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	<title>Essaouira - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Essaouira&amp;diff=172822&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lutheraner: /* Einleitung */ sprachlich</title>
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		<updated>2026-04-09T21:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; sprachlich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Marokko&lt;br /&gt;
|Name = Essaouira&lt;br /&gt;
|Arabname = {{lang|ar|الصويرة}}&lt;br /&gt;
|Alternativname = {{lang|shi-Tfng|ⵎⵓⴳⴰⴹⵓⵔ}}&lt;br /&gt;
|Wappen = &lt;br /&gt;
|Bild = Ramparts of Essaouira.JPG&lt;br /&gt;
|Bild-Beschreibung = Blick auf die Medina&lt;br /&gt;
|Region = Marrakesch-Safi&lt;br /&gt;
|Provinz = Essaouira (Provinz)&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 31/30/36/N&lt;br /&gt;
|Längengrad  = 9/45/36/W&lt;br /&gt;
|Einwohner = 77966&lt;br /&gt;
|Stand = 2014&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.geohive.com/cntry/morocco.aspx |titel=Morocco population statistics |werk=GeoHive |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160701213300/http://www.geohive.com/cntry/morocco.aspx |archiv-datum=2016-07-01 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Fläche = 90&lt;br /&gt;
|Höhe = 10&lt;br /&gt;
|Webpräsenz = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Essaouira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|الصويرة|d=aṣ-Ṣawīra|b=Die Eingeschlossene}}, {{shiS-Tfng|ⵎⵓⴳⴰⴹⵓⵔ|Mugaḍur}}) ist eine [[Seehafen|Hafenstadt]] mit etwa 85.000 Einwohnern an der [[Marokko|marokkanischen]] [[Atlantischer Ozean|Atlantikküste]] und Hauptstadt der [[Provinz Essaouira]] in der Region [[Marrakesch-Safi]]. Vor der Unabhängigkeit Marokkos wurde die Stadt auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mogador&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Dieser Name geht vermutlich auf die [[Portugal|Portugiesen]] zurück und wird heute nur noch für die vorgelagerte Insel verwendet. Die gesamte Altstadt (&amp;#039;&amp;#039;[[Medina (Stadtteil)|Medina]]&amp;#039;&amp;#039;) von Essaouira wurde im Jahr 2001 von der [[UNESCO]] als [[Weltkulturerbe]] anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Weblink Welterbe |Nummer=753}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Klima ==&lt;br /&gt;
Mit dem südlich gelegenen [[Agadir]] ist Essaouira über die kurvenreiche N 1 verbunden (Entfernung etwa 175&amp;amp;nbsp;km) und mit dem östlich gelegenen [[Marrakesch]] über die N 8 und die R 207 (Entfernung ebenfalls etwa 175&amp;amp;nbsp;km). Der [[Flughafen Essaouira]] liegt etwa 15&amp;amp;nbsp;km südöstlich des Stadtzentrums. Das Klima ist meist warm; Regen (ca. 350&amp;amp;nbsp;mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;380&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1994&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2004&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2014&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2024&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 56.074 || 69.493 || 77.966 || 82.962&amp;lt;ref&amp;gt;[https://citypopulation.de/en/morocco/draatafilalet/midelt/36301070__er_rich/ &amp;#039;&amp;#039;Er-Rich – Karte + Fakten&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die größtenteils aus den [[Berber]]dörfern Südmarokkos zugewanderte Bevölkerung spricht [[Marokkanisches Arabisch]] und die heimatlichen [[Berbersprachen|Berberdialekte]] des [[Taschelhit]]. Haupterwerbszweige der Stadt sind Fischfang (hauptsächlich Sardinen und Seeaal) und der Fremdenverkehr. Bedingt durch sein mildes Winter- bis heißes Sommer-Klima wird Essaouira vor allem von Touristen aus den marokkanischen Großstädten besucht, verzeichnet aber auch steigende Besucherzahlen aus [[Europa]], wobei die Franzosen in der Überzahl sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Der Fischereihafen und die Fischindustrie sind – trotz des schnellwachsenden Tourismus – immer noch von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Jungsteinzeit ===&lt;br /&gt;
