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	<title>Erwin von Steinbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bujo: HC: −Kategorie:Architekt (Deutschland); −Kategorie:Deutscher; ±Kategorie:Steinmetz (Deutschland)→Kategorie:Steinmetz: Anachronistisch, im 13. oder 14. Jahrhundert gab es noch kein Deutschland.</title>
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		<updated>2026-01-05T13:34:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: −&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Architekt_(Deutschland)&quot; title=&quot;Kategorie:Architekt (Deutschland)&quot;&gt;Kategorie:Architekt (Deutschland)&lt;/a&gt;; −&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Deutscher&quot; title=&quot;Kategorie:Deutscher&quot;&gt;Kategorie:Deutscher&lt;/a&gt;; ±&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Steinmetz_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Steinmetz (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Steinmetz (Deutschland)&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Steinmetz&quot; title=&quot;Kategorie:Steinmetz&quot;&gt;Kategorie:Steinmetz&lt;/a&gt;: Anachronistisch, im 13. oder 14. Jahrhundert gab es noch kein Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:StrasbourgCath PortS 02.jpg|mini|hochkant|Erwin von Steinbach, Skulptur am Südportal des Straßburger Münsters]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AT 13763 Roof figures at the Kunsthistorisches Museum, Vienna.jpg|mini|hochkant|Erwin von Steinbach (links) und Wilhelm Sens, Dachfiguren am Kunsthistorischen Museum, Wien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erwin von Steinbach Statue KIT.jpg|alt=Statue von Erwin von Steinbach mit einem Architektur-Modell in der rechten und einem Zimmermannswinkel in der linken Hand.|mini|hochkant|Statue von Erwin von Steinbach am alten Hauptportal der Universität Karlsruhe (heute KIT).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1244 in [[Steinbach (Baden-Baden)]]; † [[17. Januar]] [[1318]] in [[Straßburg]]) war ein [[Steinmetz]] und deutscher [[Baumeister]]. Von 1277 bis zu seinem Tod war er als Straßburger Münsterbaumeister tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über Erwins Leben und seine Herkunft ist wenig bekannt. Er wurde vermutlich um 1244 geboren. Der Anspruch des heutigen Baden-Badener Stadtteils Steinbach, Herkunftsort Erwins zu sein, ist, wenngleich nicht erwiesen, durch ältere Tradition belegt ({{&amp;quot;|originaire de la petite ville de Steinbach dans le Margraviat de Bade |Übersetzung=aus der Kleinstadt Steinbach in der Markgrafschaft Baden |Sprache=fr |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Philippe-André Grandidier: &amp;#039;&amp;#039;Essais historiques et topographiques sur l’église Cathédrale de Strasbourg&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg 1782, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}). Als einzige Quelle nannte die bis zum 18. Jahrhundert am Hauptportal der Westfassade des Straßburger Münsters vorhandene [[Inschrift]] (in Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Im Jahre 1277 am Tag des heiligen Urban [25. Mai] begann dieses bewundernswürdige Werk Meister Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039;) seinen Herkunftsort. Seine Ausbildung hatte Erwin wohl an der Bauhütte von [[Notre Dame de Paris]] erfahren, wo das Werk des [[Jean de Chelles]] in einer sprachlich ganz ähnlichen Inschrift am [[Querhaus]]portal gewürdigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit|Urkundlich]] ist Meister Erwin erstmals 1284 fassbar, und zwar anlässlich eines Hauskaufs durch die Münsterbauhütte zum Zeitpunkt des Übergangs der Bauaufsicht des Münsters an die Stadt Straßburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwins Todesdatum, das seiner Frau &amp;#039;&amp;#039;Husa&amp;#039;&amp;#039; und seines Sohnes &amp;#039;&amp;#039;Johannes&amp;#039;&amp;#039; sind durch ein erhaltenes [[Epitaph]] an der Nordseite des Münsters im so genannten Leichenhöfel überliefert. Der Text lautet in Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im Jahre des Herrn 1316, den 21. Juli, starb Frau Husa, Ehefrau des Meisters Erwin. Im Jahre des Herrn 1318, den 17. Januar, starb Meister Erwin, Gubernator der Straßburger Münsterfabrik. Im Jahre des Herrn 1339, den 18. März, starb Magister Johannes, Sohn Erwins, des Werkmeisters dieser Kirche.