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	<title>Ernst van Aaken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T07:18:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pallaskatz1 am 17. Juni 2025 um 17:34 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst van Aaken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Mai]] [[1910]] in [[Emmerich am Rhein|Emmerich]]; † [[2. April]] [[1984]] in [[Schwalmtal (Niederrhein)|Schwalmtal-Waldniel]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Sportmedizin]]er und [[Training (Sport)|Lauftrainer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst van Aaken wurde 1910 in Emmerich geboren. 1934 wurde er Westdeutscher Hochschulmeister im [[Stabhochsprung]] und erhielt eine Olympianomination für [[Gewichtheben]]. Von 1931 bis 1938 studierte er [[Philologie]], [[Pädagogik]], [[Astronomie]] und [[Medizin]] ([[Chirurgie]]) in [[Bonn]]. 1939 heiratete er Adelgundis Koenen, das Ehepaar bekam sieben Kinder. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war van Aaken als [[Stabsarzt]] auf der [[Krim]] und im [[Elsaß]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stabhochspringer erzielte er am 21. Juli 1946 in Duisburg seine persönliche Bestleistung von 3,50 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war van Aaken zunächst Assistenzarzt in [[Balve]] im [[Sauerland]], bevor er 1947 nach [[Waldniel]] zog, wo er eine Praxis eröffnete, die sich auf [[Sportmedizin]] und [[offene Beine]] spezialisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Waldnieler Arzt ging als „Laufdoktor“ und Erfinder des „Waldnieler Dauerlauftrainings“ in die Laufgeschichte ein. Als Sportmediziner, Trainer und Aktiver setzte er sich bereits vor [[Arthur Lydiard]] mit Vehemenz für den [[Langstreckenlauf]] und das [[Training]] der „reinen Ausdauer“ mit hohen Kilometerumfängen ein. Täglicher Dauerlauf (Radfahren, Skilanglauf etc.) für jedermann, für Frauen, Alte und Kinder, war seine Devise, dazu eine maßvolle Ernährung. Er bekämpfte das bis Mitte der 1960er Jahre vorherrschende [[Intervalltraining]] der Freiburger Schule. Ebenso förderte er den damals verbotenen Langlauf-Wettkampf für Kinder statt der [[Anaerobie|anaeroben]] Mittelstreckenläufe. Er favorisierte ein Mischungsverhältnis von 40:1 zwischen reinem aeroben Training und anaeroben Belastungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst van Aaken: &amp;#039;&amp;#039;Das Waldnieler Ausdauertraining.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leistungssport.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Nr. 2, 1971, S. 12–18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Trainingsempfehlungen entsprechen heute unter anderem dem Training der norwegischen [[Skilanglauf|Skilangläufer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;...und van Aaken hat doch Recht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiridon.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, Nr. 3, 2016, S. 14–16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begründete weiterhin den Deutschen Verband Langlaufender Ärzte. Als Vorsitzender und Trainer des von ihm 1953 gegründeten kleinen niederrheinischen Sportvereins [[OSC Waldniel]] errang er mit seinen Aktiven insgesamt 15 deutsche Meistertitel und beriet darüber hinaus Läufer der Spitzenklasse, vor allem [[Harald Norpoth]], der [[Olympische Sommerspiele 1964|1964]] in [[Tokio]] Olympiazweiter über [[5000-Meter-Lauf|5000 m]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. September 1967 organisierte er in Waldniel einen [[Marathonlauf]], in dem er heimlich zwei Frauen starten ließ. Eine von ihnen, [[Anni Pede|Anni Pede-Erdkamp]], wurde Dritte des Laufs und stellte dabei eine inoffizielle [[Leichtathletik-Weltrekorde|Weltbestleistung]] auf. Van Aaken gilt als wichtigster Pionier des Marathonlaufes für Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnd Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Ernst van Aaken, MD, and the beginning of women&amp;#039;s marathon racing in Germany.&amp;#039;&amp;#039; In: S. Bandy, A. Hofmann, A. Krüger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gender, Body and Sport in Historical and Transnational Perspectives. Festschrift für Gigliola Gori.&amp;#039;&amp;#039; Dr. Kovac, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-3038-6, S. 157–174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 gehörte Ernst van Aaken zu den Gründern der Interessengemeinschaft älterer Langstreckenläufer, welche als erste Seniorensportorganisation eigene Meisterschaften durchführte und federführend war bei der Etablierung der allgemeinen [[World Masters Athletics Championships|Seniorenleichtathletikbewegung]] in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Geschichte der WMA auf world-masters-athletics.com |url=http://www.world-masters-athletics.org/history |wayback=20121025040820  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde van Aaken beim abendlichen Lauftraining beim Kreuzen der Straße von einem Auto erfasst. Beide Beine mussten infolge seiner schweren Verletzungen amputiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der folgenden Jahre schrieb er eine Reihe von Büchern. Das bekannteste ist &amp;#039;&amp;#039;Programmiert für 100 Lebensjahre&amp;#039;&amp;#039;. Van Aaken hielt Vorträge, auch in den USA und Japan, und organisierte vor allem Frauenläufe über die Marathonstrecke und über 100 Meilen in seinem Heimatort Waldniel, heute [[Schwalmtal (Niederrhein)|Schwalmtal]]. Dort wurde er zum [[Ehrenbürger]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurde Ernst van Aaken mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] geehrt. Seine Praxis führte van Aaken bis zu seinem Tod 1984 fort. Er beriet aktive Läufer und insbesondere [[Herzinfarkt]]- und [[Krebs (Medizin)|Krebspatienten]] in der Nachsorge durch therapeutisches Laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorien van Aakens über die Bedeutung des reinen Ausdauerlaufes, die er durch Beobachtung, jedoch nur in den seltensten Fällen evidenzbasiert, entwickelte, haben sich nach und nach bewahrheitet, so der Schutz vor Herzkreislauferkrankungen, Prävention in Bezug auf Diabetes und das Metabolische Syndrom, deutliche Verringerung des Krebsrisikos vor allem bei Brust- und Prostata-Krebs, Reduktion des Depressions- und Demenz-Risikos, ausgeprägte anti-entzündliche Wirkung, Abbau von Bauchfett,  Bremswirkung von Osteoporose, Anti-Aging Effekt, Verbesserung des Fettstoffwechsels etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Uhlenbruck]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Pionier mit Power.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiridon.&amp;#039;&amp;#039; Band 40, Nr. 3, 2014, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge und Theorie einer allgemeinen und chemischen Physiologie der Ausdauerfunktion.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Dauerfunktion der biologischen Oxydation als Krebsprophylaxe.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Dauerbewegung als Voraussetzung der Gesundheit. &amp;#039;&amp;#039; Lebenskunde Verlag 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Programmiert für 100 Lebensjahre. Wege zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Pohl-Verlag, Celle 1974, ISBN 3-7911-0130-7. (8. Aufl. 1982)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritik des Intervalltrainings Freiburger Prägung aus Biochemie &amp;amp; Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alternativ-Medizin durch Ausdauer&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Mehr Wissen, Düsseldorf, 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Laufbuch der Frauen&amp;#039;&amp;#039; Meyer + Meyer Fachverlag, Aachen 1989 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur über Ernst van Aaken ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Laufpioniere in Deutschland. Ernst van Aaken&amp;#039;&amp;#039;, in: r1. runningfirst Magazin 2014, Nr. 1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Margret Crisp: Ernst van Aaken - 100 Jahre (1910-2010)&amp;#039;&amp;#039; Heimatbote Schwalmtal 2010.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Englehart: The big old man of endurance training - Coach Ernst van Aaken was well ahead of his time&amp;#039;&amp;#039;, in: Marathon and Beyond, 2007 (Vol 11, No.2).&lt;br /&gt;
* deutsch (Übers. Wiepke van Aaken): &amp;#039;&amp;#039;Richard Englehart: Der große alte Mann des Ausdauertrainings. Der Trainer Ernst van Aaken war seiner Zeit weit voraus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dr-van-aaken.com/bilder/MarathonBeyond_Englehart.pdf |wayback=20180508102906 |text=&amp;#039;&amp;#039;Richard Englehart: Der große alte Mann des Ausdauertrainings. Der Trainer Ernst van Aaken war seiner Zeit weit voraus&amp;#039;&amp;#039;, entnommen: 26. April 2019 (PDF-Datei)   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Breidenbach-Bernau: Begegnungen im Schatten des Herakles&amp;#039;&amp;#039;, in: Spiridon 4/1985.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Margret Crisp: Das war van Aaken&amp;#039;&amp;#039; Edition Spiridon 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gerhard Uhlenbruck]]: Der provozierende Prophet&amp;#039;&amp;#039;, in: Spiridon 4/1984.&lt;br /&gt;
* [[Karl Lennartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Marathonlauf. Von den Anfängen bis van Aaken. Teil 1&amp;#039;&amp;#039;. (Band 8 der Serie &amp;#039;&amp;#039;100&amp;amp;nbsp;Jahre Leichtathletik in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;), Spiridon, Erkrath 2005, ISBN 3-922011-25-X. Herausgegeben von der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für Sportdokumentation&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118818759}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dr-van-aaken.com/ Homepage Ernst van Aaken]&lt;br /&gt;
* [http://www.oscwaldniel.de/ Homepage des OSC Waldniel]&lt;br /&gt;
* Werner Sonntag: [https://www.laufreport.de/portraits/personen/aaken/aaken.htm &amp;#039;&amp;#039;Ernst van Aaken zum Gedenken.&amp;#039;&amp;#039;] Mai 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118818759|LCCN=n/81/118974|VIAF=67262344}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aaken, Ernst van}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leichtathletiktrainer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Kreis Viersen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwalmtal, Niederrhein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aaken, Ernst van&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sportmediziner und Trainer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Emmerich (heute: [[Emmerich am Rhein]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schwalmtal (Niederrhein)|Schwalmtal-Waldniel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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