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	<title>Erwin Schulz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. Januar 2026 um 19:06 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erwin Schulz at the Nuremberg Trials.PNG|mini|Erwin Schulz beim Einsatzgruppen-Prozess]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Schulz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich Erwin Wilhelm Schulz, (* [[27. November]] [[1900]] in [[Berlin]]; † [[11. November]] [[1981]] in [[Bremen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[SS-Brigadeführer]] und [[Generalmajor]] der Polizei. Als Führer des [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzkommandos 5]] (Ek 5) der [[Einsatzgruppe C]] war er für zahlreiche [[Massenmord]]aktionen im [[Reichskommissariat Ukraine]] verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schulz war der Sohn eines Verwaltungsinspektors bei den Wasserwerken in [[Berlin-Lichtenberg]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] besuchte er das [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] in Berlin. In der Unterprima meldete er sich im April 1918 als Kriegsfreiwilliger. Nach einer kurzen infanteristischen Ausbildung kam er aufgrund des Waffenstillstands im November nicht mehr an die Front. Stattdessen wurde er gegen die aufständischen [[Spartakusbund|Spartakisten]] in Berlin eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Wildt |Titel=Generation des Unbedingten. Das Führungscorps des Reichssicherheitshauptamts |Hrsg=Hamburger Institut für Sozialforschung |Verlag=Hamburger Edition |Ort=Hamburg |Datum=2002 |ISBN=978-3-930908-87-5 |Seiten=562-578}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1919 absolvierte er das vereinfachte Abiturexamen für Kriegsteilnehmer. Da sein Vater das angestrebte Medizinstudium nicht finanzieren konnte, entschied er sich für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach zwei Semestern brach er jedoch sein Studium ab und schloss sich dem [[Freikorps Oberland]] an, das in [[Oberschlesien]] gegen polnische Aufständische kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1922 nahm er sein Studium nicht wieder auf, sondern nahm kurzzeitig eine Stelle bei der [[Dresdner Bank]] an. Im Frühjahr 1923 verließ er [[Berlin]], ging nach [[Hamburg]] und hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser, bis er im Herbst dieses Jahres eine Ausbildung im [[Polizei Bremen|Bremer Polizeidienst]] begann. 1926 wurde er zum Leutnant der Schutzpolizei ernannt. Schulz wechselte 1930 zur politischen Polizei und agierte verdeckt als Verbindungsmann zur [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.902.238)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/40240827&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde im November 1933 zum kommissarischen und 1935 zum endgültigen Chef der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in Bremen ernannt. Er wurde 1935 [[Schutzstaffel|SS]]- und [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Mitglied (SS-Nummer 107.484) und im März 1938 [[SS-Sturmbannführer]] und Regierungsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten in kurzen Abständen Einsätze in [[Graz]], [[Olmütz]] und [[Liberec|Reichenberg]]. Im April 1940 wurde er Inspekteur der [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]] und des SD in [[Hamburg]]. Anfang 1941 wurde er als Gruppenleiter im [[Reichssicherheitshauptamt]] für Ausbildung und Schulung zuständig. Er leitete in dieser Zeit die [[Führerschule der Sicherheitspolizei|1. Führerschule der Sipo und des SD]] in [[Berlin-Charlottenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 wurde er in [[Pretzsch (Elbe)|Pretzsch]] von seinem Chef SS-Standartenführer [[Bruno Streckenbach]] angewiesen, das [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzkommando]] 5 (Ek 5) anzuführen. Das Ek 5 war Teil der [[Einsatzgruppe C]] (angeführt von SS-Gruppenführer [[Otto Rasch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juni 1941 bis April 1942 ermordete die Einsatzgruppe C in der [[Ukraine]] rund 150.000 Zivilisten und verübte unter anderem Ende September 1941 das [[Massaker]] von [[Babyn Jar]]. „Die Tätigkeit des Einsatzkommandos V erstreckte sich zu meiner Zeit auf die Gebiete um und in [[Brody (Ukraine)|Brody]], Dubnow, Berditschev und Skvira“, hat Schulz in einer eidesstattlichen Erklärung vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal in Nürnberg erklärt. Verurteilt wurde er insbesondere wegen seiner Beteiligung an den Judenmorden in [[Lemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang August 1941, so erklärte Schulz selbst, hätte der [[SS- und Polizeiführer|Höhere SS- und Polizeiführer]] [[Friedrich Jeckeln]] die Kommandoführer der Einsatzgruppen angewiesen „schärfer gegen die Juden“ vorzugehen. Auch Frauen und Kinder seien zu erschießen „um keine Rächer entstehen zu lassen“. Dies sei für ihn Grund gewesen, sich an seinen Freund Streckenbach mit der Bitte zu wenden, ihn nach Berlin zurückzubeordern. Ende August 1941 war Schulz wieder in Berlin. Unter seinen Mittätern im Massenmord galt er als „weich“ wegen seiner Weigerung, auf Frauen und Kinder schießen zu lassen; es hieß, er „drücke“ sich. Seiner Karriere hat die Abberufung nicht geschadet. Im November 1941 wurde