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	<title>Eugene Myers - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugene_Myers&amp;diff=2287091&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-10-15T04:15:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gene Myers ISMB 2014.jpg|mini|Eugene Myers 2014]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugene „Gene“ Wimberly Myers Jr.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1953]] in [[Boise]], [[Idaho]])&amp;lt;ref&amp;gt;Porträt von Myers in Neil C. Jones, Pavel Pevzner: &amp;#039;&amp;#039;An introduction to bioinformatics algorithms.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, 2004, ISBN 0-262-10106-8, S. 333f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein US-amerikanischer [[Informatik]]er, bekannt für Arbeiten in der [[Bioinformatik]]. Er war einer der Entwickler des [[BLAST-Algorithmus|BLAST-Programms]] zur [[Gensequenzierung]] und trug mit weiteren Algorithmen wesentlich zum vorzeitigen Abschluss des [[Human Genome Project]] und anderer großer Gensequenzierungsprojekte bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Myers verbrachte seine Jugend im Fernen Osten (Pakistan, Indien, Indonesien, Hongkong, Japan) nach den Arbeitsorten seines Vaters, der für [[ExxonMobil|Exxon]] arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte Mathematik am [[Caltech]] (Bachelor-Abschluss) und an der [[University of Colorado at Boulder]], wo er 1981 bei [[Andrzej Ehrenfeucht]] promoviert wurde (&amp;#039;&amp;#039;A Depth-First Characterization of k-Connectivity and Its Application to Connectivity Testing&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.genealogy.ams.org/id.php?id=91445 Mathematics Genealogy Project]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seines Studiums war er auch bei den [[Bell Laboratories]] und am National Center for Atmospheric Research in [[Boulder (Colorado)]]. Ab 1981 war er Assistant Professor an der [[University of Arizona]], wo er sich mit Algorithmen für den DNA-Sequenzvergleich zu beschäftigen begann, von 1999 bis 2002 war er Vizepräsident für Informatik-Forschung bei der ein Jahr zuvor gegründeten [[Celera Genomics]] in [[Rockville (Maryland)]] und ab 2003 Professor für Informatik und Molekularbiologie an der [[University of California, Berkeley]]. Danach war er Gruppenleiter am [[Janelia Farm Research Campus]] des [[Howard Hughes Medical Institute]] (HHMI) in [[Loudoun County]] in [[Virginia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mitte 2017 bis Mitte 2019 war Myers &amp;quot;Geschäftsführender Direktor&amp;quot; des [[Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpicbg_management&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mpi-cbg.de/de/institut/direktoren/ |titel=Direktorium des MPI-CBG |abruf=2017-09-17&amp;lt;!--|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170917201823/https://www.mpi-cbg.de/de/institut/direktoren/|archiv-datum=2017-09-17--&amp;gt; |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210726014606/https://www.mpi-cbg.de/de/institut/direktoren/ |archiv-datum=2021-07-26 |offline=ja |archiv-bot=2023-04-25 03:16:01 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, an dem er schon seit 2012 einer der Direktoren ist, und gleichzeitig als Inhaber des Klaus-Tschira-Chairs Leiter eines neuen Zentrums für Systembiologie in [[Dresden]] (englisch: CSBD), das vom MPI-CBG und dem [[Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme|MPI für Physik komplexe Systeme]]  gemeinsam mit der [[Technische Universität Dresden|TU Dresden]] aufgebaut und durch die [[Klaus Tschira Stiftung]] Heidelberg gefördert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Meldungen der Max-Planck-Gesellschaft und die Homepage des Zentrums für Systembiologie unter [https://www.mpg.de/5831733/myers_systembiologie_zentrum mpg.de] und [http://www.mpg-sysbio.de/research.html mpg-sysbio.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beobachten heißt verstehen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 8. Juni 2013, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeiten ==&lt;br /&gt;
Myers entwickelte mit [[Stephen Altschul]] und anderen Ende der 1980er Jahre das in der Sequenzanalyse weit verbreitete BLAST-Programm.&amp;lt;ref&amp;gt;S. F. Altschul, W. Gish, W. Miller, E. W. Myers, D. J. Lipman: &amp;#039;&amp;#039;Basic local alignment search tool.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Mol Biol.&amp;#039;&amp;#039; 215, 1990, S. 403–410.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Veröffentlichung gehört zu den am meisten zitierten Arbeiten der 1990er Jahre, das BLAST-Programm wird täglich von Wissenschaftlern benutzt, die DNA-Sequenzen mit den in den öffentlich zugänglichen Datenbanken gespeicherten Sequenzen der großen Genomsequenzierungsprojekte vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Celera Genomics war Myers an der Entwicklung von Algorithmen beteiligt (Whole Genome [[Shotgun Sequencing]] Protocol), die die Zusammensetzung des 3 Milliarden Basenpaaren langen menschlichen Genoms aus kleinen &amp;#039;&amp;#039;Schnipseln&amp;#039;&amp;#039; ermöglichten und den frühen Abschluss (Jahre vor dem ursprünglich erwarteten Zeitpunkt) des Human Genome Projects ermöglichten. Gleichzeitig gelang dies auch von Seiten der öffentlichen Forschung dank Fortschritten unter anderem seines Freundes und ehemaligen Studienkollegen in Colorado [[David Haussler]] an der [[University of California, Santa Cruz]], von [[Eric Lander]] am MIT und anderen. Die Möglichkeit größerer Gensequenzierungen mit der Methode der&lt;br /&gt;
