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	<title>Erntegebet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T05:12:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erntegebet&amp;diff=2762092&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Snoopy1964: Archivlinks überprüft</title>
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		<updated>2025-02-13T10:00:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wikipedia:Defekte_Weblinks&quot; title=&quot;Kategorie:Wikipedia:Defekte Weblinks&quot;&gt;Archivlinks&lt;/a&gt; überprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Zeremonien des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erntegebets&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind von [[Asien]] über [[Europa]] bis [[Amerika]] verbreitet. Ursprünglich ist das Erntegebet die an [[Gott]] oder eine spezifische [[Naturgottheit|Natur-]], [[Landwirtschaftsgottheit|Landwirtschafts]]- bzw. [[Fruchtbarkeitsgottheit]] gerichtete Bitte um eine gute [[Ernte]], die in bäuerlichen Gesellschaften vor allem im [[Frühjahr]] gebräuchlich war. Sie ist es vielfach bis heute, wofür es eigene [[Festtag]]e oder [[Gebetswoche|-Wochen]] gibt. In Europa sind das einerseits die [[Bitttage#Erntebitttage|Bitttage]], die Rogate ([[Sonntage der Osterzeit]]) und regionale Bräuche, andererseits die [[Erntedankfest]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Südasien|Süd-]] und [[Ostasien]] haben sich viele Riten zu Volksfesten gewandelt, manche weisen Beziehungen zum [[Wetterzauber]] auf.&lt;br /&gt;
[[Datei:Nada no Kenka matsuri , himeji01.JPG|mini|260px|Das Kenka Matsuri-Erntefest in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isidor de Madrid Vinazer.jpg|mini|160px|[[Isidor von Madrid|Isidor]], Schutzpatron der Bauern. [[Martin Vinazer|Vinazer]] Schule 1750, [[St. Peter (Lajen)|St. Peter]], Südtirol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Während sich die Gebete in [[polytheistisch]] geprägten Kulturräumen hauptsächlich an [[Fruchtbarkeit]]s- oder [[Wettergott|Wettergötter]] richten, bisweilen auch an [[Ahnenkult|Ahnen]], gibt es im Juden- und [[Christentum]] oder Islam&amp;lt;ref&amp;gt;dawah.de: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Bittgebete rund ums Wetter&amp;#039;&amp;#039; |url=http://dawah.de/bittgebete_im_islam/bittgebete_rund_ums_wetter.htm |wayback=20130108092735 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; eigene – oft lokal geprägte – Riten und auch liturgisch gestaltete Feiern. In unwettergefährdeten Landstrichen sind [[Wettersegen]], [[Hagelprozession|Hagel-]] oder [[Bittprozession]]en Tradition, in säkularer Form Bräuche wie Hagelschießen oder ähnliches. Auch einige Heilige und [[Schutzpatron]]e  werden um gute Ernte oder zur Abwendung landwirtschaftlicher Schäden angerufen, etwa [[Leonhard von Limoges|St. Leonhard]], [[Notburga von Rattenberg|St. Notburga]], der heilige [[Isidor von Madrid]] oder im Weinbau [[Veit (Heiliger)|St. Veit]]. Manche Regionen kennen eigene Wallfahrten wie die [[Leonhardifahrt]] zum Gedeihen des Viehs und des [[Grünfutter]]s.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- St. Bernhard? (auf 1 Bild von [[Jörg Breu der Ältere]]?)&lt;br /&gt;
* Weinbau: [[Perchtoldsdorfer Hütereinzug]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altes Europa ==&lt;br /&gt;
Bei den Altgermanen wurden regional verschiedene [[Fruchtbarkeitsgottheit]]en angerufen, im altnordischen [[Skírnismál]]-Mythos etwa die [[Vanen]]. Vielfach waren die Könige für die Erntegebete (und auch für deren Erfolg) zuständig. Am Stentoftenstein von [[Blekinge]] (Südschweden) ist vermerkt, dass Hådulf ein „gutes Jahr“ gegeben habe – offenbar als erfolgreicher Vermittler zwischen der Fruchtbarkeitsgottheit und seinem Stamm. Besonders ausgeprägt war solches [[Sakralkönigtum]] in Uppland, wo sich die Dynastie der Ynglinger vom Gott [[Yngvi]] (Freyr) ableitete. Die Ynglinga saga berichtet sogar, dass ein König Domald geopfert wurde, um wiederholten Missernten ein Ende zu bereiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ynglinga saga Kap. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:April Mai Juni Jörg Breu d Ä.jpg|mini|230px|Frühjahr und Ernte. [[Jörg Breu der Ältere|Jörg Breu d.