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	<title>Erscheinung des Herrn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erscheinung_des_Herrn&amp;diff=63459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 30. April 2026 um 15:27 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-30T15:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|mehrzahl=1|1=&amp;#039;&amp;#039;Epiphanie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Epiphanias&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Epiphaniasfest&amp;#039;&amp;#039;|2=Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Erscheinung des Herrn (Begriffsklärung)]], [[Epiphaneia]] und [[Epiphanius]]. Siehe auch [[Oberst#Oberst]]}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|mehrzahl=1|1=&amp;#039;&amp;#039;Dreikönigsfest&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dreikönigstag&amp;#039;&amp;#039;|2=Zu den Figuren der christlichen Tradition siehe [[Heilige Drei Könige]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lusenberg-wise-men.jpg|mini|hochkant|[[Altarblatt]] von [[Josef Moroder-Lusenberg]] in der [[Pfarrkirche St. Ulrich in Gröden|Pfarrkirche von St.&amp;amp;nbsp;Ulrich]] in [[Gröden]] (1888)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Natal-Reis-Magos.jpg|mini|Überlebensgroßes Monument der Heiligen Drei Könige (portugiesisch „Três Reis Magos“) in [[Natal (Brasilien)]], 2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DreiKoenigen100-1-.jpg|mini|Wappen der [[Zunft (Zürich)|&amp;#039;&amp;#039;Zunft zu den Drei Königen&amp;#039;&amp;#039;]], Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cathedral Fribourg vitrail Dreikönig 02.jpg|mini|[[Glasmalereien von Mehoffer (Kathedrale Freiburg im Üechtland)#Dreikönigsfenster|Dreikönigsfenster (1902–1904)]] von [[Józef Mehoffer]] in [[St. Nikolaus (Freiburg im Üechtland)|St. Nikolaus]] Freiburg, Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epiphanias&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Diese in den evangelischen Kirchen gebräuchliche Form ist der Genitiv des griechischen Wortes, den die lateinischen Liturgiebücher des Westens in der Fügung &amp;#039;&amp;#039;festum Epiphanias (Domini)&amp;#039;&amp;#039; übernommen hatten, vgl. [https://www.peter-hug.ch/lexikon/epiphania Artikel] in [[Meyers Konversations-Lexikon]].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epiphania&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epiphanie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ἐπιφάνεια|epipháneïa}}, [[Latinisierung|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;epiphanīa&amp;#039;&amp;#039; „Erscheinung“) bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epiphaniasfest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines am [[6. Januar|6.&amp;amp;nbsp;Januar]] begangenen Festes im [[Christentum]]; in der aktuellen Ausgabe der [[Perikopenordnung]] wird es als „Fest der Erscheinung des Herrn: Epiphanias“ bezeichnet. In der römisch-katholischen Liturgie entspricht dem die offizielle lateinische Bezeichnung des Tages als &amp;#039;&amp;#039;Sollemnitas in Epiphania Domini&amp;#039;&amp;#039;‚ [[Hochfest]] zur Erscheinung des Herrn‘. In Teilen, insbesondere in den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]], findet auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Theophanie]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|θεοφάνεια}} &amp;#039;&amp;#039;theophanīa&amp;#039;&amp;#039; „Erscheinen Gottes“) synonym hierzu Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu möglichen Abgrenzungen vgl. {{WiBiLex |19940 |Titel=Epiphanie (AT) |Autor=[[Thomas Hieke]] |Abruf=2023-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] wird es als [[Hochfest]] der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erscheinung des Herrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Sollemnitas in Epiphania Domini),&amp;#039;&amp;#039; volkstümlich und in vielen Kalendern auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreikönigsfest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreikönigstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heilige Drei Könige&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiligedreikönigstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Als „Epiphanias/Heiligedreikönigstag“ wird der kirchliche Feiertag am 6.&amp;amp;nbsp;Januar in&amp;amp;nbsp;§ 7 Absatz&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;Buchstabe&amp;amp;nbsp;a des [https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/themen/allgemeine_angelegenheiten_des_inneren/feiertagsrecht/feiertagsgesetz-61491.html Niedersächsischen Gesetzes über die Feiertage]  in der Fassung vom 7.&amp;amp;nbsp;März 1995 (Nds.&amp;amp;nbsp;GVBl. 1995, S.