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	<title>Ernst Ziesel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Ziesel&amp;diff=1585633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-08-09T06:11:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AEG-Fabriken Humboldthain, Berlin (GIMS9669).jpg|mini|AEG-Fabrikgebäude von Ernst Ziesel, Gustav-Meyer-Allee 25&amp;lt;!-- bzw. Gartenstraße ?--&amp;gt;, [[Beamtentor]] am [[Volkspark Humboldthain]], Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Paul Ernst Ziesel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1880]] in [[Wesel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kriegsstammrolle Bayern, bayrische-Sanitäts-Kraftwagen-Abteilung 06, Band 6., Nr. 1675&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[20. Januar]] [[1946]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;StA Charlottenburg von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 543/1946&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Architekt]], der in den 1920er Jahren unzählige Industriebauten im Berliner Raum errichten konnte. Die meisten Fabrikhallen-Entwürfe sind in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur [[Gerhard Mensch (Bauingenieur)|Gerhard Mensch]] entstanden und gute Beispiele des [[Konstruktivismus (Architektur)|Konstruktivismus]]. Die noch erhaltenen Gebäude stehen unter [[Denkmalschutz]]. Ziesel war neben [[Peter Behrens]], [[Paul Tropp]], [[Gottfried Klemm]] und [[Paul Sellmann (Architekt)|Paul Sellmann]] einer der Hausarchitekten der Firma [[AEG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke nach Entwürfen von Ernst Ziesel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster 1913 von Ernst Ziesel fertiggestellter Gebäudekomplex ist ein Wohn- und Geschäftshaus in der damals selbstständigen [[Bezirk Spandau|Stadt Spandau]] (Moritzstraße 2, Kurbad Spandau).&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09085688| Wohn- und Geschäftshaus in Spandau, 1913}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziesel bekam von der &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (Gebag) in [[Berlin-Oberschöneweide]] den Auftrag zur Erweiterung einer 1924–1925 von [[Jean Krämer]] errichteten Arbeiter-Reihenhaus-Wohnsiedlung (&amp;#039;&amp;#039;[[Siedlung Gebag]])&amp;#039;&amp;#039; im Areal Zeppelinstraße 73–87 / An der Wuhlheide 26–40 / Fontanestraße 3–7 / Triniusstraße 10–11A. Die bereits vorhandenen Gebäude waren nach den damals aktuellen reformerischen Prinzipien für Arbeiterwohnungsbauten durchkonstruiert. Ziesel ergänzte 1928/1929 die zwei- und dreigeschossigen [[Reihenhaus|Reihenhäuser]] behutsam im angepassten Baustil. Die Ziegelsteingebäude sind mit ockerfarbenem Putz ausgeführt, rote [[Klinker]], dreiflügelige Fenster und [[Biberschwanz]]-gedeckte Walmdächer bilden eine sparsame Gebäudeausstattung. Die Ergänzungsbebauung führte zu einem großzügigen Innenhof mit einer Grünanlage. Der gesamte Wohnkomplex aus sieben Mehrfamilienhäusern wurde im Zeitraum 2000 bis 2002 auch mit Fördergeldern des Senats instand gesetzt. Die straßenseitigen Bauten bieten durch zusätzliche Schallschutzmaßnahmen unter Beachtung des Denkmalschutzes eine gute Wohnqualität. Für die ausgeführten Arbeiten erhielt die Eigentümerin, eine private Wohnungsbaugesellschaft, den „Bauherrenpreis Treptow-Köpenick 2001“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{webarchiv |wayback=20070319060530 |url=http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/denkmalschutz/de/foerdervorhaben/oberschoeneweide/fontanehof.shtml |text=Gebag-Siedlung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09020137 |Fontanehof in Oberschöneweide}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufstrebende Firma [[AEG]] begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Produktion von elektrischen Anlagen und Zubehör in neuen Fabrikhallen auf einem Gelände im damaligen Berliner Vorort [[Berlin-Gesundbrunnen|Gesundbrunnen]] (Hussitenstraße 26–31). Zwischen 1906 und 1913 wurden weitere Gebäude nach Entwürfen der Architekten [[Franz Schwechten]], [[Johannes Kraaz]], [[Peter Behrens]] und [[Karl Bernhard (Ingenieur)|Karl Bernhard]] hinzugebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;AEG-Fabriken Brunnenstraße: [http://www.brunnenstrasse.de/_fotos/x13-12.gif Plan vom Oktober 1912]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine zweite Erweiterungsphase fand zwischen 1928 und 1941 statt. Ernst Ziesel lieferte in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur [[Gerhard Mensch (Bauingenieur)|Gerhard Mensch]] die Pläne für eine Umformerstation, eine Lagerhalle („Güterboden“) und eine Montagehalle auf dem Eckgrundstück Hussitenstraße / Gustav-Meyer-Allee, die 1928 fertiggestellt wurden. Als [[Tragwerk (Bauwesen)|Tragwerk]] der Halle, in den Abmessungen 137&amp;amp;nbsp;Meter lang, 33&amp;amp;nbsp;Meter breit und 24&amp;amp;nbsp;Meter hoch, wurde ein [[Stahlskelettbau|Stahlskelett]] gewählt. Das Grundgerüst ist mit [[Backstein]] und Glas ausgefacht und wird von einem gläsernen Dach abgeschlossen. Drei etagenförmig angeordnete Krananlagen und zwei Laufkräne erleichterten den Transport und die Montage großer Maschinen und Maschinenteile. Laborgebäude, 1940/1941 ebenfalls durch Ziesel geplant, bildeten den Abschluss der Bebauung. Die Montagehalle wurde 1966 auf 180 Meter verlängert, auf 45&amp;amp;nbsp;Meter verbreitert und auf 26&amp;amp;nbsp;Meter erhöht. Diese Umbauarbeiten waren im Juli 2003 abgeschlossen, sie gelten praktisch als Neubau.&amp;lt;ref&amp;gt;[[AEG#1945 bis Ende der 1960er Jahre|AEG – tabellarische Chronik; 1966]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09030290|Brunnenstraße 111, AEG-Fabriken Brunnenstraße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als AEG Mitte der 1980er Jahre die Produktion hier aufgab, standen die auf dem Gelände verbliebenen Gebäude leer. Ab den 1990er Jahren wurden sie unter der Verantwortung der [[Gewerbesiedlungs-Gesellschaft]] Berlin (GSG) als „[[Technologie- und Innovationspark Berlin]]“ (TIB) umgeplant und schrittweise saniert. Der Aus- und Umbau erfolgte durch die Architektengemeinschaft Fehr&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;Partner unter Leitung des Architekten [[Hans-Joachim Tunnat]] und war im Jahr 2003 abgeschlossen. Das „Berliner Innovations- und Gründer Zentrum“ (BIG) mit zahlreichen Firmen oder Neugründungen sowie Institute der [[Technische Universität Berlin|TU Berlin]] und die [[Fraunhofer-Gesellschaft]] (FhG) siedelten sich an. Die oben genannte große Montagehalle erhielt bei ihrer Neueröffnung den Namen „Peter-Behrens-Halle“, sie dient der Fakultät&amp;amp;nbsp;VI (Institut für Bauingenieurwesen) der TU Berlin als Testfeld für Festigkeits- und Verformungsverhalten von Bauteilen im Maßstab&amp;amp;nbsp;1:1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.lndw.tu-berlin.de/programm/haus-des-bauens-nach-themen-teaser/ |wayback=20160116134520 |text=TU Berlin zu den o.g. Bauten. |archiv-bot=2023-12-19 13:21:02 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 16. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-0203-323, Berlin, EAW Treptow, Hauptgebäude.jpg|miniatur|hochkant|1987: Der &amp;#039;&amp;#039;VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow&amp;#039;&amp;#039; an der Elsenstraße&amp;lt;br /&amp;gt;(heute: An den Treptowers)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin treptower 20050205 p1000178.jpg|miniatur|hochkant|Historische Gebäude und der neue 125 Meter hohe Büroturm der [[Treptowers]], 2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte Bauwerk von Ernst Ziesel ist der Komplex der &amp;#039;&amp;#039;[[Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“|Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow]]&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde 1928 von der AEG für die Produktion elektrischer Geräte in Auftrag gegeben. Ziesel konnte auf einem großen Gelände in [[Berlin-Alt-Treptow|Alt-Treptow]], begrenzt durch das Ufer der [[Spree]] im Norden, den [[Bahnhof Berlin Treptower Park|S-Bahnhof Treptow]] im Osten, die Hoffmannstraße im Süden und die Zobelstraße westlich, einen monumentalen Industriebau mit Verwaltungsgebäude verwirklichen. Die Straßenfront wird an der Ecke Elsenstraße/Hoffmannstraße durch ein erhöhtes Geschoss turmartig betont. Die 6- bzw. 8-etagigen klinkerverkleideten 14-achsigen Baukörper bilden einen Innenhof. Im Jahr 1939 erfolgten nach Plänen von Ziesel ein Umbau und ein Ergänzungsbau durch die Baufirma Richter und Schädel. Die politische Entwicklung nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] führte zur [[Enteignung]] aller im [[Ost-Berlin|Ostsektor]] Berlins gelegenen Werke der AEG, die Produktionsstätte wurde zum &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow&amp;#039;&amp;#039; (EAW), die bis zur Auflösung der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] verschiedene Elektrogeräte herstellten. Nach dem Ende der Produktion erwarb die Versicherungsgesellschaft [[Allianz SE|Allianz]] den Gebäudekomplex. Die historischen Bauten wurden saniert, in unmittelbarer Nachbarschaft ließ die Gesellschaft von 1993 bis 1998 einen 122&amp;amp;nbsp;Meter hohen Turm aus Beton und Glas sowie drei weitere moderne Einzelbauten errichten, die als &amp;#039;&amp;#039;[[Treptowers|TrepTowers]]&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet vom Ortsteil Treptow und dem englischen Wort für Türme) bezeichnet werden. Die Ausführung der Arbeiten lag in den Händen der Architektengemeinschaft [[Schweger associated architects|ASP Schweger &amp;amp; Partner]] aus Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schweger-architects.com/de/architecture/treptowers-allianz |wayback=20160116134522 |text=Fa. Schweger &amp;amp; Partner zu den Treptowers |archiv-bot=2018-12-03 20:40:16 InternetArchiveBot }}; neu abgerufen am 16. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Adresse der gesamten Anlage lautet nun &amp;#039;&amp;#039;An den Treptowers&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039;, es ist die Berliner Zentrale der Versicherungsgesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09020333|AEG - EAW in Treptow}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.michael-burghardt.de/diss/node165.html Eine detaillierte Darstellung zum Bauablauf der Treptowers als Bestandteil der Dissertation eines Architekten der Technischen Universität Darmstadt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreich im früheren Randgebiet Oberschöneweide von Berlin gegründeten oder dorthin umgesiedelten Firmen führten zu entsprechenden Bauaufträgen an Architekten, die bereits erste Industriebauten verwirklicht hatten. Die AEG beauftragte für die neue &amp;#039;&amp;#039;Kabelproduktion&amp;#039;&amp;#039; am Standort Wilhelminenhofstraße 76–77 im Jahr 1928 unter anderem auch wieder Ernst Ziesel mit Entwürfen für ein Kesselhaus und eine Gummischlauchfabrik (&amp;#039;&amp;#039;Hallenblock&amp;amp;nbsp;IX&amp;#039;&amp;#039;; bekannt geworden als &amp;#039;&amp;#039;Fernmeldekabelfabrik Oberschöneweide&amp;#039;&amp;#039;). Ziesel errichtete zusammen mit dem erfahrenen Bauingenieur Gerhard Mensch eine der ersten Stockwerksfabriken in [[Stahlskelettbauweise]]. Nach Weiterführung der Kabelproduktion auch in der DDR-Zeit