<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Etter</id>
	<title>Etter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Etter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Etter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T06:21:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Etter&amp;diff=248487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: Stil 1. Satz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Etter&amp;diff=248487&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-29T08:41:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stil 1. Satz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt mittelalterliche Umgrenzungen, weitere Bedeutungen siehe [[Etter (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schedel-Pfeifferhans3-2.jpg|mini|[[Hans Böhm (Pauker von Niklashausen)|Der Pauker von Niklashausen]], im Hintergrund ein Etterzaun mit Tor aus der [[Schedelsche Weltchronik|Schedelschen Chronik]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberkochen 1847.jpg|mini|[[Oberkochen]] mit Etterzaun (1847)]]&lt;br /&gt;
Der (auch „das“) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ortsetter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet im süddeutschen Raum und in der deutschsprachigen Schweiz die Begrenzung eines Ortes gegenüber seiner Umgebung, insbesondere die Umzäunung, die ein Dorf von den umliegenden Feldern abgrenzt, und die innerhalb dieser Begrenzung gelegenen, zum Dorf gehörenden Flächen. Früher stand &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; für die Einfriedung eines Dorfes, Anwesens, herrschaftlichen Gehöftes oder Brunnens durch einen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etterzaun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturlandschaftselemente&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Bayerische Landesamt für Umwelt |Titel=Historische Kulturlandschaftselemente in Bayern |Sammelwerk=Heimatpflege in Bayern |WerkErg=Schriftenreihe des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege |Band=4 |Datum=2013 |ISBN=978-3-931754-54-9 |Seiten=66 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Außer Etters&amp;#039;&amp;#039; nannte man die Felder, Wiesen und Wälder außerhalb des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Neben dem süddeutschen Raum ist der Begriff auch in der deutschsprachigen Schweiz gebräuchlich, auch als Bezeichnung einer [[Landwehr]]. Im Elsass ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls belegt und wird im Wörterbuch des Ober-Elsass&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberelsass&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georges Stoffel |Hrsg=Veuve Bader |Titel=Topographisches Wörterbuch des Ober-Elsasses. |Datum=1876 |Seiten=150.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit sechs Belegstellen genannt. &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ortsetter&amp;#039;&amp;#039; sind im Duden geführt. Die Begriffe, insbesondere der des &amp;#039;&amp;#039;Ortsetters&amp;#039;&amp;#039;, werden heute im Wesentlichen im Baurecht und im kommunalen Bereich, vor allem in der Bauleitplanung, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; bezog sich früher auf eine spezielle Bauart eines Zaunes aus Stecken (Stöcken) und &amp;#039;&amp;#039;Ettergerten&amp;#039;&amp;#039;. Neben dem [[Hag]] (einer Hecke bzw. einem Lebendzaun aus Gehölzen) war dieser Flechtzaun eine günstige Möglichkeit der Einfriedung. In der Vergangenheit wurde ein dichter Flechtzaun auch &amp;#039;&amp;#039;Etterzaun&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturlandschaftselemente&amp;quot; /&amp;gt; „Klöster, Städte, Dörfer hatten einen &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; der die Häuser umfriedigte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossarium&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eduard Brinckmeier]] |Hrsg=F. A. Perthes |Titel=Glossarium diplomaticum |Datum=1856 |Seiten=737.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß DWB&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWB&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Deutsches Wörterbuch |Band=3 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kommt das uralte Wort &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; in einigen Sprachen vor, wie beispielsweise [[Finnische Sprache|finnisch]] &amp;#039;&amp;#039;aita,&amp;#039;&amp;#039; [[Estnische Sprache|estnisch]] &amp;#039;&amp;#039;aid und aed,&amp;#039;&amp;#039; [[lappisch]] &amp;#039;&amp;#039;aidde&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Irische Sprache|irisch]] &amp;#039;&amp;#039;ithir&amp;#039;&amp;#039;.  &amp;#039;&amp;#039;Ettern&amp;#039;&amp;#039;, bzw. &amp;#039;&amp;#039;etteren&amp;#039;&amp;#039;, ist in diesem Zusammenhang die Tätigkeit der Herstellung eines &amp;#039;&amp;#039;Etterzaunes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWB&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schweizerisches Idiotikon |Band=1 |Datum= |Seiten=597 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sprachwurzel &amp;#039;&amp;#039;Ett&amp;#039;&amp;#039; hat „den Begriff: Umfängig, beschliessend, gekrümmt, geflochten, gezäunt, zusammengefügt, geselle, gepaart, mit einander verbunden, bestrickt, zusammengethan, gegürtet, umschlungen“, wobei „Etter, Ether, Eder, Ider, Jtter“ gleichbedeutend seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wurzeln&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Kaindl |Titel=Die Deutsche Sprache aus ihren Wurzen |Band=2 |Datum=1825 |Seiten=717 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Begriff „Eden“ im „Herzogthume Neuburg oder der jungen Pfalz“ wird ebenda für Körbe (Zeinen) der hölzerne Bogen, der die Körbe obenauf beschließt, einfasst, berandet, zusammenhält angegeben. Für die früher gängige, im Großherzogtum Baden Mitte des 19. Jahrhunderts wegen der erhöhten Brandgefahr verbotene Bauweise von Schornsteinen, die aus Flechtwerk und Lehmbewurf bestand, ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etterkamin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, besonders in der Schweiz, belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gesetze_St.Gallen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Kanton St. Gallen |Titel=Allgemeine Feuer- und Löschordnung von 1811 |Sammelwerk=Gesetzes-Sammlung des Kantons St. Gallen. Von 1803 bis 1839. |Band=2 |Datum=1842 |Seiten=261.