<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ethnozid</id>
	<title>Ethnozid - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ethnozid"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ethnozid&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T09:21:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ethnozid&amp;diff=368685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fährtenleser: Nacharbeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ethnozid&amp;diff=368685&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-05T05:15:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nacharbeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ethnozid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kultureller Genozid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kultureller Völkermord&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|&amp;#039;&amp;#039;cultural genocide&amp;#039;&amp;#039;}}, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entnationalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Entnationalisierung |Sammelwerk=Wiktionary |Datum=2023-09-15 |Online=https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Entnationalisierung&amp;amp;oldid=9877080 |Abruf=2023-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet den Versuch, die [[kulturelle Identität]] einer bestimmten [[Ethnie|ethnischen Gruppe]] zu zerstören, ohne jedoch ihre Angehörigen zu töten, wie es beim [[Völkermord]] ([[Demozid]] oder Genozid) der Fall wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Ethnozid |titel=Duden {{!}} Ethnozid {{!}} Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |sprache=de |abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=entnationalisieren |Sammelwerk=Wiktionary |Datum=2023-09-14 |Online=https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=entnationalisieren&amp;amp;oldid=9876765 |Abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hsozkult.de/event/id/event-62397 |titel=„Machen Sie mir dieses Land wieder deutsch“. Nationalsozialistische Germanisierungspolitik und ihre Folgen. Das Beispiel Slowenien {{!}} H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften {{!}} Geschichte im Netz {{!}} History in the web |datum=2023-09-14 |sprache=de |abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Brenner |Titel=Slowenien 1941 – 1945. Soll dieser Abschnitt der Geschichte neu geschrieben werden? Kapitel: Die Entnationalisierung (Diplomarbeit) |Hrsg=Universität Wien |Ort=Wien |Datum=2008 |Sprache=de |Seiten=19 bis 23 |Online=https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1252696/get |Abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wird erreicht, indem die jeweilige Sprache, Kultur, [[Ethnische Religionen|Religion]], [[Traditionelle Wirtschaftsform|Wirtschaftsweise]] und [[Herrschaftsform]] der entsprechenden Ethnie verboten und/oder zerstört wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolz&amp;quot;&amp;gt;Peter Bolz: &amp;#039;&amp;#039;Stichwort: Ethnozid&amp;#039;&amp;#039; in Walter Hirschberg (Begründer), Wolfgang Müller (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; Neuausgabe, 2. Auflage, Reimer, Berlin 2005. S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anstelle der alten wird den Betroffenen eine neue kulturelle Identität unter [[Drohung]]en und [[Unterdrückung|Repressionen]] auferlegt ([[oktroy]]iert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grund solcher Bestrebungen ist zumeist ein durch [[Rassismus]] gespeistes Überlegenheitsgefühl dominanter Gesellschaften gegenüber andersstämmigen [[Minderheit]]en. Ziel ist die beschleunigte [[Assimilation (Soziologie)|Eingliederung]] der Minderheitsgesellschaft in die Mehrheitsgesellschaft durch Abschaffung der kulturellen Eigenarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bolz&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinsohn&amp;quot;&amp;gt;[[Gunnar Heinsohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Völkermorde&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 1999, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied dazu beschreibt [[Transkulturation]] das Phänomen der, auch ungesteuerten, Einflussnahme einer Kultur auf eine andere. Der Begriff [[Akkulturation]] bezeichnet das individuelle Hineinwachsen einer Person in ihre kulturelle Umwelt durch Erziehung (siehe auch [[Sozialisation]]). [[Marginalisierung]] ist ein sozialer Vorgang, bei dem Bevölkerungsgruppen vorsätzlich kulturell, rechtlich und wirtschaftlich an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn traditionelle oder kulturelle [[Ritual]]e gegen die universellen [[Menschenrechte#Universalität|Menschenrechte]] verstoßen, kann bei einem staatlichen Verbot dieser Rituale weder von Ethnozid noch von [[Assimilationspolitik]] die Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffskritik ==&lt;br /&gt;