Die [[Jungsteinzeit]] (in der Fachsprache &amp;#039;Neolithikum&amp;#039;) wird als eine Epoche bezeichnet, die als Übergang von [[Jäger und Sammler|Jäger- und Sammlerkulturen]] in die [[Neolithische Revolution|Zeit der Sesshaftwerdung]], und damit zu [[Hirtenvolk|Hirten-]] und [[Jungsteinzeit#Übergang zur neolithischen Landwirtschaft|Bauernkulturen]] der Menschen definiert wird.&lt;br /&gt;
Durch archäologische Ausgrabungen wurden die Spuren der Jungsteinzeit untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |autor=[[Dirce Marzoli]], Abdelaziz El Kayari|url=https://publications.dainst.org/journals/index.php/efp/article/viewFile/2115/6444 |titel=Mogador (Essaouira), Marokko. Ein pönizischer Außernposten an der marokkanischen Küste. Die Arbeiten der Jahre bis 2018 |werk=Elektronische Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts |hrsg=Nr.1|datum=2018|seiten=72–75 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So fand sich eine große Anzahl sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Escargotières&amp;#039;&amp;#039;, Abfallhaufen die aus Muschelresten, Schneckengehäusen, Holzkohle und anderen Zeugnissen bestehen, und dass die Menschen immer wieder die gleichen Stellen aufsuchten und daher sesshaft lebten. Gleichzeitig stehen die Funde dafür, dass die Menschen in dieser Gegend der Jungsteinzeit von Meeresfrüchten lebten.&lt;br /&gt;
=== Phoinikisch-karthagische Antike ===&lt;br /&gt;
Der Ort war eine [[Phönizier|phoinikische]] Gründung unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Migdol]]&amp;#039;&amp;#039;, die wahrscheinlich schon im 8. oder 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. existierte und später von den [[Karthago|Karthagern]] übernommen wurde und durch [[Hanno der Seefahrer|Hanno dem Seefahrer]] auch bekannt war.&lt;br /&gt;
Das Handelsinteresse lag hier beim Ernten der [[Purpurschnecken]], um daraus den begehrten Farbstoff zu gewinnen. Ausgrabungen seit den 1950er Jahren belegen eine frühphoinikische Niederlassung aus dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Huß: &amp;quot;Die Karthager &amp;quot;, Kap. 7: &amp;quot;Das Unternehmen des Hanno &amp;quot;, S 42, 3. Absatz, 3. überarb. Aufl., C. &amp;amp;nbsp;H.&amp;amp;nbsp;Beck, ISBN 3-406-37912-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es besteht die Möglichkeit, dass es sich hierbei um die bei dem römischen Universalgelehrten [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] erwähnte „Purpurinsel“ handelt.&amp;lt;ref&amp;gt; Plinius der Ältere, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 6,203. Zur Identifikation siehe etwa den Kommentar bei C. Plinius Secundus d. Ä.: &amp;#039;&amp;#039;Naturkunde Lateinisch–Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Buch VI: &amp;#039;&amp;#039;Geographie: Asien.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und übersetzt von [[Kai Brodersen]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Sammlung Tusculum]]&amp;#039;&amp;#039;). Artemis &amp;amp; Winkler, Zürich/Düsseldorf 1996, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt und Insel Mogador sind ein Forschungsschwerpunkt des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]] in Madrid. Zusammen mit der Erforschung der spanischen und portugiesischen Westküste untersucht man das Gebiet auf die Aktivitäten der [[Phönizier|Phoiniker]], die hier bereits den Handel mit Westafrika kontrollierten. Wie weit der Kontakt an der Küste entlang ausgeprägt war, ist Gegenstand der Forschung. Neueste Grabungen lassen vermuten, dass die in der Bucht von Essaouira gelegenen &amp;#039;&amp;#039;[[Mogador (Insel)|Islas de Mogador]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Islas Purpurinas&amp;#039;&amp;#039;), einen phoinikischen Außenposten der [[antike]]n Welt darstellten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Dirce Marzoli]], Abdelaziz El Khayari |url=https://publications.dainst.org/journals/index.php/efb/article/viewFile/2115/6444 |titel=Mogador (Essaouira), Marokko. Ein phönizischer Außenposten an der marokkanischen Atlantikküste. Die Arbeiten der Jahre bis 2018 |werk=Elektronische Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts |hrsg=Nr. 1 |datum=2018 |seiten=72–75 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Phönizier|Phoinikier]] sollen hier [[Purpurschnecke]]n gezüchtet haben.&lt;br /&gt;
