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	<title>Eugen Ehrlich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:25:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Ehrlich&amp;diff=320939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2026-02-08T08:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugen Ehrlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren als Elias Ehrlich [[14. September]] [[1862]] in [[Czernowitz]], [[Kaisertum Österreich]]; gestorben [[2. Mai]] [[1922]] in [[Wien]]) war ein  [[Österreich|österreichischer]] [[Rechtssoziologie|Rechtssoziologe]] an der [[Nationale Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz|Franz-Josephs-Universität Czernowitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Czernowitz, seine Geburtsstadt und spätere Wirkungsstätte, war damals Landeshauptstadt des [[Herzogtum Bukowina|Herzogtums Bukowina]], ein armer, ethnisch vielfältiger Landstrich an der damaligen Ostgrenze des [[Kaisertum Österreich|Kaisertums Österreich]], ab 1867 der [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Monarchie. Ehrlich stammte aus einer [[Geschichte der Juden in der Ukraine|jüdischen Familie]]. Sein Vater Simon Ehrlich war Advokat in Czernowitz. Ehrlich besuchte das polnischsprachige humanistische Gymnasium in [[Sambir|Sambor]], [[Galizien]]. Zunächst bezeichnete er sich als [[Israeliten|Israelit]], später gab er als Konfession [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]] an. Als seine Muttersprache gab er [[Polnische Sprache|polnisch]] an. Ehrlich blieb unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrlich studierte [[Rechtswissenschaft]] an der polnischsprachigen [[Universität Lemberg]] und ab 1881 an der [[Universität Wien]], an der er 1883 sein Studium abschloss. Ehrlich wurde an der Universität Wien 1886 zum Doktor der Rechte [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und 1895 für [[römisches Recht]] [[Habilitation|habilitiert]]. Nach einer [[Privatdozent]]entätigkeit in Wien folgte Ehrlich 1897 einem [[Berufung (Amt)|Ruf]] als [[Extraordinarius|a.o. Professor]] an die deutschsprachige [[kaiserlich-königlich]]e [[Franz-Josephs-Universität Czernowitz]], wo er ab 1900 als [[Lehrstuhl|o. Professor]] las. 1906/07 war er [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]] der Universität.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=1234569 Rektoratsrede (HKM)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] musste Ehrlich 1914 aus Czernowitz fliehen, weil die Stadt von russischen Truppen eingenommen worden war. Er ging zunächst nach Wien, wo er sich nach dem Kriege für die Erhaltung der [[Donaumonarchie]] einsetzte. Später ging  Ehrlich für einige Jahre in die [[Schweiz]]. Als die Bukowina nach Kriegsende, laut Friedensvertrag, [[Rumänien]] angeschlossen wurde, wollte er zunächst nicht dorthin zurückkehren. Als sich seine Hoffnungen, in [[Bern]] tätig werden zu können nicht erfüllten, plante er 1921 dennoch nach Czernowitz zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrlich musste zuvor Forschungsurlaub nehmen, um sich auf die [[Vorlesung]]en in [[Rumänische Sprache|rumänischer Sprache]] vorzubereiten. Ehrlich zog zunächst nach [[Bukarest]]. Eine Lehrtätigkeit in Czernowitz konnte er nicht mehr aufnehmen, weil er an [[Diabetes mellitus]] erkrankte, der damals noch nicht behandelt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Die damals herrschende [[Begriffsjurisprudenz]] wurde von Ehrlich bald als unzureichend erkannt. Daher begann er etwa ab 1903 auf ein Verständnis des [[Rechtssystem (Soziologie)#Soziologische Theorien über das Rechtssystem|Rechtssystems]] hinzuarbeiten, das die Rechtswirklichkeit stärker beachten sollte. Gerade seine Beobachtungen zur Rechtswirklichkeit in der ethnisch stark unterschiedlich geprägten Bukowina veranlassten ihn, sich stärker dem „Lebenden Recht“ zu widmen. Seine provokante Forderung vor dem [[Deutscher Juristentag|31. Deutschen Juristentag]], an allen juristischen Fakultäten Seminare für „Lebendes Recht“ einzurichten, konnte sich aber nicht durchsetzen. Seine Forderungen waren vielen zu radikal, wurden aber auch international, etwa in den USA und Japan, viel beachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach seinen soziologischen Untersuchungen [[positives Recht]] letztendlich keine vollständige Gerechtigkeit schaffen könne, verschob Ehrlich den Fokus bei der Betrachtung dieser Problematik zunehmend auf die Person des Richters, welcher, relativ frei vom Gesetz (so können eine Reihe von Gerichten in ein und derselben Sache zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen), nicht Recht finde, sondern selbst &amp;#039;&amp;#039;schaffe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Insofern ist Ehrlich auch als Mitbegründer der sogenannten [[Freirechtsschule]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein Hauptwerk gilt die erstmals 1913 erschienene &amp;#039;&amp;#039;Grundlegung der Soziologie des Rechtes&amp;#039;&amp;#039;. Wie [[Max Weber]] beeinflusste Ehrlich in bedeutendem Maße die [[Rechtswissenschaft]] und gilt vielen als Begründer der [[Rechtssoziologie]] und der Erforschung von [[Rechtspluralismus]]. Sein wissenschaftliches Lebenswerk war in diesem Bereich größtenteils Pionierarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eugen Ehrlich&lt;br /&gt;
   |Titel=Über Lücken im Rechte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Königliche Hofbuchdruckerei Carl Fromme&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1888&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Digitalisat im [[Internet Archive]]; Juristische Blätter. Eine Wochenschrift, XVII. Jahrgang 1888, herausgegeben von Max Burian, Artikel der Nummern 38-52 vom 1. Januar bis 23. Dezember 1888&lt;br /&gt;
   |Online={{Archive.org|EhrlichLckenImRecht}}&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eugen Ehrlich&lt;br /&gt;
   |Titel=Die stillschweigende Willenserklärung&lt;br /&gt;
   |Verlag=Carl Heymanns Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1893&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Digitalisat im [[Internet Archive]]; &lt;br /&gt;