er zum SS-Oberführer befördert. Im Dezember 1942 löste er Bruno Streckenbach als Leiter des Amtes I (Personal) im Reichssicherheitshauptamt ab. Seine Nachfolger war dann am 1. April 1944 [[Erich Ehrlinger]]. Schulz selbst übernahm zum gleichen Zeitpunkt die Verantwortung als [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] (IdSuSD) im Wehrkreis XVIII - Salzburg. Nach sechs Wochen seiner Amtszeit wurde diese Stelle, auf Grund der besonderen Umstände, die sich aus dem Ausnahmezustand für das ganze Reichsgebiet ergaben, in eine Stelle das Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD (BdS) umgewandelt. Begründet wurde das mit der drohenden Partisanengefahr aus dem besetzten jugoslawischen Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt; Jens Banach, Heydrich Elite. Das Führerkorps der Sicherheitspolizei und des SD 1936-1945, Ferdinand Schöningh Verlag Paderborn 1998, S.&amp;amp;nbsp;193&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Mai 1945 verblieb Schulz auf diesem Posten in Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Im Nürnberger [[Einsatzgruppen-Prozess]] 1948 wurde SS-Brigadeführer Schulz zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt und 1951 zu 15 Jahren begnadigt. Sein Verteidiger war [[Ernst Durchholz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich der Anwalt von Schulz an den Präsidenten des [[Senat der Freien Hansestadt Bremen|Bremer Senats]], Bürgermeister [[Wilhelm Kaisen]], wandte, „ob seitens der Bremischen Regierung eine Erklärung abgegeben werden könnte, dass gegen einen Gnadenakt für [Schulz] nichts einzuwenden ist“, antwortete der Leiter der Präsidialkanzlei, dass man dem Ersuchen „hier gern entspr[e]chen werde“. Mehrere Sozialdemokraten, u.&amp;amp;nbsp;a. der Innensenator [[Adolf Ehlers]] und Bürgermeister Wilhelm Kaisen setzten sich beim amerikanischen [[Hoher Kommissar (Deutschland)|Hochkommissar]] [[Walter J. Donnelly]] für „unseren Staatspolizeimajor Schulz“ ein. Insbesondere der Pressesprecher des Senats, [[Alfred Faust]], setzt sich für Schulz ein. Der SPD-Reichstagsabgeordnete Faust war nach einem Jahr im [[KZ Mißler]] entlassen worden und konnte mit seiner jüdischen Frau nach Berlin gehen, wo er für den Kaffee-Unternehmer [[Ludwig Roselius (Unternehmer)|Ludwig Roselius]] arbeitete – „unter Gestapo-Aufsicht“, wie er selbst später erklärte. Schulz kannte offenbar auch die Frau von Faust „aus mancherlei Gesprächen“ und richtete ihr aus der Haft in Landsberg „auf das Herzlichste“ Grüße aus. Der Historiker Hans Wrobel hat Hinweise darauf zusammengetragen, dass der Senat sich für die Begnadigung des Kriegsverbrechers eingesetzt hat auf dem Hintergrund von dessen Kenntnissen über V-Leute der Gestapo in Kreisen führender Bremer Sozialdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1954 wurde Schulz aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] auf Bewährung entlassen und erhielt in Bremen rückwirkend seine Dienstbezüge, eine Haftentschädigung und bis zu seiner Pensionierung ein Übergangsgeld.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web| url= https://www.spurensuche-bremen.de/spur/erwin-schulz-gestapo-chef-in-bremen-und-verurteilter-massenmorder/| title= Erwin Schulz, Gestapo Chef in Bremen und verurteilter Massenmörder| lang= de| accessdate=2020-07-06 | publisher= Spurensuche-Bremen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488|Seite=568 f}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition, Hamburg 2003, ISBN 3-930908-87-5, S. 779–784&lt;br /&gt;
* Hans Wrobel: &amp;#039;&amp;#039;„Auf bremisches Ersuchen begnadigt“ – Der Senat Kaisen und die Begnadigung des SS-Brigadeführers Generalmajor Erwin Schulz.&amp;#039;&amp;#039; Bremisches Jahrbuch 97/2018, Hg. Staatsarchiv Bremen, ISBN 978-3-925729-84-3, S. 205–235.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erwin Schulz, Gestapo Chef in Bremen und verurteilter Massenmörder&amp;#039;&amp;#039;, s. https://www.spurensuche-bremen.de/spur/erwin-schulz-gestapo-chef-in-bremen-und-verurteilter-massenmorder/, [https://www.spurensuche-bremen.de/spur/erwin-schulz-gestapo-chef-in-bremen-und-verurteilter-massenmorder/]&lt;br /&gt;
* [https://www.ns-archiv.de/einsatzgruppen/schulz/eidesstattliche-erklaerung.php Eidesstattliche Erklärung von Schulz mit biografischen Angaben, Dokument NO-3841, Nürnberger Prozess]&lt;br /&gt;
* [http://www.olokaustos.org/bionazi/leaders/schultz-erwin.htm Biografie und Bild von Schulz] (italienisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.auschwitz-prozess.de/zeugenaussagen/Schulz-Erwin/ Tonbandmitschnitte des Auschwitz-Prozesses (1963–1965), Zeuge Erwin Schulz, 147. Verhandlungstag 29. März 1965, 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess »Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63 Landgericht Frankfurt am Main 147. Verhandlungstag, 29. März 1965]&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/216 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1035128969|LCCN=nb2003005853|VIAF=303423840}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schulz, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schulz, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. November 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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