährden. Eugenius nahm bald Kontakt zu Theodosius auf und bat um Anerkennung, doch dieser verhielt sich ausweichend. Im Winter 392/393 unternahm Arbogast einen Feldzug gegen germanische Stämme am Rhein (siehe auch [[Marcomer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sulpicius Alexander]], &amp;#039;&amp;#039;Historia&amp;#039;&amp;#039;, erhalten als Exzerpt in [[Gregor von Tours]], &amp;#039;&amp;#039;Historiae&amp;#039;&amp;#039; 2,9.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit wurde auch immer deutlicher, dass Theodosius an einer Übereinkunft eigentlich nicht interessiert war, zumal er das [[Konsulat (Römisches Reich)|Konsulat]] des Eugenius, das dieser 393 für sich beanspruchte, nicht anerkannte. In der historischen Forschung wurde auch die Überlegung angestellt, dass die antiheidnische Gesetzgebung des Theodosius in dieser Zeit, die allerdings (wohl durchaus absichtlich) eher lasch umgesetzt wurde, wohl auch das Ziel hatte, die Christen im Westen an Theodosius zu binden und einen möglichst scharfen Gegensatz zu Eugenius zu erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 493f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 393 verlegte Eugenius seine Residenz nach Mediolanum (heute [[Mailand]]). Bald verstärkten sich auch die Kontakte zu einer Gruppe einflussreicher heidnischer Senatoren. Diese hatten die Anerkennung des Eugenius als Kaiser im [[Römischer Senat|Senat]] durchgesetzt. An der Spitze dieser heidnischen Senatoren stand der bekannte Politiker und Gelehrte [[Virius Nicomachus Flavianus]], der sich vehement für die traditionellen Götterkulte einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Reaktion der heidnischen Senatoren auf die Usurpation des Eugenius: Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 495f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Flavianus und andere heidnische Senatoren drängten nun darauf, dass die in der Vergangenheit von christlichen Kaisern entzogenen Privilegien wiederhergestellt werden sollten. Eugenius verhielt sich zunächst allerdings abwartend und wies die Bitten der heidnischen Senatoren ab; erst bei einer dritten Anfrage entschied er, dass die geraubten Tempelgüter, nicht aber die Tempel selbst zurückerstattet werden sollten. Zugleich war Eugenius bestrebt, wenigstens formal ein gewisses Gleichgewicht zu erhalten. So wollte er auch Christen Geschenke zukommen lassen, was diese jedoch ablehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 497.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Ambrosius hielt Distanz zu Eugenius, wohl vor allem wegen dessen (wenn auch begrenzt) wohlwollender Haltung gegenüber den Heiden, möglicherweise aber auch aufgrund dynastischer Loyalität zu Theodosius, der Eugenius nicht anerkannt hatte. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich unter Eugenius’ Anhängern sowohl Christen als auch Altgläubige fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Stellung zu sichern, setzte Eugenius nun aber notgedrungen verstärkt auf die heidnischen Senatoren. Nicomachus Flavianus wurde 393 zum [[Prätorianerpräfekt|Prätoriumspräfekt]]en für Italien ernannt, sein [[Nicomachus Flavianus der Jüngere|gleichnamiger Sohn]] wurde [[Praefectus urbi|Stadtpräfekt]] von Rom. Im Gegensatz zu seinem Freund, dem bekannten Senator und Redner [[Quintus Aurelius Symmachus]], der sich bewusst abwartend verhielt, engagierte sich Flavianus stark für die neue Regierung. Offenbar sah er nun die Gelegenheit gekommen, den Einfluss heidnischer Kreise auf die Politik und das öffentliche Leben wieder zu verstärken. Dabei ging Flavianus recht unsensibel vor und trug zur späteren Verschärfung der Situation nicht unerheblich bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 498ff.; siehe auch Jelle Wytzes: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Kampf des Heidentums in Rom&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1977, S. 149ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eugenius gestattete möglicherweise sogar, den [[Streit um den Victoriaaltar|Victoriaaltar]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Curia Iulia|Curia]]&amp;#039;&amp;#039; des Senats wiederherzustellen, doch ist es unsicher, ob es dazu wirklich noch einmal kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 500.