=== Römische Antike ===&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang des [[Karthagisches Reich|Karthagischen Reiches]] übernahmen die Römer das Gebiet. Die westmarokkanische Küste gehörte daraufhin zur [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Mauretania Tingitana]] mit der Hauptstadt [[Volubilis]].&lt;br /&gt;
=== Epoche der germanischen Vandalen ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 429&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. eroberten die [[Vandalen]] die Provinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Epoche von Byzanz ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 533 eroberte der [[Byzantinisches Reich|oströmische]] Feldherr [[Belisar]] das Gebiet.&lt;br /&gt;
=== Epoche der Berberstämme ===&lt;br /&gt;
Zwischen dem 7. und 10.&amp;amp;nbsp;Jh. schlossen sich mehrere regionale [[Berber]]stämme der Herrschaft der [[Araber|arabischen]] [[Umayyaden]] an, die auch den Süden Spaniens beherrschten. Im 11.&amp;amp;nbsp;Jh., der Zeit der [[Almoraviden]], integrierte [[Yusuf ibn Taschfin]] (regierte von 1070 bis 1106), der Gründer von [[Marrakesch]] Essaouira in sein Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Epoche der Portugiesen und der streitenden Seemächte ===&lt;br /&gt;
Im 15. und 16. Jh. eroberten die [[Portugal#Geschichte|Portugiesen]] Gebiete an der marokkanischen Atlantikküste.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1506 besetzten die Portugiesen die vorgelagerte Insel und begannen umgehend mit dem Bau der heute noch sichtbaren Befestigungen und der Hafenanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Essaouira porte de la marine.jpg|Hafentor &amp;#039;&amp;#039;(Porte de la Marine)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hafenmauer aus portugiesischer Zeit&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Essaouira stadtmauer am meer01.jpg|Hafenmauer mit Turm &amp;#039;&amp;#039;(Scala du Port)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Essaouira stadtmauer am meer02.jpg|Hafenmauer am Meer &amp;#039;&amp;#039;(Scala de la Kasbah)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Portugiesische Kanone&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
16th Century Portguese Cannons - panoramio.jpg| Bronzekanone&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen der Festung, &amp;#039;&amp;#039;Mogador&amp;#039;&amp;#039;, sollen die Portugiesen mit Respekt für den heute noch als Schutzpatron der Stadt verehrten islamischen Heiligen Sidi Mogdul gewählt haben. Dieser soll nach der Legende ursprünglich ein Schotte namens Mac Donald gewesen sein, der sich einst hierher abgesetzt hatte, zu Lebzeiten verehrt und posthum zu einem [[Marabout]] erhöht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubert Lang (Diplomat)|Hubert Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Heiligenkult in Marokko. Formen und Funktionen der Wallfahrten&amp;#039;&amp;#039; (= Passauer Mittelmeerstudien, Sonderreihe 3). Passavia Universitätsverlag, Passau 1992, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 1510 gaben die Portugiesen den exponierten Stützpunkt wieder auf und räumten die Festung. Während des 16. Jahrhunderts versuchten verschiedene Mächte wie Spanien, England, die Niederlande und Frankreich vergeblich, Essaouira zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Epoche muslimischer Dynastien ===&lt;br /&gt;
Ab 1628 setzte Sultan Mulai Abdelmalek aus der Dynastie der [[Saadier]] den Ausbau der Festungsanlagen fort. Im Jahr 1765 begann der [[Alawiden]]-Sultan [[Mulai Muhammad|Sidi Mohamed Ben Abdallah]] mit dem Ausbau Essaouiras zum – zu seiner Zeit – größten [[Hafen|Seehafen]] Marokkos. Der französische Gefangene Théodore Cornut wurde mit der Planung der [[Festung]]sbauwerke und einzelner Stadtteile beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. und 19. Jahrhundert baute Essaouira seine wichtige Position als Knotenpunkt im Karawanenhandel weiter aus und gelangte zu erheblichem Wohlstand. Ab 1837 ließen sich die Brüder [[Joseph Afriat|Joseph]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Abitbol |Titel=Histoire des juifs |Hrsg=Marguerite de Marcillac |Sammelwerk=Collection tempus |Nummer=663 |Auflage=2 |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2016 |ISBN=978-2-262-06807-3 |Seiten=533 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Abraham und [[Jacob Afriat]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; aus [[Ifrane]] in der Stadt nieder, die als Kaufleute des Sultans den Titel &amp;#039;&amp;#039;Tajir al-Sultan&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; trugen. Die jüdische Familie handelte in Tee nach London und führte blaue [[Indigo]]-Stoffe aus [[Manchester]] nach Südmarokko und in die Sahara aus. Der Kaufmann Moïse Benislah&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; (1788–1851) zog von Essaouira nach [[Marseille]] und später nach [[Lissabon]]. Auch die Solal&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; betrieben Handel im Mittelmeerraum. Die Mehrheit der Juden lebte jedoch in meist großer Armut in der [[Mellah]]. Im Hungerjahr 1877 waren darin 12.000&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georges Bensoussan (Historiker)|Georges Bensoussan]] |Titel=Juifs en pays arabes – Le grand déracinement, 1850–1975 |Hrsg=Denis Maraval |Sammelwerk=Collection Texto |Auflage=2 |Verlag=Éditions Tallandier |Ort=Paris |Datum=2021 |ISBN=979-1-02105090-7 |Seiten=74, 83, 85 f., 118 f. |Kommentar=der Vergleich mit der Lage in Russland wird zitiert in Archivbestand Alliance Israélite Universelle, Maroc III. C. 10, Elmaleh, siehe Fußnote 327, S. 933}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Menschen zusammengepfercht. Seit 1860&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; setzte sich die [[Alliance Israélite Universelle]] für die Vergrößerung des Viertels ein. 1892&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; konnte zwar der Sultan für das Anliegen gewonnen werden, doch unternahm seine Verwaltung zunächst nichts zu dessen Umsetzung. Im März 1891&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; hatte der [[Kaid]] in bislang unbekannter Weise 200&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Familien zum Verlassen der Stadt innerhalb einer Woche gezwungen, was der [[Alliance Israélite Universelle|AIU]]-Direktor [[Joseph Elmaleh]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; mit der Politik in Russland verglich. Um 1910 waren 48 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; der Stadtbevölkerung Juden, da noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts 80 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; der muslimischen Bevölkerung auf dem Land lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der französischen Besetzung [[Timbuktu]]s 1893 verlor die Stadt im Laufe des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung, da ihre wichtigsten Handelsverbindungen unterbrochen wurden. Mit der Unabhängigkeit im Jahr 1957 wurde der Name Essaouira endgültig angenommen. Zwei mögliche Interpretationen zur Etymologie dieses arabischen Namen stehen sich gegenüber. Die erste geht auf das [[Phönizier|Phönizische]] zurück, wonach &amp;#039;&amp;#039;souira&amp;#039;&amp;#039; eine kleine, von Mauern umgebene Festung bezeichnet, wobei &amp;#039;&amp;#039;souira&amp;#039;&amp;#039; die Verkleinerungsform von &amp;#039;&amp;#039;sour&amp;#039;&amp;#039; ist, was auf Arabisch „Mauer“ oder „Wand“ bedeutet. Nach der zweiten würde sich der Name Essaouira von Tasaouira und seinen Varianten (&amp;#039;&amp;#039;atassouira&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;at&amp;#039;souira&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sawira&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;saouira&amp;#039;&amp;#039;) ableiten, was so viel wie „eingerahmtes Bild“ bedeutet, was an den Grundriss der Stadt erinnert: die „wohl Gezeichnete“, das „wohl Gestaltete“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit nach 1967 war die Stadt das Ziel vieler [[Hippies]]; auch [[Jimi Hendrix]] hielt sich einige Tage in der Umgebung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brigitte Tast]], Hans-Juergen Tast: &amp;#039;&amp;#039;And the wind cries Jimi. Hendrix in Marokko.&amp;#039;&amp;#039; Kulleraugen – Visuelle Kommunikation Nr. 40, Schellerten 2012, ISBN 978-3-88842-040-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Essaouirafortress.jpg|mini|Scala de la Kasbah]]&lt;br /&gt;