&amp;amp;nbsp;50), zuletzt geändert durch Gesetze vom 22.06.2018 (Nds. GVBl. S. 122 und 123) bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt; regional vereinzelt bis heute u.&amp;amp;nbsp;a. auch als &amp;#039;&amp;#039;Großneujahr, Hohes Neujahr, [[Hochneujahr]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Oberster&amp;#039;&amp;#039;. In Österreich wird dieser Tag auch &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtszwölfer&amp;#039;&amp;#039; genannt. Diese Bezeichnung leitet sich vermutlich von dem alten Brauchtum ab, das [[Weihnachten|Weihnachtsfest]] zwölf Tage lang zu begehen, wovon der letzte Tag das Fest der Erscheinung des Herrn war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fest wird von den Westkirchen der Anbetung des Kindes durch die [[Heilige Drei Könige|Weisen aus dem Morgenland]] zugeordnet. In den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] ist es das Hochfest der [[Theophanie#Orthodoxe Kirchen|Theophanie des Herrn]], der Offenbarung der allerheiligsten [[Trinität|Dreiheit]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gott der Vater|Gottvater]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Sohn Gottes|Sohn]] und [[Heiliger Geist]] bei der [[Taufe Jesu]] ({{B|Lukas|3|21–22}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalendertag ==&lt;br /&gt;
Epiphanie und Geburt Christi wurden ursprünglich am 6.&amp;amp;nbsp;Januar in einem Fest gefeiert. In der [[Armenische Apostolische Kirche|Armenischen Apostolischen Kirche]] ist das bis heute noch der Fall, wohingegen das Fest der Geburt Christi in der römischen Staatskirche um das Jahr 432 n.&amp;amp;nbsp;Chr. auf den 25.&amp;amp;nbsp;Dezember verlegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erzbistum-muenchen.de/Page000646.aspx |titel=Gott zeigt sich den Menschen: damals, heute und am Ende der Zeiten |hrsg=Erzbistum München und Freising |datum=2010 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140106173735/http://www.erzbistum-muenchen.de/Page000646.aspx |archiv-datum=2014-01-06 |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vazken Movsesian |url=https://www.armenianchurchlibrary.com/files/Jan6orDec25_frvazkenmovsesian.pdf |titel=December 25 or January 6: When shall we celebrate Christmas? |hrsg=Armenian Church Youth Ministries |datum=2003 |seiten=2 |format=PDF; 118&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die [[Gregorianischer Kalender|Kalenderreform]] von 1582 wurden auch die Feste von orthodoxer und katholischer Kirche gegeneinander verschoben. Der 25.&amp;amp;nbsp;Dezember des julianischen Kalenders fiel im 19. Jahrhundert auf den 6.&amp;amp;nbsp;Januar und fällt im 20. und 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auf den 7.&amp;amp;nbsp;Januar des gregorianischen Kalenders, dennoch feiern die orthodoxen Kirchen Weihnachten am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember. Da für die armenischen Christen im Heiligen Land ebenso der julianische Kalender gilt, wird dort Weihnachten zusammen mit dem Fest der Taufe Christi als &amp;#039;&amp;#039;Epiphanias&amp;#039;&amp;#039; am julianischen 6.&amp;amp;nbsp;Januar, nach gregorianischem Kalender am 19.&amp;amp;nbsp;Januar begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nichtchristliche Vorbilder ==&lt;br /&gt;
Im [[Griechisch-römische Zeit (Ägypten)|hellenistischen Ägypten]] wurde in der Nacht vom 5. zum 6.&amp;amp;nbsp;Januar die Geburt des Sonnengottes [[Äon (Philosophie)|Aion]] aus der Jungfrau [[Persephone|Kore]] gefeiert. Am Tag des 6.&amp;amp;nbsp;Januar folgte das Schöpfen des heilbringenden Wassers aus dem Nil.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Epiphanius von Salamis]] &amp;#039;&amp;#039;adversus haereses&amp;#039;&amp;#039; 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im antiken Griechenland wurde mit den Wörtern &amp;#039;&amp;#039;theopháneia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;epipháneia&amp;#039;&amp;#039; das Erscheinen einer Gottheit bezeichnet, mit ersterem auch das Vorzeigen aller Götterbilder bei einem Fest in [[Delphi]].&amp;lt;ref&amp;gt;Das Erscheinen der Statue der Göttin [[Athene]] und ihre Begrüßung beim Plynteria-Fest in Athen schildert der Dichter [[Kallimachos]] am Endes seines [[Hymnus]] &amp;#039;&amp;#039;Auf das Bad der Pallas&amp;#039;&amp;#039;. (Kallimachos, &amp;#039;&amp;#039;Εἰς λουτρὰ τῆς Πάλλαδος&amp;#039;&amp;#039; 137&amp;amp;nbsp;ff.: „Auftritt Athene jetzt untrüglich. Nehmt in Empfang die Göttin, ihr Mädchen! … Gruß dir, Göttin! …“)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im antiken römischen [[Kaiserkult]] im hellenistischen Osten des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]] formte sich ein Feiertag, der die göttliche Erscheinung des [[Divus]] als Teil des [[Zeremonie]]lls beinhaltete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evangelium&amp;quot;&amp;gt;In der antiken römischen [[Reichsidee|Reichsmetaphysik]] wurde zusätzlich für die Erscheinung des Herrn das Wort „Evangelium“ verwendet, so z.