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	<title>Eugene de Kock - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-21T17:23:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugene Alexander de Kock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Januar]] [[1949]]) ist ein ehemaliger hochdekorierter [[Oberst]] der [[South African Police|Südafrikanischen Polizei]] während der Zeit der [[Apartheid]]. Als Leiter der geheimen Einsatzgruppe C1 (früher C10), die als [[Vlakplaas]] bekannt wurde und auch als [[Todesschwadron]] bezeichnet wurde, war er ab 1985 für die [[Aufstandsbekämpfung|Bekämpfung des Widerstands]] gegen das Apartheidregime mitzuständig, vor allem gegen die führende [[Widerstandsbewegung]], des [[African National Congress]] (ANC). In dieser Funktion war de Kock für die Ermordung vieler Menschen verantwortlich und wurde deswegen verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/trc/3_1.pdf | wayback=20120513103921 | text=Report of the Truth and Reconciliation Commission 2003: The Former South African Government and its Security Forces. S. 184 ff.}} (englisch; PDF-Datei; 468&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruflicher Weg ==&lt;br /&gt;
Als [[Konstabler|Constabler]] wurde er im Januar 1968 in die Südafrikanische Polizei aufgenommen. De Kock erhielt im Rahmen seiner beginnenden Laufbahn eine neunmonatige Ausbildung an einer Polizeiakademie. Danach entsandte man ihn nach [[Rhodesien]], wo er als Grenzschutzoffizier in einer [[Geschichte Simbabwes#Einseitige Unabhängigkeit und UN-Sanktionen|angespannten Zeit]] tätig war: Rhodesien hatte sich für unabhängig erklärt und wurde von der Staatengemeinschaft weitestgehend boykottiert. Im Jahr 1978 kam er zur &amp;#039;&amp;#039;[[South African Police#Security Branch|SAP Security Branch]]&amp;#039;&amp;#039;-Dienststelle [[Oshakati]] im damaligen südafrikanisch besetzten [[Südwestafrika]], von wo er bereits am 1. Januar 1979 zur neu geschaffenen &amp;#039;&amp;#039;[[Koevoet]]&amp;#039;&amp;#039;-Einheit wechselte; diese operierte unter dem Dach der [[South African Police]]. Durch seine effektive Mitwirkung und Leitung in dieser Einheit wählte man ihn zur Durchführung eines Bombenattentates auf das ANC-Quartier in [[London]] aus. Dafür erhielt er die höchste Auszeichnung der Südafrikanischen Polizei, den &amp;#039;&amp;#039;Star for Outstanding Service&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.info.gov.za/otherdocs/2003/trc/3_1.pdf | wayback=20120513103921 | text=Report of the Truth and Reconciliation Commission 2003: The Former South African Government and its Security Forces. S. 219 Fußnote}} (englisch; PDF-Datei; 468&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enthüllungen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Vlakplaas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nach dem Ende der Apartheid ab etwa 1994 die Verbrechen des Regimes bei der Unterdrückung vor allem der schwarzen Bevölkerung aufgearbeitet wurden, geriet De Kock wegen seiner Schlüsselrolle als Befehlshaber der Vlakplaas-Einheit ins Zentrum der öffentlichen Debatte. De Kocks Aussagen über den so genannten „[[Schmutziger Krieg|Schmutzigen Krieg]]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Yolandi Gronewald, Tumi Makgetlavlok&lt;br /&gt;
 |url=https://www.mg.co.za/article/2006-09-08-vlok-my-role-in-dirty-war &lt;br /&gt;
 |titel=My role in dirty war&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk= Mail &amp;amp; Guardian&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=8. September 2006&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-12-19&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Regierung gegen die Opposition, vor allem über die geheimgehaltenen [[Politischer Mord|politischen Morde]] an schwarzen Oppositionellen, schockierten die Öffentlichkeit und wurden über Südafrika hinaus bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Bob Drogin&lt;br /&gt;
 | Titel=South African Policeman Found Guilty of Five Murders&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=The Tech&lt;br /&gt;
 | Band=116&lt;br /&gt;
