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	<title>Ernst Stadler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:54:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ernst_Stadler&amp;diff=328977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bocksberg77: Änderungen von ~2026-26765-4 (Diskussion) auf die letzte Version von Windharp zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-01-13T13:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-26765-4&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-26765-4&quot;&gt;~2026-26765-4&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-26765-4&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-26765-4 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Windharp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Windharp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Windharp&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Lyriker Ernst Stadler. Zum Ingenieur und Unternehmensgründer siehe [[Ernst Stadler (Unternehmer)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Maria Richard Stadler.jpg|miniatur|hochkant|Ernst Stadler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Maria Richard Stadler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. August]] [[1883]] in [[Colmar]], [[Elsass]]; † [[30. Oktober]] [[1914]] bei [[Zonnebeke|Zandvoorde]] nahe [[Ypern]] in [[Belgien]]) war ein deutscher [[Lyriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn eines Staatsanwalts im [[Reichsland Elsaß-Lothringen]] besuchte Stadler in [[Straßburg]] das Gymnasium. Er war mit [[René Schickele]] und [[Otto Flake]] befreundet – beide wie er Mitglieder des Kunstkreises &amp;#039;&amp;#039;[[Das jüngste Elsaß]]&amp;#039;&amp;#039;. Mit ihnen gab er 1902 die Zeitschrift [[Josef Singer Verlag|&amp;#039;&amp;#039;Der Stürmer&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche bei [https://search.worldcat.org/de/title/887815048 Worldcat].&amp;lt;/ref&amp;gt; (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Wochenschrift [[Der Stürmer]]) für progressive Dichtung heraus, die 1903 in &amp;#039;&amp;#039;Der Merker&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde. Stadler studierte in Straßburg und ab 1904 an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] Germanistik, Romanistik und vergleichende Sprachwissenschaft. Mit einer Doktorarbeit über den [[Parzival]] wurde er 1906 zum [[Dr. phil.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis der Handschriften D und G von Wolframs Parzival&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906–1908 hielt er sich mit einem [[Rhodes-Stipendium]] am [[Magdalen College]] in Oxford auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HaRo&amp;quot;&amp;gt;Hans Rollmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Berufung Ernst Stadlers an die Universität Toronto. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. In: Seminar. A Journal of Germanic Studies, Vol. 18 (1982), Heft 2, S. 79–113&amp;lt;/ref&amp;gt; An der [[Universität Straßburg#Kaiser-Wilhelm-Universität|Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg]] [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit einer Arbeit über [[Christoph Martin Wieland]]s Shakespeare-Übersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1910 bis 1914 lehrte Stadler deutsche [[Philologie]] als Professor in [[Brüssel]]. Das Angebot, als Gastprofessor nach [[Toronto]] zu gehen, musste er ausschlagen, da der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] begann und Stadler als [[Reserve (Militärwesen)|Reserveoffizier]] eingezogen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HaRo&amp;quot; /&amp;gt; Noch im selben Jahr wurde er während der [[Erste Flandernschlacht|Ersten Flandernschlacht]] durch eine Granate getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Stadler ist auf dem [[Cimetière Saint-Louis]] im Straßburger Stadtteil [[Robertsau]] begraben (Sektion 4C-5-3).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|10667100|Abruf=2017-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strasbourg-Robertsau. Cimetière Saint-Louis&amp;#039;&amp;#039; (= Guide des cimetières n°3 de la Ville de Strasbourg). Strasbourg 2008, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Stadler begeisterte sich für Theater und Dichtung.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039; 1905 veröffentlichte Stadler seinen ersten Gedichtsband [[Präludien]]. Was ihn in seinen lyrischen Anfängen zunächst als zwar höchst virtuos-formbewussten, wenig lebensweltnahen Nach-Dichter von Jugendstil-Dekadenz und vitalistischer, auf Nietzsche fußender Lebenskult-Ästhetik kennzeichnet, macht zugleich sein Talent aus: die Fähigkeit, verschiedene im Zeitbewusstsein zirkulierende Geistesströmungen zu synthetisieren.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLL&amp;quot;&amp;gt;Jan Röhnert: &amp;#039;&amp;#039;Das lyrische Werk. &amp;#039;&amp;#039;In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kindlers Literatur Lexikon&amp;#039;&amp;#039; (=B.15). 3. völlig neu bearbeitete Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, S. 501f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039; Ernst Stadler gehört zu denjenigen Autoren der Literaturgeschichte, die durch eine einzige Buchveröffentlichung ins Gedächtnis der Nachwelt eingedrungen sind&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbruch&amp;#039;&amp;#039; bildete 1914 den Höhepunkt seiner kurzen literarischen Laufbahn. Sie machte Stadler zu einer Leitfigur des literarischen [[Expressionismus]]. Im Unterschied zu [[Georg Heym]] ließ er sich durch Unheilsvorahnungen nicht abschrecken. Der religiös orientierte Stadler appellierte an seine Leser, zu einem besseren Dasein aufzubrechen, und versuchte die Depressionen zu vertreiben. Als Elsässer lag ihm und Schickele die Verständigung zwischen [[Deutschland]] und [[Frankreich]] besonders am Herzen. Diesem Ziel galten auch seine Übersetzertätigkeit sowie seine literaturwissenschaftlichen Studien, die die [[Interdependenz]]en der verschiedenen Literaturen herausstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn seiner Gedichte wurden in die bekannteste [[Anthologie]] des Expressionismus, die [[Menschheitsdämmerung]], aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Präludien.