&amp;amp;nbsp;B. wiedergegeben in einem Beschluss der griechischen Bürger der Reichsprovinz Asia: „Die Vorsehung […] hat in Fürsorge und Großmut unser Dasein mit dem höchsten Schmucke gekrönt, da sie Augustus […] uns sandte als Heiland […]. Die Epiphanie des Kaisers [Augustus] hat die Hoffnungen (und Gebete) der Vorzeit überschwenglich erfüllt. […] Für den Kosmos aber begann mit dem Geburtstag des Gottes (Augustus) die Reihe der Evangelienfeste, die ihm zu Ehren gefeiert werden.“ In [[Ethelbert Stauffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem und Rom im Zeitalter Jesu Christi.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1957; vgl. auch [[Vespasian]]s Epiphanie und Evangelienfest in Josephus’ &amp;#039;&amp;#039;Bellum Judaicum&amp;#039;&amp;#039; 4, 10, 6, 618.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ritus wurde ebenfalls zu Beginn des Januars gefeiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Epiphaniefeste&amp;quot;&amp;gt;Jedoch nicht ausschließlich, denn jeder divinisierte Kaiser hatte eigene Evangelienfeste und Epiphanieproklamationen, an denen seine Erscheinung gefeiert wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; und basierte auf der Epiphanie [[Gaius Iulius Caesar|Iulius Caesars]], der beim Überschreiten des [[Rubikon]] am 10.&amp;amp;nbsp;Januar 49&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. vom Volk als Heiland und lebender Gott (wahrscheinlich [[Divus Iulius]]) begrüßt und angebetet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Epiphanie Caesars&amp;quot;&amp;gt;Manfred Clauss: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser und Gott.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart/Leipzig 1999; vgl. auch die Epiphanie Caesars in Corfinium (Caesar: &amp;#039;&amp;#039;De Bello Civili.&amp;#039;&amp;#039; I.21).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich bedeutete die Epiphanie nichts anderes als &amp;#039;&amp;#039;[[adventus]],&amp;#039;&amp;#039; die Ankunft des römischen Herrschers und „seinen glückverheißenden Einzug in eine Stadt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adventus&amp;quot;&amp;gt;„Einleitung“ in Schott: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Messbuch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Adventus Caesaris&amp;#039;&amp;#039; in Aulus Hirtius: &amp;#039;&amp;#039;De Bello Gallico.&amp;#039;&amp;#039; (VIII.51).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand in der [[Orthodoxe Kirche|Ostkirche]] das christliche Epiphanias- oder Theophaniefest,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Namen des Festes&amp;quot;&amp;gt;Griechisch ἐπιφάνεια τοῦ κύριου &amp;#039;&amp;#039;epipháneia toú kýriou&amp;#039;&amp;#039; „Erscheinung des Herrn“ (ἐπιφανείας &amp;#039;&amp;#039;epiphaneías&amp;#039;&amp;#039; ist Genitiv zu ἐπιφάνεια &amp;#039;&amp;#039;epipháneia&amp;#039;&amp;#039;); weiterhin: θεοφάνια &amp;#039;&amp;#039;theophánia&amp;#039;&amp;#039; „Erscheinung Gottes“; andere in der Antike gebräuchliche Namen sind: (1) τά ἐπιφάνεια &amp;#039;&amp;#039;tá epiphania&amp;#039;&amp;#039; oder ἡ ἐπιφανής &amp;#039;&amp;#039;he epiphanēs,&amp;#039;&amp;#039; sc. ἡμέρα &amp;#039;&amp;#039;hemera&amp;#039;&amp;#039; (selten ἡ ἐπιφάνεια &amp;#039;&amp;#039;he epipháneia;&amp;#039;&amp;#039; aber z.&amp;amp;nbsp;B. in Athanasius: ἡ σωματική ἐπιφάνεια &amp;#039;&amp;#039;he sōmatiké epipháneia&amp;#039;&amp;#039;); θεοφανία &amp;#039;&amp;#039;theophanía&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;dies epiphaniarum, festivitas declarationis, manifestationis, apparitio, acceptio);&amp;#039;&amp;#039; (2) ἡμέρα τὸν φωτόν &amp;#039;&amp;#039;heméra tòn phōtón&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;dies luminum, dies lavacri);&amp;#039;&amp;#039; (3) φαγιφανία, βηθφανία &amp;#039;&amp;#039;phagiphanía, Bēthphanía&amp;#039;&amp;#039; etc.; (4) &amp;#039;&amp;#039;Festum trium regum&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;a., z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;denho&amp;#039;&amp;#039; im syro-aramäischen Christentum.