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	<title>Eugen Ricklin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:59:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Ricklin&amp;diff=2078977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SJuergen: /* Ausbildung und Beruf */ typo</title>
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		<updated>2023-12-01T23:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung und Beruf: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugen Adolf Ricklin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1862]] in [[Dannemarie (Haut-Rhin)|Dannemarie]] (deutsch Dammerkirch); † [[4. September]] [[1935]] ebenda) war Arzt und Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Reichstags]] sowie Präsident der zweiten Kammer des [[Landtag des Reichslandes Elsaß-Lothringen|Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen]] ([[Elsaß-Lothringische Zentrumspartei]]).&lt;br /&gt;
[[Datei:Eugène Ricklin.jpg|miniatur|Eugen Ricklin (1915)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Ricklin war der Sohn eines Hoteliers und besuchte von 1872 bis 1883 das Lycée [[Belfort]], das Realgymnasium [[Altkirch]], und die Gymnasien in [[Colmar]] und [[Regensburg]]. 1883 bis 1888 studierte er Medizin an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]], [[Universität München|München]] und [[Universität Erlangen|Erlangen]] und schloss das Studium mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor|Dr. med.]] ab. Seinen Dienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] beendete er im Dienstrang eines Oberarztes der Landwehr. Ab 1889 war er praktischer Arzt in Dammerkirch und später in [[Carspach|Carspach-Sonnenberg]] mit dem Titel Sanitätsrat und Kantonalsarzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Mit 29 Jahren wurde er 1891 Stadtrat in Dammerkirch und 1896 Bürgermeister. 1902 wurde er wiedergewählt, aber von der kaiserlichen Regierung unter dem Vorwurf der [[Majestätsbeleidigung]] nicht bestätigt. Er blieb aber bis 1908 Ratsmitglied. Er war auch von 1896 bis 1918 Mitglied des Oberelsässischen [[Bezirkstag (Elsaß-Lothringen)|Bezirkstages]]. 1906 wurde seine Bezirkstagswahl wegen [[Unzulässige Wahlbeeinflussung|Wahlbeeinflussung]] durch den katholischen Klerus für ungültig erklärt. Bei der Neuwahl Anfang 1907 wurde seine Wahl bestätigt. Am 15. Januar 1917 wurde er zum Präsidenten des Bezirkstags gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 war er Mitglied des Landesausschusses für Elsaß-Lothringen und seit der [[Landtagswahl in Elsaß-Lothringen 1911|Landtagswahl am 22. Oktober 1911]] für den Wahlkreis Altkirch-Dammerkirch Mitglied der II. Kammer des elsaß-lothringischen Landtags. Am 6. Dezember 1911 wurde er mit 54 von 57 Stimmen zum Präsidenten der Kammer gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er so stark für die die Autonomie des Elsass eintrat und sogar den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] ablehnte, erhielt er den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Löwe vom Sundgau&amp;#039;&amp;#039; (D’r Sundgauer Leeb). Von 1903 bis 1918 war er auch Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis [[Reichsland Elsaß-Lothringen]] 1 [[Kreis Altkirch|Altkirch]], [[Kreis Thann|Thann]]. 1913 und 1914 nahm er an den Friedenskonferenzen der [[Interparlamentarische Union|Interparlamentarischen Union]] in [[Bern]] und [[Basel]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde er zunächst als Militärarzt in [[Soultz-Haut-Rhin|Sulz]] im Elsass eingesetzt. Als er sich für den verurteilten Landtagskollegen [[Médard Brogly]] einsetzte, wurde er jedoch ins nördliche Frankreich an die Front nördlich von [[Amiens]] und [[Verdun]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Ersten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Am 11. November 1918 erklärte sich der Landtag Elsaß-Lothringens unter seiner Leitung zum Nationalrat und damit zur alleinigen Autorität des Reichslandes. Man rief einen Tag später ein souveränes Elsaß-Lothringen aus und übernahm damit alle Aufgaben des [[Ministerium für Elsaß-Lothringen|Ministeriums]] und des Reichsstatthalters. Diese Eigenständigkeit wurde jedoch von der französischen Besatzungsmacht nicht anerkannt. Am 6. Dezember 1918 sprach sich der Landtag für den Anschluss an Frankreich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen französischen Machthaber luden ihn vor eine [[Commission de Triage]]. Von dieser wurde er ausgewiesen und in [[Kork (Kehl)|Kork]] und [[Bodersweier]] bei [[Kehl]] interniert. 1919/20 wurde er zeitweise inhaftiert und hierdurch um die Möglichkeit einer Kandidatur bei den französischen Nationalratswahlen gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er in das Elsass zurückkehren konnte, wurde er aus politischen Gründen am 17. Mai 1925 aus dem elsässischen Ärzteverband ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1. Januar 1926 war er Herausgeber der autonomistischen Wochenzeitschrift [[Die Zukunft (Elsass)|Die Zukunft]] in [[Saverne|Zabern]] und am 5. Juni 1926 Gründungsvorsitzender des [[Elsaß-Lothringischer Heimatbund|Elsaß-Lothringischen Heimatbunds]], der sich für eine größere [[Autonomie]] der Region aussprach. Beim [[Blutiger Sonntag (Colmar)|Blutigen Sonntag in Colmar]] wurde er verletzt. Unter seiner Leitung nahm der Heimatbund die Zusammenarbeit mit den korsischen und bretonischen Separatisten auf und entwickelte die Strategie der Einheitsfront.