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	<title>Esten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T19:00:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Esten&amp;diff=33200&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BergwachtBern: Kaiserliche Universität Dorpat</title>
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		<updated>2024-07-20T19:57:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kaiserliche_Universit%C3%A4t_Dorpat&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kaiserliche Universität Dorpat (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kaiserliche Universität Dorpat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Eesti rahvarõivad-EE 1.jpg|mini|Estnische Volkstrachten]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Esten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (estnisch &amp;#039;&amp;#039;eestlased&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Indigene Völker|autochthone]] [[Nordeuropa|nordeuropäische]] [[Finno-ugrische Völker|finno-ugrische Ethnie]] mit etwa einer Million Angehörigen. Sie bilden die [[Titularnation]] [[Estland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Esten gehören ethnisch nicht zu den [[Balten]], sondern zusammen mit den [[Magyaren|Ungarn]] und [[Finnen]] zu den finno-ugrischen Völkern. Geographisch liegt Estland jedoch im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Selbstbezeichnung der Esten war &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;maarahvas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Diese ist möglicherweise eine Lehnübersetzung des deutschen Worts &amp;#039;&amp;#039;Landvolk&amp;#039;&amp;#039;, das im Mittelalter schlicht „Einheimische“ bedeutete.&amp;lt;ref&amp;gt;so Beyer, Jürgen: &amp;#039;&amp;#039;Ist &amp;#039;&amp;#039;maarahvas&amp;#039;&amp;#039; (‚Landvolk‘), die alte Selbstbezeichnung der Esten, eine Lehnübersetzung? Eine Studie zur Begriffsgeschichte des Ostseeraums.&amp;#039;&amp;#039;,  In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung&amp;#039;&amp;#039; 56 (2007), S. 566–593 ([[doi:10.25627/20075648770]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im 18. Jahrhundert trat die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eestlane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dies war möglicherweise beeinflusst von dem Namen der [[Balten|baltischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ästier]]&amp;#039;&amp;#039; im westlichen [[Baltikum]]. Beide Gruppen sind nicht identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In altrussischen Chroniken wurde die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Tschuden]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für die Bewohner Estlands verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Über die [[Ethnogenese]] und die Frühgeschichte der Esten ist, wie bei allen Völkern ohne schriftliche Aufzeichnungen, nicht allzu viel bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine biologische Verwandtschaft mit den [[Wolga-Finnen]] oder Permjaken ([[Komi (Volk)|Komi]] und [[Udmurten]]) scheint angesichts ihrer geringen Ähnlichkeit wenig wahrscheinlich. Die Völker der [[Arktischer Ozean|Eismeerküste]] von den [[Nenzen]] im Osten bis zu den Samen im Westen weisen eine von den klimatischen Gegebenheiten bestimmte, ähnliche Kultur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste schriftliche Bericht zu den Balten stammt von dem römischen Historiker [[Tacitus]]. Dieser berichtet in seiner frühestens 98 n. Chr. entstandenen [[Germania (Tacitus)|Germania]] von den &amp;#039;&amp;#039;[[Aestii]]&amp;#039;&amp;#039;. Dies war die Bezeichnung, die die [[Germanen]] den Bewohnern nordöstlich der [[Weichsel]] gaben. Tacitus beschrieb die „Stämme der Aestier, die die Bräuche und Tracht der [[Sueben]] haben“, doch deren Sprache der [[Britannische Sprachen|britannischen]] nähersteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gottwein.de/Lat/tac/Germ38.php 45. &amp;#039;&amp;#039;Die Aestier und der Bernstein&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Bezeichnung bezog sich allerdings ursprünglich auf einen baltischen Stamm, die Aisten, der an der preußischen Ostseeküste ansässig war, und diente in der Antike als Sammelbezeichnung für alle Balten.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichtwort Aisten im Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, De Gruyter, 2000, S. 116 ff. [https://books.google.de/books?id=4ci-m8oJocsC&amp;amp;pg=PA116#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der ostgotischen Herrschaft in Italien in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts berichtet [[Cassiodor]] von einer Gesandtschaft der Esten am Hofe in [[Ravenna]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cassiodor, &amp;#039;&amp;#039;Variae&amp;#039;&amp;#039; 5,2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Auszug aus: Benedict Hasenstab: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Variensammlung des Cassiodorius Senator.