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	<title>Ernst Tugendhat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-15T19:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[8. März]] [[1930]] in [[Brünn]]; gestorben am [[13. März]] [[2023]] in [[Freiburg im Breisgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nn.de/philosoph-ernst-tugendhat-gestorben-1.13068992 |titel=Philosoph Ernst Tugendhat gestorben |werk=[[Nürnberger Nachrichten|nn.de]] |datum=2023-03-13 |abruf=2023-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Philosophie|Philosoph]] und Professor an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. In seinen ersten Arbeiten zeigte er sich vor allem durch [[Martin Heidegger]] und [[Edmund Husserl]] beeinflusst. Später wurde Tugendhat zu einem der wichtigsten Vertreter der [[Analytische Philosophie|analytischen Philosophie]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:VT16 PD zahrada.jpg|mini|Villa Tugendhat in Brünn, in der Ernst Tugendhat in jungen Jahren lebte (2016)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Tugendhat wurde 1930 als Sohn der Textilfabrikanten [[Fritz Tugendhat|Fritz]] (1895–1958) und [[Grete Tugendhat]] (geb. Löw-Beer; 1903–1970) geboren, für die [[Ludwig Mies van der Rohe]] die [[Villa Tugendhat]] in [[Brünn]] erbaut hatte. Vor der drohenden [[Zerschlagung der Tschechoslowakei|Ausdehnung des NS-Machtbereichs auf die Tschechoslowakei]] floh die jüdische Familie 1938 in die [[Schweiz]], von wo sie 1941 nach [[Venezuela]] umsiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tugendhats Interesse für Philosophie wurde im Alter von 15 Jahren durch die Lektüre von [[Wilhelm Windelband]]s &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Philosophie&amp;#039;&amp;#039; geweckt. Angeregt durch seine Mutter las er anschließend [[Martin Heidegger]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Sein und Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Seine Tante [[Helene Weiss]] (1898–1951), die bei Martin Heidegger studiert hatte, konnte seine Heidegger-Lektüre durch ihre Vorlesungsnachschriften ergänzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Figal: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/print-welt/article505976/Der-skeptische-Vermittler.html Der skeptische Vermittler. Zu Ernst Tugendhats 70. Geburtstag.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt&amp;#039;&amp;#039;, 8. März 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1949 studierte Ernst Tugendhat an der [[Stanford University]] [[Philosophie]] und [[Klassische Philologie]]. Ende 1949 reiste er nach Deutschland, um in Freiburg bei den Philosophen [[Wilhelm Szilasi]] (1889–1966), dem Nachfolger Martin Heideggers auf dessen Freiburger philosophischem Lehrstuhl, [[Eugen Fink]] (1905–1975), einem Schüler [[Edmund Husserl]]s, und [[Karl Ulmer]] (1915–1981), einem Schüler Martin Heideggers, Vorlesungen zu hören. Während seiner Freiburger Zeit (1949–1956) besuchte er auch Vorlesungen Heideggers, die dieser nach Aufhebung seines Lehrverbotes im September 1951 wieder aufnahm. 1956 schloss er seine Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Τὶ κατά τινός&amp;#039;&amp;#039; (Ti kata tinos; Eine Untersuchung zu Struktur und Ursprung aristotelischer Grundbegriffe. Freiburg Breisgau 1958. X, 160 S.) ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Dissertation schloss Tugendhat ein dreisemestriges Studium in [[Münster]] bei [[Joachim Ritter]] (1903–1974) an. Danach übernahm er eine Assistentenstelle bei seinem ehemaligen Lehrer Karl Ulmer an der [[Universität Tübingen]]. Hier konnte sich Tugendhat mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Der Wahrheitsbegriff bei Husserl und Heidegger&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1967. XII, 416 S.) 1965 habilitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|Studentenbewegung]] beschloss er, sich für einige Jahre von der Lehre zurückzuziehen – ursprünglich, um sich in [[Sozialphilosophie]] und Politologie einzuarbeiten. Er folgte dann jedoch 1975 einem Angebot von [[Jürgen Habermas]] für eine Stelle am &amp;#039;&amp;#039;[[Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Starnberg]], wo er fünf Jahre verbrachte. Hier verlagerte sich sein Interessenschwerpunkt auf die moralphilosophische Begründungsproblematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1980 bis 1992 lehrte er als Professor für Philosophie an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte lag dort im Bereich der [[Ethik]] mit den Publikationen &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Ethik&amp;#039;&amp;#039; (1984) und &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über Ethik&amp;#039;&amp;#039; (1993). In dieser Zeit war Tugendhat auch stark politisch engagiert, vor allem in der [[Friedensbewegung]] und der [[Asylrecht (Deutschland)|Asylrechtsproblematik]] (&amp;#039;&amp;#039;Nachdenken über die Atomkriegsgefahr&amp;#039;&amp;#039;, 1986&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Jaberg |url=https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/nachdenken-ueber-die-atomkriegsgefahr-und-warum-man-sie-nicht-sieht/ |titel=Nachdenken über die Atomkriegsgefahr und warum man sie nicht sieht |werk=Wissenschaft &amp;amp; Frieden |datum=2023 |sprache=de |abruf=2025-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; &amp;#039;&amp;#039;Ethik und Politik&amp;#039;&amp;#039;, 1992).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren war Tugendhat als Gastprofessor an der [[Päpstliche Katholische Universität von Chile|Universidad Catolica]] in [[Santiago de Chile]] tätig und hielt Vorlesungen in [[Wien]] und [[Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2000 wandte Tugendhat sich der [[Anthropologie]] und der [[Mystik]] zu. Es erschienen die Werke &amp;#039;&amp;#039;Egozentrizität und Mystik. Eine anthropologische Studie&amp;#039;&amp;#039; (2003), &amp;#039;&amp;#039;Über den Tod&amp;#039;&amp;#039; (2006) und &amp;#039;&amp;#039;Anthropologie statt [[Metaphysik]]&amp;#039;&amp;#039; (2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tugendhat lebte (mit Unterbrechungen) ab 1999 in Tübingen, ab 2013 in Freiburg im Breisgau. Er war Protagonist in dem Kinofilm [[Villa Tugendhat#Filme|Haus Tugendhat]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pandorafilm.de/filme/haus-tugendhat.html Haus Tugendhat], auf pandorafilm.de&amp;lt;/ref&amp;gt; von Dieter Reifarth (2013). Zu seinem 90. Geburtstag wurde sein Werk in mehreren Zeitungen gewürdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Hans-Martin Gauger]] |url=https://www.badische-zeitung.de/der-freiburger-philosoph-ernst-tugendhat-wird-90-jahre-alt |titel=Der Freiburger Philosoph Ernst Tugendhat wird 90 Jahre alt |werk=[[Badische Zeitung]] |datum=2020-03-05 |abruf=2023-03-13}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Christian Geyer-Hindemith]] |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/der-philosoph-ernst-tugendhat-wird-neunzig-jahre-alt-16667135.html |titel=Ernst Tugendhat wird 90: Was meint „ich“? |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum=2020-03-08 |abruf=2023-01-23}}Jürgen Habermas, Eine philosophische Existenz. Autonomie und Gerechtigkeit - zum 90. Geburtstag von Ernst Tugendhat, in: Die Zeit Nr. 11, 5. März 2020, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Tugendhat starb am 13. März 2023 im Alter von 93 Jahren in Freiburg im Breisgau. Er wurde auf dem Bergfriedhof in Tübingen bestattet. In vielen Medien erschienen Nachrufe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familienleben ===&lt;br /&gt;
Tugendhat hatte vier Geschwister: Hanna Lambek, geborene Weiss (1924, Brno-1991, Montreal)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, Herbert (1933, Brno-1980, Caracas), Ruth Guggenheim-Tugendhat (1942, Caracas), Psychoanalytikerin in Zürich, und [[Daniela Hammer-Tugendhat]] (1946, Caracas–2025), Kunsthistorikerin in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Tugendhat hatte einen Sohn, Martin Tugendhat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliches Engagement ===&lt;br /&gt;
Neben seinem friedenspolitischen Engagement war Tugendhat auch als Menschenrechtler engagiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;E.T.: Die Kontroverse um die Menschenrechte, in: Stefan Gosepath, Georg Lohmann (Hrsg.): Philosophie der Menschenrechte. Suhrkamp, Frankfurt 1998, ISBN 3-518-28938-1; Auszüge in: Martin Morgenstern, Robert Zimmer (Hrsg.): Staatsbegründungen und Geschichtsbedeutungen. Reihe Treffpunkt Philosophie, 4: &amp;quot;Politische Philosophie&amp;quot;. Bayerischer Schulbuchverlag BSV, München 2001, ISBN 3-7627-0325-6 &amp;amp; Patmos, Düsseldorf 2001, ISBN 3-491-75641-3, S. 40f&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war langjähriger Schirmherr der [[Gesellschaft für bedrohte Völker]] und ab 1982 Mitglied im Vorstand des Berliner „Arbeitskreises Atomwaffenfreies Europa“. Er nahm in [[Die Zeit]] (Ausgabe vom 22. Februar 1991) Stellung gegen den [[Erster Irakkrieg|ersten Irakkrieg]] 1991 und auch gegen die Besatzungspolitik Israels.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lib-hilfe.de/mat/ausstellung/chrono/Rede_Tugendhat.pdf Rede zur Eröffnung der  der Nakba-Ausstellung im evangelischen Gemeindehaus „Lamm“ am Markt in Tübingen am 13. Juni 2010] (PDF), auf lib-hilfe.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Ehrenvorsitzender des Dialogforum Europa-China.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dialogforum-europa-china.eu/Ueber-uns/ Über uns / Sobre nosotros], auf dialogforum-europa-china.eu, abgerufen am 4. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Schriften ===&lt;br /&gt;
