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	<title>Ernst Willimowski - Versionsgeschichte</title>
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		<title>~2026-22251-35 am 10. April 2026 um 17:39 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-10T17:39:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fußballspieler&lt;br /&gt;
| bildname = Ernest Wilimowski 1936.jpg&lt;br /&gt;
| bildunterschrift = Ernst Willimowski (1936)&lt;br /&gt;
| geburtsname = Ernst Otto Pradella&lt;br /&gt;
| langname = Ernst Otto Willimowski&lt;br /&gt;
| geburtstag = [[23. Juni]] [[1916]]&lt;br /&gt;
| geburtsort = [[Katowice|Kattowitz]]&lt;br /&gt;
| geburtsland = [[Deutsches Kaiserreich|Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
| sterbedatum = [[30. August]] [[1997]]&lt;br /&gt;
| sterbeort = [[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
| sterbeland = [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| größe = 172 cm&lt;br /&gt;
| position = [[Stürmer (Fußball)|Sturm]]&lt;br /&gt;
| jugendvereine_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1927–1933|[[1. FC Kattowitz]]}}&lt;br /&gt;
| vereine_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1933–1939|[[Ruch Chorzów|Ruch Wielkie Hajduki]]|86 (112)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1939|[[Bismarckhütter SV 99|Bismarckhütter SV]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1939–1940|1. FC Kattowitz}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1940–1942|[[Chemnitzer Polizeisportverein|PSV Chemnitz]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1942–1943|[[TSV 1860 München]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1943|[[LSV Mölders Krakau]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1944|1. FC Kattowitz}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1944|[[Karlsruher FV]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1944|[[VfB Stuttgart]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1946|SG (Kurhessen) Kassel}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1946|SG Merseburg}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1946–1948|[[Motor West Karl-Marx-Stadt|SG Chemnitz-West]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1947|[[Fortuna Babelsberg|SG Babelsberg]]|2 {{0|00}}(0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1947|TSG Arolsen (Gast)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1948|[[SpVgg Preußen Hameln|SpVgg Hameln 07]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1948|[[Olympia Kassel|Olympia Niederzwehren]] (Gast)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1948|[[TSV Detmold]] (Gast)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1948–1949|[[BC Augsburg]]|6 {{0|00}}(3)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1949|[[Racing Straßburg]]|1 {{0|00}}(0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1949–1950|[[Offenburger FV]]}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1950–1951|[[FC Singen 04]]|30 {{0}}(16)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1951–1955|[[VfR Kaiserslautern]]|90 {{0}}(70)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1956–1959|[[Kehler FV]]}}&lt;br /&gt;
| nationalmannschaft_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1934–1939|[[Polnische Fußballnationalmannschaft|Polen]]|22 {{0}}(21)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1941–1942|[[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]]|8 {{0}}(13)}}&lt;br /&gt;
| trainer_tabelle = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Otto Willimowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Ernst Wilimowski&amp;#039;&amp;#039;; [[Polnische Sprache|polnisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernest Wilimowski&amp;#039;&amp;#039;, * [[23. Juni]] [[1916]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Otto Pradella&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Katowice|Kattowitz]], [[Oberschlesien]], [[Deutsches Kaiserreich|Deutsches Reich]], heute [[Polen]]; † [[30. August]] [[1997]] in [[Karlsruhe]]) war ein polnischer und deutscher [[Fußball]]spieler aus Oberschlesien. Er spielte 22-mal für die [[polnische Fußballnationalmannschaft]] und 8-mal für die [[deutsche Fußballnationalmannschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Laufbahn als Fußballer bis 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Katowice - ul. Barbary 5A.png|mini|links|Das Familienhaus von Ernst Willimowski in Kattowitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Fußballlaufbahn begann Willimowski 1927 mit elf Jahren beim [[1. FC Kattowitz]], dem Fußballverein der deutschen Minderheit der seit 1922 zu Polen gehörenden Stadt Kattowitz bzw. Katowice, für den er erfolgreich spielte. 