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erwins Tod setzte sein Sohn &amp;#039;&amp;#039;Johannes&amp;#039;&amp;#039; († 18. März 1339) als Straßburger Münsterbaumeister das Werk seines Vaters fort. Ein zweiter Sohn &amp;#039;&amp;#039;Gerlach&amp;#039;&amp;#039; leitete den Bau der [[Stiftskirche Niederhaslach]], wo er im Jahre 1330 tödlich verunglückte. Als weiterer Sohn (oder Enkel?) Erwins ist ein 1342 verstorbener &amp;#039;&amp;#039;Johannes&amp;#039;&amp;#039; genannt &amp;#039;&amp;#039;Winlin&amp;#039;&amp;#039; nachweisbar. Vermutlich eine Enkelin Meister Erwins war Lise von Steinbach, eine Geliebte des Grafen [[Johann II. von Lichtenberg]], die 1352 in der sogenannten [[Johann II. von Lichtenberg#Die Steinbach-Affäre|Steinbach-Affäre]] ermordet wurde. Mythisch hingegen und nur auf einem Übersetzungsfehler basierend ist eine Bildhauerin &amp;#039;&amp;#039;[[Sabina von Steinbach]]&amp;#039;&amp;#039;, die angeblich eine heute zerstörte Statue signierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cathédrale Strasbourg.jpg|mini|hochkant|Straßburger Münster, Westfassade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wimpfen-stift-sued1.jpg|mini|hochkant|Stiftskirche Wimpfen, Südfassade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bacharach Wernerkapelle 680-zh.jpg|mini|hochkant|Wernerkapelle Bacharach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Münster Freiburg.jpg|mini|hochkant|Freiburger Münsterturm]]&lt;br /&gt;
Nach der nicht mehr vorhandenen Inschrift über dem Mittelportal der Westfassade des [[Straßburger Münster]]s begann „Meister Erwin von Steinbach“ am 25. Mai 1277 mit diesem „glorreichen Werk“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard Liess]] und Andrea Köpke: &amp;#039;&amp;#039;Zur ehemaligen Erwin-Inschrift von 1277 an der Westfassade des Straßburger Münsters&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039; Bd. 137. NF Bd. 98. 1989, S. 105–173. ISSN 0044-2607.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von ihm geschaffene Fassadenriss B ist deutlich von den Querhausfassaden der Kathedrale Notre-Dame in Paris beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Sébastien Sauvé: &amp;#039;&amp;#039;Notre-Dame de Strasbourg: les façades gothiques&amp;#039;&amp;#039;. (Studien zur Kunstgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Band 10). Korb, 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Aus bautechnischen Gründen wurde der Riss B in Straßburg nur teilweise verwirklicht. Erwin realisierte noch das Rosengeschoss nach eigenem Konzept, seine Nachfolger änderten die Pläne wiederum. Aber selbst der ab 1399 von [[Ulrich von Ensingen]] aufgesetzte Nordturm, dessen geplantes südliches Pendant nicht mehr zur Ausführung kam, folgt in seinen Grundzügen dem Fassadenentwurf Erwins, dessen geplanten Aufbau mit vier Treppentürmen er ins Monumentale übersetzte. Das Ergebnis zählt mit seinem freistehenden Maßwerkgitter zu den bedeutendsten Leistungen der Hochgotik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer erhaltenen Inschrift baute Erwin noch 1316 die später abgebrochene Marienkapelle im Innern des Münsters, desgleichen wird ihm das Grabmal des Bischofs [[Konrad III. von Lichtenberg]] in der Johanneskapelle des Münsters zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen vom Straßburger Münster war Erwin auch an anderen Kirchenbauten der Zeit tätig. Nach älterer Auffassung wurde ihm der Ostbau der 1269 „von einem gerade aus Paris gekommenen Baumeister nach französischem Muster“ begonnenen [[Stiftskirche St. Peter (Bad Wimpfen)|Stiftskirche zu Wimpfen im Tal]] zugeschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Der Ostbau der Stiftskirche zu Wimpfen im Tal. Zum Frühwerk des Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039; (Kunstwissenschaftliche Studien, Band 39). München, 1967&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine in Straßburg erhaltene Grundrisszeichnung der 1289 begonnenen [[Wernerkapelle (Bacharach)|Wernerkapelle von Bacharach]] verweist – wie auch die verwendeten architektonischen Details – auf die Münsterbauhütte in Straßburg als Entstehungsort der Planung und damit auf Erwin von Steinbach als ihren Planverfasser.