endeten die Aktivitäten auf dem Gelände im Jahr 1992. Die Bauten von Ziesel/Mensch fielen 2006 im Auftrag des Berliner Senats der Abrissbirne zum Opfer, obwohl es breiten Protest gegen diese Maßnahme gegeben hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{webarchiv|wayback=20070705004422 |url=http://www.docomomo.de/Veranstaltungen/fernmeldekabelfabrik_docomomo.pdf |text=Schreiben der Stiftung Bauhaus Dessau zum Abriss der denkmalgeschützten Fabrik im Jahr 2006; (PDF)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauten anderer Architekten auf dem Areal sind jedoch erhalten und wurden schrittweise zu einem neuen [[Campus]] für die [[Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin|HTW Berlin]] umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09020314 |Baudenkmal Reste historischer Fabrikanlagen auf dem heutigen „Spreepark“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das inzwischen bekannte Duo Ziesel/Mensch konnte 1928/29 für die &amp;#039;&amp;#039;AEG-Transformatorenfabrik Oberspree&amp;#039;&amp;#039; (TRO) eine Halle für die Produktion von Großtransformatoren errichten. Als Besonderheit gilt die von Gerhard Mensch gewählte stählerne Dreigelenk-Rahmenkonstruktion des Bauwerks (Wilhelminenhofstraße&amp;amp;nbsp;83–85 / Edisonstraße&amp;amp;nbsp;1–8). Der Betrieb wurde 1949 in den VEB Transformatorenwerk Oberspree umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende (DDR)|Wende]] in der DDR kaufte die AEG das Gelände zurück, gab den Standort aber bereits 1996 wieder auf. Ein privater Investor (Peter Barg) rief 1997 das &amp;#039;&amp;#039;Kultur- und Technologiezentrum Rathenau&amp;#039;&amp;#039; ins Leben – ein Projekt, das die Industrieentwicklung in Oberschöneweide an den erhaltenen Bauten zeigt und in den großen Hallen Ausstellungen, Konzerte und andere Kulturveranstaltungen organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/welt_print/article1020011/Das-Schauhallen-Projekt-auf-dem-frueheren-AEG-Gelaende.html Sabine Flatau: &amp;#039;&amp;#039;Das Schauhallen-Projekt auf dem früheren AEG-Gelände&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Juli 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Schlender: &amp;#039;&amp;#039;Kräne, Kunst und Kinder. Oberschöneweide entwickelt sich vom ehemaligen Industriestandort zu einer Wohn- und Arbeitsgegend.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Dezember 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Die umfassend sanierte Großtransformatorenhalle gilt als Wahrzeichen des Zentrums, das auch kurz &amp;#039;&amp;#039;Rathenauhallen&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtentwicklung.berlin.de/archiv_sensut/geschichte/denkmal99/download/denkmltg.pdf Denkmalpflegetag 2000] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB) bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09020121 | eh. AEG-Transformatorenfabrik in Oberschöneweide}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Sauerstoffwerk [[Berlin-Borsigwalde|Borsigwalde]] – Gesellschaft für [[Linde Kältetechnik|Lindes Eismaschinen AG]]&amp;#039;&amp;#039; (Jacobsenweg&amp;amp;nbsp;41/61 im [[Bezirk Reinickendorf]], Ortsteil [[Berlin-Wittenau]]) übertrug dem Industriebau-Spezialisten Ernst Ziesel die Aufgabe, ein Abfüllgebäude für [[Sauerstoffflasche]]n zu planen und zu bauen. Die Halle war 1938 fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09012079|Abfüllhalle für Sauerstoffflaschen, 1937/38 von Ernst Ziesel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Telefunken Gerätewerk Schwedenstraße, Berlin.JPG|mini|Das für die [[Telefunken]] GmbH von Ernst Ziesel entworfene &amp;#039;&amp;#039;Gerätewerk Schwedenstraße&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Gesundbrunnen]] (früher [[Bezirk Wedding]]) wurde von 1939 bis 1941 gebaut. An der rechten Seite des Komplexes schaffte die Überbauung der Tromsöer Straße eine Verbindung zum (hier nicht sichtbaren) &amp;#039;&amp;#039;AEG-Hydrawerk&amp;#039;&amp;#039;. Foto: Sept. 2011]]&lt;br /&gt;