&amp;amp;nbsp;Ä.]], um 1510]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Erntegebete vorwiegend im Frühjahr stattfanden, gab es auch später angesetzte Riten, etwa die [[Mittsommerfest]]e zur Sonnenwende – wohl auch zur Abwendung von Unwettern. In Finnland feierte man [[Juhannus]] zu Ehren der Gottheit [[Ukko]], den Gott des Wetters, der Ernte und des Donners. In Irland wurde in der Sommermitte [[Lughnasadh]] gefeiert, um für eine gute Ernte zu beten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch manche griechischen [[Dionysos]]-Feste kreisten um Vegetation und Ernte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monatsbilder#Altertum|Monatsbilder]]  im Altertum&amp;lt;/ref&amp;gt;. Generell war in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] aber zunächst [[Priapos]], ein Sohn des Dionysos und der Aphrodite, als Gott der Fruchtbarkeit Beschützer von Feldfrüchten, Vieh und Fischen. Am abendlichen [[Sommerhimmel]] wurde dem Sternbild [[Jungfrau (Sternbild)|Jungfrau]] ein guter Einfluss für das Einbringen der Ernte zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Slawische Mythologie|slawischen Mythologie]] war ursprünglich [[Veles (Gott)|Veles]] (Volos), einer der Hauptgötter, Patron der Fruchtbarkeit, Beschützer des Viehs und der Ernte. Später wurde diese Funktion auf den heiligen [[Blasius von Sebaste|Blasius]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[römische Religion|altrömischen Religion]] galt die Göttin [[Ops]] (ähnlich wie die griechische [[Rhea (Mythologie)|Rhea]]) als Personifikationen der Natur und stand daher für [[Erntesegen]] und die Fruchtbarkeit. Später wandte sich die [[römische Mythologie]] an [[Ceres (Mythologie)|Ceres]], die Göttin des [[Ackerbau]]s, der Fruchtbarkeit und der [[Ehe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Afrika und Kanaren ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Schwarzafrika (demnächst)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptfest der [[Guanchen]], (Ureinwohner der [[Kanaren|kanarischen Inseln]]) war das Erntefest &amp;#039;&amp;#039;Beñesmen&amp;#039;&amp;#039; im Sommer, bei dem gesungen und getanzt wurde. Bis heute ist ihr Tanz „canario“ mit seinen kurzen, zügigen Schritten überliefert. Zur Zeremonie gehörte ein Festessen (guatativoa) und Wettkämpfe wie Steinheben oder Stockfechten (Vorläufer des heutigen [[Juego del Palo]]). Ob auch die rätselhaften [[Quesera]]s der altkanarischen [[Majos]] als rituelle Opferplätze dienten, ist noch ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittel- und Südamerika ==&lt;br /&gt;
In Mittelamerika deuten archäologische Forschungen darauf hin, dass zu den [[Götter der Maya|Maya]], der Azteken und verwandter Völker bei einigen [[Stufentempel]]n um gute Ernte und Verschonung von [[Unwetter]]n gebetet wurde. So war etwa [[Chaac]] als Regen- und Gewittergott bei den Mayas verantwortlich für Fruchtbarkeit und Ackerbau, aber auch der Sternen- und [[Windgottheit|Windgott]] [[Huracán]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Azteken]] wurden im Frühling dem Fruchtbarkeitsgott [[Xipe Totec]] Menschenopfer für eine gute [[Mais]]ernte gebracht. An Pfähle gefesselte Kriegsgefangene wurden mit Pfeilen durchbohrt und ihnen die Haut abgezogen, die 20 Tage vom Priester getragen wurde. So sollte das grüne Kleid des Frühlings symbolisiert werden und das Rascheln des Gewands an den Mais erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die alten Frühlingsriten in [[Südamerika]] ist relativ wenig bekannt, auch über jene der [[Inka]]-Fruchtbarkeitsgöttin [[Mama Allpa]]. In der [[Chimú-Kultur]], die zwischen 1250 und 1470 den Norden [[Peru]]s dominierte, schrieb man dem [[Mond]] und den Gezeiten das Gedeihen der [[Pflanzen]] und der [[Ernte]]n zu. Eine beliebte Opfergabe in den Küstengebieten Ekuadors war die glänzende [[Spondylus-Muschel]], die als Sinnbild von Meer, [[Regen]] und des Meeres und des Regens und damit als Fruchtbarkeitssymbol.&lt;br /&gt;
