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	<title>Erwin Schoettle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Intimidator: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2026-03-29T23:35:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F030279-0010, Bonn, Bundesverdienstkreuz an Erwin Schoettle.jpg|mini|Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch [[Kai-Uwe von Hassel]] an Erwin Schoettle (rechts), 1969]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Schoettle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1899]] in [[Leonberg]]; † [[25. Januar]] [[1976]] in [[Baden-Baden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und im Exil [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:S Waldfriedhof Erwin Schoettle.jpg|mini|Grab von Erwin und Helene Schoettle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gelernte Buchdrucker und Sohn eines Schuhmachers musste wegen der Armut seiner Eltern das Gymnasium vorzeitig verlassen, nahm ab 1917 als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und besuchte von 1919 bis 1920 eine Kunstgewerbeschule. 1925 heiratete er [[Helene Schoettle]] (geb. Oßwald). Als SPD-Mitglied musste er 1933 aus Deutschland flüchten und hielt sich bis August 1939 in [[St. Gallen]], danach in [[London]] im Exil auf. 1946 kam er als Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Stuttgarter Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; zurück nach Stuttgart und gab von 1946 bis 1949 die dort erscheinenden &amp;#039;&amp;#039;Sozialistischen Monatshefte&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 76-jährig in Baden-Baden. Sein Grab befindet sich in Abteilung 20b auf dem [[Waldfriedhof Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Schoettle trat 1919 der SPD bei und war nach 1920 Landesvorsitzender der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] (SAJ) in [[Volksstaat Württemberg|Württemberg]] und bei den Parteizeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbische Tagwacht]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Esslinger Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; angestellt. Seit 1927 im Landesvorstand der württembergischen SPD, wurde er 1931 Parteisekretär in Stuttgart und arbeitete dort eng mit [[Kurt Schumacher]] zusammen. Im Exil leitete er von 1933 bis 1939 das [[Sopade]]-Grenzsekretariat für Südwestdeutschland vom schweizerischen St. Gallen aus, außerdem war er Mitglied der Gruppe [[Neu Beginnen]], deren Londoner Gruppe er ab Ende 1939 vorstand. Schoettle spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der [[Union deutscher sozialistischer Organisationen in Großbritannien]], deren Vorstand er angehörte. Von 1947 bis 1962 war er [[SPD Baden-Württemberg|Landesvorsitzender der SPD]] in [[Württemberg-Baden]] bzw. ab 1952 in [[Baden-Württemberg]], dem SPD-Bundesvorstand gehörte er von 1948 bis 1968 an, ab 1958 zusätzlich dem Parteipräsidium, später der Parteischiedskommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Erwin Schoettle war 1933 Mitglied des letzten [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|Württembergischen Landtags]], an dessen einziger Sitzung am 8. Juni 1933 er nicht teilnahm, um einer Verhaftung zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1947 gehörte Schoettle dem ersten [[Landtag von Württemberg-Baden]] an. Danach war er von 1947 bis 1949 Mitglied des [[Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes|Wirtschaftsrates]] der [[Bizone]] und dort SPD-Fraktionsvorsitzender sowie Vorsitzender des Hauptausschusses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Bundestagswahl 1949|Bundestagswahl]] wurde er in [[Bundestagswahlkreis Stuttgart II|Stuttgart]] direkt ins [[Deutscher Bundestag|Parlament]] gewählt und blieb bis 1972 Abgeordneter. Während er [[Bundestagswahl 1953|1953]] und [[Bundestagswahl 1957|1957]] über die Landesliste entsandt wurde, konnte er [[Bundestagswahl 1961|1961]] das Direktmandat in seinem Wahlkreis zurückerobern und wurde [[Bundestagswahl 1965|1965]] sowie [[Bundestagswahl 1969|1969]] im benachbarten [[Bundestagswahlkreis Stuttgart I|Wahlkreis Stuttgart I]] direkt gewählt. Während seiner Parlamentszugehörigkeit war er von 1949 bis 1969 Vorsitzender des [[Haushaltsausschuss]]es und anschließend bis 1972 des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 13. März 1951 bis 1957 und vom 3. März 1964 bis 1965 war er stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und von 1953 bis 1961 auch Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises Haushalt und Finanzen. Vom 17. Oktober 1961 bis 20. Oktober 1969 amtierte er als [[Präsident des Deutschen Bundestages#Stellvertreter|stellvertretender Bundestagspräsident]]. 