Die im 18. Jahrhundert angelegte [[Medina (Stadtteil)|Medina]] von Essaouira mit ihrem – für Marokko völlig untypischen – weitgehend symmetrischen Grundriss, geradlinig verlaufenden Straßen und zwei Stadttoren wurde im Jahre 2001 in die [[UNESCO]]-Liste des [[Weltkulturerbe]]s aufgenommen. Eine Kollektion von Kanonen (Bronze und Eisen) aus dem 17. und 18. Jahrhundert steht auf der dem Meer zugewandten Scala de la Kasbah. Im Fischereihafen werden noch Schiffe in traditioneller Manier aus Holz gefertigt, Netze geflickt und Angelschnüre mit Ködern bestückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum &amp;#039;&amp;#039;Sidi Mohamed Ben Abdallah&amp;#039;&amp;#039; beinhaltet eine Sammlung von Waffen, Münzen, Kleidung, Musikinstrumenten, Schmuck und Kunsthandwerk (u.&amp;amp;nbsp;a. Teppiche und Gegenstände aus „Thuya“-Holz). Es informiert über die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung sowie über Flora und Fauna der Region (z.&amp;amp;nbsp;B. über den [[Arganbaum]]). Eine Spezialität des örtlichen Kunsthandwerks ist die Herstellung von Kunst-, Gebrauchs- und Ziergegenständen aus dem Holz des [[Sandarakbaum]]es, der auf Französisch auch „Thuya de Barbarie“ genannt wird. Die Stadt beherbergt mehrere Kunstgalerien – überwiegend mit Werken marokkanischer Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im 11. Jahrhundert lebende muslimische [[Marabout]] Sidi Mogdoul wird in einem Mausoleum verehrt. Ein nach ihm benannter Leuchtturm wurde 1916 in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Kalserud |url=https://www.essaouira.nu/targets_sidi_magdoul.htm |titel=The tomb of Sidi Magdoul |werk=essaouira.nu |datum=2020-09-29 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.essaouira.nu/targets_lighthouse_sidi_magdoul.htm |titel=The lighthouse of Sidi Mogdoul |werk=essaouira.nu |datum=2019-10-02 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der katholischen Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption findet ein Sonntagsgottesdienst statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel Mogador ist ein Vogelschutzgebiet, in dem von April bis Oktober die seltenen [[Eleonorenfalke]]n brüten. Sie darf ganzjährig nicht betreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
In Essaouira findet seit 1998 jährlich im Juni das Musik-Festival der [[Gnawa]] statt. In ihrer traditionellen Musik, die außerhalb des Festivals eine therapeutische Funktion im nächtlichen [[Derdeba]]-Tanzritual besitzt, und für Straßenprozessionen spielen die Gnawa-Musiker und Tänzer die Zupflaute [[Gimbri]], die Trommel [[T&amp;#039;bol]] und die Eisenklappern [[Qarqaba]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.festival-gnaoua.net/fr |titel=Festival d’Essaouira Gnaoua |sprache=fr en ar |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
[[Orson Welles]] drehte im Jahr 1952 [[Orson Welles’ Othello|seine filmische Adaption]] des [[Othello]]-Stoffes in Essaouira.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brigitte Tast]], Hans-Jürgen Tast: &amp;#039;&amp;#039;Orson Welles – Othello – Mogador. Aufenthalte in Essaouira&amp;#039;&amp;#039;. Kulleraugen Vis.Komm. Nr. 42, Schellerten 2013, ISBN 978-3-88842-042-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ridley Scott]] rekonstruierte hier 2004 das mittelalterliche [[Jerusalem]] für seinen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Königreich der Himmel]]&amp;#039;&amp;#039; („Kingdom of Heaven“). 2013, also für die dritte Staffel, war Essaouira einer der Drehorte der Fantasyserie &amp;#039;&amp;#039;[[Game of Thrones]]&amp;#039;&amp;#039;. Teile der Dreharbeiten für den Film [[John Wick: Kapitel 3]] fanden in Essaouira statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Fußy |url=http://www.filmstarts.de/nachrichten/18525150.html |titel=„John Wick 3“: Tausende rebellische Katzen suchten die Dreharbeiten heim |werk=[[filmstarts.de]] |datum=2019-05-13 |abruf=2021-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der 4. Staffel der US-amerikanischen Serie [[Outer Banks (Fernsehserie)|Outer Banks]] wurden in Essaouira gedreht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Travel Like a Pogue with This ‘Outer Banks’ Filming Location Guide |Sammelwerk=Netflix Tudum |Online=https://www.netflix.com/tudum/articles/outer-banks-filming-location-guide |Abruf=2025-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit ==&lt;br /&gt;