&amp;lt;/ref&amp;gt; das bis zum 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert das alte Ritual des Kaiserkultes überlagert hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rubikon&amp;quot;&amp;gt;Auch heute sind in einigen christlichen Volkstraditionen noch Reste des Kaiserkultes im Epiphaniasritual zu erkennen wie die Bootsprozession während des zypriotischen Phota (Fest des Lichtes), die wahrscheinlich die Überschreitung des Rubikon darstellt. Allgemein ist das Wasser – versinnbildlicht auch in der Taufe – ein wichtiges Element des Epiphaniasfestes geblieben. Auch in Westeuropa haben sich Teile des antiken römischen Festes, das in der Ausführung den [[Saturnalien|Saturnalia]] nicht unähnlich war, im heutigen [[Befana]]-Fest (von &amp;#039;&amp;#039;Epiphania&amp;#039;&amp;#039;) in Rom gehalten. Der militärische Charakter der Erscheinung des Herrn aus vorchristlicher Zeit hat sich auch im sizilianischen Epiphaniefest gehalten (Besetzung der Kirche durch Priester in bewaffneter Begleitung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Konstantinische Wende|konstantinischen Wende]] gingen einige Elemente des vorchristlichen Epiphaniaskultes, sofern sie sich auf Christus übertragen ließen, in die [[Liturgie]] ein. Die kaiserlichen Epiphanie-Riten hielten sich in [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] bis zum Untergang des oströmischen Reiches, allerdings immer eingeschränkter, da die Stellung der divinisierten Caesaren als römische Staatsgötter gegenüber der Rolle des lebenden Herrschers als [[Stellvertreter Christi]] zurückgedrängt wurde. Das ursprüngliche Datum der Epiphanie ist unbekannt. Die älteste sichere Quelle&amp;lt;ref name=&amp;quot;Datierung&amp;quot;&amp;gt;[[Clemens von Alexandria|Clemens]]: &amp;#039;&amp;#039;Strom.&amp;#039;&amp;#039; I, XXI, 145. In: &amp;#039;&amp;#039;P.G.,&amp;#039;&amp;#039; VIII, 888; vgl. &amp;#039;&amp;#039;Katholische Enzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; (1997–2007)&amp;lt;/ref&amp;gt; nennt neben dem 20.&amp;amp;nbsp;Mai vor allem den 10.&amp;amp;nbsp;Januar, aber auch den heute gebräuchlichen 6.&amp;amp;nbsp;Tag des neuen Jahres. An diesem Tag, berichtet [[Clemens von Alexandria]], feierte die [[Gnosis|gnostische]] Sekte der [[Basilides (Gnostiker)|Basilidianer]] die Taufe Jesu, durch die nach ihrem Verständnis der Mensch Jesus [[Sohn Gottes]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christliche Theologie und Liturgie ==&lt;br /&gt;
Mit „Erscheinung“ ist die menschliche Gegenwart Gottes in der Person [[Jesus Christus|Jesu Christi]] gemeint. Dabei wird der [[Jesus von Nazareth|Geburt Jesu]] mit der Verehrung durch die jüdischen Hirten, der [[Heilige Drei Könige|Anbetung der Weisen]] {{Bibel|Mt|2}}, seines kindlichen Wirkens bis zu seiner [[Taufe Jesu|Taufe]] im [[Jordan]] {{Bibel|Mt|3|13–17}} und seines ersten Wunders bei der [[Hochzeit zu Kana]] {{Bibel|Joh|2|1–11}} gedacht. Die [[Lateinische Kirche|abendländische Kirche]] (Westkirche), welche Jesu Geburt am 25. Dezember ([[Weihnachten]]) begeht, übernahm später das Epiphanie-Fest, feierte jedoch statt der Geburt die „drei Wunder“ der [[Anbetung der Könige]] (auch „Anbetung der Weisen“ genannt), der [[Taufe Jesu]] im Jordan und der Hochzeit zu Kana. Das Fest kann als „Königsfest“ bezeichnet werden, da es besonders die Erscheinung der königlichen Macht Jesu Christi und seine Anbetung als König betont. Dieser Gedanke wurde 1925 von Papst [[Pius XI.]] in der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] zum Thema eines eigenen Festes, des [[Christkönigsfest]]es, erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich von Meurers: &amp;#039;&amp;#039;Das Königtum Christi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pastor Bonus&amp;#039;&amp;#039; Bd. 37 (1926), S. 10–38, hier S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geltenden [[Leseordnung|Lese-]] und [[Perikopenordnung]]en in den evangelischen, katholischen und [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen Kirchen]] beziehen sich mit dem Evangelium {{Bibel|Mt|2|1–12}} vor allem auf die Anbetung der Weisen, so dass dieser Festinhalt naturgemäß im Vordergrund steht. Die römisch-katholische Leseordnung benennt die gebotene alttestamentliche Lesung {{B|Jes|60|1–6}} sowie die [[Epistel]] {{B|Eph|3|2–3a.5–6}}. In der evangelischen Perikopenordnung ist der Jesaja-Text in Reihe III ebenfalls für die alttestamentliche Lesung vorgesehen. Die Epistel (Reihe II) ist {{B|Eph|3|1-7}}. Dort kommen als weitere Lesungen {{B|Joh|1|15–18}} (Reihe IV),  {{B|2 Kor|4|3–6}} (Reihe V)  und  {{B|1 Kön|10|1-13}} (Reihe VI), sowie die optional nutzbaren Texte  {{B|2 Mos|18|1-12}} ,  {{B|Jes|45|1–8}} und {{B|Kol|1|24–27}} (IV) hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taufe im Jordan ist dem folgenden Sonntag – in der römisch-katholischen Kirche als Fest der [[Taufe des Herrn]], im evangelischen Kirchenjahr als 1.&amp;amp;nbsp;Sonntag nach Epiphanias bezeichnet –, die Offenbarung bei der Hochzeit zu Kana dem wiederum darauf folgenden „2.&amp;amp;nbsp;Sonntag nach Epiphanias“ (evangelisch) bzw. dem „2.&amp;amp;nbsp;Sonntag im Jahreskreis“ im [[Leseordnung|Lesejahr C]] (katholisch) zugeordnet. In vorherigen evangelischen Perikopenordnungen wurde das Evangelium von der Taufe Jesu {{Bibel|Mt|3|13–17}} noch an Epiphanias gelesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen, 1930, {{DNB|573430047}}, Anhang S.&amp;amp;nbsp;55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass die Epiphanie in der Westkirche erst nach der dortigen Einführung des [[Weihnachten|Weihnachtsfestes]], also frühestens im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, liturgisch anerkannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 369022 Epiphany bathing.jpg|mini|Traditionelles Eisbaden zu Epiphanias am 19. Januar in [[Kasan]] (Russland)]]&lt;br /&gt;