[[Datei:Figur der Pacha Mama mit Opfergaben - Salta 2003.JPG|mini|150px|Kl. Pachama-Statue mit Opfergaben (Originalbilder gibt es keine)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Quechua]]-sprechenden indigenen Völkern im [[Anden]]raum Südamerikas war und ist [[Pachamama]] oder &amp;#039;&amp;#039;Mama Pacha&amp;#039;&amp;#039; die als Gottheit verehrte, personifizierte [[Mutter Erde]] oder auch „Mutter Welt“, die Leben in vielfacher Hinsicht schenkt. Sie gilt heute auch als Hoffnung auf gesamtheitliches Leben und wurde 2008 als Symbol dieses Prinzips in die neue Verfassung von [[Ecuador]] aufgenommen. In der Volksreligion vermischt sich die Gestalt teilweise mit Maria, der [[Mutter Gottes]]. Über das ganze Jahr (mit Ausnahme der [[Karwoche]]) pflegt man regional verschiedene Riten, auch entsprechend dem Agrarzyklus. Man bedankt sich für alles, was man erhalten hat, und bittet um eine gute Ernte. Kleine Opfergaben sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Cocastrauch|Cocablätter]] oder der erste Bissen jeder Mahlzeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der Basis der [[Reziprozität (Soziologie)|Reziprozität]] und der Ausgewogensein mit dem gesamten [[Universum]] zielen die Riten und Gebete darauf, das Gleichgewicht der Kräfte in der Natur zu erhalten bzw. immer wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Judentum ==&lt;br /&gt;
Eines der Erntefeste im [[Judentum]] ist das [[Fest der Erstlingsfrucht]]. Es markierte die Zeit, in der man das Opfer der [[Erstlingsfrucht]] bringen sollte, um für die Beendigung der Erntesaison zu danken. Als Symbol dafür  wurden [[Weintrauben]], Korn, Öl, Wein und das erste [[Vlies]] dem Priester übergeben und von diesem als Opfer dargebracht, um [[JHWH]] für Regen und [[Fruchtbarkeit]] zu preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil laut [[Apostelgeschichte]] das Erscheinen des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] zum Zeitpunkt dieses Festes geschah, wird es i.a. dem christlichen [[Pfingstfest]] zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;keyofdavid.at: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Das Fest der Erstlingsfrucht: ein Schlüssel für Segen&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.keyofdavid.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=111&amp;amp;Itemid=123 |wayback=20130320075423 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Darbringen der [[Erstlingsfrucht|Erstlingsfrüchte]] und die Bitte um Gottes [[Huld]] wird schon im [[Tanach]] bei [[Kain]] und [[Abel (Bibel)|Abel]] beschrieben und im 3. Buch Mose beim Einzug Israels ins Gelobte Land rituell geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Süd- und Ostasien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hall of Prayer for Good Harvest.JPG|mini|links|Halle des Erntegebets, Teil des Himmelstempels von [[Peking]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hōnen Matsuri 2.JPG|mini|links|Hōnen Matsuri am Tagata-Schrein, Japan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr viele Kulte zum Erntegebet existieren seit jeher in [[Südasien]], [[China]] und [[Japan]] – besonders in den dicht bevölkerten Landstrichen. In [[Indien]] und dem umgebenden Regionen trägt der [[Hinduismus]] wesentlich zur Vielfalt der Riten bei, da er zahlreiche regionale [[Fruchtbarkeitsgottheit]]en kennt. Die [[indische Volksreligion]] erbittet eine gute Ernte nicht nur von den [[Gramadevata]]s (örtliche Gottheiten), sondern auch von [[Bhuta (Geist)|Bhutas]] oder [[Naturgeist]]ern. Die in Südindien und auf Ceylon lebenden [[Tamilen]] kennen mehrtägige Gebetszeiten, die gegen Jahresende ins Erntedankfest [[Pongal]] münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die indischen Gebetstage des [[Makar Sankranti]] – wenn Mitte Januar die Wirkung der [[Sonnenwende]] (&amp;#039;&amp;#039;Sakranti&amp;#039;&amp;#039;) deutlich wird – finden regional in verschiedensten Formen statt. Der nach alter Hindu-Tradition segenbringende Zeitabschnitt wird z.&amp;amp;nbsp;B. in Gebieten des [[Zuckerrohr]]-Anbaus schon als [[Erntedank]] gefeiert. Durch allgemeines Verschenken von Zuckerkuchen und den Spruch „Nimm dieses süße Teil und sprich süße Worte“ sollen etwaige Feindschaften enden und der zyklische Wandels in der Natur die spirituelle Entwicklung des Einzelnen anregen.&lt;br /&gt;
Im Norden Indiens und im [[Pandschab]], wo dies die kälteste Jahreszeit ist, feiert man hingegen &amp;#039;&amp;#039;[[Lohri]]&amp;#039;&amp;#039; mit Tänzen um ein [[Freudenfeuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chinas Hauptstadt [[Peking]] gibt es im Tempelbezirk des [[Himmelstempel]]s eine eigene, um 1420 erbaute &amp;#039;&amp;#039;Halle des Erntegebets&amp;#039;&amp;#039;. In diesem 38&amp;amp;nbsp;m hohen Bauwerk nach Art eines [[Buddhismus|buddhistischen]] [[Stupa]] nahmen im Frühjahr die [[Kaiser von China]] persönlich die Riten zum Erntegebet vor. Der [[Erntealtar]] in der Pekinger Kaiserstadt [[Huangcheng (Peking)|Huangcheng]] wurde 1421 in der Ming-Zeit gegenüber dem Kaiserlichen Ahnentempel angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Japan ==&lt;br /&gt;