1933 wechselte er zu [[Ruch Chorzów|Ruch Wielkie Hajduki]] in [[Chorzów Batory]] (Bismarckhütte). Dazu stellte die dortige [[Eisenwerk|Eisenhütte]], die &amp;#039;&amp;#039;Huta Batory&amp;#039;&amp;#039;, ihn formal als [[Bote|Laufburschen]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 44&amp;quot;&amp;gt;Andrzej Michalczyk: &amp;#039;&amp;#039;Vergessene Legende. Bei der WM 1938 in Frankreich debütierte eine Elf brasilianischer Ballkünstler in Europa und wäre beinahe an einem Oberschlesier gescheitert: an Ernest Wilimowski.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ralf Piorr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Glückauf Polonia! Nordrhein-Westfalen &amp;amp; Polen. Die Menschen, der Fußball, die Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Prokom Medienberatungs- und Verlagsgesellschaft, Essen 2012, S. 40–45, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich war seine Aufgabe, Fußball zu spielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 44&amp;quot; /&amp;gt; 1934 wurde er als 18-Jähriger polnischer Fußballmeister. Diesen Titel gewann er mit seinem Team auch 1935, 1936 und 1938. In 86 Spielen für &amp;#039;&amp;#039;Ruch Chorzów&amp;#039;&amp;#039; (so der geänderte Vereinsname von &amp;#039;&amp;#039;Ruch Wielkie Hajduki&amp;#039;&amp;#039;, nachdem die Gemeinde Chorzów Batory am 1. April von der Stadt Chorzów eingemeindet worden war) schoss Willimowski 112 Tore, darunter 10 Tore am 21. Mai 1939 im [[Ekstraklasa]]-Spiel gegen [[Klub Turystów Łódź|Union Touring Łódź]], ein bis heute in Polen unübertroffener Rekord.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 44&amp;quot; /&amp;gt; 1934 und 1936 war er [[Liste der Torschützenkönige der Ekstraklasa|polnischer Torschützenkönig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mecz Warta Ruch 1937.jpg|mini|links|Partie gegen [[Ruch Chorzów|Ruch Hajduki Wielkie]] in 1937, Ernst Willimowski am Ball, Kajetan Kryszkiewicz und Edmund Twórz von [[Warta Poznań]] verteidigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Mai 1934 debütierte er in der [[Polnische Fußballnationalmannschaft|polnischen Nationalmannschaft]] in [[Kopenhagen]] gegen [[Dänische Fußballnationalmannschaft|Dänemark]]. Die Polen verloren das Spiel mit 2:4. Vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] spielte er 22-mal für die polnische Nationalmannschaft. Sein wohl bestes Spiel war dabei die Achtelfinalpartie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1938]] in Frankreich, als er bei der 5:6-Niederlage nach Verlängerung gegen [[Brasilianische Fußballnationalmannschaft|Brasilien]] vier Tore erzielte – er ist damit der erste, dem vier Tore in einem WM-Spiel gelangen. Insgesamt schoss er für die polnische Nationalmannschaft 21 Tore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besetzung Polens]] unterschrieb Willimowski die [[deutsche Volksliste]], wie auch seine Mannschaftskameraden von Ruch, [[Teodor Peterek]], [[Eryk Tatuś]] und [[Gerard Wodarz]], die ebenfalls polnische Nationalspieler waren. Im November 1939 traten alle vier für ihren Club an, der seinen alten Namen [[Bismarckhütter SV 99]] sowie eine deutsche Vereinsleitung bekommen hatte. Doch nach nur einem Spiel wechselte er zu seinem ersten Club, dem 1. FC Kattowitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Kattowitzer Zeitung, 20. November 1939, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach nur vier Monaten verließ er Kattowitz, um für zwei Jahre beim [[Chemnitzer Polizeisportverein|Polizei-Sportverein Chemnitz]] zu spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Auswahlmannschaft Gau Sachsen berufen, nahm er [[Reichsbundpokal 1940/41|1940/41]] am [[Gauauswahlwettbewerb]] um den [[Bundespokal#Reichsbundpokal|Reichsbundpokal]] teil. Nach Siegen über die Auswahlmannschaften [[Gauliga Westfalen]], [[Gauliga Pommern]], [[Gauliga Schlesien]], [[Gauliga Baden]] erreichte er das [[Reichsbundpokal 1940/41#Finale|Finale]], das am 7. September 1941 in [[Chemnitz]] mit 2:0 gegen die Auswahlmannschaft [[Gauliga