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der älteren Forschung wurde auch eine Inschrift des &amp;#039;&amp;#039;[[praefectus annonae]]&amp;#039;&amp;#039; unter Eugenius, [[Numerius Proiectus]], aus [[Ostia Antica|Ostia]] als Beispiel für die Wiederherstellung der heidnischen Tempel gedeutet. Die neuere Forschung hat an dieser Deutung jedoch Zweifel angemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Inschrift: {{AE|1941|66}}. Die Interpretation wurde begründet von [[Herbert Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;A new document of the last pagan revival in the West.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Harvard Theological Review]].&amp;#039;&amp;#039; Band 38, 1945, S. 199–244 und häufig übernommen, so etwa bei Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 499. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass es keine gesicherte archäologische Evidenz für einen Tempel des Herkules in Ostia gibt – das [[Liste der Gebäude in Regio I (Ostia)#Insula XV – Area dei Templi Repubblicani|traditionell als Herkulestempel identifizierte Heiligtum]] könnte auch dem [[Vulcanus]] geweiht gewesen sein. Außerdem müsse sich das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[cella]]&amp;#039;&amp;#039; nicht notwendig auf einen Tempel beziehen, sondern könne auch einen etwa durch Wandbilder mit Herkules identifizierten Raum in einem der vielen Bäder in Ostia meinen. Siehe Douglas R. Boin: &amp;#039;&amp;#039;A hall for Hercules at Ostia and a farewell to the Late Antique ‘pagan revival’.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Archaeology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 114, 2010, S. 253–266 ([https://www.academia.edu/1992189 Digitalisat]); [[Alan Cameron]]: &amp;#039;&amp;#039;The Last Pagans of Rome&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford/New York 2011, ISBN 978-0-19-974727-6, S. 90–92. Vgl. aber die sehr skeptische Reaktion auf diese These bei Christer Bruun: &amp;#039;&amp;#039;Religion and Christianization at Ostia, c.250–c.800: a complicated story. Douglas Boin, Ostia in Late Antiquity (Cambridge University Press 2013).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Roman Archaeology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 2016, S. 796–805 ([[doi:10.1017/S1047759400072780]]), hier S. 801 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch öffentliche Opfer, von Theodosius verboten, fanden wieder statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich aber weigerte sich Eugenius, wieder den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[pontifex maximus]]&amp;#039;&amp;#039; anzunehmen, und bis zuletzt warb er um die Unterstützung der Bischöfe, die freilich durch die neue Entwicklung wenig geneigt waren, dem nachzukommen. Insbesondere [[Alan Cameron]] hat grundlegende Zweifel bezüglich eines regelrechten „[[pagan revival]]“ im Westen dargelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. allgemein Cameron (2011), S. 783ff.; speziell zu Eugenius siehe ebd., S. 74ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anscheinend unterstützten mehrere, keineswegs jedoch alle altgläubigen Senatoren Eugenius; besonders hervor tat sich Nicomachus Flavianus, dessen religiöser Eifer jedoch etwa von Symmachus nicht geteilt wurde. Auch aus politischem Kalkül wollten viele Heiden wohl eher abwarten, wie sich die Zukunft entwickeln würde; von den Reaktionen christlicher Senatoren, deren Zahl nicht unbedeutend war, ist nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 501f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich sollte die Unterstützung, die Eugenius von den Heiden erfuhr, nur dazu führen, dass Theodosius seine antipaganen Gesetze, die vor allem Symbolcharakter hatten, noch verschärfte. Die meisten [[Alte Geschichte|Althistoriker]] gehen heute mit guten Gründen davon aus, dass der religiöse Faktor für die Auseinandersetzung eine weitaus geringere Bedeutung hatte, als es die (mit wenigen Ausnahmen, wie etwa [[Zosimos]]) vor allem protheodosianischen Quellen suggerieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. allgemein den grundlegenden Artikel von Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508; siehe auch Leppin (2003), S. 205ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich um einen Machtkampf, um einen politischen Konflikt, der nachträglich religiös aufgeladen wurde. Auch die heidnischen Senatoren um die Nicomachi scheinen Eugenius nicht rein aus religiösen Gründen unterstützt zu haben; anscheinend sahen sie in Arbogast und Eugenius die Sicherheit des Reichswestens und damit ihre eigenen politisch-ökonomischen Interessen besser gewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Grünewald (Historiker)|Thomas Grünewald]]: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Kampf des Heidentums in Rom?