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	<title>Erwin Bumke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:20:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erwin_Bumke&amp;diff=282281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-05T10:11:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erwin Bumke.jpg|mini|hochkant|Erwin Bumke (undatiert)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Konrad Eduard Bumke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juli]] [[1874]] in [[Słupsk|Stolp]] ([[Pommern]]); † [[20. April]] [[1945]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher Jurist und [[Reichsgericht]]spräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erwin Bumkes Familie entstammte dem pommerschen Bürgertum, sein Vater war Arzt und seine Mutter Tochter eines Fabrikbesitzers. Sein Bruder [[Oswald Bumke]] wurde als Psychiater bekannt, sein anderer Bruder [[Siegfried Bumke]] wurde Richter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheiratet war Bumke mit Eva von Merkatz, Tante des späteren Bundesministers [[Hans-Joachim von Merkatz]]. Beide Söhne Erwin und Wolfgang Bumke fielen 1942 bzw. 1945 im Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der [[Rechtswissenschaft]] in Freiburg, Leipzig, München, Berlin und Greifswald wurde er 1896 an der Königlichen Universität Greifswald promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ende März 1897 bis Ende September 1897 war Bumke am Landgericht seiner Heimatstadt tätig. Anschließend leistete er für zwei Jahre freiwillig Militärdienst beim 2. Pommerschen Feldartillerie-Regiment Nr. 17 in Thorn, hier wurde er Ende 1899 zum [[Leutnant der Reserve]] befördert. Er kehrte an das Landgericht zum Referendardienst zurück und absolviert 1902 seine [[Große juristische Staatsprüfung]]. In der Folge nimmt er kurzzeitig eine Hilfsstelle am Landgericht Stettin an, gibt diese aber auf und begibt sich auf Reisen. Bumke kehrt nach Deutschland zurück und trat 1905 eine Stelle als Landrichter in Essen an. Ab 1907 begann er für das [[Reichsjustizamt]], das spätere [[Reichsministerium der Justiz]], zu arbeiten. Dort wurde er 1909 zum Geheimen Regierungsrat ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Müller: &amp;#039;&amp;#039;Furchtbare Juristen,&amp;#039;&amp;#039; S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm Bumke als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] teil. Erst diente er als Leutnant der Landwehr bei der [[Feldartillerie]] und wurde später mit Stabsaufgaben betraut. Nach Kriegsende kehrte er zum Reichsministerium zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1919 und 1929 war Bumke Mitglied der national-konservativen [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]. Während des „Dritten Reiches“ war Bumke ab Juli 1933 [[förderndes Mitglied der SS]] und trat zum 1. Mai 1937 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 4.819.983).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5131565&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee84&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bumke gehörte vor allem neben dem Reichsjustizminister [[Franz Gürtner]] und dem Staatssekretär und kommissarischen Reichsjustizminister [[Franz Schlegelberger]] zu den national-konservativen Juristen im Justizdienst, die sich willfährig in den Dienst des Dritten Reichs stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter der Abteilung II (Strafsachen) und [[Ministerialdirektor]] am Reichsministerium der Justiz bereitete er unter anderem die Reichstagsvorlage zu einem neuen [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuch]] von 1927 vor, die freilich nicht mehr zum Abschluss kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1929 wurde Bumke als Nachfolger von [[Walter Simons]] Reichsgerichtspräsident. 1930 wurde Bumke Präsident der internationalen Strafrecht- und Gefängniskommission. Unter seiner Leitung erklärte der Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich in der Hauptsacheentscheidung vom 25. Oktober 1932 die [[Notverordnung|(Not-)Verordnung]] des [[Reichspräsident]]en, betreffend die Wiederherstellung der [[Öffentliche Sicherheit|öffentlichen Sicherheit]] und [[Öffentliche Ordnung|Ordnung]] im Gebiet des [[Freistaat Preußen|Landes Preußen]] vom 20. Juli 1932 ([[Reichsgesetzblatt|RGBl.]] I, S. 377) für verfassungsgemäß, soweit sie den [[Reichskanzler (Weimarer Republik)|Reichskanzler]] zum [[Reichskommissar]] für Preußen bestellte und diesen ermächtigte, preußischen Landesministern vorübergehend Amtsbefugnisse zu entziehen und diese Befugnisse selbst zu übernehmen oder anderen Reichskommissaren zu übertragen&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGZ&amp;quot;&amp;gt;RGZ 138, Anh. S. 1 (21)&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe [[Preußenschlag]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1932 hatte der [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] die [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung (WRV)]] geändert. Seitdem war gem. Art. 51 Abs. 1 nicht mehr der Reichskanzler, sondern der Reichsgerichtspräsident der Vertreter eines verhinderten Reichspräsidenten. Das Gleiche galt gem. Art. 51 Abs. 2 WRV auch im Falle einer „vorzeitigen Erledigung der Präsidentschaft bis zur Durchführung der neuen Wahl“. Beim Tod von Reichspräsident [[Paul von Hindenburg]] am 2. August 1934 ging man hierüber aber ohne weiteres hinweg. Stattdessen verkündete die von Reichskanzler [[Adolf Hitler]] angeführte Reichsregierung das [[Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wikisource|Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs}}, Deutsches Reichsgesetzblatt Band 1934 Teil I, Nr. 89, Seite 747&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bumke war Vorsitzender des Dritten Strafsenats für „[[Nürnberger Gesetze|Blutschutz]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee84&amp;quot; /&amp;gt; Am 23./24. April 1941 war er Teilnehmer der [[Schlegelberger-Konferenz]] in Berlin, bei der die Krankenmorde der [[Aktion T4]] als „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ gebilligt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee84&amp;quot; /&amp;gt; Das Todesurteil, das das [[Reichsgericht]] unter persönlicher Leitung Erwin Bumkes gegen [[Fall Ewald Schlitt|Ewald Schlitt]] 1942 verhängte, war „nichts anderes [...] als ein Justizmord.