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Romanisches_Bauernhaus&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andri Peer |Titel=Beiträge zur Terminologie des Bauernhauses in Romanisch Bünden |Datum=1960 |Seiten=41.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das [[Idiotikon]] der Schweiz gibt für &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Nätter&amp;#039;&amp;#039;, zum einen ein Geflecht von Gerten oben an einem Zaun an, zum anderen von Tannenzweigen, welche zur Befestigung der Zaunlatten in Form von Ringen oder Kränzen um die Pfähle geschlungen oder um die Zaunstecken geflochten werden. Weiterhin bezieht sich der Begriff auf den geflochtene Zaun selbst sowie auf Gemeindebezirk, Dorfmark, -bann, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht nur auf den Zaun selbst, sondern auf das innerhalb desselben liegende, von demselben umschlossene oder eingefasste, angebaute Gebiet. &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; hieß auch ein mit Kreuzen (&amp;#039;&amp;#039;Etterkreuz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossarium&amp;quot; /&amp;gt;) bezeichneter Bezirk um die Stadt Basel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Idiotikon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu reicheren Städten, Klöstern, Gutshöfen, die oft mit [[Stadtmauer]]n bzw. Mauern umfriedet waren, waren weniger betuchte Gebiete, wie Dörfer und Gehöfte, sowie weitläufige Bezirke zumeist von Hecken oder Holzzäunen umgeben. In der [[Dreifelderwirtschaft]] waren auch die drei Flurteile Sommerfeld, Winterfeld und Brache jeweils mit einem Zaun oder einer Hecke –&amp;amp;nbsp;siehe [[Hag]]&amp;amp;nbsp;– umgeben, da sie in den Zeiten mit Fruchtbestand vom Weidevieh geschützt werden mussten. Im &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; waren auch ein oder mehrere Tore erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf des &amp;#039;&amp;#039;Etters&amp;#039;&amp;#039; und seine Tore hatten auch juristische Bedeutung. Er bildete im [[Mittelalter]] und der frühen Neuzeit oft die politische Grenze zwischen dem rechtlichen Zuständigkeitsbereich einer geschlossenen [[Hofmark]] (&amp;#039;&amp;#039;Hofmark innerhalb Etters&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsbarkeit inner der Etter&amp;#039;&amp;#039;) und dem Zuständigkeitsbereich des Landgerichts des Landesherrn. Hier wurden etwa Straftäter von Hofmarksamtmännern an Landgerichts-Amtmänner übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;J.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;Schmeller: &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-486-52603-0, 1. Band, Spalte 174-175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Etter wird auch oft der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Falltor&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. So steht bei J. A. Schmeller: „Das Falltor, das, der Falter, Zaunthor über Fahrwege, das von selbst zufällt, besonders ein solches wodurch der eingezäunte Bezirk um ein Dorf von dem freyen Felde außerhalb desselben wegen des Weideviehes abgeschlossen werden kann. Bey Dörfern, die eine geschlossene Hofmark bildeten, durften ehemals die Beamten des Landesfürsten oft nur bis an das Falter kommen, um einen Criminalverbrecher, wie ihn der Hofmarksrichter dahin lieferte, …, in Empfang zu nehmen&amp;amp;nbsp;…“&amp;lt;ref&amp;gt;J.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;Schmeller: &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Nachdruck München 1985, ISBN 3-486-52603-0, Band 1/1, 705&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Orten wurde auch der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etterzehnt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für Erträge aus Gärten und Feldern, die innerhalb des Etters lagen, fällig.&amp;lt;ref&amp;gt;Herder: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für elsässische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, 1933, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Etter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ortsetter&amp;#039;&amp;#039; werden praktisch nicht mehr im Sinne eines Zaunes oder einer Umfriedung verwendet, da einfache Flechtzäune seit langem nicht mehr gebräuchlich sind. Die Verwendung bezieht sich in der Regel auf ein Gebiet, meist ein geschlossenes Siedlungsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Ortsetter&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff zur Abgrenzung des im Zusammenhang bebauten Ortsbereiches (Innenbereich) vom Außenbereich, für den i. d. R. strengere Vorschriften gelten: Die „Schutzverordnung nimmt den ‚Ortsetter’, also den im Zusammenhang bebauten Ortsteil, von Neusatz vom Geltungsbereich aus.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Entscheidung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, 3. Senat |Titel=Entscheidung Aktenzeichen: 3 S 379/95 |Datum=1996-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein stehender Rechtsbegriff für Satzungen und Verordnungen: „Ortsetter und die bebauten ortsnahen Lagen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verordnung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Verordnung des Landratsamtes Rastatt |Titel=Landschaftsschutzgebiet „Bühlertal“ |Datum=2002-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besonders beliebt ist der Begriff im Titel von Bebauungsplänen „Im Ortsetter“, „Am Ortsetter“, „Ortsetter“ (Wiesloch, Rheinfelden, Erlenbach, Heiligenberg, Müllheim) und gelegentlich als Adresse: „Außerhalb Ortsetter“, Iffezheim, „Im Ortsetter“, Rheinfelden.&lt;br /&gt;
Aufschlüsselung von Bodenrichtwerten und Baulandpreisen (Oftersheim, Eigeltingen)&amp;lt;!--ganzer Satz?--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.zeno.org/nid/20000139599 zeno.org]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=Etter DRW, Uni Heidelberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte des Mittelalters (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
	</entry>
</feed>