<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ertrag</id>
	<title>Ertrag - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ertrag"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ertrag&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T03:24:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ertrag&amp;diff=25242&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: ISBN-Format, Link auf sich selbst entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ertrag&amp;diff=25242&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-04T21:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-Format, Link auf sich selbst entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den allgemeinen Begriff in der Wirtschaft. Für den &amp;#039;&amp;#039;Ertrag in der Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Ertrag (Landwirtschaft)]].}}&lt;br /&gt;
{{Rechnungswesen-Begriffe}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Wirtschaft]] allgemein die Summe oder das Ergebnis der erbrachten wirtschaftlichen [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]]. Pendant ist der [[Aufwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich stammt der Begriff aus der [[Landwirtschaft]], wo der [[Ertrag (Landwirtschaft)|landwirtschaftliche Ertrag]] noch heute die [[Menge (Mathematik)|Menge]] der durch [[Agrarproduktion]] gewonnenen [[Agrarprodukt]]e darstellt. Die [[Physiokratie|Physiokraten]] der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] untersuchten den landwirtschaftlichen [[Boden (Bodenkunde)|Boden]], der sich als Teil der [[Natur]] stets regeneriere und ohne Aufwand erhalte. Deren wichtigster Vertreter [[François Quesnay]] ging 1757 davon aus, dass der [[Reichtum]] nicht in der Bewegung ([[Handel]]), sondern in der Ruhe (des Bodens) liege. Das Prinzip aller Arbeit sei der [[Bodenertrag]], denn alle Arbeit richte sich nach dem Preis der Bodenprodukte, den [[Agrarpreise]]n. „Der Ertrag ist das Ergebnis der Bodenbeschaffenheit und des Menschen. Ohne die Arbeit des Menschen hat der Boden keinen Wert“.&amp;lt;ref&amp;gt;François Quesnay, &amp;#039;&amp;#039;Getreide&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|„Grains“}}), in: Encyclopédie vol. 7, November 1757, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Überschuss aus [[Grund und Boden]] ist es, welcher die Landwirtschaft ... für die Besteuerung zur Verfügung stellt…“&amp;lt;ref&amp;gt;François Quesnay, &amp;#039;&amp;#039;Tableau Economique&amp;#039;&amp;#039;, 1757, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Physiokraten nur die landwirtschaftliche Arbeit für produktiv hielten, ergänzte im Jahre 1777 [[Johann Georg Schlosser]], dass auch die Klasse „der Künstler, Handwerker und Kaufleute“ produktiv sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg Schlosser, &amp;#039;&amp;#039;Politische Fragmente&amp;#039;&amp;#039;, 1777, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Adam Smith]] galt bereits in dem im März 1776 erschienenen Standardwerk [[Der Wohlstand der Nationen]] nicht der landwirtschaftlich genutzte Boden als die Quelle des [[Wohlstand]]s, sondern die menschliche Arbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry into the Nature and Causes of Wealth of Nations&amp;#039;&amp;#039;, 1776, Übersetzung Claus Recktenwald, 1995, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen wurde und wird der Bodenertrag in Mengeneinheiten wie [[Stück (Mengeneinheit)|Stück]], [[Kilogramm]] oder [[Zentner]]. Ertrag wurde deshalb 1827 definiert als das „jährliche Product des Bodens“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_39kAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA650&amp;amp;dq=Ertrag+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi0zPXfttXmAhVTXMAKHfrsDs0Q6AEINjAC#v=onepage&amp;amp;q=Ertrag%20lexikon&amp;amp;f=false Friedrich Arnold Brockhaus (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine deutsche Real-Encykopädie für die gebildeten Stände&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1827, S. 659 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1837 als „den Wert oder die Menge der Erzeugnisse der Äcker und Wiesen, den Nutzen von der Viehzucht, aber auch jeden Gewinn von irgendeinem landwirtschaftlichen Gewerbezweig.