Tugendhats frühe Schriften sind stark von der Philosophie Heideggers geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Übersicht von Tugendhats Philosophie vgl. Stefan Gosepath: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;. In: Julian Nida-Rümelin, Elif Özmen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2007, S. 671–677&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In ihnen beschäftigte er sich mit der [[Ontologie]] des Aristoteles und der Wahrheitsfrage bei Husserl und Heidegger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Habilitationsschrift findet sich zum ersten Mal die für Tugendhat zentrale Bestimmung von Philosophie als „die Idee, das menschliche Leben im ganzen auf Wahrheit auszurichten, d.&amp;amp;nbsp;h. durch die Idee eines Lebens in kritischer Verantwortlichkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Der Wahrheitsbegriff bei Husserl und Heidegger&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1967, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kern, wie [[Günter Figal]] schreibt, von Tugendhats Philosophie ist aus den Schlussüberlegungen seiner Habilitationsschrift herauszulesen. In Hinblick auf Husserl ist dort von der „Idee einer auf universale Wahrheitsausweisung bezogenen Verantwortlichkeit“ die Rede. Diese Idee müsse mit Heideggers Einsicht, dass das Grundverhältnis des Menschen zu der Wahrheit ein geschichtlich-praktisches sei, verbunden werden. In dem Spielraum der Wahrheit zu leben hieße folglich, in geschichtlichen Situationen die Möglichkeit ernst zu nehmen, dass Handlungen und Behauptungen begründungs- und rechtfertigungsbedürftig sind. Die Frage nach der Verantwortlichkeit des Handelns hat Tugendhat zu einer philosophischen Ethik und zeitweise zu einem politischen Engagement geführt, die Frage nach der Wahrheit von Behauptungen jedoch zu einer durch [[Ludwig Wittgenstein|Wittgenstein]] geprägten [[Sprachphilosophie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachanalyse als „Erste Philosophie“ ===&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Strang in Tugendhats Werk bildet sein Programm der Entwicklung einer sprachanalytischen [[Erste Philosophie|Ersten Philosophie]]. Er will die traditionelle Orientierung am [[Sein]] (antike Philosophie) bzw. am [[Bewusstsein]] (neuzeitliche Philosophie) überwinden und in die Frage nach dem Verstehen sprachlicher Ausdrücke transformieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl.: [[Bruno Puntel]]: &amp;#039;&amp;#039;Idee und Problematik einer formalen Semantik. Zu E. Tugendhats „Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie“.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für philosophische Forschung, 1977, Bd. 31 (3), S. 413–427;&lt;br /&gt;
[[Ulrich Steinvorth]]: &amp;#039;&amp;#039;Tugendhat und die sprachanalytische Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für philosophische Forschung, 1980, Bd. 34(1), S. 59–69&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In seinen 1976 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (1976) entfaltet er seinen eigenen sprachanalytischen Ansatz auf der Basis einer Destruktion traditioneller Begrifflichkeiten und Fragestellungen, wobei auch die bisherige sprachanalytische Philosophie einer Kritik unterworfen wird.&lt;br /&gt;
Das Ziel des Werkes ist es, eine neue formale [[Universalwissenschaft]] mit dem Titel „Formale Semantik“ zu entfalten, die alle anderen Formen einer philosophischen Universalwissenschaft ablösen soll, insbesondere die Ontologie und Erkenntnistheorie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1976, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe, an denen sich traditionelles Philosophieren zentral orientiert hat wie der Begriff des Seins, des Bewusstseins, der Erfahrung und der Vernunft können und müssen nach diesem Ansatz sprachanalytisch aufgeklärt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1976, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tugendhat schließt allerdings zwei Bereiche der traditionellen Philosophie von einer erfolgreichen Behandlung durch die analytische Philosophie aus:&lt;br /&gt;
