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	<title>Eselsmesse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eselsmesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Eselsfest&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;Festum Asinorum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;asinaria festa&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|franz.]] &amp;#039;&amp;#039;Fête de l’âne&amp;#039;&amp;#039;) war im [[Mittelalter]] eine Art Karnevalsveranstaltung mit religiösen, humorvollen und erotischen Aspekten, eine Sonderform der verbreiteten [[Messparodie|„Narrenmessen“]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war das &amp;#039;&amp;#039;Eselsfest&amp;#039;&amp;#039; zur Erinnerung an die [[Flucht nach Ägypten]] {{Bibel|Mt|2|13–15|EU}} entstanden und wurde vielerorts am 14. Januar gefeiert: Ein junges Mädchen wurde in der Rolle der [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]] mit einem Kleinkind auf einen Esel gesetzt und in Prozession durch den Ort zur Kirche geführt, wo eine [[heilige Messe]] gefeiert wurde.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit entwickelte die Eselsmesse sich zu einem ausgelassenen Narrenfest, in dessen Mittelpunkt eine persiflierte Messe im Stile der zeitgenössischen [[Parodie]] mit erotisch-zweideutigem „Messgesang“ stand. Auch heidnische Rituale wie die [[Saturnalien]] dürften in der Entstehung eine Rolle gespielt haben. Die Teilnehmer trugen Tierkostüme. Man ließ die liturgischen Gesänge auf &amp;#039;&amp;#039;hinham&amp;#039;&amp;#039; enden und antwortete dem „Segen“ des für diesen Tag ernannten Narrenbischofs mit Tierlauten. In der [[Sequenz (Liturgie)|Sequenz]] wurde das Lob des Esels gesungen und an den alttestamentlichen Esel [[Bileam]]s erinnert {{Bibel|Num|22|22–35|EU}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hansjörg Auf der Maur]]: &amp;#039;&amp;#039;Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0788-4 (Handbuch der Liturgiewissenschaft Teil 5), S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die niederen Ränge des [[Klerus]] war die Eselsmesse eine Möglichkeit, einmal im Jahr ein Ventil für die ansonsten strengen Regeln des klösterlichen oder kirchlichen Lebens zu finden. Hohe Würdenträger waren ihrer Macht für einen Tag beraubt und sahen dem Treiben mit gemischten Gefühlen zu; vorübergehende Versuche, die Festivitäten in geregeltere Bahnen zu leiten, waren wenig erfolgreich.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hausesel|Esel]] gilt seit dem [[Altertum]] als Symboltier für [[Phallus]] und [[Fruchtbarkeit]], auch kommt er in biblischen und [[Apokryphen#Apokryphen zum Neuen Testament|apokryphen]] Erzählungen zum Leben [[Jesus von Nazaret|Jesu]] vor. In mittelalterlichen Bräuchen und Zeremonien spielte der Esel eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweise auf die Eselsmesse finden sich schon im 9. Jahrhundert in Frankreich. [[Victor Hugo]] beschrieb in seinem Roman [[Der Glöckner von Notre-Dame]] eine &amp;#039;&amp;#039;Fête des Fous&amp;#039;&amp;#039;. Ihren Höhepunkt hatten solche Formen im [[Hochmittelalter]]. Während der Reformation gab es noch einzelne parodistisch gefärbte Streitschriften, aus späterer Zeit sind keine vergleichbaren Formen bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rupert Berger (Liturgiewissenschaftler)|Rupert Berger]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Gestalt des Gottesdienstes. Sprachliche und nichtsprachliche Ausdrucksformen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1987, ISBN 3-7917-1045-1 (Handbuch der Liturgiewissenschaft Teil 3), S. 129f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michail Bachtin]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabelais und seine Welt. Volkskultur als Gegenkultur.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt/M. 1995, ISBN 3-518-28787-7, S. 124–133 (aus dem Russischen übersetzt von Gabriele Leupold).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.koelnklavier.de/texte/altemusik/eselsfeste.html Von Narren- und Eselsfesten: Mittelalterliche Musik zwischen Kirche und Ketzerei]&lt;br /&gt;
* [https://www.newadvent.org/cathen/01798b.htm Feast of Asses] in der [[Catholic Encyclopedia]] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Karneval)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Messe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esel in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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