&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Hanschke: &amp;#039;&amp;#039;Zwei mittelalterliche Baurisse der Wernerkapelle in Bacharach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[INSITU (Zeitschrift)|INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 2011, S. 149–160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer späteren [[Chronik]] zufolge stammte die Erstplanung für das [[Münster zu Thann]] von Erwin, indem &amp;#039;&amp;#039;der grundgelehrte und fürnemme Baumeister Erwinus oder Erwein von Steinbach, welcher den Straßburger und Freyburger Kirchenbau geführet, den Riß gemacht zu S. Theobaldi Münster&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Malachias Tschamser. Annales oder Jahrs-Geschichten der Baarfüseren oder Minderen Brüder S. Franc. ord. insgemein Conventualen genannt, zu Thann. Colmar 1864, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings gedieh der 1275 begonnene Bau nicht über seine Anfänge hinaus, seine Reste wurden 1332 beim Neubau der Kirche wieder beseitigt. Der für Thann vorgesehene Erwinsche Entwurf einer Zentralbaukirche ist lediglich in einer Planzeichnung überliefert. Für das [[Breisacher Stephansmünster]] konnte eine dreiteilige Chorplanung Erwins nachgewiesen werden, die aber nur in reduzierter Form zur Ausführung kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne-Christine Brehm]]: Baumeister und Baugeschichte des Breisacher Münsters. Unser Münster (Münsterbauverein Breisach), Sonderheft 47, 2012, S. 2–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch umfassende Vergleiche aller überlieferten gotischen Baurisse konnte inzwischen die bereits im 19. Jahrhundert vertretene und durch die ältere Thanner Chronik belegte Beteiligung Erwins von Steinbach auch am [[Freiburger Münster#Turm|Freiburger Münsterturm]] wahrscheinlich gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Josef Böker und Anne-Christine Brehm: &amp;#039;&amp;#039;Die gotischen Architekturzeichnungen des Freiburger Münsterturms&amp;#039;&amp;#039;. In: Freiburger Münsterbauverein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Freiburger Münster&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2011, S. 323–327. ISBN 978-3-7954-1685-0; Johann Josef Böker, Anne-Christine Brehm, Julian Hanschke und Jean-Sébastien Sauvé: &amp;#039;&amp;#039;Die Architektur der Gotik: Die Rheinlande&amp;#039;&amp;#039;. Müry Salzmann Verlag, Salzburg 2013, Nr. 24. ISBN 978-3-99014-064-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der (verlorenen) Bauinschrift von 1277 überlieferte Name Erwins von Steinbach war in der Straßburg-Literatur immer bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jakob Wimpfeling]]: &amp;#039;&amp;#039;Argentinensium Episcoporum Cathalogus&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg 1504, hier zitiert nach der Ausgabe Straßburg 1651, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johann Wolfgang von Goethe]] widmete ihm seinen Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;[[Von deutscher Baukunst]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er ihn als einen heiligengleichen Genius beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Goethes Hymnus auf Erwin von Steinbach. Seine Entstehung und Wirkung&amp;#039;&amp;#039; (= Freies Deutsches Hochstift, Reihe der Vorträge und Schriften, Bd. 4). München 1943; Harald Keller: &amp;#039;&amp;#039;Goethes Hymnus auf das Straßburger Münster und die Wiederentdeckung der Gotik im 18. Jahrhundert, 1772/1972&amp;#039;&amp;#039; (Bayerische Akademie der Wissenschaften, phil.-histor. Klasse, Sitzungsberichte, Heft 4). München 1974.