# die „Frage nach dem Guten“ und „wie wir leben sollen“&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1976, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# „nicht gegenständliche Bewußtseinsweisen“&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1976, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; wie etwa das von Heidegger analysierte Gestimmtsein&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Tugendhat: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1976, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philosophie des Selbstbewusstseins ===&lt;br /&gt;
Weiter bekannt wurde Tugendhat durch seine wesentlich durch [[Ludwig Wittgenstein|Wittgenstein]] beeinflusste Philosophie des Selbstbewusstseins, die er in seiner Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung&amp;#039;&amp;#039; (1979) darlegt. Er setzt sich dort kritisch vor allem mit den Konzepten Jürgen Habermas’ und [[Dieter Henrich (Philosoph)|Dieter Henrichs]] auseinander. Ziel des Werkes ist es, eine nicht zirkuläre Beschreibung von [[Selbstbewusstsein]] zu ermöglichen. Nach Tugendhat müssen die Inhalte des Selbstbewusstseins wie alles Bewusstsein von etwas als propositionale Einstellungen verstanden werden. Praktisches Selbstbewusstsein interpretiert er als Sich-zu-sich-Verhalten und versteht es – im Anschluss an Heidegger – als die Frage, was für ein Mensch man sein und wie man leben will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethik ===&lt;br /&gt;
Tugendhat hat sich die zentralen Fragen der Ethik immer wieder aufs Neue gestellt und seine Antworten dazu mehrmals revidiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden: Nico Scarano, Mauricio Suárez (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhats Ethik. Einwände und Erwiderungen&amp;#039;&amp;#039;. München 2006, S. 7–12&amp;lt;/ref&amp;gt; In den &amp;#039;&amp;#039;Drei Vorlesungen über Probleme der Ethik&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1981&amp;lt;ref&amp;gt;erstmals publiziert in dem Aufsatzband &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Ethik&amp;#039;&amp;#039; von 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht er mit Hilfe sprachanalytischer Überlegungen davon aus, dass eine moralische Norm dann hinreichend begründet ist, wenn sie dem gleichmäßigen Interesse der betroffenen Individuen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen alternativen Ansatz dazu entwickelt er in seinen &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über Ethik&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1993, wo er sich explizit gegen [[Kontraktualismus|kontraktualistische]] Argumentationsmuster absetzt und stattdessen den Begründungsanspruch moralischer Urteile über den Begriff der „guten Person“ verständlich zu machen versucht. Diese Begründungskonzeption verwirft er schon kurze Zeit später wieder und nähert sich seither wieder stärker dem Kontraktualismus an. Diese bisher letzte Phase der Entwicklung seiner Theorie beginnt mit dem 1997 veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Dialog in Leticia&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Phase lassen sich auch seine späteren Abhandlungen zuordnen, von denen einige in dem 2001 erschienenen Band &amp;#039;&amp;#039;Aufsätze 1992–2000&amp;#039;&amp;#039; zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen Revisionen halten sich im Werk Tugendhats auch einige zentrale Elemente über die Zeit hinweg. So ist für ihn bei der Bestimmung des Moralbegriffs immer der interne Bezug auf die moralischen Gefühle des Menschen wesentlich geblieben, insbesondere auf die Gefühle der [[Indignation|Empörung]] und [[Schuld (Ethik)|Schuld]] in ihrer Funktion als Sanktionsinstanzen. Ihre Grundlage bilde der Wunsch des Individuums, Mitglied einer Gemeinschaft zu sein. Eine über die faktische Moral einer Gemeinschaft hinausgehende absolute Begründung scheint Tugendhat in der Moderne nicht möglich, weil religiöse und metaphysische Traditionen keine Gültigkeit mehr haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Metaethik|metaethischen]] Fragestellungen hat sich Tugendhat stets strikt gegenüber jeder Art [[apriori]]scher Begründung abgesetzt und die These vertreten, dass die Rechtfertigungsbasis einer modernen Moralkonzeption nur in den empirischen Interessen der Betroffenen liegen kann. Weiterhin hält er über die Zeit am fundamentalen Stellenwert der [[Autonomie]] des einzelnen Individuums sowie am Prinzip des [[Egalitarismus]] fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anthropologie und Mystik ===&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit wandte Tugendhat die Methoden der analytischen Philosophie auch auf anthropologische