 | Nummer=35&lt;br /&gt;
 | Datum= 27. August 1996&lt;br /&gt;
 | Seiten=3&lt;br /&gt;
 | ISSN=0148-9607&lt;br /&gt;
 |Online={{Webarchiv|url=http://tech.mit.edu/V116/N35/southafrica.35w.html |wayback=20120808170420 |text=Online }}&lt;br /&gt;
 |Kommentar=Zitiert nach Los Angeles Times&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders die grausamen Vorgehensweisen und die bis dahin völlig ungeahnte Art und der Umfang der von de Kock geschilderten Verbrechen erregten erhebliches Aufsehen. So waren regelmäßig Menschen durch umgeschnallte Sprengstoffgürtel exekutiert worden, die Leichen wurden durch wiederholte Sprengung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Bartholomaeus Grill&lt;br /&gt;
 | Titel=Der Kampfhund singt&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=[[Die Zeit]]&lt;br /&gt;
 | Band=&lt;br /&gt;
 | Nummer=40/1996&lt;br /&gt;
 | Datum=&lt;br /&gt;
 | Seiten=&lt;br /&gt;
 | Online=https://www.zeit.de/1996/40/Der_Kampfhund_singt&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zerstückelt, um sie unidentfizierbar zu machen und die Beseitigung zu erleichtern. Zudem berichtete er, dass seine Einheit gegen Ende der Apartheid von [[reaktionär]]en Kräften in der Regierung missbraucht wurde, um den von [[Frederik Willem de Klerk]] und [[Nelson Mandela]] eingeleiteten [[Geschichte Südafrikas#Die Überwindung der Apartheid|Dialog zwischen den Bevölkerungsgruppen]] zu sabotieren. Dazu wurde die [[Inkatha]]-Bewegung, die in Opposition zum ANC von Mandela stand, mit Waffen beliefert, um Konflikte innerhalb der schwarzen Bevölkerung zu schüren. Allein dieser Konflikt forderte seit 1985 15.000 Opfer in der am meisten davon betroffenen Provinz [[Natal (Provinz)|Natal]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach de Kocks Aussagen [[folter]]te und mordete seine Einheit, verschob Waffen in großen Mengen, zettelte [[Verschwörung]]en an, fälschte Dokumente, fabrizierte Beweise und legte Bomben im In- und Ausland. 1987 zerstörte ein Sprengsatz die Zentrale der schwarzen ANC-nahen Dachgewerkschaft [[COSATU]] in [[Johannesburg]]. Laut de Kock geschah dies auf direkten Befehl des damaligen Staatspräsidenten [[Pieter Willem Botha]]. 1988 zerstörte eine Bombe das Khotso-Haus, den Sitz des oppositionellen [[Südafrikanischer Kirchenrat|Südafrikanischen Kirchenrates]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;/&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Prozesses, vor der [[Wahrheits- und Versöhnungskommission]] und später während seiner Haft machte de Kock umfangreiche Aussagen, wer die Vorgehensweise seiner Einheit angeordnet hatte und über die Morde an Widerständlern Bescheid wusste oder sie teilweise direkt angeordnet hatte. Dabei belastete er mehrere Polizeigeneräle und führende Politiker schwer, darunter auch de Klerk, den letzten weißen Präsidenten und Träger des [[Friedensnobelpreis]]es. De Klerk war in der neuen, mehrheitlich schwarzen Regierung Mandelas Vizepräsident. De Kocks Aussagen führten jedoch nicht zu juristischen Konsequenzen für die Betroffenen. Er war über diese Tatsache verbittert und bezeichnete sich als eine Art [[Bauernopfer]], während die Befehlsgeber und eigentlich Verantwortlichen straflos ausgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung und Haft ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Rassentrennungspolitik im Jahre 1994 wurde er vor Gericht gestellt und wegen mehrfachen Mordes und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] zu einer Haftstrafe von zweimal [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslänglich]] plus 212 Jahren verurteilt; er verbüßte die Strafe in einem Hochsicherheitsgefängnis in [[Pretoria]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=https://www.sahistory.org.za/dated-event/sa-judge-jails-former-state-assassin-eugene-de-kock-more-200-years &lt;br /&gt;
 |titel=SA judge jails former state assassin Eugene de Kock for more than 200 years&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=www.sahistory.org.za&lt;br /&gt;
 |hrsg=[[South African History Online]]&lt;br /&gt;
 |datum=1996-10-30&lt;br /&gt;
 |seiten=&lt;br /&gt;