&amp;lt;/ref&amp;gt; In gleicher Weise stellte ihn auch [[Jacob Burckhardt]] in seinen (1904 postum veröffentlichten) Vorlesungen auf gleiche Stufe mit [[Michelangelo]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichtliche Betrachtungen. Historisch-kritische Gesamtausgabe&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn 2015, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik an diesem Erwin-Bild wurde von dem Straßburger Professor für Christliche Kunstgeschichte [[Franz Xaver Kraus]] geübt, indem „kein Architekt des 13. Jahrhunderts sich an der Façade eines Doms eine solche Ruhmrederei hätte gestatten dürfen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Xaver Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1: Unter-Elsaß. Straßburg 1876, S. 363f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit wurde die Person Erwins zunehmend skeptisch beurteilt und namentlich seitens der französischen Forschung in den Bereich des Mythos verwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Recht: &amp;#039;&amp;#039;Le mythe romantique d’Erwin de Steinbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;L’information de l’histoire de l’art&amp;#039;&amp;#039; 15, 1970, S. 38–45; [[Robert Will]]: &amp;#039;&amp;#039;Les inscriptions disparues de la Porta sertiorum et le mythe d’Erwin de Steinbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin de la Cathédrale de Strasbourg&amp;#039;&amp;#039; 14, 1980, S. 13–20; J. M. Geyer: &amp;#039;&amp;#039;Le mythe d’Erwin de Steinbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Les batisseurs des cathédrales gothiques&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg 1989, S. 322–329; Roger Lehni: &amp;#039;&amp;#039;Le mythe d’Erwin de Steinbach avant Goethe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin de la Cathédrale de Strasbourg&amp;#039;&amp;#039; 23, 1997, S. 91–106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber hielt die deutsche Forschung – wenngleich oft mit Einschränkungen – an der Historizität der Person Erwins von Steinbach fest (siehe Literaturverzeichnis). Erst in jüngster Zeit ist eine von nationalen Ressentiments freie Betrachtung möglich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Straßburger Münsterbaumeister war Erwin entscheidend für die Rezeption der Architektur der französischen [[Hochgotik]] des &amp;#039;&amp;#039;Style Rayonnant&amp;#039;&amp;#039;, dessen aus komplizierten [[Maßwerk]]formen bestehenden Gestaltungsmodus er verfeinerte und weiterentwickelte. Paradigmatisch ist die „Harfensaitenbespannung“ der Straßburger Münsterfassade wie auch die auf seinen Entwurf zurückgehende vollständige Auflösung des Turmhelms des Freiburger Münsterturms in Maßwerkformen. Das Straßburger [[Rosenfenster]] und der Freiburger Maßwerkhelm übten einen wesentlichen Einfluss auf die gotische Architektur im 14. Jahrhundert aus, und auch die [[Kölner Dom]]fassade verdankt ihre wesentlichen Gestaltungselemente der Kunst Erwins.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Steinmann: Die Westfassade des Kölner Domes. &amp;#039;&amp;#039;Der mittelalterliche Fassadenplan F&amp;#039;&amp;#039; (Forschungen zum Kölner Dom, Bd. 1). Köln, 2003, S. 119–127; Johann Josef Böker: &amp;#039;&amp;#039;Michael von Savoyen und der Fassadenplan des Kölner Domes&amp;#039;&amp;#039;. Köln, 2018, S. 145–148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem (erst sehr viel später vollendeten) [[Zentralbau]] der Wernerkapelle von Bacharach beschritt Erwin in raumgestalterischer Hinsicht Neuland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 28. September 1843 wandte sich der Straßburger Bildhauer [[André Friedrich|Andreas Friedrich]] an den Bürgermeister der Stadt Steinbach und bat um die Erlaubnis, ein Denkmal für Meister Erwin zu errichten. Er kam nach Steinbach und kaufte ein Grundstück für das Standbild, das er selbst herstellte. Am 29. August 1844 wurde das Denkmal enthüllt. Es trägt die Inschrift „Dem Erbauer des Straßburger Münsters Erwin geboren zu Steinbach gestorben zu Straßburg MCCCXVIII“.&lt;br /&gt;