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=TylAAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA53&amp;amp;dq=Ertrag+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjJnP_f89XmAhXbMMAKHdkKAj04ChDoAQhTMAY#v=onepage&amp;amp;q=Ertrag%20%20&amp;amp;f=false Alexander von Lengerke, &amp;#039;&amp;#039;Landwirthschaftliches Conversations-Lexikon für Praktiker und Laien&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1837, S. 842]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort [[Aufwendung]] tauchte ersichtlich erstmals im Jahre 1726 in der Gräflich-Leiningen-Grünstadtischen Successions- und Teilungsverordnung auf, das Wort Aufwand erst 1738 in einem Rechtslexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine einheitliche Begriffsabgrenzung in der [[Fachsprache]] sorgte 1929 erstmals der zur [[Kölner Schule (Betriebswirtschaftslehre)|Kölner Schule]] gehörende Betriebswirt [[Erwin Geldmacher]]. Er schlug unter anderem die noch heute gültige Unterscheidung und Abgrenzung der Grundbegriffe wie [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]], Aufwand, [[Erlös]], Ertrag, [[Kosten]] und [[Erfolg]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung gegen andere Rechnungsgrößen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufwand und Ertrag ===&lt;br /&gt;
Aufwand und Ertrag sind die Erfolgsgrößen im [[Externes Rechnungswesen|externen Rechnungswesen]] und werden zur Erstellung einer periodisierten [[Gewinn- und Verlustrechnung]] sowie zur Erstellung einer [[Bilanz]] verwendet. Zur Ermittlung von gewinnwirksamen Aufwänden und Erträgen werden Leistungen des Unternehmens und damit verbundene Zahlungen einem [[Geschäftsjahr]] periodengerecht zugewiesen. Dies erfolgt über [[Rechnungsabgrenzung|Abgrenzungen]] und [[Abschreibung]]en, mit denen Aufwand und Ertrag aus der Geschäftstätigkeit demjenigen Geschäftsjahr zugeordnet werden, dem sie wirtschaftlich zugehören, unabhängig davon, ob der [[Zahlungsvorgang]] in einem anderen Geschäftsjahr stattgefunden hat oder stattfinden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgaben und Einnahmen ===&lt;br /&gt;
[[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] und [[Einnahme]]n sind ebenfalls dem externen Rechnungswesen, bzw. der [[Buchführung]], zuzuordnen. Sie entstehen, wenn etwas gekauft bzw. verkauft wurde, unabhängig davon ob es schon bezahlt wurde oder nicht. Sobald effektive Zahlungen erfolgen, werden Ausgaben und Einnahmen zu [[Auszahlung]] und [[Einzahlung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe, Heinz Kußmaul: Grundzüge der Buchführung und Bilanztechnik. München 2022, S. 10f: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Sieht man von Einlagen und Entnahmen ab, so ist jeder Vorgang der zu einer Erhöhung d(ies)es Nettovermögens führt, ein Ertrag, jeder Geschäftsforvall, der eine Verminderung des Nettovermögens hervorruft, ein Aufwand.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus-  und Einzahlungen ===&lt;br /&gt;
[[Auszahlung|Aus-]] und [[Einzahlung]]en sind die grundlegenden Rechengrößen der [[Investitionsrechnung]] und des [[Treasury]]. Sie bestimmen die Liquiditätsreserven des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kosten und Erlöse ===&lt;br /&gt;
[[Kosten]] und [[Erlös]]e werden als Begriffspaar im [[Controlling|internen Rechnungswesen]], insbesondere in der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] verwendet. Es ist jedoch zu beachten, dass Erlöse nicht mit [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] zu verwechseln sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten und Erlöse sind kalkulatorische Größen. Sie tauchen weder in den Zahlungen des Unternehmens noch eins zu eins in Buchhaltung, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zwischen den Größen ===&lt;br /&gt;
Unterschiede zwischen Kosten und Aufwand können beispielsweise entstehen, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorgänge unterschiedlich bewertet werden, wie etwa [[kalkulatorische Abschreibung]] und bilanzielle [[Abschreibung]] (ersteres stellt Kosten dar, letzteres Aufwand);&lt;br /&gt;