Bayern]] gewonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941/42 absolvierte er acht Länderspiele für die [[deutsche Fußballnationalmannschaft]] und erzielte dabei 13 Tore, eine bis heute von keinem anderen deutschen Nationalspieler übertroffene Torquote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 44&amp;quot; /&amp;gt; Sein Debüt gab er am 1. Juni 1941 in [[Bukarest]] gegen [[Rumänische Fußballnationalmannschaft|Rumänien]], wobei er zum 4:1-Sieg zwei Tore beisteuerte. Beim 5:3-Erfolg am 18. Oktober 1942 gegen die [[Schweizer Fußballnationalmannschaft|Schweiz]] wiederholte er sein Kunststück von der Fußball-WM vier Jahre zuvor und erzielte vier Tore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 ging Willimowski zum [[TSV 1860 München]]. Mit den &amp;#039;&amp;#039;Sechzigern&amp;#039;&amp;#039; zog er im selben Jahr in das Finale des &amp;#039;&amp;#039;Tschammer-Pokals&amp;#039;&amp;#039; ein, des Vorgängers des heutigen [[DFB-Pokal]]s. In der 80. Minute erzielte er dabei die 1:0-Führung gegen den [[FC Schalke 04]]. Am Ende stand es 2:0 für die Münchner, die damit ihre erste nationale Trophäe errangen. Insgesamt gelangen ihm bei nur vier Einsätzen 14 Treffer in diesem Wettbewerb – Rekord bis heute. Sieben Tore erzielte er alleine im Achtelfinalspiel gegen die Mannschaft der SS Straßburg (15:1, die restlichen Tore für die Löwen teilten sich mit Krückenberg (5), Janda (2) und Schmidhuber nur drei weitere Spieler). Im Halbfinale gegen [[TuS Lipine]] gelangen Willimowski vier Torerfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1942 musste er zur [[Wehrmacht]] einrücken, offiziell tat er Dienst in einer [[Panzerjäger]]einheit,&amp;lt;ref&amp;gt;Der Kicker, 10. November 1942, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde aber für Fußballspiele freigestellt. 1943 wurde seine Einheit ins [[Generalgouvernement]] verlegt, Willimowski spielte für den Militärclub [[LSV Mölders Krakau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Warschauer Zeitung, 14. Dezember 1943, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im folgenden Jahr spielte er abermals für seinen Heimatverein&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kicker/Fußball&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Januar 1944, S. 5. Daraus, dass Willimowski während des Krieges mehrfach für Kattowitz auflief, lässt sich schließen, dass er dem Verein weiterhin angehörte und in Chemnitz, München usw. [[Kriegsgastspieler|Gastspieler]] war.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde dann nach Karlsruhe versetzt, mit anderen Soldaten komplettierte er die Elf des [[Karlsruher FV]],&amp;lt;ref&amp;gt;Der Kicker, 4. Juli 1944, p. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; so auch im – verlorenen – badischen Pokalendspiel. Etliche Wochen später gastierte Willimowski noch beim [[VfB Stuttgart]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Badische Presse&amp;#039;&amp;#039; vom 29. August 1944, S. 4 (8:3 gegen FV Zuffenhausen, 5 Tore)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortsetzung nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach 1945 blieb Willimowski in [[Deutschland 1945 bis 1949|Deutschland]]. Eine Rückkehr in die oberschlesische Heimat war unmöglich, auch weil er aufgrund seines Einsatzes als ehemaliger polnischer Nationalspieler nach der Besatzung Polens für die deutsche Nationalmannschaft in Polen als Verräter galt. Ihm hätte Lagerhaft oder gar die Todesstrafe gedroht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 45&amp;quot;&amp;gt;Andrzej Michalczyk: &amp;#039;&amp;#039;Vergessene Legende. Bei der WM 1938 in Frankreich debütierte eine Elf brasilianischer Ballkünstler in Europa und wäre beinahe an einem Oberschlesier gescheitert: an Ernest Wilimowski.&amp;#039;&amp;#039; In: Ralf Piorr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Glückauf Polonia! Nordrhein-Westfalen &amp;amp; Polen. Die Menschen, der Fußball, die Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Prokom Medienberatungs- und Verlagsgesellschaft, Essen 2012, S. 40–45, hier S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Willimowskis Name und seine Leistungen wurden aus allen polnischen Fußballstatistiken gestrichen (bis 1990).