 |format=&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-12-19&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der südafrikanischen Presse wurde er, nach seinem Spitznamen unter Kollegen, als „Prime Evil“ ([[Englische Sprache|englisch]], etwa: „das Urböse“ oder auch „Oberster Verbrecher“) bezeichnet, seine umfangreichen Aussagen trugen maßgeblich zur Aufklärung illegaler [[Verdeckte Operation|verdeckter Operationen]] der ehemaligen weißen Regierung bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönliche Reue und Freilassung ==&lt;br /&gt;
Während seiner Haft wurde de Kock mehrfach von der südafrikanischen Psychologin [[Pumla Gobodo-Madikizela]] besucht, die auch Mitglied der Wahrheitskommission war. Sie schrieb ein vielbeachtetes Buch über diese Interviews, in dem sie unter anderem die Frage diskutiert, wie de Kock als eigentlich hochmoralischer Mensch zu einem Massenmörder werden konnte. Nach ihren Aussagen haben zwei Witwen von Männern, die de Kock getötet hatte, ihm nach persönlichen Gesprächen wegen seiner als echt wahrgenommenen [[Reue]] vergeben. In ihrem Buch äußerte Gobodo-Madikizela die Ansicht, dass sie der Regierung gegebenenfalls empfehlen würde, de Kock zu begnadigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=https://www.theage.com.au/articles/2004/02/18/1077072706559.html&lt;br /&gt;
 |titel= I forgave apartheid&amp;#039;s chief killer&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk= The Age&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum= 21. Februar 2004&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-12-19&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Januar 2015 wurde de Kock nach 20 Jahren Haft vorzeitig auf Bewährung entlassen. Laut Justizminister [[Michael Masutha]] sei dies „im Interesse der Staatsbildung und der Versöhnung“ geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/suedafrika-massenmoerder-eugene-de-kock-auf-bewaehrung-freigelassen-a-1016017.html &lt;br /&gt;
 |titel=Südafrika: Apartheid-Massenmörder auf Bewährung freigelassen&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk= Spiegel Online&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=30.&amp;amp;nbsp;Januar 2015&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-12-19&lt;br /&gt;
 |kommentar=Autorenkürzel: kry&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Eugene de Kock: &amp;#039;&amp;#039;A long night’s damage. Working for the Apartheid State.&amp;#039;&amp;#039; Contra Press, Saxonwold 1998, ISBN 0-620-22198-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pumla Gobodo-Madikizela: &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe der Apartheid. Trauma, Erinnerung, Versöhnung.&amp;#039;&amp;#039; Budrich, Opladen 2006, ISBN 3-86649-025-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1996/40/Der_Kampfhund_singt Bartholomaeus Grill: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampfhund singt&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Die Zeit]], Ausgabe 40/1996&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46847803.html Katja Thimm und Johann Grolle: &amp;#039;&amp;#039;Angst vor dem Geruch von Blut&amp;#039;&amp;#039;] Interview mit Pumla Gobodo-Madikizela über ihre Gespräche mit de Kock In: [[Der Spiegel]] vom 8. Mai 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12978284X|LCCN=nb98079439|VIAF=279734022}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kock, Eugene de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachrichtendienstliche Person (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (südafrikanische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südafrikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kock, Eugene de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prime Evil; Kock, Eugene Alexander de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=südafrikanischer Polizeioffizier während der Apartheid, verurteilt wegen politischer Morde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Januar 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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