<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ernstfarm</id>
	<title>Ernstfarm - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ernstfarm"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernstfarm&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T16:00:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernstfarm&amp;diff=1082383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Störfix: /* Heutige Nutzung */ https://www.np-coburg.de/inhalt.coburg-die-ernstfarm-muss-leer-werden.55549247-9ac3-43c2-b6e5-640035d3540d.html</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernstfarm&amp;diff=1082383&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-19T15:12:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heutige Nutzung: &lt;/span&gt; https://www.np-coburg.de/inhalt.coburg-die-ernstfarm-muss-leer-werden.55549247-9ac3-43c2-b6e5-640035d3540d.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ernstfarm Coburg-Scheuerfeld.jpg|mini|Ernstfarm Coburg]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernstfarm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ehemalige herzogliche [[Kammergut|Domäne]] am Stadtrand von [[Coburg]] im Stadtteil [[Scheuerfeld (Coburg)|Scheuerfeld]]. Herzog [[Ernst II. (Sachsen-Coburg und Gotha)|Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha]] beauftragte 1878 auf Anraten seines Bruders [[Albert von Sachsen-Coburg und Gotha|Prinzgemahl Albert von Großbritannien]] den Coburger Baurat [[Georg Konrad Rothbart]] mit der Planung und dem Bau der &amp;#039;&amp;#039;Musterfarm&amp;#039;&amp;#039; nach Vorbild englischer Hofgüter der &amp;#039;&amp;#039;Agriculture-Bewegung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
=== Das englische Vorbild ===&lt;br /&gt;
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, seit 1840 mit [[Victoria (Vereinigtes Königreich)|Königin Victoria]] verheiratet und Präsident der &amp;#039;&amp;#039;Royal Agricultural Society&amp;#039;&amp;#039;, ließ zunächst nahe [[Schloss Windsor]] um 1850 die &amp;#039;&amp;#039;Windsor-Farm&amp;#039;&amp;#039; als [[Agrochemie|agrikulturchemische]] Versuchsstation zur Forschung auf [[Chemie|chemisch]]-[[Physiologie|physiologischen]] Gebieten der Landwirtschaft und zur Kontrolle von [[Saatgut|Sämereien]], Futter- und künstlichen [[Kunstdünger|Düngemitteln]] anlegen. Sie wurde zum Vorbild weiterer Musterfarmen wie &amp;#039;&amp;#039;Shaw-Farm&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Prince-Albert-Farm&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Osborn-Farm&amp;#039;&amp;#039;, die sich in ihrem Aufbau sehr von den Farmen herkömmlicher Art unterschieden. So waren die Wege zwischen den Nutzbauten möglichst kurz gehalten, um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen. Auch verzichtete man bei der Ausgestaltung der Gebäude auf jeden überflüssigen Luxus, legte aber besonderen Wert auf die Einhaltung von [[Hygiene]], was nicht zuletzt durch eine optimale [[Wasserversorgung]] ermöglicht wurde. Das Wasser diente der Kühlung der [[Milch]] und dem Betrieb von [[Dampfmaschine]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Morsbach und Otto Titz, &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler in Bayern - Stadt Coburg&amp;#039;&amp;#039;, Reihe &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039; Band IV.48, Karl-M-Lipp-Verlag, München 2006, Seiten 204, 434&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert strebte an, Musterfarmen nach englischem Vorbild auch außerhalb des [[Königreich]]s und dabei besonders in seiner Heimat [[Deutschland]] populär zu machen, stieß aber bei dem Versuch, technologische Neuerungen im Bereich der Landwirtschaft in historische Strukturen zu transferieren, fast immer auf nahezu unüberwindliche Schwierigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Eckstein in &amp;#039;&amp;#039;Prinz-Albert-Studien&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Vortrag in der 3. Sektion, Verlag K.G. Saur, München 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Coburger Musterfarmen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernstfarm Hof.jpg|mini|220px|Innenhof mit Blick nach Osten]]&lt;br /&gt;
In seinem ähnlich fortschrittlich denkenden Bruder Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha fand Albert einen starken Befürworter seiner Ideen. Allerdings ließ Ernst erst nach Alberts frühem Tod in Coburg zwei entsprechende landwirtschaftliche Mustergüter erbauen: 1861 bis 1863 am Rande des Parks von [[Schloss Callenberg]], seinem Sommersitz, und infolge des positiven Echos hierauf 1878 die Ernstfarm westlich von Coburg zwischen Kürengrund, [[Scheuerfeld]] und [[Weidach (Weitramsdorf)|Weidach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Coburger Musterfarmen zeugten vom grundlegenden Umbruch in der Landwirtschaft im Laufe des 19. Jahrhunderts. Ausgelöst durch [[Justus von Liebig]]s 1840 erschienenes Werk über die Agrikulturchemie und verstärkt seit 1851 durch die [[Great Exhibition|Londoner Weltausstellung]], entstanden in Deutschland erste &amp;#039;&amp;#039;Agrikulturchemische Versuchsstationen&amp;#039;&amp;#039;. Das enorme Anwachsen der englischen Bevölkerung zwang die dortige Landwirtschaft zu hoch entwickelter [[Viehzucht]] und damit verbundenem effektiven Futteranbau und wirkte auf die deutschen Betriebe wegweisend. Zahlreiche Verbesserungen wurden durch die Gründung der beiden Coburger Betriebe umgesetzt, vorrangig die [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]] von Betriebsabläufen. Hierzu zählten neben kurzen Wegen und optimaler Wasserversorgung und Entsorgung der [[Gülle]] auch verbesserte [[klima]]tische Verhältnisse in den Stallungen. Ehemals manuelle Tätigkeiten wurden mehr und mehr von mechanischen Hilfsmitteln und [[Maschine]]n übernommen, die sich vorher auf dem Kontinent nicht durchsetzen konnten, nun aber ständig weiterentwickelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernstfarm Stallungen Nord.jpg|mini|220px|Nördliche Stallungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernstfarm Pächterhaus.jpg|mini|220px|Pächterhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernstfarm Stallungen Süd.jpg|mini|220px|Südliche Stallungen, Pferdestall]]&lt;br /&gt;
