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	<title>Ernst Torgler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Torgler&amp;diff=564342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fehlerfuchs: +interwiki</title>
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		<updated>2026-03-31T10:37:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+interwiki&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porträtfoto Ernst Torgler.jpg|mini|Ernst Torgler, um 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Liepnitzstr 46 (Karlh) Ernst Torgler.jpg|mini|[[Gedenktafel]], Liepnitzstraße 46, in [[Berlin-Karlshorst]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Möllendorffstr 6 (Liber) Frieda Rosenthal.jpg|mini|Gedenktafel im [[Rathaus Lichtenberg]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Torgler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. April]] [[1893]] in [[Berlin-Kreuzberg]]; † [[19. Januar]] [[1963]] in [[Hannover]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]), [[Mitglied des Reichstags|Reichstagsabgeordneter]] und Mitangeklagter im [[Reichstagsbrandprozess]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ernst Torgler, Sohn eines städtischen Arbeiters, wurde kaufmännischer Angestellter. Er trat 1910 in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein. Nach seinem Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wechselte er zur [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] und wurde beim Zusammenschluss mit der KPD 1920 deren Mitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1921 wurde Torgler zum Stadtverordneten in [[Berlin-Lichtenberg]] gewählt, was er bis 1930 blieb. 1924 wurde er für die KPD in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt. 1927 wählten ihn die Fraktionsmitglieder zum stellvertretenden Vorsitzenden und 1929 schließlich zum Vorsitzenden der KPD-Fraktion, was ihn zu einem einflussreichen Kommunisten im Reichstag machte. In dieser Funktion hielt er mehrere Reden im Parlament, unter anderem am 25. Februar 1932, als er sich direkt gegen Reichskanzler ([[Heinrich Brüning|Brüning]]) und Reichspräsident ([[Paul von Hindenburg|Hindenburg]]) stellte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Unter Hindenburg sind alle diese Maßnahmen der offenen Reaktion, der politischen, der wirtschaftlichen und der sozialen Reaktion durchgeführt worden. [...] Herr Brüning ist ja der Repräsentant der führenden Partei der deutschen Bourgeoisie. Er ist der Vollstrecker des Willens des [[Finanzkapital]]s. [...] Herr Brüning und das Zentrum sind auch die Haupteinpeitscher der Hindenburgwahl und der Hindenburgfront. Dazu gehört, wie es sich ja beim [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]] von selbst versteht, daß man sich ausgezeichnet auskennt in, wie soll ich einmal sagen, in jesuitischer Demagogie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1932 bis 1933 gab er zusammen mit [[Wilhelm Pieck]] die Zeitschrift der KPD-Reichstagsfraktion heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen den Willen der KPD-Führung stellte sich Torgler am 28. Februar 1933 nach dem [[Reichstagsbrand]] freiwillig der Polizei, um sich gegen Verdächtigungen über seine Beteiligung zu verwahren. Diese inhaftierte ihn ohne Anklageerhebung bis Juli 1933, im Juli folgte eine Anklage wegen [[Brandstiftung]] und [[Hochverrat]]s. Trotz vieler Versuche seiner Familie fand sich kein parteinaher Verteidiger für ihn, sodass er in die Verteidigung durch einen [[Nationalsozialismus|NS]]-Juristen einwilligte. Ihn verteidigte der Rechtsanwalt [[Alfons Sack]]. Im Prozess vom 21.&amp;amp;nbsp;September bis 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 1933 beantragte der [[Oberreichsanwalt]] [[Karl August Werner]] für ihn die [[Todesstrafe]], jedoch wurde Torgler auch aufgrund einer entlastenden Aussage seiner Sekretärin Anna Rehme mangels Beweisen freigesprochen, aber noch bis 1935 in „[[Schutzhaft]]“ genommen. Die KPD schloss ihn 1935 auf der [[Brüsseler Konferenz der KPD|Brüsseler Konferenz]] aus der Partei aus, weil er sich freiwillig der NS-Justiz gestellt und einen NS-Verteidiger akzeptiert habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit [[Maria Reese]] arbeitete Torgler 1935/36 an einem Manuskript für das [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichspropagandaministerium]], das 1936 fertiggestellt, aber nicht publiziert wurde. 1940/41 schrieb Torgler wiederum im Auftrag des Reichspropagandaministeriums Texte für nationalsozialistische Radiosender.