* Kosten angesetzt werden, die im externen Rechnungswesen keine Entsprechung haben (beispielsweise [[kalkulatorische Zinsen]] oder [[Kalkulatorischer Unternehmerlohn|Unternehmerlöhne]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten sind nicht per se einem Geschäftsjahr oder einer Zeitperiode zugeordnet. Oftmals werden bei einem Kostenvergleich [[Diskontieren|diskontierte]] Größen miteinander verglichen. Kosten sind weiterhin ein wesentlicher Bestandteil von [[Preiskalkulation]]en. Dabei werden in der Regel [[Erwartungswert]]e betrachtet, so dass die einkalkulierten Kosten keine direkte Entsprechung in Zahlungen oder Aufwänden haben. Hinzu kommen kalkulatorische Kostenelemente wie z. B. [[Wagniskosten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Jeder [[Produktionsfaktor]] erzielt einen Ertrag. Bei der [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] heißt der Ertrag [[Arbeitseinkommen]], beim [[Kapital]] ist es der [[Kapitalertrag]] ([[Zinsertrag]], [[Dividende]]nertrag) oder beim [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]] der [[Bodenertrag]] durch die [[Bodennutzung]]. Er entsteht in der Landwirtschaft durch [[Ernte]] ([[Frucht|Früchte]], [[Weinlese]], [[Getreideernte]]), in der [[Forstwirtschaft]] durch [[Holzernte]] und im [[Bergbau]] durch [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von [[Rohstoff]]en. Im weiteren Sinne gehören zum Bodenertrag auch die [[Frucht (Recht)|Rechtsfrüchte]], also [[Immobiliarmiete|Mieteinnahmen]] oder [[Pachtvertrag (Deutschland)|Pachtzinsen]] aus der [[Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Deutschland)|Vermietung oder Verpachtung]] des Bodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Volkswirtschaftslehre]] versteht unter dem Ertrag die Gütermenge, die mit einem gegebenen Aufwand an Produktionsfaktoren in einem bestimmten Zeitraum hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1984, Sp. 1360&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ertrag pro Aufwandseinheit heißt [[Durchschnittsertrag]], der Ertragszuwachs bei Veränderung des Aufwands um eine infinitesimale Einheit heißt [[Grenzertrag]]. Der Grenzertrag steht im Mittelpunkt des [[Ertragsgesetz]]es, das auch &amp;#039;&amp;#039;Gesetz des sinkenden Grenzertrags&amp;#039;&amp;#039; heißt. Es wurde ursprünglich von [[Anne Robert Jacques Turgot]] für die Landwirtschaft als &amp;#039;&amp;#039;Bodenertragsgesetz&amp;#039;&amp;#039; formuliert: Erhöht man auf der gleichen [[Agrarfläche]] stetig den [[Arbeitseinsatz]], so nimmt der Bodenertrag zunächst überproportional zu, dann nur noch unterproportional, dann bleibt er gleich, und schließlich nimmt er sogar wieder ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1984, Sp. 1361&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Ertragsgesetz lässt sich eine dreidimensionale Darstellung ableiten, die [[Ertragsgebirge]] genannt wird und die Abhängigkeit der [[Ausbringungsmenge]] von unterschiedlichen Einsatzmengen zweier Produktionsfaktoren veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Multipliziert man die Gütermenge &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; mit ihrem [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt;, so erhält man den Ertrag in [[Geldeinheit]]en (&amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E = G \cdot P&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ertrag ist somit sowohl eine &amp;#039;&amp;#039;physische Summe&amp;#039;&amp;#039; als auch ein &amp;#039;&amp;#039;Wertbegriff&amp;#039;&amp;#039;. Der Wertbegriff des Ertrags kommt in der [[Distributionstheorie]] als [[Wertprodukt]] und [[Wertgrenzprodukt]] vor. Bei [[Vollständige Konkurrenz|vollständiger Konkurrenz]] entspricht das Wertgrenzprodukt dem [[Faktorpreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre  ==&lt;br /&gt;
In der [[Betriebswirtschaftslehre]] ist der Ertrag der in Geldeinheiten bewertete&lt;br /&gt;
[[Bruttowertschöpfung|Bruttowertzuwachs]], der durch die [[Produktion]] von Gütern oder Dienstleistungen von einem [[Unternehmen]] in einem [[Geschäftsjahr]] erwirtschaftet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1984, Sp. 1360&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schlägt sich als Zuwachs des [[Reinvermögen]]s nieder, der nach dem Prinzip der Erfolgswirksamkeit einem bestimmten Geschäftsjahr zugeordnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Zwecke der [[Erfolgsrechnung]] unterscheidet man zwischen betriebsbedingten Erträgen (Betriebsertrag) und nicht-betrieblichen Erträgen (neutraler Ertrag):&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betriebsertrag&amp;#039;&amp;#039; oder [[Betriebsergebnis]] ist der erzielte [[Erfolg]] eines Unternehmens in dessen [[Kerngeschäft]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neutraler Ertrag&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] allgemein der Teil des Ertrags, der nicht aus der Verfolgung des [[Betriebszweck]]s stammt, der in Art und Höhe so außergewöhnlich ist, dass er nicht als betrieblicher Ertrag verrechnet wird oder zeitlich einer anderen Periode zufällt:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;betriebsfremder Ertrag&amp;#039;&amp;#039; ist der „reinste“ Fall eines neutralen Ertrags, da keine Beziehung zur betrieblichen Leistungserstellung besteht (z.