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 45&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ließ Willimowski sich schon 1945/46, und später erneut, für eine (gescheiterte) [[Profifußball|Berufsfußball]]-Vereinsgründung in Kassel anwerben, bestritt möglicherweise auch einige Spiele für einen „wilden“ Verein, der sich &amp;#039;&amp;#039;Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;, dann &amp;#039;&amp;#039;Rapid Kassel&amp;#039;&amp;#039; nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Horst Biese, Herbert Peiler, S. 90: Mitautor Herbert Peiler spielte demnach selbst bei diesem Verein, der sich jedoch den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kurhessen&amp;#039;&amp;#039; zu Unrecht angeeignet hatte und bald wieder aufgelöst wurde. Das &amp;#039;&amp;#039;Sport-Magazin&amp;#039;&amp;#039; wiederum berichtet erst zwei Jahre später, im Juli 1948, von einem Berufsfußballprojekt &amp;#039;&amp;#039;Rapid Kassel&amp;#039;&amp;#039; und bringt (erneut) Willimowski damit in Verbindung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Willimowski wurde Sportlehrer in Merseburg&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Juli 1946, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; und spielte bis ungefähr Februar 1948 durchweg für die [[Motor West Karl-Marx-Stadt|SG Chemnitz-West]] mit kurzen „inoffiziellen“ Abstechern zur [[Fortuna Babelsberg|SG Babelsberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sport (München)&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 18/1947, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie nach Arolsen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sport (München)&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 41/1947, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1947 sollte er sich dem aufstrebenden Landesligisten [[SpVgg Preußen Hameln|SpVgg Hameln 07]] angeschlossen haben, was bald wieder dementiert wurde, sich im folgenden Frühjahr aber doch realisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sport (München)&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 39/1947, S. 15; dann aber Nr. 41/1947, S. 14; schließlich Nr. 9/1948 (3. März). Willimowskis Debüt in Hameln war demnach Ende Februar 1948 gegen den SV Freden (Leine). Schon im Herbst 1947 war er, obschon wegen der Arolsen-Angelegenheit vorerst gesperrt, für die Niedersachsenauswahl nominiert gewesen, doch kam sein Einsatz beim 6:2 gegen Bremen wegen Verletzung nicht zu Stande.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mittlerweile 32-jährige Stürmer verließ jedenfalls 1948 endgültig die [[Sowjetische Besatzungszone]], gastierte kurz in Kassel (nun wirklich&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Juli 1948, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und beim [[TSV Detmold]]&amp;lt;ref&amp;gt;„Im Herbst 1948 war die Zukunft der Mannschaft mit Namen umgeben, die sogar einen &amp;#039;&amp;#039;guten&amp;#039;&amp;#039; Platz in der Meisterschaft garantieren konnten (…) Das waren die Langner, Muß und der sagenumwobene Willimowski (…) Aber Ernst Willimowski reiste bei Nacht von Detmold ab und gab eine kurze, erfolgreiche Gastrolle im süddeutschen Oberhaus.“ – Siegfried Klemm, &amp;#039;&amp;#039;Acht Monate Kampf des TSV. Detmold&amp;#039;&amp;#039;, daselbst 1949, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde mit Beginn der neuen Saison [[Vertragsspieler]] beim [[BC Augsburg]]. Nach einer monatelangen Sperre wechselte er im Sommer 1949 zu [[Racing Strasbourg]] nach [[Frankreich]], doch nach nur einem Freundschaftsspiel gab es auch dort, wie in Augsburg, Probleme im außersportlichen Bereich und der Neuzugang wurde umgehend entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. &amp;#039;&amp;#039;Sport-Magazin&amp;#039;&amp;#039; Nr. 31/1949, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1949/50 fand Willimowski in ruhigeres Fahrwasser zurück. Er wurde [[Spielertrainer]] beim [[Offenburger FV]], wirkte noch als Torjäger-Oldie in der Oberliga, am erfolgreichsten beim [[VfR Kaiserslautern]], für den er unter anderem in der [[Fußball-Oberliga 1952/53#Südwest|Spielzeit 1952/53]] der [[Fußball-Oberliga Südwest (1945–1963)|Oberliga Südwest]] 31 Tore erzielte (nur [[Fritz Walter]] schoss mehr).