Die [[Ostkirche]] feiert seit der Einführung von Weihnachten am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember im [[Kirchenjahr]] mit Epiphanias nur mehr die „[[Taufe Jesu]]“, bei den [[Slawen]] verbunden mit einer [[Große Wasserweihe|Segnung des Wassers]] („Große Wasserweihe“) und häufig einer [[Prozession]] zu einem Gewässer. Da ein Teil der [[Orthodoxie]], vor allem in [[Russland]] und [[Serbien]], [[Liturgie|liturgisch]] am [[Julianischer Kalender|julianischen Kalender]] festhält, wird das [[Weihnachten#Orthodox| orthodoxe Weihnachten]] in den betroffenen Ländern derzeit am 7.&amp;amp;nbsp;Januar und Epiphanie erst am 19.&amp;amp;nbsp;Januar begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liturgie der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] wird das Fest der Erscheinung des Herrn als [[Hochfest]] gefeiert. Bis 1955 hatte das Fest zudem einen [[Vigil (Liturgie)|Vigiltag]] am 5.&amp;amp;nbsp;Januar und eine [[Oktav (Liturgie)|Oktav]], die am 13.&amp;amp;nbsp;Januar endete; von dieser blieb nach ihrer Abschaffung durch Papst [[Pius XII.]] noch der ehemalige Oktavtag übrig, an dem bis zur [[Liturgiereform]] des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] das Fest der Taufe des Herrn gefeiert wurde. Die Vigilfeier des Festes der Erscheinung hatte ein eigenes liturgisches [[Proprium (Liturgie)|Proprium]]. Auch der Kalender der [[evangelisch]]en Kirche enthält das Fest Epiphanias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzlicher Feiertag ==&lt;br /&gt;
Der 6. Januar ist ein [[Feiertage|staatlicher Feiertag]] in [[Feiertage in Österreich|Österreich]], [[Feiertage in Liechtenstein|Liechtenstein]], [[Feiertage in Italien|Italien]], [[San Marino]], [[Spanien#Nationale Feiertage|Spanien]], [[Andorra]], [[Feiertage in Schweden|Schweden]], [[Feiertage in Island|Island]], [[Finnland]], [[Feiertage in Kroatien|Kroatien]], der [[Feiertage in der Slowakei|Slowakei]], [[Griechenland#Feiertage|Griechenland]], [[Feiertage in Rumänien|Rumänien]] und [[Feiertage in Polen|Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Feiertage in Deutschland|Deutschland]] ist der 6. Januar in [[Baden-Württemberg]], [[Bayern]] und [[Sachsen-Anhalt]] gesetzlicher Feiertag, in der [[Feiertage in der Schweiz|Schweiz]] in den Kantonen [[Kanton Schwyz|Schwyz]], [[Kanton Tessin|Tessin]] und [[Kanton Uri|Uri]] sowie in einigen Gemeinden im [[Kanton Graubünden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Feiertage in Georgien|Georgien]] ist der dem 6. Januar des julianischen Kalenders entsprechende 19. Januar als Epiphaniastag gesetzlicher Feiertag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
[[Johann Sebastian Bach]] komponierte in Leipzig zwei [[Kantate]]n für das Fest, das die Weihnachtszeit beschloss: &amp;#039;&amp;#039;[[Sie werden aus Saba alle kommen]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Bach-Werke-Verzeichnis|BWV]] 65, 1724) und &amp;#039;&amp;#039;[[Liebster Immanuel, Herzog der Frommen]]&amp;#039;&amp;#039; (BWV 123, 1725). Der sechste Teil seines Weihnachtsoratoriums, [[Weihnachtsoratorium (Bach)#Teil VI: „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“|Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben]], ist zur Aufführung im Gottesdienst am Epiphaniasfest bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
=== Dreikönigsfest und Sternsinger ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Ägidius - Pelchenhofen - 182.jpg|mini|Sternsinger in [[Bayern]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sternsinger Segensbitte Regen.jpg|mini|Sternsingersegen an einer Tür der [[Regen (Stadt)|Stadt Regen]] im [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]] für das Jahr 2008]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Heilige Drei Könige|Sternsinger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Brauchtum|Volksbrauchtum]] der [[Westkirche]] wurde das Epiphaniasfest auf das Motiv der [[Heilige Drei Könige|Heiligen Drei Könige]], der Weisen aus dem Morgenland, reduziert. Bei den [[Weihnachtskrippe|Krippen]] werden die Figuren am Dreikönigstag um drei Weise aus dem Morgenland ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weisen aus dem Morgenland gelten in der Tradition als die ersten [[Missionar]]e, die die