In der näheren Umgebung der Stadt gibt es mehrere Strände, die auch Möglichkeiten zum [[Wellenreiten]] und [[Kitesurfen]] bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
Essaouira hat partnerschaftliche Beziehungen zu folgenden Städten:&lt;br /&gt;
* {{BEL|#}} [[Etterbeek]] in [[Belgien]] seit 2003&lt;br /&gt;
* {{SEN|#}} [[Gorée]] in [[Senegal]] seit 2005&lt;br /&gt;
* {{FRA|#}} [[La Rochelle]] in [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Haïm Zafrani]] (1922–2004), französisch-marokkanischer Historiker&lt;br /&gt;
* [[André Azoulay]] (* 1941), Wirtschaftsberater des Königs [[Mohammed VI. (Marokko)|Mohammed VI.]]&lt;br /&gt;
* [[Mahmoud Ghania]] (1951–2015), Gnawa-Musiker&lt;br /&gt;
* [[Meir Cohen]] (* 1955), israelischer Politiker und ehemaliger Minister für Wohlfahrt und Soziales&lt;br /&gt;
* [[Sadya Bairou]] (1963–2010), zeitgenössische Malerin&lt;br /&gt;
* [[Rhani Krija]] (* 1971), Musiker und Percussionist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arnold Betten: &amp;#039;&amp;#039;Marokko. Antike, Berbertraditionen und Islam – Geschichte, Kunst und Kultur im Maghreb.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7701-3935-4, S. 317 f.&lt;br /&gt;
* Cornelia Becker: &amp;#039;&amp;#039;Phönizische und römische Aktivitäten vor der Küste Marokkos: Die Tierreste aus Mogador&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Flohr: Beiträge zur Archäozoologie und Prähistorischen Anthropologie Band IX Beier &amp;amp; Beran. Langenweißbach 2013&lt;br /&gt;
* Ingeborg Lehmann, Rita Henss: &amp;#039;&amp;#039;Marokko.&amp;#039;&amp;#039; Karl Baedeker, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-8297-1251-4, S. 237–245.&lt;br /&gt;
* [[Doris Byer]]: &amp;#039;&amp;#039;Essaouira, endlich&amp;#039;&amp;#039;. Literaturverlag Droschl, Graz 2004, ISBN 978-3-85420-651-4.&lt;br /&gt;
* [[Martin Mosebach]]: &amp;#039;&amp;#039;Mogador.&amp;#039;&amp;#039; (Roman) Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-498-04290-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Christoph Braendle]] |url=https://www.welt.de/reise/article2899778/Essaouira-Marokko-zwischen-Medina-und-Meer.html |titel=Altstadt am Atlantik: Essaouira – Erfahrungsbericht |werk=[[Die Welt|welt.de]] |datum=2009-12-19 |abruf=2021-03-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.essaouira.nu/history.htm |titel=The history of Essaouira |werk=essaouira.nu |sprache=en |abruf=2021-03-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=http://iessaouira.com/histoire-essaouira.html |titel=Essaouira: Aperçu historique |werk=iessaouira.com |kommentar=alte Fotos, Geschichte |sprache=fr |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150214084909/http://iessaouira.com/histoire-essaouira.html |archiv-datum=2015-02-14 |abruf=2021-03-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.essaouira.nu/fr/histoire_fr.htm |titel=Pétition: Halte à la destruction du patrimoine historique de la ville d’Essaouira (Mogador) |werk=essaouira.nu |datum=2001-12 |sprache=fr |abruf=2021-03-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Dunja Sadaqi |url=http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2021/03/11/essaouira_marokkos_juedische_stadt_dlf_20210311_0953_6a91d379.mp3 |titel=Essaouira – Marokkos jüdische Stadt |werk=[[Deutschlandfunk]]-Sendung „Tag für Tag“ |datum=2021-03-11 |format=mp3-Audio; 5,5&amp;amp;nbsp;MB; 6:02&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2021-03-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Marokko}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4115178-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phönizische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marokkanische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marokkanisch-portugiesische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lutheraner</name></author>
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