<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eugen_Dieth</id>
	<title>Eugen Dieth - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Eugen_Dieth"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Dieth&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T00:27:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Dieth&amp;diff=521496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut: + Kat.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eugen_Dieth&amp;diff=521496&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-04T08:58:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eugen Dieth (1893–1956) .jpg|alternativtext=Eugen Dieth (1893–1956) Anglist, Dialektologe, «Dieth-Schrift», Grab auf dem Friedhof Witikon, Zürich|mini|Grab auf dem [[Friedhof Witikon]], Zürich]]&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eugen Dieth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. November]] [[1893]] in [[Neukirch an der Thur]]; † [[24. Mai]] [[1956]] in [[Zollikon]]) war ein Schweizer [[Anglistik|Anglist]] und [[Dialektologie|Dialektologe]]. Er ist bekannt namentlich für seine Beiträge zur [[Aussprache der deutschen Sprache|deutschsprachigen Phonetik]], als Schöpfer eines nach ihm benannten Systems der Dialektverschriftung ([[Dieth-Schreibung]]) und als Begründer des [[Linguistic Atlas of England]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eugen Dieth, [[Bürgerort|Bürger]] der Stadt [[St.&amp;amp;nbsp;Gallen]], kam als Sohn eines Pfarrers im ländlichen Kanton [[Kanton Thurgau|Thurgau]] zur Welt. Er studierte [[Allgemeine Sprachwissenschaft]], [[Anglistik]] und [[Germanistik]] an den [[Universität Zürich|Universitäten Zürich]] und [[Universität Genf|Genf]]. 1919 wurde er in Zürich mit einem Thema der [[mittelenglisch]]en [[Syntax]] promoviert. Von 1922 bis 1927 war er &amp;#039;&amp;#039;Lecturer in German&amp;#039;&amp;#039; in [[Aberdeen]] ([[Schottland]]). 1927 wurde er ausserordentlicher Professor, 1947 ordentlicher Professor für englische [[Philologie]], [[Altnordisch]] und Allgemeine [[Phonetik]] an der [[Universität Zürich]]. Von 1927 bis 1936 war er – als Nachfolger von [[Eduard Schwyzer]] – neben seiner Tätigkeit an der Universität auch Redaktor am [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]] in [[Zürich]]; eine Stelle, die er aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Wörterbuchs aufgeben musste. Von 1934 bis 1956 wirkte er als Präsident des hauptsächlich dialektologisch tätigen [[Phonogrammarchiv der Universität Zürich|Phonogrammarchivs der Universität Zürich]], und 1935 gründete er ebenda das Phonetische Laboratorium. Dieth starb 1956 auf der Höhe seines Schaffens an einem Hirnschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieths Frau Hilde (1914–2004) war die jüngste Tochter des Germanistikprofessors und langjährigen Chefredaktors des &amp;#039;&amp;#039;Idiotikons&amp;#039;&amp;#039; [[Albert Bachmann (Philologe)|Albert Bachmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
=== Phonetik ===&lt;br /&gt;
Dieth leistete für die Phonetik ganz Grundlegendes. Er begründete die [[Experimentalphonetik]] in der Schweiz, und sein 1950 erschienenes &amp;#039;&amp;#039;Vademekum der Phonetik&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Lehrbuch und Klassiker der deutschsprachigen Phonetik des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweizerdeutsch ===&lt;br /&gt;
Überdies setzte sich Dieth sowohl wissenschaftlich als auch kulturpolitisch für das [[Schweizerdeutsch]]e ein. 1938 gründete er zusammen mit [[Adolf Guggenbühl]] den &amp;#039;&amp;#039;Bund Schwyzertütsch&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;mundartforum&amp;#039;&amp;#039;). Als Leiter des Phonogrammarchivs und des Phonetischen Laboratoriums veröffentlichte er mehrere grosse Publikationen zu den Schweizer Dialekten in Ton und Schrift. 1938 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Schwyzertütschi Dialäktschrift,&amp;#039;&amp;#039; in welchem er eine bis heute gerne angewandte Norm für die Verschriftung der schweizerdeutschen [[Dialekt]]e entwarf. Grundlage dieser als [[Dieth-Schreibung]] bekannten [[Orthographie]] ist, dass die Einzelwörter so geschrieben werden, wie man sie hört, ohne Rücksicht auf das gewohnte Schriftbild der Schriftsprache (etwa &amp;#039;&amp;#039;faare, spaare&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[fɑːrə ʃpɑːrə]}} für «fahren», «sparen»); Wort- und Morphemgrenzen bleiben jedoch wie in der Standardsprache sichtbar (etwa &amp;#039;&amp;#039;d Frau,&amp;#039;&amp;#039; nicht, wie eigentlich gesprochen, &amp;#039;&amp;#039;Pfrau&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[pfræʊ]}}). Da es sich damit im Grundsatz um eine [[Lautschrift]] handelt, können mit ihr die Besonderheiten und Lautunterschiede der [[Alemannische Dialekte|alemannischen Dialekte]] wiedergegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Englische und schottische Dialektologie ===&lt;br /&gt;
Im deutschen Sprachraum weniger bekannt sind Dieths Leistungen als Anglist. Seine als Habilitationsschrift erschienene Beschreibung des Dialekts von [[Buchan (Schottland)|Buchan]] gilt als einer der profundesten Beiträge zu den [[Scots|schottischen Dialekten]]. Sein Lebenswerk aber hätte der [[Linguistic Atlas of England]] werden sollen, den er zusammen mit [[Harold Orton]] begründete; sein früher Tod liess ihn jedoch nicht einmal mehr das Erscheinen von dessen erstem Band über die Lautgeographie von Nordengland erleben. Dieser Dialektatlas – seinerseits vom [[Sprachatlas der deutschen Schweiz]] inspiriert – wurde schliesslich zum Massstab für sämtliche englischen [[Sprachatlas|Sprachatlanten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieth erhielt 1951 den [[Doctor honoris causa]] der [[Universität Aberdeen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