&amp;amp;nbsp;B. Mieterträge aus einem nicht dem Betrieb dienenden Grundstück);&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Zao5RTDsHyUC&amp;amp;pg=PA34&amp;amp;dq=betriebsfremder+ertrag&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=JUTxUqmMMIXAswaCpoHwDg#v=onepage&amp;amp;q=betriebsfremder%20ertrag&amp;amp;f=false Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;periodenfremder Ertrag&amp;#039;&amp;#039;: ist zwar betriebsbedingt, fällt jedoch in einer anderen Periode an als in der, in der die entsprechenden Leistungen erbracht werden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Steuererstattungsanspruch|Steuererstattungen]], erhaltene [[Anzahlung]]en);&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;außerordentlicher Ertrag&amp;#039;&amp;#039;: ist in seiner Art und Höhe so außergewöhnlich, dass er nicht als ordentlicher Ertrag verrechnet wird (z.&amp;amp;nbsp;B. Erträge aus Versicherungsentschädigungen, [[Kursgewinn]]e);&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;bewertungsbedingter Ertrag&amp;#039;&amp;#039;: darunter fällt z.&amp;amp;nbsp;B. der Ertrag aus [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Zuschreibungen]].&lt;br /&gt;
Durch das [[Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz]] sind seit Dezember 2005 unter anderem der neutrale Ertrag (Position 16) und das neutrale Ergebnis (Position 17) als Zwischengröße in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] entfallen ({{§|275|hgb|juris}} Abs. 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zwischen Ertrag und [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] lässt sich wie folgt aufgliedern:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=N5BdDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA178&amp;amp;dq=erfolg+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwill6ne6d3mAhULaFAKHcm7AqQQ6AEIODAC#v=onepage&amp;amp;q=erfolg%20lexikon&amp;amp;f=false Ulrich Döring/Dietrich Jacobs, &amp;#039;&amp;#039;Ertrag&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang Lück (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 2004, S. 185]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Begriff&lt;br /&gt;
! Unterart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ertrag || &lt;br /&gt;
* [[Zweckertrag]]&lt;br /&gt;
* neutraler Ertrag&lt;br /&gt;
** Zusatzertrag&lt;br /&gt;
** Andersertrag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zweckertrag und gleichzeitig Grundleistung &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Andersleistung&lt;br /&gt;
* Zusatzleistung&lt;br /&gt;
* [[Kalkulatorische Erlöse|kalkulatorische Leistung]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum &amp;#039;&amp;#039;Zweckertrag&amp;#039;&amp;#039; gehören die [[Umsatzerlös]]e aus dem [[Kerngeschäft]], der [[Gesamtleistung#Ermittlung|Bestandszuwachs]] im [[Lagerbestand]] und [[Eigenleistung|aktivierte Eigenleistungen]]. Es ist der betriebsbezogene, ordentliche, zeitraumgerechte Ertrag mit den Unterarten „Zweckertrag als Grundleistung“ und „Zweckertrag als Andersleistung“. &amp;#039;&amp;#039;Andersleistungen&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] in anderer Höhe erfasst als in der [[Finanzbuchhaltung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=J3kfDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA29&amp;amp;dq=Zweckertrag&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi7z_fk8d3mAhWFZVAKHSlrCKYQ6AEIMDAB#v=onepage&amp;amp;q=Zweckertrag&amp;amp;f=false Eike Clausius, &amp;#039;&amp;#039;Fakten über Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, 2016, S. 29]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Neutraler Ertrag&amp;#039;&amp;#039; sind alle betriebsfremden Erträge in Form des &amp;#039;&amp;#039;Zusatzertrags&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Andersertrags&amp;#039;&amp;#039;. Der Zusatzertrag ist weder [[sachziel]]bezogen noch zeitraumgerecht, noch steht ihm eine [[Einnahme]] gegenüber. &amp;#039;&amp;#039;Andersertrag&amp;#039;&amp;#039; entsteht, wenn Lagerbestände mit [[Verkaufspreis]]en bewertet werden, die von den [[Herstellungskosten]] der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nicht als Ertrag zu verrechnende Zweckertrag heißt &amp;#039;&amp;#039;Andersleistung&amp;#039;&amp;#039; (etwa ein höherer Wertansatz als im externen Rechnungswesen). Den &amp;#039;&amp;#039;Zusatzleistungen&amp;#039;&amp;#039; steht kein Ertrag gegenüber (etwa nicht aktivierbare Eigenleistungen wie selbst erstellte [[Software]] oder an Dritte als [[Spende]] unentgeltlich abgegebene [[Fertigerzeugnis]]se).