   |Online={{Archive.org|diestillschweig00ehrlgoog}}&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eugen Ehrlich&lt;br /&gt;
   |Titel=Recht und Prätor&lt;br /&gt;
   |Verlag=Alfred Hölder, k.u.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1904&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Digitalisat im [[Internet Archive]]; ursprünglich aus der „Zeitschrift für das Privat- und Öffentliche Recht der Gegenwart“, XXXI. Band, herausgegeben von Hofrat Prof. Grünhut&lt;br /&gt;
   |Online={{Archive.org|bub_gb_Dt4qAAAAYAAJ}}&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eugen Ehrlich&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Tatsachen des Gewohnheitsrechts&lt;br /&gt;
   |Verlag=Franz Deuticke&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig, Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1907&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Digitalisat im [[Internet Archive]]; Inaugurationsrede, gehalten am 2. Dezember 1906 als Rektor der k. k. Universität in Czernowitz, R. Eckhardt’sche k. k. Universitäts-Buchdruckerei&lt;br /&gt;
   |Online={{Archive.org|dietatsachendes00ehrlgoog}}&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eugen Ehrlich&lt;br /&gt;
   |Titel=Grundlegung der Soziologie des Rechts&lt;br /&gt;
   |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot&lt;br /&gt;
   |Ort=München, Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1913&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Digitalisat der ersten Auflage im [[Internet Archive]]; 5. Auflage, 2022, Schriftenreihe zur Rechtssoziologie und Rechtstatsachenforschung, Band 69, neu bearbeitet von [[Manfred Rehbinder]], Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2022, ISBN 978-3-428-18443-9&lt;br /&gt;
   |Online={{Archive.org|grundlegungderso00ehrl/page/n8}}&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ahmet Arslan: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Eduard Hirschs und Eugen Ehrlichs Konzepte des „lebenden Rechts“ im Lichte der Rezeption westeuropäischen Rechts in der Türkei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 45 (2023), Heft 3–4, S. 234–258.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|362|362|Ehrlich, Eugen|Erich Döhring|118529331}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|229|229|Ehrlich Eugen|}}&lt;br /&gt;
* [http://lawreview.chnu.edu.ua/visnuku/st/728/1.pdf Ерліх, Євген. Монтеск’є та соціологічна юриспруденція] / Пер. з анг. і передмова [https://independent.academia.edu/SergeiNezhurbida С.І. Нежурбіди] // Науковий вісник Чернівецького університету: Збірник наук. праць. Вип. 728: Правознавство. - Чернівці: ЧНУ, 2014. – C. 5-14.&lt;br /&gt;
* Marc Hertogh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Living Law: Reconsidering Eugen Ehrlich&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 2008.&lt;br /&gt;
* Sergiy Nezhurbida, Maria Diachuk (2018): [https://vernonpress.com/book/432 &amp;#039;&amp;#039;Eugen Ehrlich: Bibliographic Index (Series in Law).&amp;#039;&amp;#039;] With introductory article of Manfred Rehbinder, edited by Slavka Tomascikova. Vernon Press, 352 p. ISBN 978-1-62273-377-4.&lt;br /&gt;
* Sergij Neshurbida, Manfred Rehbinder (2021): [https://austriaca.at/8892-6?frames=yes &amp;#039;&amp;#039;Eugen Ehrlich an der Franz‐Josephs‐Universität in Czernowitz.&amp;#039;&amp;#039;] Beiträge zur Rechtsgeschichte Österreichs 11(1).&lt;br /&gt;
* [https://independent.academia.edu/SergeiNezhurbida Sergiy Nezhurbida]: Lebensspuren Eugen Ehrlichs, in: Eugen Ehrlich – Kontexte und Rezeptionen, hrsg. v. Marietta Auer u. Ralf Seinecke, Tübingen: Mohr Siebeck 2024, S. 41–143.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|autor=Markus Porsche-Ludwig|artikel=Ehrlich, Eugen|band=32|spalten=288-292}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Rehbinder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Begründung der Rechtssoziologie durch Eugen Ehrlich.&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., 1986.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Rottleuthner]]: &amp;#039;&amp;#039;Drei Rechtssoziologen: Eugen Ehrlich, Hugo Sinzheimer, Max Weber&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Erk Volkmar Heyen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historische Soziologie der Rechtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1986, S. 227 bis 252.&lt;br /&gt;
* Ralf Seinecke: &amp;#039;&amp;#039;Rückblick: Ehrlichbilder. Freirecht, Rechtssoziologie und Rechtspluralismus. Zum 100.Todestag von Eugen Ehrlich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Europäisches Privatrecht]] (ZEuP)&amp;#039;&amp;#039;, 2022, S. 302–336.&lt;br /&gt;
* Isabell Hensel: &amp;#039;&amp;#039;Eugen Ehrlich (1862–1922). Verbindungslinien zwischen Leben und Recht&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kritische Justiz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Streitbare Juristen. Eine andere Tradition&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden: Nomos, 2016, ISBN 978-3-8487-0003-5, S. 163–185&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118529331}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL1056832A}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eugen-ehrlich.com/ Website zu Eugen Ehrlich] von Sergei Nezhurbida&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rektoren der Franz-Josephs-Universität}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118529331|LCCN=n86032739|VIAF=49355754}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ehrlich, Eugen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssoziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssoziologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bukowina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Franz-Josephs-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ehrlich, Eugen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Rechtssoziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Czernowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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