Grundfragen an. Dabei sieht er die Anthropologie als „erste Philosophie“, die sich auf existenzielle menschliche Grundphänomene bezieht. Tugendhat geht von dem Grundphänomen der prädikativen Struktur der menschlichen Sprache aus, die er innerhalb der biologischen Evolution für den entscheidenden Durchbruch zum Menschlichen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema der Mystik ist nach Tugendhat die Bewältigung der menschlichen Kontingenz. Im Gegensatz zur Religion, deren Antworten Tugendhat als bloße Wunschprojektion ablehnte, erfordere die Mystik keinen Rückgriff auf Offenbarung oder Tradition. Ihre Möglichkeit ergebe sich vielmehr aus den anthropologischen Wurzeln des Menschseins selbst: dem Gesammeltsein in sich, das zugleich das eigene Ich als auch die Welt „im Ganzen“ zum Gegenstand hat. Damit vermag die Mystik die Egozentrizität zu relativieren und zu transzendieren, die uns mit der Struktur der menschlichen Sprache gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Tugendhat gehörte zu den einflussreichsten zeitgenössischen Philosophen. Als einer der ersten hat er die [[Kontinentalphilosophie|kontinentaleuropäische phänomenologisch-hermeneutische Tradition]] mit der angloamerikanischen Analytischen Philosophie vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seine frühen Arbeiten über Aristoteles, Husserl und Heidegger wurden zu philosophischen Standardwerken. Seine &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie&amp;#039;&amp;#039; und die Studie &amp;#039;&amp;#039;Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung&amp;#039;&amp;#039; avancierten rasch zu Klassikern, die über den engeren Kreis der akademischen Philosophie hinaus auch in andere Disziplinen wie die Sprach- und Literaturwissenschaften hineinwirkten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Köbele]]: &amp;#039;&amp;#039;E. Tugendhat, Egozentrizität und Mystik.&amp;#039;&amp;#039; Arbitrium, 2009, Bd. 27(1), S. 11–19, hier S. 12f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Einfluss auf die gegenwärtige philosophische Diskussion haben Tugendhats moralphilosophische Untersuchungen, die neben der und gegen die [[Diskursethik]] von [[Karl-Otto Apel]] und [[Jürgen Habermas]] als der bedeutendste systematische deutschsprachige Ethikentwurf der Gegenwart anerkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Ernst Tugendhat hatte viele Gastprofessuren im In- und Ausland inne (Santiago de Chile, Konstanz, Prag, Goiânia (Brasilien) und Porto Alegre). Im Jahr 1999 wurde er von der [[Universität Tübingen]] zum Honorarprofessor ernannt. 2002 war er [[Fellow]] des [[Kolleg Friedrich Nietzsche|Kollegs Friedrich Nietzsche]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.klassik-stiftung.de/forschung/forschungsaktivitaeten/kolleg-friedrich-nietzsche/fellowships/distinguished-fellows/ |titel=Distinguished Fellows: Distinguished Fellows im Überblick |werk=[[Klassik Stiftung Weimar|klassik-stiftung.de]] |abruf=2023-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Mai 2005 erhielt Ernst Tugendhat die Ehrendoktorwürde der [[Universidad Autónoma de Madrid]] und 2008 der [[Universität Zürich]]. 2005 wurde Tugendhat der mit 50.000 Euro dotierte [[Meister-Eckhart-Preis]] verliehen, welchen er der Schule „[[Talitha Kumi]]“ in [[Bait Dschala|Beit Jala]] (Palästina) spendete. Im Januar 2002 wurde Ernst Tugendhat Ehrenbürger der Stadt [[Brünn|Brno]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.brno.cz/w/ernst-tugendhat |titel=Ernst Tugendhat |werk=brno.cz |sprache=cs |abruf=2023-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auswahl, in der Reihenfolge des Erscheinens:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tí kata tinós. Eine Untersuchung zu Struktur und Ursprung aristotelischer Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Karl Alber, Freiburg 1958, 5. Auflage mit neuem Nachwort und Anhang 2003 (Reihe: Symposion, 2), ISBN 3-495-48080-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Wahrheitsbegriff bei Husserl und Heidegger.&amp;#039;&amp;#039; [[de Gruyter]], Berlin 1967, ISBN 978-3-11-010289-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen zur Einführung in die sprachanalytische Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1976, ISBN 978-3-518-27645-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1979, ISBN 978-3-518-27821-5&lt;br /&gt;
