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	<title>Erwin Balzer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erwin_Balzer&amp;diff=157590&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-10-30T10:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Balzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. März]] [[1901]] in [[Berlin]]; † [[5. März]] [[1975]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[evangelisch-lutherisch]]er Theologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Lehrers übernahm nach dem [[Evangelische Theologie|evangelischen Theologiestudium]] seine erste Pfarrei auf [[Helgoland]] 1930. Bereits zum 1. Dezember 1931 trat er in die [[NSDAP]] ein ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 800.257)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1340943&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde 1933 Pfarrer der [[Christuskirche (Hamburg-Othmarschen)|Christuskirche]] in Altona-Othmarschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Burgkloster zu Lübeck/Amt für Kultur der Hansestadt Lübeck, &amp;quot;Lösch mir die Augen aus ...&amp;quot;, Lübeck 1994, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von nur 33 Jahren wurde er am 1. Juni 1934 zum [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Lübeck|Bischof von Lübeck]] ernannt, wobei ihm das NSDAP-[[Parteibuch]] und die Empfehlung des Lübecker Justizsenators [[Hans Böhmcker]] Hilfe leisteten. Als aktiver Nationalsozialist errichtete Balzer in seinem Amtsbereich ein „[[Deutsche Christen|deutschchristliches]] Kirchenregiment“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kirche-christen-juden.org/dokumentation/literatur/literatur3_3.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Kirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933-1945: Geschichte und Kirchengeschichte im Nationalsozialismus in Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160304061632 |archive-today=}} Nordelbisches Kirchenamt, abgerufen am 19. Februar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 war er in [[Eisenach]] Mitbegründer des [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben|Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]]. Am 4. April 1939 unterzeichnete er, zusammen mit zehn weiteren Kirchenleitern, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Godesberger Erklärung&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] vom 26. April:&amp;lt;ref&amp;gt;Die ganze Erklärung bei Renate Meurer, Reinhard Meurer: &amp;#039;&amp;#039;Texte des Nationalsozialismus: Beispiele, Analysen, Arbeitsanregungen.&amp;#039;&amp;#039; [[Oldenbourg Wissenschaftsverlag]], München 1982, ISBN 3-486-84061-4, S. 41–45. Die Erklärung wurde kirchen-offiziell am 6. April 1939 mit der Publikation im &amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Evangelische Kirche|DEK]] und dabei noch ergänzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Indem der Nationalsozialismus jeden politischen Machtanspruch der Kirchen bekämpft und die dem deutschen Volke artgemäße nationalsozialistische Weltanschauung verbindlich macht, führt er das Werk [[Martin Luther]]s nach der weltanschaulich-politischen Seite fort und verhilft uns dadurch in religiöser Hinsicht wieder zu einem wahren Verständnis des christlichen Glaubens&amp;amp;nbsp;[… Der NS] ist die Vollendung des Werkes, das der deutsche Reformator Martin Luther begonnen hat&amp;amp;nbsp;[…] Der christliche Glaube ist der unüberbrückbare religiöse Gegensatz zum [[Judentum]].|Godesberger Erklärung 1939}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf Kirchenleiter ergänzten ihre Zustimmung zur &amp;#039;&amp;#039;Godesberger Erklärung&amp;#039;&amp;#039; am 4. April mit einer anti-katholischen und anti-ökumenischen Stellungnahme:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Jedes überstaatliche oder internationale Kirchentum [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] oder [[Ökumenischer Rat|welt-protestantischer]] Prägung ist politische Entartung des Christentums. Echter christlicher Glaube entfaltet sich fruchtbar nur innerhalb der gegebenen [[Rasse|Schöpfungsordnungen]].|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Balzer und 10 weitere Kirchenleiter, nach Kirchliches Jahrbuch 1933–1944, S. 294f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit der Veröffentlichung im Amtsblatt kündigten die elf Nationalkirchler an, ein antisemitisches kirchliches Institut zu errichten, das [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]], das im Mai 1939 gegründet wurde. Die &amp;#039;&amp;#039;Godesberger Erklärung&amp;#039;&amp;#039; wird ausdrücklich als Grundlage dafür benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1945 wurde Balzer als Bischof von Lübeck entlassen, erhielt die kirchlichen Würden jedoch 1955 zurück. Ein Jahr später ging er in [[Pension (Altersversorgung)|Pension]] und lebte bis zu seinem Tode in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Reimers: &amp;#039;&amp;#039;Lübeck im Kirchenkampf des Dritten Reiches: Nationalsozialistisches Führerprinzip und evangelisch-lutherische Landeskirche von 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur Geschichte des Kirchenkampfes / Ergänzungsreihe, 2). [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]], Göttingen 1965, {{DNB|453970176}}&lt;br /&gt;
* Hansjörg Buss: &amp;#039;&amp;#039;„Entjudete“ Kirche. Die Lübecker Landeskirche zwischen christlichem Antijudaismus und völkischen Antisemitismus (1918-1950)&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-77014-1&lt;br /&gt;
* [[Jörg Fligge]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Schulen im „Dritten Reich“: eine Studie zum Bildungswesen in der NS-Zeit im Kontext der Entwicklung im Reichsgebiet&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild, Lübeck 2014, ISBN 978-3-7950-5214-0, S. 974 (Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Biographische Hinweise&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Johannes Evers]]|NACHFOLGER=[[Johannes Pautke]]|AMT=[[Evangelisch-Lutherische Kirche in Lübeck#Senioren beziehungsweise Bischöfe der Lübeckischen Kirche|Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche im Lübeckischen Staate (bis 1937) bzw.&amp;lt;br/&amp;gt;Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lübeck]]|ZEIT= 1934–1945}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1190837927|VIAF=5893161938132039870007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Balzer, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Balzer, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelisch-lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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