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=CytkCdF2DI8C&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;dq=Zweckertrag&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi7z_fk8d3mAhWFZVAKHSlrCKYQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=andersertrag&amp;amp;f=false Bernhard Schroeter, &amp;#039;&amp;#039;Operatives Controlling&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 75]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Günter Wöhe]] und andere Autoren verstehen den Ertrag als den mit dem [[Güterpreis]] bewerteten Faktoreinsatz (auch &amp;#039;&amp;#039;Output&amp;#039;&amp;#039; genannt).&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe/[[Ulrich Döring]], &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Während unter der [[Ertragslage]] die vergangene Gewinnsituation eines Unternehmens verstanden wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Guido A. Scheld/Claudia Demming, &amp;#039;&amp;#039;Fundamentale Aktienanalyse&amp;#039;&amp;#039;, in: WISU 1993, S. 306&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die [[Ertragskraft]] eine zukunftsbezogene Größe, die sich aus der Verfolgung unternehmerischer [[Sachziel]]e ([[Betriebszweck]]) und [[Formalziel]]e ([[Unternehmensziele]] wie Gewinnmaximierung), insbesondere im [[Kerngeschäft]] und bei [[Cashcow]]s ergibt. Als [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en sind zudem der [[Rohertrag]] und [[Reinertrag]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe des [[Ertragsmanagement]]s vor allem im [[Hotelgewerbe]] und bei [[Fluggesellschaft]]en ist es, den maximalen Ertrag für eine zeitlich begrenzte [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazität]] ([[Auslastungsgrad]], [[Sitzauslastung]]) an Produkten oder Dienstleistungen zu generieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=XsEdBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA199&amp;amp;dq=Ertrag+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjJnP_f89XmAhXbMMAKHdkKAj04ChDoAQhrMAk#v=onepage&amp;amp;q=Ertrag%20lexikon&amp;amp;f=false Klaus Bichler/Ralf Krohn/Peter Philippi, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Logistik&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 199]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ertrag kommt als [[Rechtsbegriff]] insbesondere im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handels-]] und [[Bilanzrecht (Deutschland)|Bilanzrecht]] vor. So hat der [[Jahresabschluss]] gemäß {{§|246|hgb|juris}} Abs. 1 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] unter anderem sämtliche Aufwendungen und Erträge zu enthalten. Die Gliederungsvorschrift des {{§|275|hgb|juris}} Abs. 2 Nr. 9 bis 11 HGB kennt zudem „Erträge aus Beteiligungen“ (richtiger: [[Gewinn]]e), „Erträge aus anderen [[Wertpapier]]en und Ausleihungen des [[Finanzanlage]]vermögens“ und [[Zinsertrag|„sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“]]. Sie werden im [[Rechnungswesen]] auf [[Ertragskonten]] verbucht, die in die [[Gewinn- und Verlustrechnung]] eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ertragsanteil]]&lt;br /&gt;
* [[Ertragsteuer]]&lt;br /&gt;
* [[Ertragswert]]&lt;br /&gt;
* [[Erträgnisaufstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf G. Coenenberg]]/Axel Haller/Gerhard Mattner/Wolfgang Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Rechnungswesen: Grundzüge der Buchführung und Bilanzierung.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7910-2808-8.&lt;br /&gt;
* Harald Wedell/Achim A. Dilling: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen des Rechnungswesens. Buchführung und Jahresabschluss. Kosten- und Leistungsrechnung.&amp;#039;&amp;#039; 13. überarbeitete Auflage. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne 2010, ISBN 978-3-482-54783-6 (&amp;#039;&amp;#039;NWB Studium Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4152914-5|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkommen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>