Frohbotschaft in die ganze Welt hinausgetragen haben. Aus diesem Grund gilt das Fest Epiphanie als das älteste Missionsfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf altem Brauchtum gehen Gemeindemitglieder als „heilige Drei Könige“ mit einem Sternträger von Haus zu Haus. Meistens sind es Kinder und Jugendliche, die diese Aufgabe als „Sternsinger“ wahrnehmen; in katholischen Gegenden sind es [[Ministrant]]en, Kommunionkinder oder andere Jugendliche der jeweiligen Kirchengemeinde, in Österreich Mädchen und Buben der [[Jungschar]], die nicht nur die Frohbotschaft des [[Evangelium (Glaube)|Evangeliums]] verkünden, sondern auch Spenden für benachteiligte Kinder sammeln. Diese Tradition wird in Deutschland durch das [[Kindermissionswerk]] „Die Sternsinger“ unterstützt. In Österreich sammelt das [[Werk des Heiligen Apostels Petrus]] für die [[Weltmission]] und die Förderung von Projekten in Entwicklungsländern, und das Sternsingen wird von der jeweiligen [[Diözese]] als [[Dreikönigsaktion]], Hilfswerk der Katholischen Jungschar durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Menschen, die die Sternsinger einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und/oder sagen ein Gedicht bzw. ein Gebet auf. Dann schreiben sie an die Haustüren bzw. die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle [[Segen]]sbitte &amp;#039;&amp;#039;C+M+B&amp;#039;&amp;#039; mit der jeweiligen Jahreszahl, getrennt durch den Stern und drei Kreuze, die als Glaube, Liebe und Hoffnung interpretiert werden können. Geläufiger ist die Deutung als Abkürzung der legendarischen Namen der heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, für Lateinkundige sind es die Anfangsbuchstaben des Segensspruchs „[[Christus Mansionem Benedicat]]“ (Christus segne dieses Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der römisch-katholischen Kirche werden an Erscheinung des Herrn traditionell [[Tafelkreide|Kreide]] (für den Haussegen durch die [[Sternsinger]]), [[Weihrauch]] (im Gedenken an die Geschenke durch die Weisen aus dem Morgenland) sowie das Dreikönigswasser (im Gedenken der Taufe Jesu im Jordan) gesegnet. Das [[Benediktionale]] sieht dafür eigene kurze Gebete und Riten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Kathedrale|Bischofskirchen]] findet nach der Verkündigung des Evangeliums oder dem Schlussgebet die sogenannte [[Festankündigung]] der beweglichen Feste des Jahres statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Ländern werden zum Dreikönigsfest besondere Speisen zubereitet, so z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Dreikönigskuchen]], ein Hefegebäck in Form einer Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochneujahr ===&lt;br /&gt;
Der 6. Januar wird im süddeutschen und alpinen Raum im Volksbrauchtum auch als &amp;#039;&amp;#039;Neujahrstag&amp;#039;&amp;#039; betrachtet – [[Hochneujahr]], Großes Neujahr, Großneujahr, Oberster oder Öberster.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Kehrer: &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen drei Könige in Literatur und Kunst,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1; Leipzig, Verlag von E.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;Seemann, 1908; S.&amp;amp;nbsp;49. Auch heißt der 6. Januar in Deutschland der „oberste tac“, der „obere tag“. In einer Urkunde des Klosters Fürstenfeld aus dem Jahr 1325 ist zu lesen: „Am obersten“, im Cod. germ. 504 der Hof-Staatsbibliothek München aus dem fünfzehnten Jahrhundert „an dem obrosten tag“. [[Hermann von Fritzlar]] gibt die Motivierung in &amp;#039;&amp;#039;Buch von der Heiligen Leben&amp;#039;&amp;#039; 1349: „In anderen landen heizet iz der oberste tag ume di grözen ding die hüte geschehen sin an den driu kunigen, di suchten daz kint und funden iz also hüte“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung dieser Neujahrsvorstellung wurde bisher gemeinhin auf christliche Wurzeln zurückgeführt oder zumindest in einem christlichen Zeitraum angesetzt. Dieser Ansatz für die Vorstellung des 6.&amp;amp;nbsp;Januar als Neujahrstag wird mittlerweile angezweifelt, da er durch keine christliche Tradition gestützt wird&amp;amp;nbsp;– so gibt es beispielsweise keine Urkunde, in der der 6.&amp;amp;nbsp;Januar auf dem Gebiet des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] je als offizieller Neujahrstag erwähnt wird, im Gegensatz zu anderen christlichen Neujahrsdatierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Grotefend in &amp;#039;&amp;#039;Mansucripta-Mediavalia:&amp;#039;&amp;#039; „Es finden sich im Ganzen sechs verschiedene Jahresanfänge: 1. Januar; 1. März; 25. März; Ostern; 1. September; 25. December. Die specielle Darlegung des Gebrauchs des Jahresanfangs mit dem 1. Januar siehe unter Circumcisionsstil, 1. März siehe unter Vorcaesarischer Jahresanfang, 25. März siehe unter Annunciationsstil, Ostern siehe unter Osteranfang, 1. September siehe unter Byzantinischer Jahresanfang, 25. Dec. siehe unter Weihnachtsanfang.