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andrzej Michalczyk 45&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Willimowski gehört dem europaweit kleinen Kreis von Fußballern an, die im Laufe ihrer Karriere insgesamt mehr als 200 Erstligatore erzielt haben (in Polen und Deutschland, ohne Gauliga). Insgesamt soll Willimowski im Laufe seiner Karriere mindestens 1.175 Tore erzielt haben, was aber der Verifizierung bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe &amp;#039;&amp;#039;kicker sportmagazin&amp;#039;&amp;#039; Nr. 100/1969, S. 2. Die dortige Aufschlüsselung nennt unter anderem 48 Tore für Polen, 108 (sic) für Offenburg und 81 für Singen und erscheint nicht in allen Punkten plausibel.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wurde Willimowski auf dem [[Hauptfriedhof Karlsruhe]] beigesetzt. 2025 wurde ihm dort ein [[Ehrengrab]] gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/warum-einer-der-weltbesten-fussballer-ein-ehrengrab-in-karlsruhe-erhaelt |titel=Warum einer der weltbesten Fußballer der 1930er Jahre ein Ehrengrab auf dem Karlsruher Hauptfriedhof erhält |werk=bnn.de |datum=2025-05-26 |abruf=2025-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Willimowski wurde das Jugendfußballturnier der nationalen Minderheiten in Europa benannt, zu dem seit 2017 alljährlich die Deutsche Bildungsgesellschaft der [[Deutsche Minderheit in Polen|deutschen Minderheit in Polen]] nach [[Oberschlesien]] einlädt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://willimowski.pl/portal/de/ &amp;#039;&amp;#039;Ernst Willimowski Tournament&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 27. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Willimowskis Länderspiele ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;für Polen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 22 ([[Ruch Chorzów]])&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;für Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 4 ([[Chemnitzer Polizeisportverein|PSV Chemnitz]])&lt;br /&gt;
* 4 ([[TSV 1860 München]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Willimowski ist der einzige Spieler, der als Torschütze sowohl gegen Deutschland (am 9. September 1934 beim 2:5 in Warschau) als auch für Deutschland erfolgreich war (13 in 8 Spielen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge ==&lt;br /&gt;
* Vierfacher [[Liste der polnischen Fußballmeister|polnischer Meister]] mit dem [[Ruch Chorzów|Ruch Wielkie Hajduki]] &amp;lt;small&amp;gt;(1934, 1935, 1936, 1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bundespokal#Reichsbundpokal|Reichsbundpokal]][[Reichsbundpokal 1940/41#Finale|sieger 1941]] &amp;lt;small&amp;gt;(mit der Gau-Auswahl Sachsens)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Reichsbundpokal 1940/41#Torschützen|Torschützenkönig des Reichsbundpokal-Wettbewerbs 1941]] &amp;lt;small&amp;gt;(8 Tore)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[DFB-Pokal#Tschammerpokal|Tschammerpokal]][[Tschammerpokal 1942#Finale|-Sieger 1942]]&lt;br /&gt;
* [[Tschammerpokal 1942#Erfolgreichste Torschützen|Torschützenkönig des Tschammerpokal-Wettbewerbs 1942]] &amp;lt;small&amp;gt;(14 Tore)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gauliga Südbayern 1942/43|Gaumeister Südbayern 1943]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Darstellungen ==&lt;br /&gt;
* In dem 1983 in die polnischen Kinos gekommenen Spielfilm „Do góry nogami“ (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Kopf stehen&amp;#039;&amp;#039;) des Regisseurs [[Stanisław Jędryka]] über das Schicksal einer Gruppe Jugendlicher in Oberschlesien während des Zweiten Weltkriegs ist deren Idol ein Fußballstar mit roten Haaren und Segelohren, der gern zur Wodkaflasche greift, dessen Name aber nicht genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.filmweb.pl/film/Do+g%C3%B3ry+nogami-1982-5095 Do góry nogami] &amp;#039;&amp;#039;filmweb.pl&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der deutsche Dichter [[Stan Lafleur]] beschrieb in einem Gedicht von 2006 seinen Besuch bei dem alten und vergessenen ehemaligen Star.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lyrikmail.de/blog/category/alle-autoren-bei-lyrikmail/stan-lafleur/page/6/ |text=ernst willimowski |wayback=20160801105130}} &amp;#039;&amp;#039;lyrikmail.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aus Anlass des 100. Geburtstags des Fußballers erschien 2016 die [[Polnische Sprache|polnische]] Übersetzung des Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Wilimowski (Roman)|Wilimowski]]&amp;#039;&amp;#039; des bosnisch-kroatischen Schriftstellers [[Miljenko Jergović]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Diethelm Blecking]]: Ern(e)st „Ezi“ Wil(l)imowski – Der Spieler, in: &amp;#039;&amp;#039;Vom Konflikt zur Konkurrenz. Deutsch-polnisch-ukrainische Fußballgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. D. Blecking/L. Pfeiffer/R. Traba. Göttingen 2014, ISBN 978-3-7307-0083-9, S. 71–88.&lt;br /&gt;