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesgerichtshof.de/DE/DasGericht/Praesidenten/Hirsch/HirschReden/rede06102000.html?nn=11287202 Rede von Günter Hirsch]&lt;br /&gt;
zum 50. Jahrestages der Errichtung des Bundesgerichtshofs am 6. Oktober 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tage nach dem Einmarsch der Amerikaner in [[Leipzig]] beging Bumke am 20. April 1945 [[Suizid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Zeitgleich zu der Ernennung zum Präsidenten des [[Reichsgericht]]s verlieh ihm die [[Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] die [[Ehrendoktor|Ehrenpromotion]] (Dr. hc.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Günter Spendel]] |Titel= [[Gustav Radbruch]] Gesamtausgabe Bd. 18, Briefe II (1919-1949)  |Verlag=  C. F. Müller |Ort= Heidelberg |Datum= 1995 |Seiten= 397 Anm. 103|ISBN= 3-8114-4794-7 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1939 verlieh ihm Adolf Hitler die [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war Bumke für eine Reihe von Unrechtsurteilen verantwortlich. Möglicherweise fehlte deshalb im [[Bundesgerichtshof]] in [[Karlsruhe]] bei den Porträts aller Reichsgerichtspräsidenten lange Zeit das von Erwin Bumke. Heute finden sich dort keine Porträts der ehemaligen Präsidenten des Reichsgerichts mehr, sondern nur noch die der früheren BGH-Präsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hat die erfüllte Resolutivbedingung dingliche Kraft?&amp;#039;&amp;#039;, Greifswalder [[Dissertation]] 1896&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über Gerichtsverfassung und Strafrechtspflege v. 04. Januar 1924&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Gefängniswesen. Ein Handbuch&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsverfassungsgesetz und Strafprozeßordnung. Mit Nebengesetzen in der vom 13. Januar 1927 geltenden Fassung; Textausgabe mit einer Einführung in die Vorschriften der Novelle vom 27. Dezember 1926&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwei Entscheidungen zu Art. 48 der Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingo Müller: &amp;#039;&amp;#039;Furchtbare Juristen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Klaus Bittermann, Berlin 2020, 1. Aufl., ISBN 978-3-89320-269-0.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;[[Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0.&lt;br /&gt;
* Dieter Kolbe: &amp;#039;&amp;#039;Reichsgerichtspräsident Dr. Erwin Bumke. Studien zum Niedergang des Reichsgerichts und der deutschen Rechtspflege&amp;#039;&amp;#039;, Karlsruhe 1975. ISBN 3-8114-0026-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|13|14|Bumke, Erwin Konrad Eduard|Rudolf Mothes|118664948}}&lt;br /&gt;
* [[André Niedostadek]]: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Präsident des Reichsgerichts: Der stumme Richter&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Legal Tribune Online.&amp;#039;&amp;#039; 5. Juli 2014 ([https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/rechtsgeschichte-reichsgericht-praesident-erwin-bumke/ online]).&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;Vom Sachsenspiegel zum Grundgesetz. Eine deutsche Rechtsgeschichte in Lebensbildern.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3-406-47536-1.&lt;br /&gt;
* Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, {{DNB|453960286}}.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000002531| Erwin Bumke||Internationales Biographisches Archiv 20/1948 vom 3. Mai 1948}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118664948}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=118664948}}&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|bumke-erwin-konrad-eduard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Reichsgerichts}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=Präsident der [[Neue Bachgesellschaft|Neuen Bachgesellschaft]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1936–1945&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Walter Simons]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Karl Straube]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118664948|VIAF=74646883}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bumke, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderndes Mitglied der SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bumke, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bumke, Erwin Konrad Eduard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Reichsgerichtspräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juli 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Słupsk|Stolp]] ([[Pommern]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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