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	<title>Erwin Leiser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T09:10:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;NidabaM: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-03-16T18:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Leiser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[16. Mai]] [[1923]] in [[Berlin]]; gestorben [[22. August]] [[1996]] in [[Zürich]]) war ein deutsch-schwedischer [[Publizist]] und [[Regisseur]] von historisch-politischen [[Dokumentarfilm]]en. Das Schwerpunktthema seiner Filme war die Aufarbeitung der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Diktatur]] in einem aufklärenden und mahnenden Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erwin Leiser SFL.jpg|mini|Erwin Leiser]]&lt;br /&gt;
Erwin Leiser war der Sohn des Rechtsanwalts Hermann Leiser (1880–1937) und der Emmy Abrahamson (1892–1964). Der Vater erhielt nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten 1933 als Jude [[Berufsverbot]]. Leiser floh 1938 nach Schweden, wo er in einem Kinderheim für jüdische Emigranten untergebracht wurde. Er studierte Literaturgeschichte, Philosophie, Psychologie und Deutsch in [[Lund]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieb er in Schweden und war von 1950 bis 1958 [[Feuilleton]]redakteur bei der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Morgon-Tidningen&amp;#039;&amp;#039; in [[Stockholm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner journalistischen Tätigkeit übersetzte er deutschsprachige Literatur ins [[Schwedische Sprache|Schwedische]]. Er war einer der ersten Förderer und Übersetzer der Dichterin [[Nelly Sachs]] und übersetzte [[Bertolt Brecht]], [[Friedrich Dürrenmatt]] und [[Max Frisch]]. Diese Arbeiten führten ihn zur Herausgabe eines internationalen Theaterjahrbuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1958 war er als freier Journalist für Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen tätig. Er drehte als Regisseur und Autor zahlreiche [[Dokumentarfilm]]e und Reportagen. Sein erster Film war 1960 &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf (Dokumentarfilm)|Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Dokumentation über das von den Nazis so genannte „[[Drittes Reich|Dritte Reich]]“. Der Film gilt als [[Klassiker]] unter den Dokumentationen über die [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
Auch später blieb die Auseinandersetzung mit dem [[Faschismus]], speziell mit dessen deutscher Variante, dem [[Nationalsozialismus]] und der Aufarbeitung seiner Verbrechen, das prägende Thema seiner filmischen und publizistischen Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 verließ Leiser Schweden und übersiedelte nach Zürich, wo er bis zu seinem Lebensende lebte. Er drehte weiterhin Dokumentarfilme und schuf zahlreiche Porträts von internationalen Künstlern für das Fernsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 wurde die Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Pimpf war jeder&amp;#039;&amp;#039; im deutschen Fernsehen ausgestrahlt – in diesem Film berichtet Erwin Leiser von den Erlebnissen aus seiner schweren Schulzeit während der NS-Diktatur in den 1930er Jahren auf dem [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster]]. Er berichtet über die Diskriminierung seiner selbst und anderer jüdischen Schüler, wohingegen einige seiner Klassenkameraden leugnen, dass die Juden auf der Schule je diskriminiert und/oder geschlagen worden seien. Anlässlich der 50-jährigen Abiturfeier im Jahr 1990 hatte Leiser sich mit einem Teil seiner damaligen Mitschüler wieder getroffen (Ein Drittel davon war im Zweiten Weltkrieg gefallen). Aus den Erzählungen der einzelnen Mitabiturienten – unter denen auch der spätere Nobelpreisträger der Physik [[Hans Dehmelt]] war – stellte Erwin Leiser die genannte Dokumentation zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fand auf dem [[Friedhof Oberer Friesenberg]] seine letzte Ruhestätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezension ==&lt;br /&gt;
Anlässlich seines Todes nannte das [[Feuilleton]] von [[Die Zeit]] Leiser einen „Aufklärer und Mahner“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Das Prinzip all dieser Filme lautete, keine Urteile zu verkünden, sondern die Zuschauer selbst aktiv zum Urteilen einzuladen. Leiser ging es nie um die Schönheit der Bilder, sondern um die Haltung, die in ihnen zum Ausdruck kommt, um die Klarheit, mit der in seinen Filmen die inhumane Dimension jeglicher Ideologie deutlich wird - &amp;quot;ohne das ruhige Plätschern eines Kommentars, der alles erklärt, und ohne den Zeigefinger der Kontrastmontage, der sich in die Sinne des Zuschauers bohrt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/1996/36/Erwin_Leiser &amp;#039;&amp;#039;Erwin Leiser&amp;#039;&amp;#039;] &amp;quot;Die Zeit&amp;quot;, 30. August 1996, Ausgabe 36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* 1960: [[Mein Kampf (Dokumentarfilm)|Mein Kampf]]&lt;br /&gt;