* mit [[Ursula Wolf (Philosophin)|Ursula Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Logisch-semantische Propädeutik.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-15-008206-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Ethik.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1984, ISBN 978-3-15-008250-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rationalität und Irrationalität der Friedensbewegung und ihrer Gegner : Versuch eines Dialogs&amp;#039;&amp;#039;, Verlag und Versandbuchhandlung Europäische Perspektiven, Berlin 1983, ISBN 3-89025-007-6, andere Fassung: Rede auf der Veranstaltung &amp;#039;&amp;#039;Die atomare Bedrohung&amp;#039;&amp;#039;, 20. Oktober 1983 FU Berlin, in: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie und Frieden 1983/1&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Günther Hager, Ernst Tugendhat |url=https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/rationalitaet-oder-irrationalitaet-der-friedensbewegung/ |titel=Rationalität oder Irrationalität der Friedensbewegung |werk=Wissenschaft &amp;amp; Frieden |datum=1983 |sprache=de |abruf=2025-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Friedensinitiative am Philos. Institut, o.&amp;amp;nbsp;J., gesendet im [[Sender Freies Berlin]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachdenken über die Atomkriegsgefahr und warum man sie nicht sieht.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Rotbuch, Berlin 1988, ISBN 978-3-88022-319-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1992, ISBN 978-3-518-28617-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethik und Politik.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1992, ISBN 978-3-518-11714-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über Ethik.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1993, ISBN 978-3-518-58151-3; Neuauflagen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dialog in [[Leticia]].&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 1997, ISBN 978-3-518-28902-0&lt;br /&gt;
* mit Celso López, Ana M. Vicuna: &amp;#039;&amp;#039;Wie sollen wir handeln? Schülergespräche über Moral.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 978-3-15-018089-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufsätze 1992–2000.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 978-3-518-29135-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Egozentrizität und Mystik. Eine anthropologische Studie.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-51049-3 ([https://www.perlentaucher.de/buch/ernst-tugendhat/egozentrizitaet-und-mystik.html Rezensionen] auf Perlentaucher.de)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Tod.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 2006, ISBN 978-3-518-06859-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anthropologie statt Metaphysik.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2007, ISBN 3-406-55678-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundärliteratur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Martin Barth]]: &amp;#039;&amp;#039;Egozentrizität, Mystik und christlicher Glaube. Eine Auseinandersetzung mit Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie&amp;#039;&amp;#039; 46:4 (2004), S. 467–482&lt;br /&gt;
* Andrew Bowie: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhat: Philosophische Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Philosophy&amp;#039;&amp;#039; 2/3, 1994, S. 345–351&lt;br /&gt;
* [[Stefan Gosepath]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Julian Nida-Rümelin]], [[Elif Özmen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 423). 3., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Kröner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-520-42303-0, S. 671–677.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Jacobi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mystik, Religion und intellektuelle Redlichkeit. Nachdenken über Thesen Ernst Tugendhats&amp;#039;&amp;#039;. Karl Alber, Freiburg i. Br./München 2012, ISBN 978-3-495-48518-7 (mit Tugendhats Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Spiritualität, Religion und Mystik&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2005) ([https://web.archive.org/web/20160326180050/http://www.verlag-alber.de/elvis_img/alber/titel/pdf/0003300913_0001.pdf Inhalt und Einleitung])&lt;br /&gt;