1961 bis 1965 war Schoettle Vorsitzender der Unterkommission Haushalt des Bundestagspräsidiums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schoettle gehörte neben [[Rudolf Vogel (Politiker, 1906)|Rudolf Vogel]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]), [[Martin Blank]] ([[Freie Demokratische Partei|FDP]]), [[Wilfried Keller]] ([[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]]) und [[Heinrich Schild]] ([[Deutsche Partei|DP]]) zur ersten Besetzung des [[Vertrauensgremium]]s für die geheimen [[Haushaltsplan|Haushaltspläne]] der [[Nachrichtendienste des Bundes]], das am 22.&amp;amp;nbsp;Februar 1956 erstmals zusammenkam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Wolf |Titel=Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle |Reihe=Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968 |BandReihe=9 |HrsgReihe=Jost Dülffer, Klaus-Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller |Auflage=1. |Verlag=Ch. Links Verlag |Ort=Berlin |Datum=2018 |ISBN=978-3-96289-022-3 |Seiten=356}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1972]] schied Schoettle aus dem Parlament aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Permanente Opposition oder echte Alternative. Das Problem der Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 1953, Heft 196, S. 792–794.&lt;br /&gt;
[[Datei:Erwin-Schoettle-Platz - Stuttgart I.jpg|mini|Erwin-Schoettle-Platz in Stuttgart-Heslach]]&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 Großes [[Bundesverdienstkreuz]] mit Stern, 1963 das Schulterband&lt;br /&gt;
* 1969 Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1975 [[Liste der Ehrenbürger von Stuttgart|Ehrenbürger der Stadt Stuttgart]]&lt;br /&gt;
* 1975 [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verdienstorden Baden-Württemberg|4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Schoettle wurden der &amp;#039;&amp;#039;Erwin-Schoettle-Platz&amp;#039;&amp;#039; in [[Stuttgart-Heslach]] und die &amp;#039;&amp;#039;Erwin-Schöttle-Straße&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; in seinem Geburtsort Leonberg benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039;, durchgesehene und ergänzte Ausgabe, Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main 1965, S. 223ff.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Nachtmann 1984}}Walter Nachtmann: &amp;#039;&amp;#039;Erwin Schöttle. Grenzsekretär der Sozialdemokraten für Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Bosch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Widerstand im deutschen Südwesten 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1984, Seite 153–161.&lt;br /&gt;
* Walter Nachtmann: &amp;#039;&amp;#039;10000 Flugblätter aus der Schweiz.Erwin Schoettle und der sozialdemokratische Widerstand in Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ausstellungsreihe Stuttgart im Dritten Reich. Anpassung, Widerstand, Verfolgung. Die Jahre von 1933 bis 1939.&amp;#039;&amp;#039; Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart 1984, S. 412–414.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-17-016604-2|Seite=825}}&lt;br /&gt;
* Olga Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Erwin Schöttle und der Widerstand gegen das Naziregime.&amp;#039;&amp;#039; Online unter: [https://zeitreise-bb.de/schoettle/ https://zeitreise-bb.de/schoettle/pdf]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schoettle, Erwin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 664.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118758993}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|939}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/1208c5aa-2537-4895-b959-773175e5c27b/Erwin_und_Helene_Schoettle.html Elisabeth Skrzypek: Erwin und Helene Schoettle, publiziert am 19. April 2018 in: Stadtarchiv Stuttgart, Stadtlexikon Stuttgart]&lt;br /&gt;
* Online-Findbuch [[Landesarchiv Baden-Württemberg]], [[Hauptstaatsarchiv Stuttgart]], [http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-3096 Q 1/55 Erwin Schoettle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bundestagsvizepräsidenten/SPD&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende des Haushaltsausschusses&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118758993|LCCN=no95014385|NDL=|VIAF=77111399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schoettle, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vertrauensgremiums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsvizepräsident (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Volksstaat Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Württemberg-Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Haushaltsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stuttgarter Nachrichten)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leonberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Parteivorstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schoettle, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leonberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Baden-Baden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Intimidator</name></author>
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