In der Fachliteratur wird der Begriff Ethnozid unter anderem wegen seiner begrifflichen Unschärfe kritisiert. So wird bemängelt, dass er häufig unklar zwischen erzwungenem Kulturwandel und selbstbestimmter [[Kultureller Wandel|kultureller Veränderung]] unterscheidet und daher analytisch kaum trennscharf bleibe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lucy Mair |url=https://www.jstor.org/stable/3031746 |titel=Ethnocide |werk=RAIN, Nr. 7 |hrsg=Royal Anthropological Institute |datum=1975 |sprache=en |abruf=5. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem weisen Autoren darauf hin, dass die Verwendung des Begriffs oft klassische [[Dichotomie|dichotome]] Annahmen über „primitive“ Opfergruppen und „zivilisierte“ Tätergesellschaften wiedergebe, was als problematische [[koloniale Perspektive]] kritisiert werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lukunka Barbra |url=https://www.sciencespo.fr/mass-violence-war-massacre-resistance/en/document/ethnocide.html |titel=Ethnocide |werk=Mass Violence &amp;amp; Résistance – Research Network |hrsg=Sciences Po |datum=3. November 2007 |sprache=en |abruf=5. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter wird moniert, dass Ethnozid häufig mit „kulturellem Genozid“ gleichgesetzt werde, wodurch die theoretisch relevante Unterscheidung zwischen ethnischer und kultureller Zerstörung verwischt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lukunka Barbra |url=https://www.sciencespo.fr/mass-violence-war-massacre-resistance/en/document/ethnocide.html |titel=Ethnocide |werk=Mass Violence &amp;amp; Résistance – Research Network |hrsg=Sciences Po |datum=3. November 2007 |sprache=en |abruf=5. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwangsassimilation ==&lt;br /&gt;
Häufige Mittel der Assimilationspolitik sind:&lt;br /&gt;
* [[Linguizid]]: Das Verbot oder die massive Behinderung des Gebrauchs von Sprachen der Einheimischen bzw. von [[Minderheitensprache]]n (z. B. in Schulen) und die zwangsweise Einführung einer Amtssprache des Staates oder der Besatzungsmacht&lt;br /&gt;
* Ortsumbenennungen nach dem gleichen Muster&lt;br /&gt;
* Der Raub von Kindern und ihre zeitweise Zwangsinternierung in Schulen, Klöstern und Internaten für die Dauer des Schulalters&lt;br /&gt;
* Dauerhafte [[Zwangsadoption]]en von Babys oder Kindern, durch Raub von ihren Eltern oder nach Ermordung der Eltern&lt;br /&gt;
* Politisch forcierte Abwanderung: Gezielte Forcierung der Abwanderung der zu assimilierenden Bevölkerungsgruppe in Regionen und Städte, wo sie nur noch eine Minderheit sind, oder ganz außer Landes.&lt;br /&gt;
* Politisch forcierte Zuwanderung: Gezielte Forcierung der Zuwanderung von Menschen, die nicht zu der zu assimilierenen Bevölkerungsgruppe gehören, um diese zur Minderheit in ihrem eigenen, angestammten Siedlungsgebiet zu machen.&lt;br /&gt;
* [[Assimilationspolitik|Zwangsassimilation]] von Minderheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbot von Zwangsadoptionen ==&lt;br /&gt;
Die gewaltsame Überführung von Kindern einer (ethnischen) Gruppe in eine andere ist seit 1948 eine durch die [[Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes]] als Kriterium für das Vorliegen von Ethnozid geächtete Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Zwangsadoption ==&lt;br /&gt;
* [[Lebensborn]] in Deutschland, z. B. Raub von [[Polen|polnischen]] Kindern, die von den Nationalsozialisten als „eindeutschungswürdig“ zur [[Germanisierung]] vorgesehen waren und interniert wurden; ähnlich auch in besetzten westeuropäischen Ländern und in [[Norwegen]] 1940–1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Zwangsassimilation ==&lt;br /&gt;
* [[Assimilation (Kolonialismus)]]: koloniale Assimilationspolitik Frankreichs und Portugals&lt;br /&gt;
* Französische Assimilationspolitik im [[Elsass]] ab 1918&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig E. Bernauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Statistik als Spiegel der französischen Assimilationspolitik im Elsaß und in Deutschlothringen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Humanitas Ethnica. Menschenwürde, Recht und Gemeinschaft.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift [[Theodor Veiter]]. Wilhelm Braumüller, Wien 1967, S. 183–197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Politiken der Germanisierung, [[Magyarisierung]] und [[Russifizierung]] im 19. und 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[Italianisierung]]: Im Besonderen bezeichnet der Begriff den Versuch der ab 1922 regierenden [[Nationale Faschistische Partei|faschistischen Partei Italiens]], die im Rahmen des [[Irredentismus]] einverleibten Gebiete mit nicht-italienischer Bevölkerung sprachlich und kulturell italienisch zu dominieren und ihrer gewachsenen Identität zu berauben.&lt;br /&gt;