* Nico Scarano, Mauricio Suárez (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhats Ethik. Einwände und Erwiderungen&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-55072-0 (mit zwei Texten von Ernst Tugendhat und Beiträgen von [[Stefan Gosepath]], Oliver Hallich, Anton Leist, [[Julian Nida-Rümelin]], [[Gertrud Nunner-Winkler]], Walter Pfannkuche, [[Friedo Ricken]], Beate Rössler, Jacob Rosenthal&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Jacob Rosenthal]] |url=https://www.uni-konstanz.de/philosophie/files/der_primat_der_gleichheit_oder_der_symmetriesatz_in_ernst_tugendhats_ethik.pdf |titel=Der Primat der Gleichheit oder: der Symmetriesatz in Ernst Tugendhats Ethik |werk=Ernst Tugendhats Ethik. Einwände und Erwiderungen |hrsg=Hrsg. Nico Scarano und Mauricio Suarez. C. H. Beck, München |datum=2006 |seiten=134–152, 319–321 |format=pdf; 107&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160326180807/http://www.uni-konstanz.de/philosophie/files/der_primat_der_gleichheit_oder_der_symmetriesatz_in_ernst_tugendhats_ethik.pdf |archiv-datum=2016-03-26 |abruf=2023-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Nico Scarano, Holmer Steinfath, [[Ursula Wolf (Philosophin)|Ursula Wolf]])&lt;br /&gt;
* [[Marcus Willaschek]] (Hrsg.): [https://www.uni-frankfurt.de/49559422/2-tugendhat_kolloquium.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ernst Tugendhat: Moralbegründung und Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039;], Vortrag und Kolloquium Münster 1997. Münsteraner Vorlesungen zur Philosophie Band 1, Lit, Münster 1997.&lt;br /&gt;
* Santiago Zabala: &amp;#039;&amp;#039;The Hermeneutic Nature of Analytic Philosophy. A Study of Ernst Tugendhat.&amp;#039;&amp;#039; Columbia University Press, New York 2008, ISBN 978-0-231-14388-2 (mit einem Vorwort von Gianni Vattimo und einem Dialog mit Ernst Tugendhat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118624504}}&lt;br /&gt;
* [https://limam.upol.cz/Authors/Detail/141 Eintrag] in der Literarischen Landkarte der deutschmährischen Autoren (Palacký-Universität Olmütz)&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000022750|Ernst Tugendhat}}&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat: [https://www.analyse-und-kritik.net/Dateien/56c2efa7bfc04_ak_tugendhat_1993.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Kontroverse um die Menschenrechte&amp;#039;&amp;#039;], [[Analyse &amp;amp; Kritik]] 15 (1993), (PDF-Datei; 1,5 MB) S. 101–110&lt;br /&gt;
* [https://www.suhrkamp.de/autoren/ernst_tugendhat_5012.html Ernst Tugendhat] – Autorenprofil mit Foto beim Suhrkamp Verlag&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-zeitung.de/wir-kommen-ohne-philosophie-nicht-aus-zum-80-geburtstag-des-philosophen-ernst-tugendhat-wir-sind-nicht-fest-verdrahtet-li.20275 „Wir sind nicht fest verdrahtet“] – Zum 80. Geburtstag des Philosophen Ernst Tugendhat, Berliner Zeitung vom 8. März 2010&lt;br /&gt;
* [http://www.gkpn.de/Tugendhat_Alter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das Alter – Die Herausforderung der Frustration&amp;#039;&amp;#039;], Gespräch mit Jochen Rack, Aufklärung und Kritik, Sonderheft 11/2006 (PDF-Datei; 34&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/philosophischesseminar/veranstaltungen/mvph/tugendhat/tugendhatkolloq.pdf Moralbegründung und Gerechtigkeit], Vortrag und Kolloquium, Münster 1997 (PDF-Datei; 871&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Ulrike Herrmann]] |url=https://taz.de/Die-Zeit-des-Philosophierens-ist-vorbei/!253784/ |titel=Die Zeit des Philosophierens ist vorbei |werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]] |datum=2007-07-28 |kommentar=Interview mit Ernst Tugendhat |abruf=2023-03-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Hampe (Philosoph)|Michael Hampe]]: [https://leo-dorner.net/wp-content/uploads/2018/05/Zur-Orientierung-30-Die-wiedervereinigte-Philosophie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die wiedervereinigte Philosophie. Ernst Tugendhats neue Untersuchungen zu Anthropologie und Mystik&amp;#039;&amp;#039;], Kommentierung einer Rezension in der [[NZZ]] vom 23. Juni 2007 (PDF 45 KB)&lt;br /&gt;
* [[Georg Lohmann]]: {{Webarchiv |url=http://www.degruyter.com/dg/viewarticle.fullcontentlink:pdfeventlink/$002fj$002fdzph.2013.61.issue-4$002fdzph.2013.61.4.629$002fdzph.2013.61.4.629.pdf?t:ac=j$002fdzph.2013.61.issue-4$002fdzph.2013.61.4.629$002fdzph.2013.61.4.629.xml |wayback=20160326183954 |text=&amp;#039;&amp;#039;20 Jahre Vorlesungen über Ethik von Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;}}, DZPhil 61 (2013) 4, 629–634&lt;br /&gt;
* [[Kurt Oesterle (Journalist)|Kurt Oesterle]]: [https://www.information-philosophie.de/?a=1&amp;amp;t=2912&amp;amp;n=2&amp;amp;y=1&amp;amp;c=63 &amp;#039;&amp;#039;Tugendhat, Ernst&amp;#039;&amp;#039;], Porträt in [[Information Philosophie]]&lt;br /&gt;
* [[Oliver Tolmein]]: {{Webarchiv |url=http://www.menschenundrechte.de/cms2/documents-upload/pdf/1153145465.pdf |wayback=20160326174032 |text=&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ethik&amp;#039;&amp;#039;}}. Wie der Philosoph Ernst Tugendhat für Frieden und für »Euthanasie« eintritt und damit auf begeisterte Zustimmung in der linken und alternativen Szene stößt, Veröffentlicht in: Konkret 05/91, S. 24 (PDF 17,9 KB)&lt;br /&gt;