; Schriften&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flexivisches und Syntaktisches über das Pronomen in der Ancren Riwle. Ein Beitrag zur mittelenglischen Syntax.&amp;#039;&amp;#039; Phil. Diss. Univ. Zürich. Aschmann &amp;amp; Scheller, Zürich 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Grammar of the Buchan Dialect (Aberdeenshire). Descriptive and Historical.&amp;#039;&amp;#039; Habil. Univ. Zürich. Heffer, Cambridge 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwyzertütschi Dialäktschrift. Leitfaden einer einheitlichen Schreibweise für alle Dialekte.&amp;#039;&amp;#039; Orell Füssli, Zürich 1938. Neu bearbeitet von [[Christian Schmid (Dialektologe)|Christian Schmid-Cadalbert]]. Sauerländer, Aarau 1986 (= Lebendige Mundart&amp;amp;nbsp;1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A New Survey of English Dialects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Essays and Studes&amp;#039;&amp;#039; 23, 1946, S.&amp;amp;nbsp;74–104.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vademekum der Phonetik. Phonetische Grundlagen für das wissenschaftliche und praktische Studium der Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Bern 1950 [und weitere Auflagen].&lt;br /&gt;
* [zusammen mit Harold Orton]: &amp;#039;&amp;#039;A Questionnaire for a Linguistic Atlas of England.&amp;#039;&amp;#039; Leeds Philosophical and Literary Society, Leeds 1952.&lt;br /&gt;
* zahlreiche Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Idiotikon,&amp;#039;&amp;#039; Bände IX (abgeschlossen 1929) und X (abgeschlossen 1939).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Textbegleitete Tonpublikationen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Soo reded s dihäi. Schweizerdeutsche Mundarten auf Schallplatten.&amp;#039;&amp;#039; Phonogrammarchiv der Universität Zürich, Zürich 1939. Neuauflage als Audio-CD 2012.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Heimat. Schweizer Mundarten auf Schallplatten.&amp;#039;&amp;#039; Phonogrammarchiv der Universität Zürich, Zürich 1939. Neuauflage unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Stimmen der Schweiz&amp;#039;&amp;#039; als Audio-CD 2012.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schweizerdeutsche Mundarten.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1–2 der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Schweizerdialekte in Text und Ton&amp;#039;&amp;#039;. Huber, Frauenfeld 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der sprechende Atlas. Plattentext in verschiedenen schweizerischen Dialekten: «Gespräch am Neujahrstag» in 24 Dialekten.&amp;#039;&amp;#039; Phonogrammarchiv der Universität Zürich, Zürich 1952. Neuauflage als Audio-CD 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|11648|&amp;#039;&amp;#039;Dieth, Eugen&amp;#039;&amp;#039;|Autor=[[Walter Haas (Germanist)|Walter Haas]]}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Hotzenköcherle]]: &amp;#039;&amp;#039;Eugen Dieth (18.&amp;amp;nbsp;Nov. 1893 – 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1956).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orbis&amp;#039;&amp;#039; 5, 1956, S.&amp;amp;nbsp;580–583.&lt;br /&gt;
* Mehrere Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Eugen Dieth, LL.&amp;amp;nbsp;D. 18.&amp;amp;nbsp;November 1893 – 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1956.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Karl Zimmermann, [[Fritz Wehrli]], Eduard Kolb und [[Jacques M. Bächtold|Jacques Marius Bächtold]]. Aschmann &amp;amp; Scheller, Zürich [1956?].&lt;br /&gt;
* Phonetisches Laboratorium der Universität Zürich: [https://www.cl.uzh.ch/de/phonetics/labor/geschichte.html Kurzbiographie von Eugen Dieth].&lt;br /&gt;
* Redaktion der Zeitschrift: Kurzbiographie und Bibliographie in &amp;#039;&amp;#039;Orbis&amp;#039;&amp;#039; 2, 1953, S.&amp;amp;nbsp;268&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Verschiedene [https://www.idiotikon.ch/ueber-uns/rueckblick/jahresberichte Jahresberichte des &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Idiotikons&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|105302147}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://members.aol.com/minoritas/vergflr.htm | wayback=20071215233637 | text=Dialektschreibung in der Schweiz und in Luxemburg}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105302147|LCCN=nb90770464|VIAF=20137396}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Dieth, Eugen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anglist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kanton Thurgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dieth, Eugen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Anglist, Phonetiker und Dialektologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. November 1893 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neukirch an der Thur]] &lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Mai 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zollikon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
	</entry>
</feed>