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit den Kalenderumstellungen und Anpassungen des 16.–18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts steht diese Vorstellung in keinerlei Zusammenhang, da die frühesten erhaltenen Nennungen bereits ins 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert datieren. Eine Deutung des Neujahrsverständnisses vom 6.&amp;amp;nbsp;Januar als Teil eines ursprünglich vorchristlichen Jahreskreises wird daher nicht mehr ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer vorchristlichen Vorstellung des 6. Januar als Neujahrstag verbinden sich weitere Elemente des Volksglaubens, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Rauhnacht|Rauhnächte (auch Raunacht oder Rauchnacht)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Oberfranken]] ist mit dem Hochneujahrstag der Brauch des [[Hochneujahr#Stärk’ antrinken|„Stärk’ antrinken“]] am Vorabend oder am Abend des 6. Januar verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tauchen nach dem ehrenvollen Kreuz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orthodoxe Christen, die Weihnachten am 25. Dezember nach dem Gregorianischen Kalender feiern, begehen am 6. Januar das Fest der Theophanie oder &amp;#039;&amp;#039;Epiphanie (Богоявление)&amp;#039;&amp;#039;. Priester segnen die Gewässer und werfen das &amp;#039;&amp;#039;časni krst&amp;#039;&amp;#039;, das „ehrenvolle Kreuz“, in die kalten Gewässer; Männer und selten auch Frauen [[Winterschwimmen|tauchen im kalten Wasser]] nach ihm, um es an Land zu holen, was Glück bringen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://religion.orf.at/stories/3203942/ &amp;#039;&amp;#039;Ripgans Bulgarien: Orthodoxe Bulgaren feierten trotz Pandemie Taufe Jesu.&amp;#039;&amp;#039;] orf.at. 6. Januar 2021, abgerufen am 7. Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Serbien]] und [[Russland]], wo die orthodoxe Kirche den [[Julianischer Kalender|Julianischen Kalender]] verwendet, fällt das Datum mit demselben Brauchtum auf den 19. Januar. Der Feiertag wird in Serbien &amp;#039;&amp;#039;Bogojavljenje (Богојављење)&amp;#039;&amp;#039; und in Russland &amp;#039;&amp;#039;Богоявление&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der Brauch ist an die [[Taufe Jesu]] im [[Jordan]] angelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bogojavljenje i plivanje za Časni krst: Od Beograda, preko Omska do Moskve - kako vernici obeležavaju praznik |Sammelwerk=BBC News na srpskom |Sprache=sr |Online=https://www.bbc.com/serbian/lat/balkan-51166772 |Abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wetterregeln ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Dreikönigstag gelten volkstümlich [[Wetterregel]]n:&lt;br /&gt;
# „Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinjahr.“&lt;br /&gt;
# „Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschenke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fireworks in Jaén (cropped).jpg|mini|Dreikönigsfeuerwerk in [[Jaén]] in [[Andalusien]], 2010]]&lt;br /&gt;
In [[Italien]] findet die Bescherung von Geschenken erst am 6. Januar statt, an &amp;#039;&amp;#039;[[La Befana]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.pilger-weg.de/allgemein/feiertage/festeimchristentum/labefana.html |titel=La Befana |werk=Pilgern und Pilger |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Spanien bringen traditionell erst die Drei Könige den Kindern die Geschenke, wie sie auch dem [[Jesuskind]] Geschenke brachten. Bei dem Umzug &amp;#039;&amp;#039;Cabalgata de los Reyes Magos&amp;#039;&amp;#039; ziehen sie mit ihrem Gefolge durch die Stadt: Wenn die Kinder vom Umzug zurück nach Hause kommen, waren die Könige schon da und haben die Geschenke hinterlassen. Oft legen die Kinder vorher Futter für die Kamele der Könige auf das Fensterbrett. Wenn die Kinder nicht brav waren, gibt es statt der Geschenke ein Stück Kohle – heute meist ein schwarz eingefärbter Brocken Zucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fastnacht ===&lt;br /&gt;
In der [[Schwäbisch-alemannische Fasnet|schwäbisch-alemannischen Fasnet]] beginnt traditionell am Dreikönigstag die [[Fastnacht]] mit verschiedenen Bräuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rauchen ===&lt;br /&gt;