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte. Straßburg 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wielands Shakespeare.&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsschrift. Straßburg 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.&amp;#039;&amp;#039; 1913 ([http://web.archive.org/web/20160331215218/http://www.ernststadler.de/stadlerfahrt/ online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbruch.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte. Leipzig 1914 ({{archive.org|deraufbruchgedi00stadgoog|2. Aufl. anno 1920 online}}); Frankfurt/Main 1964: [[Insel-Bücherei#Wiesbaden/Frankfurter Verlagshaus von 1945 bis 1990|Insel-Bücherei]] 783&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst Stadler. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 41.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Tom Riebe. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2020, 100 Exemplare.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Treibhaus.&amp;#039;&amp;#039; Aus: „Der Aufbruch und andere Gedichte“. Illustriert von Wolfgang Seider. Erste Auflage 2014, [[Calambac Verlag]], Saarbrücken. ISBN 978-3-943117-82-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das [[Honoré de Balzac|Balzac]]-Buch.&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen und Novellen. Straßburg 1913.&lt;br /&gt;
* [[Francis Jammes]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gebete der Demut.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Tillmann Bendikowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Sommer 1914. Zwischen Begeisterung und Angst – wie Deutsche den Kriegsbeginn erlebten.&amp;#039;&amp;#039; München 2014.&lt;br /&gt;
* Albert M. Debrunner: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Stadler: Ein zu kurzes Leben.&amp;#039;&amp;#039; Nimbus, Wädenswil 2022, ISBN 978-3-03850-086-5. Rezension: Thomas Diecks: o. T. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Germanisch-Romanische Monatsschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge. Bd. 73 (2023), Heft 4, S. 483–485.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|7|8|Stadler, Ernst Maria Richard|Thomas Diecks|118616587}}&lt;br /&gt;
* Thomas Diecks: &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin reichlich deutschlandmüde“. Ernst Stadler am Vorabend des Ersten Weltkriegs und sein Kriegstagebuch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Weltkriegstagebücher. Von Bachmann bis Zweig&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Gernot Wimmer (= Schriften der Group2012, Band 3). Böhlau, Wien 2023, S. 105–122. ISBN 978-3-205-21538-7.&lt;br /&gt;
* Helmut Gier: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des deutschen Expressionismus und die antisymbolische Reaktion in Frankreich. Die literarische Entwicklung Ernst Stadlers&amp;#039;&amp;#039; (= Münchener germanistische Beiträge, Bd. 21). Fink, München 1977, ISBN 3-7705-1398-3.&lt;br /&gt;
* Christian Luckscheiter, [[Hansgeorg Schmidt-Bergmann]] (im Auftrag der [[Literarische Gesellschaft Karlsruhe|Literarischen Gesellschaft Karlsruhe]]) (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;»Denn der Zukunft dient alle wahre Kunst!«. Lyrik, Prosa, Essays, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2016, ISBN 978-3-95462-664-9.&lt;br /&gt;
* Moritz Neufeld: &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch statt Depression.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Konradsblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg. 97. Jahrgang, 27. Oktober 2013, S. 43.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070625144838/http://www.bautz.de/bbkl/s/s4/stadler_e_m_r.shtml |artikel=Stadler, Ernst Maria Richard|autor=Peter Noss|band=10|spalte=1090–1106}}&lt;br /&gt;
* [[Jan Röhnert]]: &amp;#039;&amp;#039;Das lyrische Werk.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Kindlers Literatur Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 15. 3. Völlig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, S. 501f.&lt;br /&gt;
* Max Diehm: &amp;#039;&amp;#039;Das expressionistische Elsass. Ernst Stadlers Regionalismusdiskurse zwischen Heimatkunst und literarischer Moderne&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Expressionismus&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 9 (2022), Heft 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Ernst Stadler}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118616587}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Stadler,+Ernst}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|564}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118616587|LCCN=n/84/78689|VIAF=4936833|NDL=01019992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stadler, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Université libre de Bruxelles)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Colmar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stadler, Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stadler, Ernst Maria Richard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=elsässischer Lyriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. August 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Colmar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Oktober 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Zonnebeke|Zandvoorde]] bei [[Ypern]], Belgien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bocksberg77</name></author>
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