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	<title>Ernst Weinmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:25:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Weinmann&amp;diff=2280059&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. November 2025 um 23:24 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-22T23:24:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Weinmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1907]] in [[Frommenhausen]]; † [[20. Januar]] [[1947]] in [[Belgrad]]) war ein deutscher [[Zahnarzt]], [[SS-Obersturmbannführer]], Oberbürgermeister von [[Tübingen]] zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] und Kriegsverbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Weinmann, älterer Bruder von [[Erwin Weinmann]], absolvierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn ein [[Studium der Zahnmedizin]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]], das er mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] abschloss. Er war Mitglied der [[Landsmannschaft Ghibellinia zu Tübingen]]. Der Titel seiner im Jahr 1931 erschienenen [[Dissertation]] lautete &amp;#039;&amp;#039;Klinische Untersuchungen über die zahnärztliche [[Diathermie]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:W Kleinfeldt - Einmauern des Grundsteins des „Hauses der Jugend“ 20.10.1935 (TJiG11).jpg|mini|Ernst Weinmann (Zweiter von rechts) als Bürgermeister bei der Grundsteinlegung des „Hauses der Jugend“ in [[Tübingen]], 20. Oktober 1935.]]&lt;br /&gt;
Weinmann war bereits im Jahr 1927 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 70.136) und [[Sturmabteilung|SA]] beigetreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Studienende wurde Weinmann stellvertretender [[Kreisleiter]] und [[Ortsgruppenleiter]] der NSDAP in Tübingen und führte die NSDAP-Fraktion im Gemeinderat. Zudem gehörte er dem &amp;#039;&amp;#039;Führerrat&amp;#039;&amp;#039; der Universität Tübingen an und war dort Vorsitzender der Ehrenrichter im Ehrenrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Dietrich Adam: &amp;#039;&amp;#039;Hochschule und Nationalsozialismus. Die Universität Tübingen im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 1977, S. 52, 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 trat er der Altherrenschaft der &amp;#039;&amp;#039;[[Kameradschaft (Studentenorganisation)|Kameradschaft]] Langemarck&amp;#039;&amp;#039; des Tübinger [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NSDStB]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Hrsg=H. F. Hofmann&lt;br /&gt;
 | Titel=Universität Tübingen 1938-1939&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=J. B. C. Mohr/Paul Siebeck&lt;br /&gt;
 | Ort=Tübingen&lt;br /&gt;
 | Datum=1940&lt;br /&gt;
 | Online=https://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/pdf/T%c3%bcbingen_1940_Hoffmann_Stickl_Bericht_u._Reden.pdf&lt;br /&gt;
 | Seiten=&lt;br /&gt;
 |Format=pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weinmann wurde 1939 als Nachfolger von [[Adolf Scheef]] Oberbürgermeister von Tübingen und bekleidete dieses Amt bis zum April 1945. Während seiner häufigen Abwesenheiten 1940–1941 und seit seinem Einzug 1941 bis Ende November 1942 wurde Weinmann „kommissarisch“ von seinem Beigeordneten und früheren Stadtrat [[Max Stockburger]] und anschließend bis 1944 durch den [[Kornwestheim]]er Bürgermeister [[Alfred Kercher]] vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.tuebingen.de/1560_16955.html | wayback=20080916095504 | text=Tübinger Oberbürgermeister seit 1805}} auf www.tuebingen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 gehörte Weinmann dem [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] (SD) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;/&amp;gt; Er leitete in Tübingen die Außenstelle des SD.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Junginger: &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Exekutoren der Endlösung – Effiziente Massenmörder an vorderster Front der SS-Einsatzgruppen und des Sicherheitsdienstes&amp;#039;&amp;#039;, S. 3 {{Webarchiv|url=http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/exekutoren.pdf |wayback=20220121060424 |text=(PDF; 61 kB) }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weinmann wechselte im Jahr 1938 von der [[Sturmabteilung|SA]] zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 308.173) und erreichte in dieser NS-Organisation 1944 den Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er – wahrscheinlich ab 1940 – im [[Reichssicherheitshauptamt]] in der Abteilung IV D tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;/&amp;gt; Nach dem [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] wurde Weinmann „Beauftragter für das Umsiedlungswesen beim [[Militärbefehlshaber]] in Serbien“ in [[Belgrad]]. In dieser Funktion war er in [[Jugoslawien]] an [[Juden]][[deportation]]en sowie [[Vertreibung|Zwangsumsiedlungen]] von [[Slowenen]] beteiligt. Weinmann wurde der „Henker von Belgrad“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.tuebingen.de/1560_8019.html | wayback=20040815115059 | text=Rundgang zur Geschichte der Juden in Tübingen}} auf www.tuebingen.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1942 wurde Weinmann das [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] I. Klasse mit Schwertern verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Versetzung nach Belgrad wurde im Herbst 1944 aufgehoben, da er sich bereits in Norwegen befand. Hier hatte er die Position des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (KdS) für Bergen übernommen. Dieses Amt führte er bis Mai 1945 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Kriegstagen hielt sich Weinmann wieder in Tübingen auf. Kurz vor dem Einmarsch [[Frankreich|französischer]] Truppen in die Stadt setzte er Mitte April 1945 [[Fritz Haussmann (NS-Funktionär)|Fritz Haussmann]] (1873–1951) als Leiter einer Notverwaltung ein und tauchte danach unter. Weinmann begab sich Ende 1945 freiwillig in französische Internierung und wurde anschließend nach Jugoslawien ausgeliefert, wo er wegen Beteiligung an der NS-Umsiedlungspolitik angeklagt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Moersch, Reinhold Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit nach dem Krieg: Städte im Wiederaufbau&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 3-17-019724-X, S. 370.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. Dezember 1946 wurde Weinmann in Belgrad [[Todesstrafe|zum Tode]] verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee663&amp;quot; /&amp;gt; Das Urteil wurde am 20. Januar 1947 in Belgrad vollstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Moersch, Reinhold Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit nach dem Krieg: Städte im Wiederaufbau&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 3-17-019724-X, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Klinische Untersuchungen über die zahnärztliche Diathermie, Diss. 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Uwe Dietrich Adam: &amp;#039;&amp;#039;Hochschule und Nationalsozialismus. Die Universität Tübingen im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 1977, ISBN 3-16-939602-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.karawankengrenze.at/ferenc/index.php?r=documentshow&amp;amp;id=72 Aktenvermerk des Beauftragten für das Umsiedlungswesen beim Militärbefehlshaber in Serbien über die Besprechung betreffend die Aussiedlung von Slowenen auf karawankengrenze.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Tübingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1137334819|VIAF=37294569}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weinmann, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Zahnarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDStB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weinmann, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zahnarzt, SS-Führer und Oberbürgermeister von Tübingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frommenhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Belgrad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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