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	<title>Eugen Varga - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:09:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Varga&amp;diff=948795&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Apostroph ≠  Accent aigu ≠ Prime)</title>
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		<updated>2026-04-28T15:42:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (&lt;a href=&quot;/index.php/Apostroph&quot; title=&quot;Apostroph&quot;&gt;Apostroph&lt;/a&gt; ≠  &lt;a href=&quot;/index.php/Akut&quot; title=&quot;Akut&quot;&gt;Accent aigu&lt;/a&gt; ≠ &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vargajenő.jpg|mini|Eugen Varga (1919)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jewgeni Samuilowitsch Warga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Евге́ний Самуи́лович Ва́рга}}, [[Ungarische Sprache|ungarisch]]: Jenő Varga (Geburtsname Jenö Weiß bzw. Weisz); * [[6. November]] [[1879]] in [[Budapest]]; † [[7. Oktober]] [[1964]] in [[Moskau]]) war ein marxistischer Wirtschaftswissenschaftler ungarischer Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hungarian Government 1919.jpg|mini|hochkant|Ungarische Räteregierung 1919.&amp;lt;br /&amp;gt;Varga links in der zweiten Reihe]]&lt;br /&gt;
Eugen Varga besuchte die Volksschule, arbeitete dann als Bäckergehilfe, benutzte seine freie Zeit zum Selbststudium und bestand das Abiturientenexamen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Beer (Publizist)|Max Beer]]: Handlekikon  sozialistischer Persönlichkeiten 1932, Brumaire, Berlin 2025, S. 657–658&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte [[Philosophie]] und [[Wirtschaftsgeographie]] an der [[Universität Budapest]]. Sein weitgefächertes Interesse machte ihn auch zum Mitglied der Ungarischen Psychoanalytischen Gesellschaft. Ab dem Jahr 1906 publizierte er vor allem über ökonomische Themen und wurde Mitglied der [[Ungarische Sozialdemokratische Partei|ungarischen sozialdemokratischen Partei]]. Vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er durch seine öffentliche Diskussion mit [[Otto Bauer]] über die Ursachen der [[Inflation]] in [[Österreich-Ungarn]] bekannt. Er gehörte damals zu den Anhängern [[Karl Kautsky]]s. In den Jahren 1909 bis 1918 nach der Promotion war Varga als Lehrer an einer Budapester Wirtschaftsfachschule tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Varga wurde 1919 Finanzminister der kurzlebigen [[Ungarische Räterepublik|ungarischen Räterepublik]] unter [[Béla Kun]]. Nach deren Sturz floh er nach [[Wien]] und wurde dort sechs Monate interniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Altvater (Einleitung) in: Eugen Varga: Die Krise des Kapitalismus und ihre politischen Folgen, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt 1974, S. IX&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort ging er 1920 in die [[Sowjetunion]], wo er für die [[Komintern]] arbeitete. Er spezialisierte sich auf internationale Wirtschaftsprobleme und Agrarfragen. In den Jahren 1922 bis 1927 war er in der sowjetischen Botschaft in [[Berlin]] in der Abteilung Handel tätig. In den 1930er Jahren war er Wirtschaftsberater [[Josef Stalin]]s. In dieser Funktion plädierte er für Arbeitseinsätze deutscher Kriegsgefangener und Demontagen als hauptsächliche Form der Reparationen Deutschlands nach 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeunert’s Schmalspurbahnen, 46, S. 53, Endisch-Verlag, Stendal, 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Stalinsche Säuberungen|Säuberungen]] dieser Jahre überstand er unbehelligt. Er war sowohl Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] als auch der Kommunistischen Partei Ungarns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Varga verfasste die Wirtschaftsberichte für die Kongresse der Komintern von 1921 bis 1935. Er veröffentlichte viele Studien über die internationale Konjunktur, in denen er quantitative Entwicklungen in Produktion, Investition und Beschäftigung unter Nutzung offizieller Wirtschaftsdaten verschiedener Länder bewertete. Er hatte dazu eine besondere Methode der Aufbereitung von Daten entwickelt. Seine vierteljährlichen marxistischen Konjunkturanalysen und Prognosen waren Grundlage für das Handeln und die Strategie der Arbeiterbewegung. So sagte Varga auch die große [[Weltwirtschaftskrise]] von 1929 treffsicher voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Altvater (Einleitung) in: Eugen Varga: Die Krise des Kapitalismus und ihre politischen Folgen, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt 1974, S. XII, XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Nachfolgeorganisation seines Instituts wurde 1956 das [[Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;The Economic Transformation of Capitalism at the End of the Second World War&amp;#039;&amp;#039;. Er schrieb hier, dass das kapitalistische System stabiler sei als bisher angenommen. Daraufhin wurde sein Institut geschlossen. In der zweiten Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;[[Große Sowjetische Enzyklopädie|Großen Sowjetischen Enzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039; wurde er als „bürgerlicher Ökonom“ bezeichnet. Nach Stalins Tod waren die neuen Machthaber im [[Moskauer Kreml]] nicht an Vargas Vorhersagen einer „notwendigen“ Wirtschaftskrise der Vereinigten Staaten interessiert, da sie eine Politik der [[Friedliche Koexistenz|friedlichen Koexistenz]] verfolgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Varga kehrte in seine Heimat Ungarn nicht zurück, war aber als Wirtschaftsberater von [[Mátyás Rákosi]] tätig. Seine Pläne für Wirtschaftsplanung, Preiskontrolle und Geldreform wurden von den ungarischen Kommunisten umgesetzt. Mit dem Sturz Rákosis beim [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarischen Volksaufstand]] 1956 und der Regierungsübernahme durch [[János Kádár]] endete seine Beratertätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften der UdSSR]], der [[Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine|Akademie der Wissenschaften der Ukrainischen SSR]] und der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-eugen-samuilowitsch-varga-2846&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Krise der kapitalistischen Weltwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]]; Auslieferungsstelle für Deutschland: &amp;quot;Carl Hoym Nachf. Louis Cahnbley&amp;quot;, Hamburg 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die historischen Wurzeln der Besonderheiten des deutschen Imperialismus&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin 1946&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der Ökonomik und Politik des Imperialismus: (nach dem zweiten Weltkrieg)&amp;#039;&amp;#039;. [[Karl Dietz Verlag Berlin|Dietz Verlag]], Berlin 1955 (Übers. von Joseph Harhammer auf Basis der russ. Ausgabe, &amp;#039;&amp;#039;Osnovnye voprosy ékonomiki i politiki imperializma: (posle vtoroj mirovoj vojny)&amp;#039;&amp;#039;. Gosudarstvennoe Izdat. Politiceskoj Literatury, Moskva 1953).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Krise des Kapitalismus und ihre politischen Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und eingeleitet von [[Elmar Altvater]]; Frankfurt/Main 1969; 2. Auflage, 1974, ISBN 3-434-45037-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Vierteljahresberichte 1922–1939&amp;#039;&amp;#039;, 5 Bände. Hrsg. von [[Jörg Goldberg]], mit Vorworten von [[Georg Göncöl]] (ein Neffe Vargas&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_81_155-163.pdf|titel=Großartige Pflege eines marxistischen Erbes|archiv-url=https://web.archive.org/web/20151004224825/http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_81_155-163.pdf|archiv-datum=2015-10-04|abruf=2025-10-21|format=pdf|autor=Jürgen Kuczynski|hrsg=[[Universität zu Köln]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), Jörg Goldberg und [[Josef Schleifstein]]. Berlin:das europäische buch, 1977; {{DNB|550287264}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Knirsch: &amp;#039;&amp;#039;Eugen Varga.&amp;#039;&amp;#039; (= Bibliographische Mitteilungen des Osteuropa-Instituts an der Freien Universität Berlin, 5) Osteuropa-Institut an der Freien Universität, Berlin 1961.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000001548|Eugen S. Varga||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 47/1964 vom 9. November 1964}}&lt;br /&gt;
* Laszlo Tikos: &amp;#039;&amp;#039;E. Vargas Tätigkeit als Wirtschaftsanalytiker und Publizist in der ungarischen Sozialdemokratie, in der Konimtern, in der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitsgemeinschaft für Osteuropaforschung Tübingen, Böhlau, Wien/Köln/Graz 1965.&lt;br /&gt;
* Gerhard Duda: &amp;#039;&amp;#039;Jenö Varga und die Geschichte des Instituts für Weltwirtschaft und Weltpolitik in Moskau 1921–1970.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-05-002326-0.&lt;br /&gt;
* André H. Mommen: &amp;#039;&amp;#039;Jenő Varga, economist of the Comintern (1920–1928).&amp;#039;&amp;#039; CEPS, Maarssen 2009, ISBN 978-90-79885-05-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Economic Legacy of Eugen Varga&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Frieder Otto Wolf]] und Judith Dellheim, Palgrave, New York 2026, ISBN 978-3-032-04051-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118626124}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/017760}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20151004224825/http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_81_155-163.pdf Rezension von Jürgen Kuczynski zu &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,8&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Revolutionärer Regierungsrat}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118626124|LCCN=n/50/44966|VIAF=61553426}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Varga, Eugen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ungarische Räterepublik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Marxistischer Ökonom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Varga, Eugen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Warga, Jewgeni Samuilowitsch (vollständiger Name); Varga, Jenő (ungarisch); Weisz, Jenö (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarisch-sowjetischer Ökonom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. November 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Budapest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Oktober 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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