In der Drontheimer Straße (Hausnummern 30A–B, 34–34A, 36, 38) in [[Berlin-Gesundbrunnen]] besaß die AEG-Tochtergesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Hydrawerk AG&amp;#039;&amp;#039; bereits eine Gummifabrik (Architekt [[Richard Schirop]], 1909). Ernst Ziesel und Gerhard Mensch bauten 1928–1929 dort weitere Fabrikgebäude, die unter Berücksichtigung der umgebenden Wohnbauten mit zurückgesetzten oberen Geschossen versehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nachbarschaft wurde auf dem Areal zwischen Residenzstraße und Tromsöer Straße 1939–1941 nach Plänen von Ernst Ziesel für die AEG-Tochtergesellschaft [[Telefunken]] das &amp;#039;&amp;#039;Gerätewerk Schwedenstraße&amp;#039;&amp;#039; errichtet. Der massive fünfgeschossige Gewerbebau erhielt eine bauliche Verbindung über die Tromsöer Straße hinweg zum &amp;#039;&amp;#039;Hydrawerk&amp;#039;&amp;#039; und diente bis [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] 1945 der Fabrikation von funktechnischen Geräten für die [[Wehrmacht]]. In der Tromsöer Straße plante Ziesel ein Produktions- und Lagergebäude, das zwischen 1938 und 1940 errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09030365 |Fabrikkomplex des AEG-Hydrawerkes von Ernst Ziesel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Telefunken-Gerätewerk stellte später Rundfunk-, Cassetten- und Tonbandgeräte ([[Magnetophon]]) sowie [[Bildplatte (Speichermedium)|TED-Bildplattenspieler]] her.&lt;br /&gt;
Nach dem Vergleichsverfahren der AEG im Jahre 1982 und deren Übernahme durch [[Daimler-Benz]] wurde der gesamte Standort aufgegeben. Die Verwaltung der GSG (Gewerbesiedlungsgesellschaft) veranlasste eine umfassende Modernisierung und sorgte für den Einzug neuer Unternehmen verschiedener Branchen in den Gewerbehof. Der Gebäudekomplex verfügt über eine variabel aufteilbare [[Nutzungsfläche|Gesamtnutzfläche]] von rund 21.000&amp;amp;nbsp;Quadratmeter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luise-berlin.de/abbild/lexikon/mitte/a/aeg_telefunken_geraetewerk.htm Das umgebaute Gerätewerk auf www.luise-berlin.de]; abgerufen am 16. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09030425|AEG-Telefunken-Gerätewerk im Ortsteil Gesundbrunnen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Industriegebäude war Ziesel 1930 bei einer Modernisierung von Kuranlagen für die &amp;#039;&amp;#039;Altheide AG für Kur- und Badebetrieb&amp;#039;&amp;#039; im neuen [[Schlesien|schlesischen]] Kurort [[Altheide Bad]] beschäftigt. Er hat später Kommentare zu dieser Tätigkeit in der [[Deutsche Bauzeitung|Deutschen Bauzeitung]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Henryk Grzybowski, Eberhard Scholz: [http://www.ziemia.klodzka.com/pdf/217.pdf#page=23 &amp;#039;&amp;#039;Alte Neuigkeiten über Altheide Bad&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 8,3&amp;amp;nbsp;MB), in: „Ziemia Kłodzka / Glatzer Bergland“, Nr. 217, lipiec / Juli 2012, S. 22–23, {{ISSN|1234-9208}}; nach: Ernst Ziesel: &amp;#039;&amp;#039;Um- und Erweiterungsbauten des Kurhauses in Bad Altheide&amp;#039;&amp;#039;, in: „Deutsche Bauzeitung“, 65. Jahrgang, № 77-78, 23. September 1931.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1233764578|LCCN=|NDL=|VIAF=173076211}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ziesel, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ziesel, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wesel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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