Bis heute liegt das [[Ensemble (Architektur)|Ensemble]] der Ernstfarm inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen. Das Zentrum der Farm bildet ein geschlossener rechteckiger Hof von etwa 150 mal 100 Metern Seitenlänge, der von Südosten her durch eine von zwei Steinpfosten markierte Zufahrt erreichbar ist. Die Hauptgebäude gruppieren sich um diesen Hof, an der Ostseite das [[Pachtvertrag (Deutschland)|Pächter]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wohnhaus mit zwei [[Gesinde]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;trakten, an der Nord- und Südseite Stallungen für [[Hauspferd|Pferde]], [[Hausrind|Rinder]] und [[Hausschwein|Schweine]] und an der Westseite ein lang gestrecktes Gebäude mit Futterküche und Wirtschaftsräumen. Außerhalb dieses Gevierts befindet sich eine hölzerne Feldscheune und ein weiteres, später hinzugefügtes Stallgebäude, das der gesamten Südseite vorgelagert ist. Ein weit verzweigtes System aus Gusseisen- und Sandsteinröhren entsorgte die Gülle in eine unterirdische Grube. Ein hoher Industrie[[schornstein]], der zu einem separat gestellten Dampfmaschinenhaus und einer [[Brennerei]] gehörte, dominierte das Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur der ehemalige Schweinestall sowie das Erdgeschoss des Hauptgebäudes mit seinen Nebengebäuden sind noch in ihrem Ursprungsbestand erhalten. Alle anderen Gebäude sind im Laufe der letzten 130 Jahre um-, aus- oder dazugebaut worden. Das 1878 fertiggestellte Pächterhaus erhielt nach 1920 im Mitteltrakt ein neues Dach und wurde 1934 um ein Geschoss erhöht, die beiden Seitenflügel den neuen Gegebenheiten angepasst. Der Mitteltrakt zeigt sich deshalb heute, im Gegensatz zu den eingeschossigen Seitenflügeln, zweigeschossig mit einem [[zwerchhaus]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ähnlichen Uhrengiebel mit geraden Schenkeln und abgetreppter Binnenfläche. Der insgesamt elfachsige Bau ist in Ziegel mit Sandsteingliederungen ausgeführt, die durchgängigen Segmentbogenstürze der Fenster sind im Erdgeschoss aus Sandstein, im Obergeschoss aus Ziegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Fassungen der Fenster und der über ihnen angeordneten [[Luftwechsel|Ventilations]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;öffnungen der lang gestreckten Scheunen und Stallungen sind, wie auch die Sockelläufer, in Sandstein ausgeführt. Auf Ornamentik wurde, den baulichen Prinzipien der damaligen [[Architektur|Industriearchitektur]] folgend, fast völlig verzichtet. Nur die eisernen inneren [[Anker (Bauwesen)|Zuganker]] an den Fassaden sind durch verzierte [[Rosette (Ornamentik)|Rosetten]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;köpfe hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Morsbach und Otto Titz, &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler in Bayern - Stadt Coburg&amp;#039;&amp;#039;, Reihe &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039; Band IV.48, Karl-M-Lipp-Verlag, München 2006, Seite 205&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die Ernstfarm ging 1920 aufgrund des [[Staatsvertrag]]s mit [[Bayern]], der die Eingliederung des [[Sachsen-Coburg und Gotha (Herzogtum)|Herzogtums Coburg]] regelte, in das Eigentum des Freistaates über. Zu Beginn der 1920er Jahre wurden die Scheunen im Südwesten erweitert und die Schweine-, Rinder- und Pferdeställe verändert. 1953 und nochmals 1968/69 erfolgten größere Umbauten in der Brennerei und den Stallungen. 1976 schließlich sprengte man den Schornstein, da er durch die Aufgabe der Dampfmaschine und der Brennerei überflüssig geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Gebäude wurden nicht mehr benötigt und standen leer, bis 2003/04 die Umnutzung der Ernstfarm in einen Handwerkerhof mit Lehrlingsunterkünften mit den entsprechenden Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen, dem Einbau einer Gaststätte und eines Mehrzweckraumes im Bereich der ehemaligen [[Lehrküche]] erfolgte. 2007 befanden sich 14 Betriebe aus den Bereichen Gastronomie, Handwerk, Naturkost, Design, Raumausstattung und Pferdehaltung auf der Ernstfarm. Trotz der baulichen Veränderungen sind die architektonischen Details der Anlage noch gut erkennbar. Zum 31. Dezember 2023 endete nach 20 Jahren der Pachtvertrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schloss Callenberg#Musterfarm|Musterfarm auf Schloss Callenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Morsbach und Otto Titz, &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler in Bayern – Stadt Coburg&amp;#039;&amp;#039;, Reihe &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039; Band IV.48, Karl-M-Lipp-Verlag, München, 2006, ISBN 3-87490-590-X, S.&amp;amp;nbsp;204–205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://ernstfarm-coburg.de Internetpräsentation der Ernstfarm-Betriebe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/15/47.03/N |EW=10/55/54.26/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehöft in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernst II. (Sachsen-Coburg und Gotha)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Störfix</name></author>
	</entry>
</feed>