* Entnationalisierung in Slowenien im 19. und 20. Jahrhundert (Versuche der Germanisierung, Italianisierung und Magyarisierung)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Wörsdörfer |Titel=Nationale Identitätskonzepte im Alpen-Adria-Raum: „Italiener“ und „Slowenen“ im 19. und 20. Jahrhundert |Sammelwerk=Die Grundlagen der slowenischen Kultur |Hrsg=France Bernik, Reinhard Lauer |Reihe=Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Neue Folge |BandReihe=6 |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2010-09-22 |Sprache=de |ISBN=978-3-11-022077-3 |Seiten=51&amp;amp;nbsp;ff. |Online=https://books.google.com/books?id=P3ekLjILUK0C&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA59&amp;amp;dq=Ethnozid+Entnationalisierung&amp;amp;hl=de |Abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Roma in Tschechien und der Slowakei]]: Kaiserin [[Maria Theresia]] plante eine rigorose Assimilationspolitik, die neben der Wegnahme der Kinder zur Umerziehung auch eine Christianisierung nicht-christlicher Roma umfasste.&lt;br /&gt;
* Deportation und Unterdrückung von [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]] und [[Bojken]] in Südostpolen durch die [[Aktion Weichsel]]&lt;br /&gt;
* [[Samische Sprachen]]: Ungefähr zwischen 1850 und 1960 war der Gebrauch der eigenen Sprachen der [[Samen (Volk)|Samen]] aufgrund der vorherrschenden Assimilationspolitik in den staatlichen Schulen aller drei [[Skandinavien|skandinavischen]] Länder sowie dem [[Russisches Kaiserreich|Russischen Zarenreich]] bzw. der [[Sowjetunion]] verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Alsheimer, [[Alois Moosmüller]], Klaus Roth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lokale Kulturen in einer globalisierenden Welt – Perspektiven auf interkulturelle Spannungsfelder&amp;#039;&amp;#039;. Waxmann, Münster 2000, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kurden in der Türkei#Assimilationspolitik in der Türkischen Republik|Assimilationspolitik gegenüber den Kurden in der Türkei]]&lt;br /&gt;
* [[Marginalisierung der Tuareg in Mali und Niger]]&lt;br /&gt;
* [[Kanada]]: Hier wurde seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert systematisch versucht, Kinder der Ureinwohner ([[First Nations]]) in Internaten ([[Residential Schools (Kanada)|Residential Schools]]) ihrer eigenen Kultur und ihren Eltern zu entfremden.&lt;br /&gt;
* Entfremdung von [[Aborigines]]-Kindern in Australien: &amp;#039;&amp;#039;[[Stolen Generations]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Stilz, Rudolf Bader: &amp;#039;&amp;#039;Landrechte der Aborigenes und Torres Strait-Islanders&amp;#039;&amp;#039;. In: Dieselben (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Australien zwischen Europa und Asien&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;German-Australian Studies – Deutsch-Australische Studien&amp;#039;&amp;#039;. Band 8). Lang, Bern 1993, ISBN 3-906752-20-8, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Indianerpolitik der Vereinigten Staaten]], z.&amp;amp;nbsp;B. bei den [[Ktunaxa#Veränderte Infrastruktur, Assimilationspolitik|Ktunaxa]], [[American Indian boarding school|American Indian boarding schools]]&lt;br /&gt;
* [[Indigene Bewegung in Chile]]: Ende der 1920er Jahre war das Leitbild der Assimilationspolitik in Chile eine disziplinierte Gesellschaft, in deren Augen die traditionellen Siedlungsgebiete der Indigenen als „Un-Orte“ galten und aufgelöst werden mussten.&lt;br /&gt;
* [[Jenische]] in der Schweiz: Von 1926 bis 1973 betrieben die Stiftung Pro Juventute und andere private und staatliche Akteure eine Zerstörung der jenischen Kultur und Sprache durch zwangsweise systematische Entreissungen von Kindern aus jenischen Familien, um durch Fremdplatzierung in Zwangsinstitutionen oder Familien, oft als Kindersklaven (Verdingkinder), oder durch Zwangsadoptionen, vielfach unter Änderung der Namen, um sie außerhalb der Herkunftsgruppe fern ihrer Kultur und Verwandtschaft ihrer Identität zu berauben. Mittels Eheverboten, Zwangsinternierung Erwachsener und Zwangssterilisation zielte diese Vorgehensweise zudem erklärtermaßen auf die Verminderung der Geburtenrate und somit der Bevölkerungszahl der Jenischen in der Schweiz ab.&lt;br /&gt;
* [[Menschenrechte in der Volksrepublik China|Sinifizierung]] der [[Uiguren]] und [[Tibet]]er in der [[VR China]] – [[Umerziehungslager in Xinjiang|Xinjiang-Umerziehungslager]]&lt;br /&gt;