* Diethelm Blecking: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Willimowski – ein moderner Athlet in unübersichtlichen Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Osten ist eine Kugel. Fußball in Kultur und Geschichte des östlichen Europa&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Stephan Krause/Christian Lübke/Dirk Suckow. Göttingen 2018, ISBN 978-3-7307-0388-5, S. 277–289.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Harke, Georg Kachel: &amp;#039;&amp;#039;Fußball – Sport ohne Grenzen. Die Lebensgeschichte des Fußball-Altnationalspielers Ernst Willimowski.&amp;#039;&amp;#039; Dülmen 1996, ISBN 3-87466-259-4.&lt;br /&gt;
* Mariusz Kowoll: &amp;#039;&amp;#039;Futbol ponad wszystko. Historia piłki kopanej na Górnym Śląsku 1939-1945&amp;#039;&amp;#039;. Bytom 2019, ISBN 978-83-953900-0-5&amp;lt;ref&amp;gt;Im Anhang Liste sämtlicher Pflichtspiele und der darin erzielten Tore Willimowskis.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Andrzej Michalczyk: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Willimowski (1916–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Joachim Bahlcke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 14. bis 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= Schlesische Lebensbilder, Band 9). Degener Verlag, Insingen 2007, ISBN 978-3-7686-3506-6, S. 437–443.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]]: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89533-775-8, S. 28–48.&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Miljenko Jergović]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilimowski&amp;#039;&amp;#039;. Zaprešić : Fraktura, 2016 (kroatisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videodokumentation ==&lt;br /&gt;
* [http://willimowski.football/ Willimowski – Fußballer für Deutschland und Polen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119354233}}&lt;br /&gt;
* Diethelm Blecking: [https://www.bpb.de/gesellschaft/sport/bundesliga/192009/die-rolle-polnischer-spieler-im-deutschen-elitefussball &amp;#039;&amp;#039;Von Willimowski zu Lewandowski. Die Rolle polnischer Spieler im deutschen Elitefußball&amp;#039;&amp;#039;] auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)&lt;br /&gt;
* Diethelm Blecking, Daniel Huhn: [https://www.spiegel.de/einestages/ernst-willimowski-nationalspieler-fuer-polen-und-deutschland-a-1095784.html &amp;#039;&amp;#039;Der doppelte Wunderstürmer.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf [[einestages]] vom 6. Juni 2016&lt;br /&gt;
* [https://katowice.wyborcza.pl/katowice/1,35055,4177252.html Press article about Sylvia Haarke&amp;#039;s visit to Poland and her stories about her father] (polnisch)&lt;br /&gt;
* {{DFB.de|ernst-willimowski}}&lt;br /&gt;
* Fotos im Nationalen Digitalarchiv (NAC) Warschau http://www.audiovis.nac.gov.pl/ (Stichwort: Wilimowski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Torschützenkönige der polnischen Ekstraklasa&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Torschützenkönige des DFB-Pokals&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119354233|LCCN=n97014262|VIAF=50966776}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Willimowski, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Polen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Fußballspieler (BC Augsburg)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Fußballspieler (1. FC Kattowitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Karlsruher FV)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Kehler FV)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:DFB-Pokal-Sieger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Willimowski, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wilimowski, Ernst; Wilimowski, Ernest (polnisch); Prandella, Ernst Otto (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher und polnischer Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Katowice|Kattowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. August 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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