* 1961: [[Eichmann und das 3. Reich]]&lt;br /&gt;
* 1963: Wähle das Leben&lt;br /&gt;
* 1964: Montage 1919 (Kurzdokumentarfilm)&lt;br /&gt;
* 1964: Montage 1924 (Kurzdokumentarfilm)&lt;br /&gt;
* 1968: Deutschland, erwache!&lt;br /&gt;
* 1968: Zum Beispiel [[Fritz Lang]]&lt;br /&gt;
* 1968: Rhythmus 21/68 – Hans Richter filmt und malt&lt;br /&gt;
* 1972: Keine Welt für Kinder&lt;br /&gt;
* 1973: Ich lebe in der Gegenwart – Versuch über Hans Richter&lt;br /&gt;
* 1982: Leben nach dem Überleben&lt;br /&gt;
* 1985: Die Mitläufer (mit [[Eberhard Itzenplitz]])&lt;br /&gt;
* 1985: [[Hiroshima]] – Erinnern oder Vergessen?&lt;br /&gt;
* 1986: Boteros Corrida&lt;br /&gt;
* 1987: Die Welt im Container&lt;br /&gt;
* 1987: Hitlers [[Sonderauftrag Linz]]&lt;br /&gt;
* 1988: Die Feuerprobe – [[Novemberpogrom]] 1938&lt;br /&gt;
* 1992: 1937 – Kunst und Macht&lt;br /&gt;
* 1993: Die [[UFA]] – Mythos und Wirklichkeit&lt;br /&gt;
* 1993: Pimpf war jeder&lt;br /&gt;
* 1995: Zehn Brüder sind wir gewesen – Der Weg nach [[Konzentrationslager Auschwitz|Auschwitz]]&lt;br /&gt;
* 1995: [[Otto John]]: eine deutsche Geschichte&lt;br /&gt;
* 1995: Feindbilder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Mein Kampf“. Eine Bilddokumentation nach Erwin Leisers Film.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Bücherei, Frankfurt am Main 1962; Beltz, Weinheim 1995, ISBN 3-89547-711-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wähle das Leben! Das Buch zum Film.&amp;#039;&amp;#039; Hans Deutsch, Wien 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Deutschland, erwache!“ Propaganda im Film des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1968; 3. erw. Aufl. 1989, ISBN 3-499-12598-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leben nach dem Überleben. Dem Holocaust entronnen – Begegnungen und Schicksale.&amp;#039;&amp;#039; [[Athenäum Verlag]], Königstein 1982; 2., unv. Aufl. Weinheim 1995, ISBN 3-89547-701-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entdeckungsreisen und Wanderungen daheim.&amp;#039;&amp;#039; Weber, Lorch 1982, ISBN 3-921519-51-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nahaufnahmen. Begegnungen mit Künstlern unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1990, ISBN 3-499-12673-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gott hat kein Kleingeld. Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer und Witsch, Köln 1993 ISBN 3-462-02248-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst ist das Leben. Begegnungen.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 1995, ISBN 3-462-02477-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach Wirklichkeit. Meine Filme 1960–1996.&amp;#039;&amp;#039; [[UVK Verlagsgesellschaft]], Konstanz 1996, ISBN 3-89669-208-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tobias Ebbrecht: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentarfilm als Gerichtsverfahren. Erwin Leisers &amp;quot;Eichmann und das Dritte Reich&amp;quot; (1961).&amp;#039;&amp;#039; In: Filmblatt, 18. Jg., Nr. 51, 2013, S. 47–58&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronist, Sammler, Erzähler. Erwin Leiser und seine Filme über [[Hans Richter (Dadaist)|Hans Richter]] und [[Roman Vishniac]].&amp;#039;&amp;#039; In: Filmblatt, 19. Jg., Nr. 54, 2014, S. 44–53&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Übergänge: Passagen durch eine deutsch-israelische Filmgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neofelis, Berlin 2014, ISBN 3943414515 (Mit einem Kap. über E. L.s Eichmann-Film)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leiser, Erwin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,2. Saur, München 1983, S. 705f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118779338}}&lt;br /&gt;
* [http://www.arte.tv/de/1353510,CmC=1353506.html Rezension von vier Dokumentarfilmen] Leisers, [[arte.tv]]&lt;br /&gt;
* [http://www.difarchiv.deutsches-filminstitut.de/filmarchiv/news/vp_leiser.html Auswahl einiger Dokumentarfilme Leisers mit Porträtfoto Leisers], [[Deutsches Filminstitut]]&lt;br /&gt;
* [https://dffb-archiv.de/editorial/erwin-leiser Frederik Lang: Porträt Erwin Leiser. In: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin.]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/6a0af043-0dca-4df5-9382-9365751764aa/ Nachlass BArch N 1508]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118779338|LCCN=n/83/35824|VIAF=110186418}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Leiser, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aufarbeitung des Holocaust)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Schwedische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leiser, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-schwedischer Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. August 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NidabaM</name></author>
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