* [[Ryūkyū-Inseln]]: Es wurde versucht, die Bewohner der Ryūkyū-Inseln durch eine Assimilationspolitik in den japanischen Staat zu integrieren.&lt;br /&gt;
* [[Mission (Christentum)|Christliche Missionierung]] war weltweit häufig von Gewalt begleitet, wandte sich vor allem an Kinder und Jugendliche (Missionsschulen) und gründete sich auf eine angebliche kulturelle Überlegenheit des [[Christentum]]s über die einheimischen Religionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{B|Lk|14|23}}&amp;lt;br /&amp;gt;Beispiel Nordamerika: [[Christian F. Feest]]: &amp;#039;&amp;#039;Beseelte Welten – Die Religionen der Indianer Nordamerikas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Bibliothek der Religionen&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;9. Herder, Freiburg / Basel / Wien 1998, ISBN 3-451-23849-7, S. 185–193 sowie teilw. 193ff.&amp;lt;br /&amp;gt;Beispiel Südamerika: Birgitta Huse, Heidi Feldt, Ludgera Klemp, Sabine Speiser, Volker von Bremen: &amp;#039;&amp;#039;Indigene Völker in Lateinamerika: Hintergründe – Fakten. Anregungen für den Unterricht.&amp;#039;&amp;#039; Internationale Weiterbildung und Entwicklung InWEnt gGmbH, Düsseldorf und Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Eschborn 2005, ISBN 978-3-937235-85-1, S. 20, 79, 85, 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Korea unter japanischer Herrschaft|Japanische Besetzung Koreas]]: Japans umfassende Politik des kulturellen Völkermords umfasste die zwangsweise Umbenennung aller koreanischer Namen in japanische Namen, die ausschließliche Verwendung der japanischen Sprache, den Schulunterricht im japanischen „ethischen System“ sowie die erzwungene Praktizierung des [[Shintō|Shintoismus]]. Parallel zu den Ryūkyū-Inseln ergibt sich die Definition nicht eindeutig, weil die Besatzungsverwaltung die Existenz einer koreanischen Ethnie separat von Japanern im Vorhinein nicht anerkannte und Korea nicht als eine Kolonie betrachtete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cgs.c.u-tokyo.ac.jp/CGS09/workshops_e/w_2004_02_23_e.html |titel=CGS 1st Workshop: “Cultural Genocide” and the Japanese Occupation of Korea |abruf=2025-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Transkulturation]]&lt;br /&gt;
* [[Kulturimperialismus]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalsozialistische Europapläne]]&lt;br /&gt;
* [[Entnationalisierung im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Max Hildebert Boehm]]: &amp;#039;&amp;#039;Volkstumswechsel und Assimilationspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift [[Justus W. Hedemann|Justus Wilhelm Hedemann]] zum 60. Hrsg. von [[Roland Freisler]], [[George Anton Löning]], [[Hans Carl Nipperdey]], Jena 1938&lt;br /&gt;
* Helmut Samer: &amp;#039;&amp;#039;Folgen der Assimilationspolitik.&amp;#039;&amp;#039; [http://rombase.uni-graz.at/cd/data/hist/modern/data/19-effects.de.pdf Nur online.] Über [[Roma]] bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Preußen und im [[K. u. k. Österreich]]&lt;br /&gt;
* Arnd Bauerkämper: &amp;#039;&amp;#039;Assimilationspolitik und Integrationsdynamik. Vertriebene in der SBZ/[[DDR]] in vergleichender Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Marita Krauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Integrationen. Vertriebene in den deutschen Ländern nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; [[V&amp;amp;R]], Göttingen 2008, ISBN 3-525-36757-0, S. 22–47 (In Google Books einsehbar)&lt;br /&gt;
* Jutta Aumüller: &amp;#039;&amp;#039;Assimilation. Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2009, ISBN 3-8376-1236-8 (In [[Google Books]] einsehbar)&lt;br /&gt;
* Laura Balke: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Kultureller Genozid&amp;quot; als potentieller Straftatbestand - eine Analyse im Lichte der neueren Völkerrechtspraxis&amp;#039;&amp;#039;, in: Beiträge des UNESCO-Lehrstuhls für Internationale Beziehungen Dresden, Heft 13, Dresden 2018|Online=http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-236081 |Abruf=2024-01-24&lt;br /&gt;
* Jasmina Zagorac: &amp;#039;&amp;#039;Le génocide culturel - un crime oublié du droit international?&amp;#039;&amp;#039;. Thèse de Doctorat, Université Lausanne, 2022 |Online=https://serval.unil.ch/resource/serval:BIB_CB56B6A20975.P001/REF.pdf |Abruf=2024-01-24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4194022-2}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnozid| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Strategie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fährtenleser</name></author>
	</entry>
</feed>