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 23 ([https://books.google.de/books?id=qFANAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA23#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Fremdherrschaften ===&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert wurden die Esten im südlichen [[Livland]] durch Ritter des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] in den [[Litauerkriege des Deutschen Ordens|Litauerkriegen]] dem [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischen Adel]] unterworfen und [[Zwangschristianisierung|zwangschristianisiert]]. Es entwickelten sich zwei grundverschiedene Bevölkerungsschichten: die einheimische, estnische Landbevölkerung und die zugewanderte, deutsche Herrschaftsschicht. Auch nach dem Zerfall des Ordensgebietes sicherte das 1561 erlassene [[Privilegium Sigismundi Augusti]] den Ständen das Recht auf die deutsche Sprache, die deutsche Gerichtsbarkeit und den [[Protestantismus|evangelischen Glauben]] zu. Die [[Deutsche Sprache]] blieb bis ins 20. Jahrhundert die Hauptverkehrssprache der gehobenen Schichten. Jeder Este, der einen gesellschaftlichen Aufstieg vollziehen wollte, war zu einer weitgehenden Anpassung gezwungen. So war die [[Kaiserliche Universität Dorpat]] von ihrer Neugründung 1802 bis 1880 deutschsprachig und auch intellektuell und hinsichtlich des Lehrkörpers eine deutsche Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalen Erwachens ===&lt;br /&gt;
Erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstand ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Esten und führte zum Erwachen des estnischen Nationalbewusstseins. An der Entwicklung des estnischen Nationalbewusstseins hatten aber auch viele estophile Deutschbalten, wie zum Beispiel [[Garlieb Helwig Merkel]], entscheidenden Anteil. Die nationale Bewegung richtete sich gegen die Vormundschaft und Privilegierung der Deutschbalten und die vom Zarenreich ausgehende [[Russifizierung]] mit der Einführung der [[Russische Sprache|russischen Sprache]] als Amts- und Unterrichtssprache. Zwischen diesen Polen bildete sich ein schnell wachsendes Nationalbewusstsein, doch erst 1918 konnten die Esten ihre Unabhängigkeit erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Wiedererlangung der Unabhängigkeit ===&lt;br /&gt;
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] beendete die soeben erlangte Unabhängigkeit und hatte zur Folge, dass sich die Bevölkerungszahl Estlands um 200.000 verringerte. In den 1940er-Jahren kamen zehntausende Esten durch Krieg, Terror und Okkupation durch die [[Sowjetunion]] und das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] ums Leben. Darunter zählt die Bilanz 30.000 gefallene Esten. Etwa 1000 Esten jüdischer Herkunft wurden im [[Holocaust]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Burkhard Asmuss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Holocaust. Der nationalsozialistische Völkermord und die Motive seiner Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;. Deutsches Historisches Museum. Berlin 2002, ISBN 3-932353-60-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg verringerte sich die Zahl der Esten im eigenen Land nochmals um 80.000 Menschen, welche aus Furcht vor einer neuen Terrorwelle der Sowjetunion flüchteten. Die bis 1991 andauernde Okkupation des Landes hatte nicht nur 70.000 unter [[Repressalie]]n leidende Esten, von denen 12.000 ums Leben kamen, zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Laar, Mart: &amp;#039;&amp;#039;Estland im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen umfassender [[Russifizierung]]spolitik kam es auch zu Zwangsansiedlungen von [[Russen]], [[Ukrainer]]n und [[Weißrussen]] in deren Folge der prozentuale Anteil der Esten innerhalb der [[Estnische Sozialistische Sowjetrepublik|Estnischen SSR]] von ca. 90 % bei Kriegsende auf 60 % am Ende der 1980er-Jahre sank.&amp;lt;ref&amp;gt;Laar, Mart: &amp;#039;&amp;#039;Streifzug durch die estnische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungstendenzen ===&lt;br /&gt;
Auch nach Wiedererlangung der [[Souveränität]] sind etwa 25 % der Bevölkerung der Republik Estland russischsprachig. Nach wie vor kommt es kaum zu einer Vermischung der beiden Bevölkerungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der beträchtlichen Zahl an Auslandsesten leben 40.000 in Russland, viele davon in der zwischen beiden Ländern lange umstrittenen Region [[Setumaa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Die [[estnische Sprache]] gehört der [[Finno-ugrische Sprachen|finno-ugrischen Sprachfamilie]] an und ist die Amtssprache der [[Estland|Republik Estland]]. Sie wird von etwa 1.000.000 Menschen in Estland sowie weltweit von weiteren Zehntausenden Esten gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finno-ugrischsprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BergwachtBern</name></author>
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