* Matthias Wunsch: [https://www.philosophie.uni-wuppertal.de/fileadmin/philosophie/PDFs_allg/StrubeTrawny/Unbenannte_Anlage_00016.pdf &amp;#039;&amp;#039;Eigenständigkeit und intellektuelle Redlichkeit bei Ernst Tugendhat&amp;#039;&amp;#039;], In: Frank Brosow / T. Raja Rosenhagen (Hrsg.): Moderne Theorien praktischer Normativität. Zur Wirklichkeit und Wirkungsweise des praktischen Sollens. Münster 2013, 346–370&lt;br /&gt;
* [https://www.lib-hilfe.de/mat/ausstellung/chrono/Rede_Tugendhat.pdf Rede zur Eröffnung der  der Nakba-Ausstellung im evangelischen Gemeindehaus „Lamm“ am Markt in Tübingen am 13. Juni 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videodateien ===&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Anbp8kDk2eU Ernst Tugendhat – „Unsere Angst vor dem Tod“], gehalten am 2. Juli 2003 in der [[Carl Friedrich von Siemens Stiftung]]&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat – [https://diobma.udg.edu//handle/10256.1/417 ¿Qué es la antropología filosófica?], 28. Mai 2007 an der Universitat de Girona, Barcelona (Vortrag in spanischer Sprache)&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat – [https://www.youtube.com/watch?v=XHKoRoQnStU Minicurso: Teoria geral da ética] – 11. Juni 2007 an der Universidade de Caxias do Sul (Vortrag in brasilianischem Portugiesisch, Teil 1 von 5)&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat – [https://www.youtube.com/watch?v=IWj2LVl5dCU A origem da igualdade no direito e na moral] – 12. Juni 2007 an der Universidade de Caxias do Sul (Vortrag in brasilianischem Portugiesisch)&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat – [https://www.youtube.com/watch?v=sPrIBbqqNYg Sobre a religião] – 14. Juni 2007 an der Universidade de Caxias do Sul (Vortrag in brasilianischem Portugiesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Audiodateien ===&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/philosophische-brocken/ernst-tugendhat-der-ursprung-der-gleichheit-in-rec Ernst Tugendhat – Der Ursprung der Gleichheit in Recht und Moral] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek, Institut für Philosophie, Universität Wien&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/philosophische-brocken/die-anthropologischen-wurzeln-von-religion-und-m-2 Ernst Tugendhat – Die anthropologischen Wurzeln von Religion und Mystik] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek, Institut für Philosophie, Universität Wien (Teil 1)&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/philosophische-brocken/die-anthropologischen-wurzeln-von-religion-und-mys Ernst Tugendhat – Die anthropologischen Wurzeln von Religion und Mystik] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek, Institut für Philosophie, Universität Wien (Teil 2)&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/philosophische-brocken/ernst-tugendhat-das-problem-einer-autonomen-moral Ernst Tugendhat – Das Problem einer autonomen Moral] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/philosophische-brocken/e-tugendhat-freiheit-und-determinismus Ernst Tugendhat – Freiheit und Determinismus] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/werkstattgespraeche/gespraech-mit-ernst-tugendhat-1 Elisabeth Nemeth und Herbert Hrachovec sprechen mit Ernst Tugendhat über sein Buch „Aufsätze 1992–2000“] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek (Teil 1)&lt;br /&gt;
* [https://audiothek.philo.at/podcasts/werkstattgespraeche/gespraech-mit-ernst-tugendhat-2 Elisabeth Nemeth und Herbert Hrachovec sprechen mit Ernst Tugendhat über sein Buch „Aufsätze 1992–2000“] – Mitschnitt der Philosophischen Audiothek (Teil 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118624504|LCCN=n81098015|VIAF=2547403|NDL=00476369}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tugendhat, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter der Philosophie des Geistes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analytischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moralphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Autonomen Universität Madrid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowakischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tugendhat, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brünn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. März 2023&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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