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. März 1928 wurde er in [[Mülhausen]] im Vorfeld der Wahlen zur [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|Abgeordnetenkammer]] verhaftet, am 29. April aber noch während seiner Haftzeit im Wahlkreis Altkirch gewählt. Er wurde im [[Colmarer Komplott-Prozess]] am 24. Mai 1928 zu einem Jahr Gefängnis und 5 Jahre „Aufenthaltsverbot“ verurteilt, aber am 14. Juli 1928 durch den französischen [[Staatspräsident (Frankreich)|Staatspräsidenten]] amnestiert. Weiterhin wurde Ricklin noch im Oktober 1928 auch in den [[Conseil General du Haut Rhin]] gewählt. Sein Mandat in der Abgeordnetenkammer wurde dagegen am 8. November 1928 in einer umstrittenen Abstimmung der Kammer für ungültig erklärt, obwohl Ricklin die [[bürgerliche Ehrenrechte|bürgerlichen Ehrenrechte]] im Colmarer Urteil nicht aberkannt worden waren. Doch berief man sich am 8. November in [[Paris]] auf ein Gesetz von 1852, welches wegen Komplott Verurteilte von parlamentarischen Ämtern ausschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Elsaß-Lothringische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 10, 1928, {{ZDB|216231-3}}, S. 601.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Rothenberger: &amp;#039;&amp;#039;Die elsaß-lothringische Heimat- und Autonomiebewegung zwischen den beiden Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; 1975, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fällige Nachwahl für den Wahlkreis Altkirch wurde am 13. Januar 1929 durch den Ricklin-Nachfolger [[Marcel Stürmer|Marcel Stürmel]] gewonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Rothenberger: &amp;#039;&amp;#039;Die elsaß-lothringische Heimat- und Autonomiebewegung zwischen den beiden Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; 1975, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl zum französischen Präsidenten am 13. Mai 1931 erhielt Ricklin sechs Stimmen von elsässischen Abgeordneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 4. September 1935 um 20:20 nach einem langen Aufenthalt im Krankenhaus in seiner Heimatstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 283f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eugen Ricklin, ein Vorkämpfer der elsaß-lothringischen Einheit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Elsaß-Lothringen. Heimatstimmen&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 13 (1935), Heft 9, 20. September 1935, S. 369–376.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hiery]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstagswahlen im Reichsland. Ein Beitrag zur Landesgeschichte von Elsaß-Lothringen und zur Wahlgeschichte des Deutschen Reiches 1871–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; 80). Droste, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-5132-7, S. 462–463, (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Universität, Dissertation, 1984).&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Rothenberger: &amp;#039;&amp;#039;Die elsaß-lothringische Heimat- und Autonomiebewegung zwischen den beiden Weltkriegen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; Reihe 3: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und ihre Hilfswissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 42). Lang, Bern u. a. 1975, ISBN 3-261-01485-7 (Zugleich: Mainz, Universität, Dissertation, 1972).&lt;br /&gt;
* Marcel Sturmel: &amp;#039;&amp;#039;Dr. E. Ricklin. Ein elsässisches Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;. Colmar, Verlag Alsatia 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ricklin 70 Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Elsaß-Lothringen. Heimatstimmen&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 10 (1932), Heft 5, 15. Mai 1932, S. 209f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Eugène Ricklin}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|133232689}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Eugen Ricklin|2003}}&lt;br /&gt;
* [https://www2.assemblee-nationale.fr/sycomore/fiche/%28num_dept%29/6751 Eugen Ricklin in der Datenbank der französischen Nationalversammlung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133232689|VIAF=7536911|LCCN=no/2013/011633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ricklin, Eugen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Elsaß-Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Landesausschusses von Elsaß-Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UPR-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ricklin, Eugen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ricklin, Eugen Adolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dannemarie (Haut-Rhin)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. September 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dannemarie (Haut-Rhin)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJuergen</name></author>
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