[[Schrotschusssequenzierung]] hatte die Gruppe um [[Craig Venter]] schon 1995 gezeigt,&amp;lt;ref&amp;gt;Davor dachte man, dass dies nur für Genabschnitte im Umfang von [[Bacterial Artificial Chromosome|BACs]] praktikabel war, also etwa 150.000 Basenpaare, und die Strategie bestand darin, das Genom in BACs einzuteilen und diese mit der Shot Gun Methode zu sequenzieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; indem das 1,8 Millionen Basenpaare umfassende Genom von [[Haemophilus influenzae]] sequenziert wurde. Der Genetiker Jim Weber und Myers erarbeiteten einen Vorschlag,&amp;lt;ref&amp;gt;J. Weber, Gene Myers &amp;#039;&amp;#039;Whole genome shotgun sequencing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genome Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, 1997, S. 401–409. Zuerst dargestellt in: J. C. Roach, C. Boysen, K. Wang, L. Hood: &amp;#039;&amp;#039;Pairwise end sequencing: a unified approach to genomic mapping and sequencing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genomics.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1995, S. 345.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Methode auch für das Human Genome Project anzuwenden und untermauerten ihn durch Simulationen. Dieser Vorschlag wurde anfangs sehr kritisch aufgenommen, erhielt aber von Craig Venter bei Celera 1998 eine Chance.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Geschichte ist z. B. in Neil C. Jones, Pavel Pevzner: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to bioinformatics algorithms.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 0-262-10106-8, S. 333ff dargestellt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Myers war auch am Sequenzierungsprojekt der [[Drosophila]]-Fruchtfliege (von [[Gerald Rubin]], dem Direktor des Janelia Research Campus, geleitet) und an dem der Maus beteiligt. In den Jahren 2005–2012 arbeitete er als Gruppenleiter am Janelia Research Campus an einem Projekt, in dem die auf mikroskopischen Aufnahmen basierenden Computer-Karten der Gehirne von Fliegen und Mäusen möglichst genau und automatisiert neuroanatomisch ausgewertet werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Udi Manber entwickelte er die [[Suffixarray]]-Datenstruktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Udi Manber, Gene Myers: &amp;#039;&amp;#039;Suffix arrays: a new method for on-line string searches.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;SIAM Journal on Computing.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 1993, S. 935–948.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von ihm stammt auch der Algorithmus in [[GNU]] [[diff]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gnu.org/s/hello/manual/diff/Overview.html Handbuch zu GNU diff]. Dort wird hingewiesen auf Eugene W. Myers &amp;#039;&amp;#039;An O(ND) Difference Algorithm and its Variations.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Algorithmica.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1986, S. 251–266; Gene Myers, Webb Miller: &amp;#039;&amp;#039;A File Comparison Program.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Software—Practice and Experience.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, 1985, S. 1025–1040.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
2001 erhielt er den [[Paris-Kanellakis-Preis]] der ACM. 2003 wurde er in die [[National Academy of Engineering]] aufgenommen und 2004 erhielt er den [[Max-Planck-Forschungspreis]]. Myers ist seit dem Jahr 2006 Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|1156|IDName=eugene-w-myers|Name=Prof. Dr. Eugene W. Myers|Kommentar=mit Bild und CV|Datum=18. Juli 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seit 2016 der [[European Molecular Biology Organization]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit [[Rita Casiado]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Algorithms in Bioinformatics.&amp;#039;&amp;#039; 5th International Workshop, WABI 2005, Mallorca, Spain. Springer Verlag, Berlin / New York City 2009, ISBN 978-3-540-29008-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elke Maier: &amp;#039;&amp;#039;Quellcode des Lebens.&amp;#039;&amp;#039; (Porträt Eugene W. Myers). In: &amp;#039;&amp;#039;[[MaxPlanckForschung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2012, S. 56–63. ([https://www.mpg.de/6945439/W003_Biologie-Medizin_056-063.pdf www.mpg.de], PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.mpi-cbg.de/research-groups/current-groups/gene-myers/group-leader/ Homepage von Myers am MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik]&lt;br /&gt;
* [http://www.hhmi.org/research/groupleaders/myers_bio.html Biographie beim HHMI]&lt;br /&gt;
* [https://research.janelia.org/myers/#papers Myers Homepage am Janelia Farm Labor]&lt;br /&gt;
* [http://www.humboldt-foundation.de/pls/web/docs/F31046/brochure_mpfp_04.pdf Max-Planck-Forschungspreis 2004 an Myers, PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=n86870506|VIAF=44589324|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-08-31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Myers, Eugene}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Max-Planck-Forschungspreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der European Molecular Biology Organization]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Myers, Eugene&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Myers, Eugene W.; Myers, Eugene Wimberly (vollständiger Name); Myers, Gene&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Informatiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1953&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Boise]], [[Idaho]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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