In [[Vale de Salgueiro]] treffen sich die Dorfbewohner in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar zum gemeinsamen Feiern und rauchen, wobei hier traditionell auch Kinder [[rauchen]]. Dieses Brauchtum ungeklärten Ursprungs wird seit Jahren kritisch in den Medien behandelt. Auch die Behörden stehen dem Ritus kritisch gegenüber; versuchten 2019 allerdings vergeblich, die Minderjährigen vom Zigarettenkonsum abzuhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.epiphaniasfest-in-portugal-dorfbewohner-lassen-kinder-zum-christlichen-fest-rauchen.500d120b-da5f-4edd-934d-9bf7bc072044.html |titel=Epiphaniasfest in Portugal: Dorfbewohner lassen Kinder zum christlichen Fest rauchen |werk=Stuttgarter Zeitung |datum=2019-01-06 |sprache=de |abruf=2024-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Perchta]]&lt;br /&gt;
* [[Berchtoldstag]]&lt;br /&gt;
* [[Zwischen den Jahren]]&lt;br /&gt;
* [[Stern von Betlehem]]&lt;br /&gt;
* [[Weihnachtskrippe]]&lt;br /&gt;
* [[Krippenspiel]]&lt;br /&gt;
* [[Dreikönigstreffen (6. Januar)|Politisches Dreikönigstreffen]]: Das alljährliche Dreikönigstreffen der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] am 6. Januar in Stuttgart im Großen Haus (Opernhaus) des Staatstheaters Stuttgart.&lt;br /&gt;
* Auch die österreichische [[FPÖ]] veranstaltet ein Dreikönigstreffen, an wechselnden Orten.&amp;lt;!-- z.B. 2001: Unterpremstätten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Timkat]], das äthiopische Epiphanienfest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Becker-Huberti]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche.&amp;#039;&amp;#039; Greven, Köln 2005, ISBN 3-7743-0356-8.&lt;br /&gt;
* [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wallfahrt der Völker&amp;#039;&amp;#039;, 1987. In: [[Joseph Ratzinger Gesammelte Schriften|Gesammelte Schriften]] 14/1, Herder, Freiburg i. Br. 2019, S. 234–240, ISBN 978-3-451-38114-0.&lt;br /&gt;
* [[Konradin Ferrari d’Occhieppo]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Stern von Bethlehem in astronomischer Sicht. Legende oder Tatsache?&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Biblische Archäologie und Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3). 4. Auflage. Brunnen-Verlag, Gießen u. a. 2003, ISBN 3-7655-9803-8.&lt;br /&gt;
* Hans Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Heiligen Drei Könige. Zur Heiligenverehrung im kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; (= [[Rheinisches Archiv]]. Nr. 94). Röhrscheid, Bonn 1975, ISBN 3-7928-0376-3.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hutter]], [[Thomas Söding]], [[Franz Nikolasch]]: &amp;#039;&amp;#039;Epiphanie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Bd. 3, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sonderausgabe 2006, Sp. 719–722, ISBN 978-3-451-22012-8. (religionsgeschichtlich, biblisch, liturgisch)&lt;br /&gt;
* Ernst Lichtenstein: &amp;#039;&amp;#039;Östliche Theophanienfeier&amp;#039;&amp;#039;. In: Kyrios 3 (1938) 191–207, deutsche Übersetzung aus den Menaia.&lt;br /&gt;
* {{TRE|9|762|770|Epiphaniasfest I. Kirchengeschichtlich II. Praktisch-theologisch|[[Friedhelm Mann]], [[Hans-Christoph Schmidt-Lauber]]}}&lt;br /&gt;
* [[Paul Sartori]]: &amp;#039;&amp;#039;Dreikönige.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Eduard Hoffmann-Krayer]], [[Hanns Bächtold-Stäubli]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;C.M.B.–Frautragen.&amp;#039;&amp;#039; Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgabe de Gruyter, Berlin/Leipzig 1927. De Gruyter, Berlin/New York 1987, ISBN 3-11-011194-2, Sp. 448–459 ([[IArchive:handworterbuchdesdeutschenaberglaubensband2/page/n115/mode/1up|Digitalisat]] im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Epiphanie}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Epiphany|Epiphanie}}&lt;br /&gt;
* [https://heilige-dreikoenige.de/de/ Informationswebsite über die Heiligen Drei Könige] (Bonifatiuswerk)&lt;br /&gt;
* [https://www.ekd.de/Epiphanias-10818.htm Epiphanias] (EKD)&lt;br /&gt;
* [https://www.kalender-uhrzeit.de/feiertage/heilige-drei-koenige &amp;#039;&amp;#039;Heilige Drei Könige&amp;#039;&amp;#039;]. In: Kalender-Uhrzeit.de&lt;br /&gt;
* Andreas Schneider: [https://www.deutschland-lese.de/index.php?article_id=1147 &amp;#039;&amp;#039;Dreikönigstag&amp;#039;&amp;#039;]. In: Deutschland-Lese.de&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4196530-9|TEXT=Literatur zum|NAME=Dreikönigstag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Liturgisches Jahr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4196530-9|LCCN=sh85044425}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erscheinung des Herrn| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neujahrsbrauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tag mit Karnevalsbezug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbisch-alemannische Fastnacht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenk-, Feier- oder Aktionstag im Januar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochfest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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