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich später herausstellte, dass das Denkmal von der Loge der [[Freimaurer]] gestiftet worden war. Diese betrachten Meister Erwin als den Gründer der Laienverbrüderung der Bauhütte des Straßburger Münsters, die nur dem [[Römisch-deutscher König|König]] oder [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] unterstand. In dieser Laienverbrüderung sehen sie eine der Wurzeln ihrer Loge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Büste Erwin von Steinbachs von [[Landolin Ohmacht]] wurde 1811 in der [[Walhalla]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Fassade der [[Hochschule für Bildende Künste Dresden|Dresdner Akademie der Künste]] ist eine Steintafel mit seinem Namen neben denen neun weiterer großer Künstler eingelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eingang des Hauptgebäudes der [[Karlsruher Institut für Technologie|Universität Karlsruhe]] (Kaiserstraße 12) trägt zwei Portalfiguren, die 1864 von [[Alois Raufer]] geschaffen wurden. Eine zeigt Erwin von Steinbach, die andere [[Johannes Kepler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erwinstraße in Freiburg, benannt nach Erwin von Steinbach (cropped).jpg|mini|Straßenschild in Freiburg]]&lt;br /&gt;
Mehrere Straßen in Süddeutschland sind nach Erwin von Steinbach benannt: Die &amp;#039;&amp;#039;Erwinstraße&amp;#039;&amp;#039; im [[Freiburg im Breisgau|Freiburger]] Stadtteil [[Wiehre]]. In [[Steinbach (Baden-Baden)|Steinbach]] ([[Baden-Baden]]) und in [[Bühl]] gibt es jeweils eine &amp;#039;&amp;#039;Meister-Erwin-Straße&amp;#039;&amp;#039;. In [[München]] existiert der &amp;#039;&amp;#039;Erwin-von-Steinbach-Weg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin zeigt eine Tür der ehemaligen [[Bauakademie]] [[Karl Friedrich Schinkel]]s, die zu DDR-Zeiten als Eingang zur Schinkel-Klause, einer heute geschlossenen Gaststätte, diente, Erwin von Steinbach im Profil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Reichsuniversität Straßburg]] bestand während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] eine &amp;#039;&amp;#039;[[Kameradschaft (Studentenorganisation)|Kameradschaft]] Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039; des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenbundes]] mit einer Altherrenschaft der &amp;#039;&amp;#039;Landsmannschaft Wartburgia&amp;#039;&amp;#039; Straßburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Grün |Hrsg=Detlef Frische, Wolfgang Kümper |Titel=Zwischen Fronteinsatz und Freiheitsklang – Studententum und Kameradschaftswesen im Nationalsozialismus |Sammelwerk=Historia academica – Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents |Band=57 |Ort=Würzburg |Datum=2019 |ISBN=978-3-930877-52-2 |Seiten=131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erwin von Steinbach - Porträt-Medaillon.jpg|E. v. Steinbach in einem Türmedaillon&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Erwin-von-Steinbach-Stiftung“, früher [[Erwin-von-Steinbach-Preis]] (bis 1945)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gesellschaft publizierte mindestens bis 2002 eine Schriftenreihe „Der Westen“, mit zusätzlichen Beiheften, z. B. 11 Beihefte von 1978 bis 1992, zeitweise Verlag Pfaehler, [[Neustadt an der Saale]], sowie [[Filderstadt]]; dann Eigenverlag mit der Ortsbezeichnung [[Uhingen]]. Ferner gab es „Mitteilungsblätter“ der Gesellschaft ab 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1835 erhielt das Straßburger Münster einen [[Blitzableiter]]. Bei der Verlegung der Ableitung wurde das Grab seines Erbauers Erwin von Steinbach, in dem sich auch die Überreste seiner Frau und eines Sohnes befanden, trotz eindeutiger Epitaph-Inschrift im Leichenhöfel an einer Münstermauer, angegraben und die zutage geförderten Knochen einer zeitgenössischen Zeitungsmeldung nach auf einen Spazierweg geworfen, wo sich achtsamere Menschen um sie kümmerten und den Frevel für ein würdiges Wiederbegräbnis bei den Behörden anzeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Postzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 335, Dienstag, 1. Dezember 1835, S. 4, als [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10505215_00705_u001/4 Digitalisat], abgerufen am 28. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Josef Böker]]: &amp;#039;&amp;#039;Erwin von Steinbach – Ein Baumeister der europäischen Gotik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ortenau]]. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden&amp;#039;&amp;#039; Bd. 99, 2019, S.&amp;amp;nbsp;19–40.&lt;br /&gt;