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Grashoff: &amp;#039;&amp;#039;Gefahr von innen. Verrat im Kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1941 wurde er als [[Interne Revision|Grundstücksrevisor]] in der [[Haupttreuhandstelle Ost]] in [[Grudziądz|Graudenz]], später in [[Trebbin]] eingesetzt. Nach dem [[Attentat vom 20. Juli 1944]] auf Hitler blieb Torgler unbehelligt, nach eigenen Angaben verhinderte eine persönliche Intervention [[Joseph Goebbels|Goebbels]]’ seine Inhaftierung. Mit seiner Dienststelle gelangte er 1945 auf dem Rückzug nach [[Bückeburg]]. Nach 1945 fand er eine Anstellung in der dortigen Stadtverwaltung als Beauftragter für das Flüchtlingswesen. 1949 wurde er Angestellter der Gewerkschaft [[Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr|ÖTV]] in Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bemühte sich Torgler vergebens um Wiederaufnahme in die KPD. Im Dezember 1945 begründete er in einem persönlichen Brief an den KPD-Vorsitzenden [[Wilhelm Pieck]], bis 1933 sein Stellvertreter in der KPD-Reichstagsfraktion, seine Haltung während des Nationalsozialismus. Er erhielt keine Antwort, der KPD-Kreisleitung Bückeburg wurde aber im November 1946 von Pieck mitgeteilt, dass eine Wiederaufnahme nicht in Betracht komme. Noch 1970 vertrat die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] die Meinung, Torglers Verhalten habe dazu beigetragen, {{&amp;quot;|die Wahrheit über den Naziterror in Deutschland zu verschleiern}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Podewin: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/813777.der-tag-an-dem-sein-glaube-zerbrach.html &amp;#039;&amp;#039;Der Tag, an dem sein Glaube zerbrach&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde Torgler Mitglied der SPD. Er starb 1963 in Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abegg-Affäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Am 26. November 2014 wurde vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Karlshorst#Liepnitzstraße*|Liepnitzstraße]] 46 in [[Berlin-Karlshorst]] eine [[Gedenktafel]] enthüllt. Damit erinnert der [[Bezirk Lichtenberg]] an einen vom Nationalsozialismus verfolgten und missbrauchten sowie von seiner Partei verstoßenen Politiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/presse/archiv/20141118.1350.400232.html Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg zur Einweihung der Gedenktafel]; abgerufen am 28. Nov. 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/ernst-torgler &amp;#039;&amp;#039;Torgler, Ernst&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarb. und stark erw. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Podewin]], [[Lutz Heuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Torgler. Ein Leben im Schatten des Reichstagsbrandes 25. April 1893 Berlin – 19. Januar 1963 Hannover.&amp;#039;&amp;#039; trafo, Berlin 2006, ISBN 3-89626-545-8.&lt;br /&gt;
* [[Udo Grashoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Gefahr von innen. Verrat im Kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-3950-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124988326}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/033647}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=ernst-torgler|Titel=Ernst Torgler|Autor=Susanne Eckelmann}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|124988326}}&lt;br /&gt;
* [http://baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/jarmerdhm/main&amp;amp;localparams=1&amp;amp;db=main&amp;amp;cmd=list&amp;amp;range=130,10&amp;amp;cmd=all&amp;amp;Id=53 Kurzbiografie.] DDR-Biografien.de&lt;br /&gt;
*[[Alexander Bahar]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/reichstagsbrand-prozess-1933/ Der Reichstagsbrandprozess.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kurt Groenewold]]/Alexander Ignor/Arnd Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Politischen Strafprozesse]]&amp;#039;&amp;#039;, letzter Zugriff am 20. März 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124988326|LCCN=no2006099907|VIAF=67413855}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Torgler, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Torgler, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (USPD, KPD, SPD), MdR und Mitangeklagter im Reichstagsbrandprozess&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fehlerfuchs</name></author>
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