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 41, 1992, S. 462–487, hier S. 462.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederlage und Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rare solidus of Eugenius.jpg|miniatur|[[Solidus]], geprägt 392/393 in Lugdunum ([[Lyon]]). Vorderseite: Porträt des Eugenius; Rückseite: Darstellung zweier &amp;#039;&amp;#039;Augusti&amp;#039;&amp;#039;, die gemeinsam das Reich regieren.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbogast und Eugenius bemühten sich bis 393 um die Anerkennung durch den &amp;#039;&amp;#039;senior Augustus&amp;#039;&amp;#039; Theodosius I., prägten Münzen mit seinem Abbild und setzten Inschriften im Namen von Eugenius, Theodosius und [[Arcadius]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|8262}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theodosius zeigte sich jedoch unbeeindruckt: Er erhob seinen jüngeren Sohn [[Flavius Honorius|Honorius]] demonstrativ zum Mitkaiser für den Westen und trat der Usurpation nach längerer Vorbereitung schließlich auch militärisch entgegen, indem er in Italien einmarschierte und Eugenius’ Armee in der äußerst blutigen [[Schlacht am Frigidus]] (im heutigen Slowenien) am 5./6. September 394 schlug. Das von mehreren, vor allem christlichen Quellen vermittelte Bild eines regelrechten Religionskampfes ist subjektiv gefärbt; auf beiden Seiten kämpften am Frigidus Christen und Heiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Joachim Szidat: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508, hier S. 504ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass nach einem Sieg des Eugenius der Druck des „harten Kerns“ der Heiden um Nicomachus Flavianus auf Eugenius zugenommen und sich die Situation für die Christen möglicherweise verschlechtert hätte. Doch dazu kam es nicht: Arbogast und der ältere Nicomachus Flavianus begingen unmittelbar nach dieser entscheidenden Niederlage Suizid, während Eugenius von feindlichen Soldaten ergriffen und erschlagen wurde. Theodosius wurde, wenngleich nur für kurze Zeit, der letzte Herrscher des Gesamtreiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alan Cameron]]: &amp;#039;&amp;#039;The Last Pagans of Rome.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford u. a. 2011, ISBN 978-0-19-974727-6.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Grünewald (Historiker)|Thomas Grünewald]]: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Kampf des Heidentums in Rom?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 41, 1992, S. 462–487.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Leppin]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodosius der Große. Auf dem Weg zum christlichen Imperium&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gestalten der Antike&amp;#039;&amp;#039;). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-15431-2.&lt;br /&gt;
* {{PLRE|1|293||Fl. Eugenius 6}}&lt;br /&gt;
* Michele R. Salzman: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.academia.edu/12015513/_Ambrose_and_the_Usurpation_of_Arbogastes_and_Eugenius_Reflections_on_Pagan_Christian_Conflict_Narratives_in_the_Fourth_Century_Journal_of_Early_Christian_Studies_Volume_18_2_2010_pp_191_223?li=0 Ambrose and the Usurpation of Arbogastes and Eugenius: Reflections on Pagan-Christian Conflict Narratives].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Early Christian Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, 2010, S. 191–223 ([https://www.academia.edu/12015513 PDF]).&lt;br /&gt;
* [[Joachim Szidat]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Usurpation des Eugenius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1979, S. 487–508.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Flavius Eugenius}}&lt;br /&gt;
* {{DIR|eugene|Walter E. Roberts}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1147239762|VIAF=155151246510144130195}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Usurpator (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Konsul (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (römische Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 394]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eugenius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Flavius Eugenius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Gegenkaiser&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. September 394&lt;br /&gt;
|STERBEORT=am Frigidus, heute [[Vipava|Wippach]], Nebenfluss des [[Isonzo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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