* Ulrich Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Meister Erwin von Steinbach. Versuch einer Biografie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bühler Heimatgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 6. 1992, S. 20–29.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Klotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Name Erwins von Steinbach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien der Erwin-von-Steinbach-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. 1965, S. 9–22.&lt;br /&gt;
* Heinrich Klotz: &amp;#039;&amp;#039;Der Ostbau der Stiftskirche zu Wimpfen im Tal. Zum Frühwerk des Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039;, München 1967 (Diss.)&lt;br /&gt;
* Rudi Liebich: &amp;#039;&amp;#039;Meister Erwin von Steinbach&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zur Stadtgeschichte von Steinbach.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Arbeitskreis für Stadtgeschichte Baden-Baden. Baden-Baden 1978, S. 202.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Liess]] und Andrea Köpke: &amp;#039;&amp;#039;Zur ehemaligen Erwin-Inschrift von 1277 an der Westfassade des Straßburger Münsters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039; Bd. 137 (NF Bd. 98). 1989, S. 105–173.&lt;br /&gt;
* Reinhard Liess: &amp;#039;&amp;#039;Der Riss A1 der Straßburger Münsterfassade im Kontinuum der Entwürfe Magister Erwins&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorisches Jahrbuch Graz&amp;#039;&amp;#039; 21, 1985, S. 47–121.&lt;br /&gt;
* Reinhard Liess: &amp;#039;&amp;#039;Der Riss B der Straßburger Münsterfassade: Eine baugeschichtliche Revision&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Orient und Okzident im Spiegel der Kunst. Festschrift Heinrich Gerhard Franz zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. (Forschungen und Berichte des Institutes für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz Bd. 7). Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz, 1986: 171–202. ISBN 978-3-201-01296-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|636|637|Erwin von Steinbach|Heinz Rudolf Rosemann|118685376}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|6|332|334|Erwin von Steinbach|[[Alfred Woltmann]]|ADB:Erwin von Steinbach}}&lt;br /&gt;
* Reinhard Wortmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Westbau des Straßburger Münsters und Meister Erwin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bonner Jahrbuch des Rheinisches Landesmuseums in Bonn.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 169, 1969, S. 290–318.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|5|825|spezialkapitel=Erwin von Steinbach}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Theoretische+Schriften/Von+deutscher+Baukunst+%5B1772%5D Johann Wolfgang von Goethe: &amp;#039;&amp;#039;Von deutscher Baukunst&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20190418171749/https://bnn.de/nachrichten/kultur/foschungsprojekt-gotische-baurisse Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten über das Forschungsprojekt Gotische Baurisse und Erwin von Steinbach]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20190418171730/https://bnn.de/lokales/buehl/vom-mythos-zum-stararchitekten Interview mit Johann Josef Böker, Professor für Baugeschichte am Karlsruher Institut für Technologie, anlässlich des Erwin-von-Steinbach-Jahres 2018 in den Badischen Neuesten Nachrichten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118685376|VIAF=74647227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Erwin #Steinbach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinmetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baumeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Walhalla]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßburger Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1318]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Erwin von Steinbach&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Baumeister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1244&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Januar 1318&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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