In [[Japan]] trifft man sich allerorts zu herbstlichen Gebeten und Riten anlässlich der [[Reisernte]]. Diese Events hängen auch mit den [[Matsuri]]-Volksfesten zusammen und finden überwiegend am örtlichen [[Shintō-Schrein]] oder bei buddhistischen Tempeln statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andernorts gibt es auch [[Frühling]]s-Erntegebete im Februar, von denen jene im Heiligtum von [[Ise-Schrein|Ise]] am Schrein der Toyouke am bekanntesten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.at/books?id=Q4BQ0YmlPKIC&amp;amp;pg=PA94&amp;amp;lpg=PA94&amp;amp;dq=Erntegebet&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=rZu7dMd3xs&amp;amp;sig=DhuTFYRqCarLj7RyePbKjua0EsE&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=flBpUKrZDsT0sgbq8oCwAQ&amp;amp;ved=0CL8CEOgBMDQ#v=onepage&amp;amp;q=Erntegebet&amp;amp;f=false Wörterbuch der Mythologie, Band 6, &amp;#039;&amp;#039;Götter und Mythen in Ostasien&amp;#039;&amp;#039; (Shinto-Kulte p.94), Klett-Cotta, Stuttgart 1994]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ise-[[Ise-jingū#Feste|Festkalender]] beginnt eine [[Gebetswoche]] für eine erfolgreiche Ernte am 17. Februar unter Teilnahme eines kaiserlichen Abgesandten, die ihre Fortsetzung am 14. Mai und 4. August als Gebet für milde [[Wind]]e und mit Opfergaben für ein der Ernte zuträgliches Wetter findet. Am [[Frühlingsäquinoktium]] (20. März) wird in den Misono-Feldern des Heiligtums für eine erfolgreiche Ernte gebetet, und vom 15. bis zum 17. Oktober in der [[Kanname-sa]]-Zeremonie mit dort geernteten frischen Reisähren das [[Erntedankfest]] gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Fruchtbarkeitsfest ist [[Hōnen-Matsuri]] ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|豊年祭}}), was „reiches [[Erntejahr]]“ bedeutet. Diese Form des [[Matsuri]] ist in einigen Teilen Japans ein jährlicher Feiertag am Sonntag vor dem [[15. März]]. Die zwei bekanntesten Feste finden beim [[Tagata-Schrein]] in der Stadt [[Komaki]] nördlich von Nagoya statt, bzw. am [[Ōagata-Schrein]] in [[Inuyama]], ebenfalls in der Präfektur Aichi. Das Fest und seine Zeremonien feiern die Segnungen einer reichen Ernte, den neuen [[Sake]] (Reiswein) und den aus der Fruchtbarkeit folgenden Wohlstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu traditioneller [[Gagaku]]-Musik führt danach eine Prozession traditionell gekleideter Teilnehmer zwei Göttersänften [[Mikoshi]] mit einer Statue des Gottes &amp;#039;&amp;#039;Takeinadane-no-mikoto&amp;#039;&amp;#039; und einem 2 Meter langen hölzernen [[Phallus]] umher, den die Träger unterwegs hin und her schwenken. Shintō-Priester sprechen Gebete, segnen die Teilnehmer und überschütten sie dann mit kleinen Reiskuchen ([[Mochi]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike kannte auch [[Vorderasien]] zahlreiche Fruchtbarkeitszeremonien, insbesondere in [[Mesopotamien]] (siehe auch den Artikel [[Stufentempel]]). Neben Gebets- und Opferriten im [[Frühling]] wurden im späteren Jahresverlauf – wie auch im [[Judentum]] – die [[Jahreserstlinge]] dankbar gefeiert. Auf [[Sumerische Sprache|sumerisch]] hießen die Feiern &amp;#039;&amp;#039;nesag&amp;#039;&amp;#039;, auf [[Akkadische Sprache|akkadisch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Nisannu]]&amp;#039;&amp;#039; und im [[Hebräische Sprache|Hebräischen]] &amp;#039;&amp;#039;bikkurim&amp;#039;&amp;#039;. Das [[Altes Testament|Alte Testament]] verwendet letztgenanntes Wort auch in Verbindung mit dem Viehopfer der [[Erstgeburt]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fest der [[Jahreserstlinge]] in Mesopotamien und Israel&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erntedankfest]]e&lt;br /&gt;
* [[Kultstätte]], [[Naturheiligtum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanisches Fest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulttanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Fertility rite]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Snoopy1964</name></author>
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